Schweiz-Reise #4: Matterhorn

Grüezi!

Was ist Freiheit? Kann der Mensch frei seien? – Einen Reisebericht mit zwei derart wichtigen philosophischen Frage zu beginnen, mag eigentümlich erscheinen, aber es spiegelt gut wieder, was ich gedacht und gefühlt habe während meines Aufenthaltes in der Bergen, genauergesagt in Gornergrat.

Die Alpen, in diesem Fall die Schweizer Alpen, sind ein besonderer Ort. Von so vielen Menschen jährlich besucht, beobachtet, fotografiert, bewandert, bestiegen und dennoch wirken diese Berge wie ein Symbol für eine unendliche Ferne und der Freiheit auf mich. Hoch oben, wo schon längst keine Bäume mehr wachsen und kleine blaue Blümchen fleckenweise das ausgetrocknete Gras besprenkeln, welches herrlich knuspert, wenn man drauf tritt. Eine Welt, die den Sommer auf eine andere Weise erlebt: Mit Schnee und Eis, wenn auch auf Grund des Klimawandels mit weniger. Wenn man dort oben zwischen den Spitzen der hoch über einen auftürmenden Felsen steht, dort, wo man noch hinwandern kann ohne Kletterausrüstung, bei ca 3000m Höhe, fühlt man wie kostbar es ist, diesen Moment besitzen zu können. Wie schön es seien kann, wenn das einzige Geräusch neben wenigen Touristen vor allem das Plätschern von Schmelzwasser ist und die Luft so gut ist, dass man sie förmlich durch die Nebenhöhlen sich ausbreiten spürt und die Sonne auf einen brennt, wo es keinen  Schutz im Schatten gibt. Diese Mischung aus Ruhe, Verlassenheit, Freiheit, Unendlichkeit, Reinheit und Schönheit überflutete mein Herz.

Ich denke, dass wenn man die Schweiz besucht, das Matterhorn wie ein Wahrzeichen scheint, die spezielle Steinformation, welche die berühmte Toblerone schmückt und für mich war es wichtig, diesen schönen Ort zu sehen – weiß Gott, wann ich das nächste Mal die Möglichkeit habe, dieses Land zu besuchen. Die alpine Sehnsucht ist stark, wenn man stets nur Berge in der Ferne sieht, egal ob man in Bern, Laupen, Luzern oder am Thunersee ist. Man muss  aber auch irgendwie dahinkommen – und das ist leider erschreckend teuer. Schon die Strecke von Visp nach Zermatt mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn war schön: Kleine Dörfer, Wiesen, die man schlichtweg Ricola-Wiesen taufen könnte, grasende Ziegen und Kühe und alles bei bezaubernden Sonnenschein und angenehm milden Temperaturen.

Unser Glück war, dass die Saison erst vor ein oder zwei Tagen begonnen hatte und die Aussichtsplattform in Gornergrat (gut 3000 m Höhe) ganz gut besucht, aber bei weitem nicht voll war. Erreichen ist dies von Zermatt aus mit der Gornergrat Bahn, einer Zahnrad-Bahn, also einer Bahn die besonders steile Strecken befahren kann. Auch schon auf dieser Fahrt erfährt man einen wunderbaren Ausblick auf die Berge und auf Wasserfälle. Aber selbst für Schweizer Verhältnisse sind die Preise gruselig, allerdings glaube ich auch, dass es eine einmalige Möglichkeit ist, wo sich die Ingestion lohnt und wer gerne wandert, kann selbstverständlich mit Zelt auf dem Rücken selbst hochklettern.

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Denn das Jedermannsrecht in der Schweiz (wie auch in einigen nordischen Ländern) grob gesagt fast überall zu wandern. Und ich ließ mir nicht den Spaß nehmen, vom Gornergrat gute 500 Höhenmeter abwärts zu wandern, was vielleicht nach wenig klingt, aber das keineswegs ist. Für mich war dieses Laufen und Staunen der Höhepunkt der ganzen Reise. Man braucht auch keine Wanderschuhe, ein paar stabile Sneaker reichen bei gutem Wetter vollkommen – obwohl wie auch einige Asiaten in hohen Schuhen sahen.

Einfach Laufen, sich umsehen, dieses Gefühl von ja, auch Freiheit, einatmen. Durch einen wunderbaren Zufall hatte ich auch das Glück zwei putzige kleine Murmeltiere an einem Vorsprung beobachten zu können – nur kurz, denn sie liefen schnell wieder zurück zu ihrem Fels und sonnten sich davor. Wenn ich darüber schreibe, fühle ich selbst, wie ich anfange zu lächeln, weil es ein so belebendes Erlebnis ist.

Mit diesem Beitrag endet auch meine kleine Reihe über die Schweiz. Ich hoffe, ich konnte inspirieren oder wenigstens etwas spannendes, neues schreiben. Mein Fazit ist schlichtweg, dass ich mich in dieses bezaubernde kleine Land verliebt habe!

Love, Katha

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Schweiz-Reise #3: Domodossola und Thunersee

Grüezi!

Wenn man schon in der Schweiz ist, kann man auch einen kleinen Ausflug nach Italien planen, oder nicht? Dadurch, dass die Schweiz entzückend klein ist und ein sehr effektives Bahn-Netz hat, kann man durchaus schnell von Bern bis zur Grenze fahren und weiter in die kleine Gemeinde Domodossola, deren Besuch ich von Herzen empfehlen kann!

Das schöne an Domodossola ist, das es für die meisten Touristen eher ein Durchfahr-Ort ist, wenn man beispielsweise von der Schweiz nach Mailand oder zum Lago di Maggiore will, deshalb ist es dort herrlich untouristisch – man darf gleichzeitig aber auch keinesfalls erwarten, dass jemand Englisch spricht, offenbar nicht mal von jungen, gleichaltrigen Menschen, was mich ein bisschen schockiert hat, da man zumindest hier in Deutschland ein Minimum an Englisch gelernt hat, bevor man die Schulpflicht erreicht hat. Wie dem auch sei, war es ein wirklich schöner Ausflug, der mich stark an meine Kursfahrt in Rom erinnert hat dank der vielen verwinkelten Gassen, den engen Häusern, die satte Gewürzfarben oder ein zartes Pink tragen und dieser besonderen, herzerwärmenden, nostalgischen Heruntergekommenheit und den vielen alten Laternen, die einen unglaublich romantischen Charme haben.
Allerdings, und das sei gesagt, habe ich mich wohler gefühlt als in Rom: Obwohl die Altstadt von Einheimischen gut besucht war, kann man keineswegs davon sprechen, dass es voll war. Zur Mittagszeit waren die Geschäfte zu, alle machten ihre Siesta, die Menschen saßen draußen in Cafés und schlürften gut gelaunt, wie ich auch an vielen Stellen in der Schweiz es gesehen habe, Aperol Spritz. Hier versuchen glücklicherweise keine aggressiven Mofa-Fahrer einen auf Fußgängerwegen „ausversehen“ zu überfahren und trotz, dass alles sehr alt aussieht, ist es keineswegs dreckig oder unangenehm, sondern hat italienischen Charme. Es ist eigentlich unmöglich, sich nicht in diese kleine Gemeinde zu verlieben und die strahlende Sonne tat dazu bei.

Natürlich wandte ich wie immer meine Lieblingstaktik an, um eine fremde Stadt zu erkunden: Einfach wild rumlaufen, von einer Straße in der nächste Gasse, blumengesäumte Hinterhöfe und kleine Cafés entdecken, Italiennerinnen, die sich von den Balkonen gegenüber lautsrak unterhielten, beobachten und natürlich selbst etwas furchtbar einheimisches tun und Campari oder Aperol trinken.
Leider sind einer der maßgeblichen Unterschiede, die man merkt, wenn man in Italien ist, die Preise, besonders wenn man Essen gehen möchte: Moderate Preise, alles ist sehr gut bezahlbar.

Ebenfalls faszinierend fand ich, dass wenn man den Tunnel zwischen der Schweiz und Italien überwunden hat, nicht nur die Temperaturen deutlich anders sind, sondern auch das Grün der Wälder etwas gelblicher und wärmer wirkte, während es in der Schweiz oft leuchtend dunkelgrün ist.

Ein paar Impressionen:

 

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Nach dem Ausflug nach Italien ging es aber noch zum wunderschönen Thunersee, der praktischerweise auch direkt auf der Strecke zwischen Visp und Bern lag. Dieser See schafft es auf wunderbare Weise all die Schönheiten der Schweiz zusammenfasst: klares, türkises Wasser, umgeben von Bergen, die Wälder säumen und an deren Spitzen der weiße Schnee leuchtet und unten im Tal die vielen kleinen Boote und Yachten, die neben wunderschönen Walserhäsuern und Palmen (ja, wirklich!) parken. Wir haben mit der Fähre der BLS eine Fahrt über den See gemacht, was, obwohl es leider teuer ist, ich wirklich empfehlen kann, da man so einen schönen Ausblick bekommt und die vielen kleinen Gemeinden am See sieht mit ihren bezaubernden Kirchen und Schlössern.

 

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Mich beschlich zu diesem Zeitpunkt ein merkwürdiges Gefühl, dass in der Schweiz alles sehr ähnlich aussah (Walserhäuser, türkises Wasser, alles teuer, nette Menschen, sehr viel grün) und irgendwie auch nicht. Natürlich, überall sind Berge und Seen, aber deren Schönheit und das Wiederentdecken von noch einem kristallklaren See und noch einer blumenbesprenkelten Wiese hat etwas sehr kostbares und schönes an sich. Vor allem merkte ich, wie ich nach den ersten paar Tage nicht nur körperlich, sondern auch geistig sehr weit weg von Berlin (und all dem Stress dort) war und einfach mich in der weiten, alpinen Ferne und ihrer Unbeschwertheit verlieren konnte. Es braucht nicht unbedingt ein Urlaub in die Schweiz, um sich entspannen zu können, aber ich verstehe nun, weshalb Menschen das machen, denn in der Tat hat die Schweiz etwas so fernes vom Alltag und etwas sehr erholsames und friedvolles mit den großen Bergen und der guten Luft.

Im Vierten und letzten Teil geht’s richtig in die Alpen. Stay tuned!

Love, Katha

Schweiz-Reise #2: Luzern

Grüezi!

Zwar war ich nur kurz auf einen Abstecher in der Stadt Luzern, welche sich in der Zentralschweiz befindet, jedoch kann ich diesen Tagesausflug unmöglich auslasse – zumal es wirklich schön dort ist. Und wie immer kann ich nur sagen: Alles ist sehr sehr teuer, was ich bei meinem Mittagessen gut zu spüren bekommen habe.

Kaum in Luzern angekommen, fing es auch an zu regnen, zweitweise auch stark zu schütten. Die Menschen flüchteten in die zahlreichen Cafés und auf die berühmte überdachte Brücke: Die Kapellbrücke mit dem Wasserturm aus 1365 – davon, dass sie Anfang der 1990er fast vollständig abgebrannt ist und erneuert wurde, merkt man glücklicherweise kaum was, sondern fühlt sich direkt ins Mittelalter versetzt. Auf der Decke der Brücke befinden sich alte Gemälde (abgesehen davon mchte ich anmerken, wie genial die Idee von einer Brücke mit Dach ist!). Die Brücke ist nicht grundlos das Wahrzeichen der Stadt – obwohl sie sehr im Kontrast zum restlichen steht. Oder vielleicht gerade deshalb?

Mit Regenschirm und Kamera bewaffnet lief ich durch die wunderschöne historische Altstadt, die zweifelsohne ein Highlight für jeden Architekturliebhaber ist! Natürlich waren auch überall die zuckersüßen Fensterläden und Gebäude in einer Art Fachwerkhaus Stil – sämtliche Epochen bunt durchmischt und einfach schön anzusehen und wie an vielen Stellen in der Schweiz zieren Fahnen der Eidgenossenschaft die Fassaden. Zunfthäuser mit verschnörkelten Malereien und Schriften aber auch kleine Türmchen fehlten nicht.
Einerseits war es schön, die Altstadt recht leer zu sehen, da sich die Menschen ins trockene geflüchtet hatten (aka die vielen sehr teuren Restaurants, die aber wirklich schön und einladend aussahen) und so man viel mehr entdecken konnte und sich nicht durch Menschenmengen schieben musste, anderseits glaube ich auch, dass eine Stadt einem bei gutem Wetter noch mehr bezaubern kann.

Besonders gut gefiel mir aber dieser Misch-Masch aus alte süddeutsche Stadt mit schweizerischen Merkmalen in der Altstadt und in dem neueren Teil der Stadt die hohen imposanten Altbauten, die an die großen Einkaufsstraßen in Budapest erinnern.  Ich könnte wirklich ewig über die Architektur schwärmen! Wenn man einen kleinen Blick in den historischen Kern werfen möchte, braucht man auch keinerlei Nahverkehr, da sich alles vom Bahnhof Bern problemlos ablaufen lässt.

Hier ein paar Impressionen:

Wie gefühlt alles in der Schweiz, ist auch Luzern von Wasser und Bergen umgeben. Die Stadt liegt zwischen den Bergen Pilatus und Rigi und direkt am Vierwaldstättersee, man ist also in einem wunderschön malerischem Tal. Allein die Bahnfahrt aus Bern nach Luzern lockt nur so zum aus dem Fenster schauen und die satten, weiten grünen Wiesen anzustarren, in deren Hintergrund sich die hohen Berge zeichnen.

Ich habe definitiv längst nicht genug gesehen, die Stadt lädt wirklich zum schlendern ein und ich hoffe, ich bekommen irgendwann die Gelegenheit die wunderbare Natur und besonders den See in der Nähe mit eignen Augen zu bewundern.

Bald kommt Teil 3 mit einem kleinen Abstecher nach Italien!

Love, Katha

Schweiz-Reise #1: Bern und Laupen

Moinsen – oder lieber Grüezi?

Ein Grund für meine Abstinenz in der Bloggerwelt war eine Reise, eine ganz besondere und sehr erfüllende, in der Schweiz. Ich habe ein bisschen Zeit benötigt, um zu rekapitulieren, was ich erzählen möchte, denn meine Begeisterung ist so groß, dass ich kaum weiß, wie ich sie ausdrücken soll.

Die Schweiz, trotz dass sie unser Nachbarland ist, schien mir stehts merkwürdig fremd und fern. Politisch neutral, kein EU-Land, grüne Wiesen des Friedens, lustige Dialekte, grasende Kühe, die vier Sprachen, alles teuer, Volksentscheide und Heidi-Klischees – das war meine Vorstellung. Nach dieser wunderbare Reise wurde mir klar, wie wenig ich wusste.
Ich werde meine Reise in vier Teile stückeln, damit ich jeden Ort, an dem ich war, richtig würdigen kann und im Details berichten, was ich alles gesehen und erlebt habe.

Meine Reise begann und endete in der alten Stadt Bern, die de-facto-Hauptstadt der Schweiz. Im Anfang Juni in der Schweiz zu reisen, ist eine wunderbare Sache, denn die Saison hat noch nicht ganz begonnen beziehungsweise an einigen Stellen gerade erst, die Städte sind noch nicht ganz voller Touristen und man kann getrost fotografieren, ohne sich durch Mengen zu quetschen, was mir nach meinen Erfahrungen im überfüllten Versailles und Zaandam etwas ist, was wichtig geworden ist.

Ein paar Dinge, die mich wirklich erstaunt und überrascht haben:

1. Die Aaare (Fluß) hat nicht nur eine unglaublich beunruhigende Geschwindigkeit, sondern ist kristallklar und hat einen wunderschön silbrig-türkisen Schimmer.

2. Teuer hat in der Schweiz noch einmal eine ganz neue Dimension. Für mich waren Großbritannien und Frankreich schon teuer, aber die Schweiz ist nochmal erschreckend teurer. Bern hat scheinbar neben Zürich und Genf die höchsten Lebenshaltungskosten weltweit (Quelle), es lohnt sich aber dort zu wohnen, um weiterzureisen. Ich kann wirklich nur empfehlen – wenn möglich -, viel selbst zu kochen und für unterwegs vorzubereiten (Abgepackte Supermarkt Sandwiches zwischen meist rund 6 Franken, ca 5.50 Euro).

3. Bern, sowie der Rest der Schweiz, ist ziemlich gut ausgeschildert, sauber und ordentlich (was mit anderen Hauptstädten in Europa, wie Brüssel, nicht mal ansatzweise vergleichbar ist). Ein schöner Nebenaspekt: Vor öffentlichen Toiletten in Zügen oder Restaurants muss man keine Angst haben.

4. Bern liegt 542 m über dem Meeresspiegel (Vergleich: Berlin je nach Ort zwischen 34-122 m) und besitzt dadurch wirklich imposante, Viadukt-anmutende Brücken, aber auch ordentlich viele Treppen und Wege, an denen es auswärts geht.

5. Besonders vom Bundeshaus aus, aber auch anderen Stellen, kann man in der Ferne bereits die ersten Berge der Alpen bestaunen. Ich bin auf dieser Reise sehr viel Zug gefahren und obwohl ich mir stehts vorgenommen hatte, zu lesen, konnte ich nicht anders, als wie gebannt aus dem Fenster zu sehen und die schneebedeckten Berge und die klaren Flüsse in der Ferne zu betrachten.

6. Die Luft is bereits in Bern deutlich besser als in Berlin oder vergleichbaren Städten.

Dinge, die ich wirklich empfehlen kann, in Bern zu sehen und die mich selbst bezaubert haben

  • Ein Spaziergang an der Aare
  • In den Rosengarten gehen, die Vielfalt der Blüten bestaunen und einmal Bern von oben mir Aare-Blick betrachen
  • Bundeshaus und das Wasserspiel auf dem Bundesplatz betrachten (und wenn es warm genug ist ins Wasser reinlaufen!)
  • Durch die historische Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe) gehen und die ca. 6 Kilometer lange Lauben betrachten mit den großen Fahnen aller Kantone und ab und zu auch einfach in Nebengassen gehen und wunderschöne Bauten und kleine Gärten betrachten.

Neben der Hauptstadt sah ich die schnuckelige Gemeinde Laupen, die auch im Kanton Bern liegt. Dabei ist die Altstadt ein kleine Traum aus alten Walserhäusern, vielen Blumen und Pflanzen, die üppig in Vorgärten, auf Fensterbrettern und Terrassen wuchsen im bunten durcheinander wie ein kleines Farbenmeer. Nicht nur in Bern, sondern auch in Laupen war gerade die Rose in ihrer Blüte und an vielen Hauswänden und Gärten zu bestaunen.
Nur zufällig waren wir in einer Empfehlung vom Swiss-Pass auf Laupen gestoßen, eine komplett untouristische Gemeinde (was sicherlich zum Charme beigetragen hat) einige Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Nicht mehr, als eine kurze S-Bahn-Strecke.


Wir liefen die Gässchen hoch zum bekannten Schloss der Gemeinde und trafen auf ein paar spielende Katzen, eine sehr freundliche alte Dame, die uns herzlich empfahl das älteste Haus (wohlgemerkt, nicht das Schloss) anzusehen, sowie einer alten Gärtnerin, die uns einlud ihren prächtigen Garten anzusehen und uns etwas über Laupen erzählte, wie beispielsweise, dass auf dem Weg neben ihrem Haus für jedes Kind (es wurde Anfang der 1990er eingeführt), welches dort geboren wurde, ein Stein gelegt wird. Wie schön es aussah, diese kleine Geschichte aus Steinen zu betrachten, zu schauen, ob es Geschwister gibt und ob jemand vielleicht am gleichen Tag wie ich geboren wurde (leider nein, nur 3 Tage vorher).
Diese Ruhe und Herzlichkeit die das leicht verträumte Laupen ausstrahlte, löste so eine warme Freude in mir aus. Vielleicht ist es ziemlich unspektakulär, dort zu leben, vor allem als geborene Großstädterin, aber ein wenig von einem fremden und neuen Eindruck mitzunehmen, besonders von der besonnenen Freundlichkeit der alten Gärtnerin, ist das schönste am Reisen. Man entdeckt und lernt stets was dazu.

Bald kommt Teil 2 zu Luzern, stay tuned!

Wart ihr schon ein mal in Bern? Oder in der Schweiz?

Love, Katha