July #15 Faves

Moinsen

Dieser Monat war für mich überaus erlebnisreich und abenteuerlich, irgendwie bin ich ständig nur am Pendeln gewesen. Nun allerdings möchte ich von meinen Monthly Faves erzählen.

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1. Journalist – Das Medienmagazin
Als allererstes: ich bin nicht so wahnsinnig und kaufe ein dünnes Blättchen wie dieses für 12€, ich nutze stattdessen ein bisschen meine Kontakte, die dergleichen abboniert haben. Aber auch, wenn es ein dünnes Ding ist, muss ich sagen, es hat es defintiv in sich: spannende Artikel, besonders der Thementext „Was darf Journalismus“ ist überaus interessant und durchaus diskutabel.

2. HP BBQ-Sauce Classic Woodsmoke
Als große Grilllieberhaberin ist mir eine gute Soße wichtig und besonders diese hat es mir sehr angetan! Herzhaft, würzig, prägant im Geschmack. Eignet sich auch wunderbar zum morgentlichen Frühstücksspiegelei!

3. Mumford and Sons Konzert
Wie ich bereit im zuvorigen Post bereichtete, war ich glücklicherweise auf dem wunderbaren, energiegeladenen Konzert von Mumford and Sons. Es war so wunderbar! Wer mehr dazu erfahren möchte, findest den Artikel hier.

4. Am grünen Rand der Welt

Die neuste Verfilmung des Romans „Far from the Madding Crowd“ von Thomas Hardy erzählt eine energiegeladene, bewegende und teilweise auch etwas konfuse Liebesgeschichte. In den Hauptrollen überzeugen dabei Carey Mulligan und Matthias Schoenaerts ganz wunderbar mit Gefühl, so dass man förmlich in das Geschehen miteingezogen wird. Besonders die Landschaftsaufnahmen sind ein großes Highlight und ein wahrer optischer Genuss. Die vollständige Rezension findet sich hier.

5. Amsterdam
Dies sollte mein Sommerurlaub werden: in der magischen, charmvollen Stadt der Grachten, in der die Hausbote vor sich hinglugern, die von schmalen, dunklen Häusern gesäumt sind und Straßenlaternen, an denen viele, sehr viele Fahrräder stehen. Blumen an dem Gelände von Brücken, Cafés und eine Stimmung, die man nur beschreiben kann, wenn man dort gewesen ist. Hier der vollständige Bericht. Der abgebildete, symbolische Kühlschrankmagnet stammt aus dem wunderbaren Rijksmuseum.

6. Rom
Die ewige Stadt im Herzen Italiens sollte für mich eine aufregende, vielseitige und verrückte Kursfahrt mit meinen beiden Leistungskursen Deutsch und Geschichte werden. Wir erkundeten in der sengenden Hitze nicht nur Coloseeum und Vatikan, sondern erlebten in unserer Unterkunft, die ein Kloster war, so einiges. Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, findet ihr hier meinen Reisebericht. Ich merke gerade mit leichtem Erschrecken, dass der Großteil der Monthly Faves diesen Monat Verlinkungen zu bereits verfassten Artikeln hat!

Auf den ganzen Reisen und dementsprechenden Wartemöglichkeiten, habe ich auch eine Menge Musik gehört, diesmal ein wenig weniger Liebeskummer belastet. Das ist also meine aktuelle Playliste:

Wir war euer Juli? Der Sommer pendelt leider zwischen Wassereimer und unerträglicher Hitze, ich hoffe, es wird bald besser.

Love, Katha

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Die ewige Stadt – Rom

Hallo Leute!

Wie es Ende des 2. Semesters üblich ist, bin ich mit meinen Leistungkursen auf Bildungsreise gegangen, oder um es genauer zu formulieren: 45 laute, Berliner Deutsch- und Geschichsleistungskursler beschlossen bei einem Hitzehoch die ewige Stadt im Herzen Italiens zu besuchen: Rom.

Die Anreise

Es war schon abenteuerlich genug, überhaupt in Rom anzukommen, denn wie es mir scheint, haben die Italiener ein sehr entspanntes Verhältnis zu Zeit und so kam unsere AirBerlin-Maschine zwar pünktlich in Berlin an, aber wir saßen bzw. standen eine 3/4 Stunde am Gepäckband, bis überhaupt das Gepäck unserer Maschine auf die Rollen kam. Da ich das letzte Mal vor bestimmt 7 Jahren geflogen bin und mich nicht wirklich an das Aussehen eines Flughafens noch an den Flug selbst erinnern konnte, war das schon ziemlich aufregend für mich. Mit Freuden konnte ich sogar feststellen, dass mir das Fliegen zwar ein mulmiges Gefühl im Bauch, aber auch Freude bereitet, die besonders durch den wunderschönen Blick über die Alpen bekräftigt wurde.

Unsere Gruppe sollte in einem Kloster im Herzen der Stadt übernachten – wir hatten alle in etwa eine Vorsterllung dass es nicht besonders modern werden würde, aber als uns Pater Matteo erwartete, um uns eine Predigt zu halten und uns „willkommen“ zu heißen, war einem, als bekäme man einen kalten Kübel Wasser über den Kopf geschüttet. Er erzählte uns mit einem strengen Akzent, dass das Kloster Vatikanischer Boden sei und deshalb andere Regeln als draußen in Italien herrschten. Wer nicht um 23 Uhr zu Hause war, wurde nicht nur nicht mehr reingelassen (er empfahl uns darauf einige Brücken zum nächtigen), sondern auch am nächsten Tage rausgeworfen. Dazu kamen Kleidervorschriften, bestimmte Essenszeiten die nach der Pünktlichkeit seiner Schweizer Armbanduhr eingehalten werden müssten. Doch da bekamen wir die Zimmer zu sehen, welche einem quadratischen Raum mit hoher Decke und einem Metallgestell mit einer Matte, ganz wie ein Lazarett, entsprachen. Unser Zimmer lag zur Straße raus und die Hitze war so unerträglich, dass wir genötigt waren, das Fenster offen zu halten und selbst um halb zwei Hubkonzerte der Via del Plebiscito anzuhören. Über das Bad und den Schimmel möchte ich eigentlich nicht mal reden. Das Frühstück fiel mehr als spartanisch aus – und ich wollte, ohne etwas von dieser faszinierenden Stadt gesehen zu haben, eigentlich nur noch nach Hause.
Zum Wetter lässt sich zusammenfassend für die fünf Tage sagen, dass es nicht nur einfach unerträglich heiß war, sondern durch die engen Gassen begünstigt, fast kein erfrischender Hauch von Wind pustete. Schatten war ebenfalls selten, was unter anderem daran liegt, dass kaum ein Baum in Rom steht, außer vereinzelte Pinien, in denen aggressive Zikaden Konzerte veranstalteten, um ein Weibchen zu ergattern. Wer mag, kann sich hier dieses grausame Surren des Todes anhören.

Das Programm

Trotz der weniger berauschenden Umstände gab es natürlich sehr viel zu besuchen und so sahen wir am ersten Tage das Forum Romanum, das Pantheon und die spanische Treppe. In den nächsten Tagen ging es mit dem Casa di Goethe und einer Tour durch das faschistische Rom weiter. Am Mittwoch erfolgte ein Besuch in die vatikanischen Museen und die sixtinische Kapelle. Da sich die Tour etwas verzögerte und wir stets zu Fuß unterwegs waren, mussten wir in einem stringenten Schritttempo fast schon zum Kloster rennen, damit wir unser Mittagessen erhielten (Unpünktlichkeit bestraft Pater Matteo in diesem Fall mit Hunger). Am späten Nachmittag ging es schließlich zum Kolosseum, wobei ich ziemlich überrascht war, da ich es mir größer vorgestellt habe. Den Abend rundeten Gian und ich mit leckeren italienischen Essen im Trastevere-Viertel. Wobei hier gesagt werden muss, dass man in Rom unverschämte Preise hatte und aufpassen musste, dass man nicht für Gedeck und allerlei Extrakosten zahlen musste. Doch bei Sloppy Sam’s hatten wir wirklich Glück und konnten Mitten in dem Viertel schlechthin mit einer Menge Flair essen, weshlab ich das Restaurant an der Piazza Campo de Fiori nur empfehlen kann.
Besonderes Highlight war der Strand von Ostia als Abschluss der Fahrt, wobei unsere Lehrerin dort angekommen feierlich verkündete, dass nun die Bildungsreise vorbei sei und der Urlaub beginne. Da dies das dato südlichste, was ich je besucht hatte, war und dementsprechend auch nicht das Mittelmeer kannte, war ich ganz aus dem Häuschen. Das Meer schlug große, salzige Wellen und alle quietschten vor Freude, sich endlich aus der Hitze und den täglichen 20-Kilometer-durch-Rom-Wanderungen ins kühle Nass werfen zu können. Zuvor mussten wir noch gut zwei Stunden durch die Ruinen des antiken Ostia latschten und sahen circa das, was wir schon von den letzten Tagen Rom kannten: Ruinen ohne Ende mit dem etwas monoton sprechenden Fremdenführer.

Und hier ein paar Impressionen:

 

Und nun wieder in Berlin angekommen, müde, fertig, bereichert, freue ich mich über gut 20 Grad Celsius und bewölkten Himmel – es hat seinen Charme. Es war eine abenteuerliche Fahrt durch eine Stadt mit aggressiven Autofahrern, wunderschönen Sonnenuntergängen und definitiv eine Reise in die Vergangenheit. Wart ihr schon ein mal in Rom? Wie fandet ihr es?

Da auch Gian dabei war, könnt ihr hier seine Eindrücke dieser abenteuerlich-verschwitzen Romfahrt lesen, mit einer noch ausführlicheren Bildergalerie zum Kloster.

Love, Katha