July Faves #17

Moin!

Wieder neigt sich ein Monat dem Ende. Die letzte Vorlesung ist geschafft, nach wochenlangem Regen steht endlich wieder die Sonne am Himmel und eine warme Brise weht durch die Stadt – und natürlich haben sich in den letzten Wochen wieder einige Favoriten angesammelt.

1. Sonnenbrile mit Sehstärke
Ich trage zwar schon seit meiner frühen Kindheit eine Brille, allerdings hatte ich bis zu diesem Frühjahr noch nie eine Sonnenbrille mit Sehstärke. Immer wieder Shatte ich onnenbrillen ausprobiert, aber es richtig verabscheut, nicht scharf mit ihnen zu sehen können. Nun allerdings kann ich aus vollem Herzen bestätigen, dass eine Sonnenbrille mit Sehstärke eine herrliche und sehr empfehlenswerte Sache ist und eine absolute Revolution.

2. Vöslauer Balance
Eigentlich ist das österreichische Vöslauer schon seit Ewigkeiten mein liebstes Mineralwasser (mit Geschmack), also wurde es mal Zeit es hier zu teilen – gerade jetzt, in der heißen Jahreszeit, wo man auch mehr trinkt. Geschmackstechnisch empfinde ich es unter allen Mineralwassern mit Geschmack am besten, da die Note von Frucht stets recht minimalistisch und dezent ist und nicht quietschbunt und zuckersüß schmeckt.

3. Aspekte im ZDF
Ich glaube, viele wissen gar nicht, dass man im ZDF Sendungen teils kostenlos besuchen kann – Aspekte im Hauptstadtstudio in Berlin ist eine dieser Sendungen. Manchen ist sie vielleicht nur als Sendung nach der Heute Show bekannt und ich stieß auch nur zufällig darauf. Aber seitdem ich mit meinem Freund dort war, hat sich meine Meinung in Begeisterung gewandt. Zum einen gab es einen sehr freundlichen Empfang mit Getränken, zum anderen waren die verschiedensten Altersklassen verteten, was für ein buntes Publikum sorgte und toller Stimmung. Das Beste war selbstverständlich in einem Fernsehstudio zu sitzen und mitzuerleben, wie eine Sendung aufgenommen wird, wie hunderte von Scheinwerfern von der Decke hängen, wie das Kamerateam sich durch das Publikum windet. Zu guter letzt gab es ein Interview mit dem Sänger Faber, der nicht nur einen Song spielte, sondern gleich noch zwei Zugaben lieferte. Die Stimmung war wunderbar locker, ausgelassen und heiter, kein bisschen gezwungen, was ich nicht erwartet hätte.

4. Social Movie Night: Dunkirk
Dank meines Freundes bekam ich die Möglichkeit der Social Movie Night am 24.07. im Berliner Zoopalast Kino beizuwohnen, da er glücklicherweise zwei Tickets gewonnen hatte. Es ist eine von YouTubern organisierte Veranstaltung, Filme vor der eigentlichen Preview zu sehen und später darüber zu diskutieren. So konnten wir den neusten Film des britischen Regisseurs Christopher Nolan vor allen anderen sehen: „Dunkirk“, der, wie der Name schon suggeriert, die Evakuierungsaktion von Dünkirchen im Zweiten Weltkrieg beeindruckend und schockierend wiedergibt. Natürlich ist man bei einem Kriegsfilm vorbereitet, grausame Sachen zu sehen und dennoch hatte dieser Film durch die einfache Gewalt des Wassers, eine Ebene von einer anderen Brutalität. Es ist ein hervorragend gemachter, beklemmender und bewegender Film, der beispielhaft Schicksale im Krieg zeigt und die Schrecken des Krieges lehrt.

5. Lesehighlight: Stefan Zweigs „Ungeduld des Herzens“
Mein Lieblingsbuch in diesem Monat und ganz bestimmt auch eines meiner liebsten in diesem Jahr. Ich darf offiziell bekunden: ich bin in Stefan Zweigs Literatur verliebt. Im Grund genommen kann ich diesen großartigen Klassiker folgendermaßen herunterbrechen: der Roman ist eine  Hommage an eine verlorengegangene glänzende Zeit vor dem ersten Weltkrieg, an Offiziere, an Festlichkeiten und eine alte heile Welt. Dieser Charakter mit der alten, ausschweifenden Sprache und dem extrem interessant konstruiertem moralischen Dilemma, in der jede Figur einen nachvollziehbaren Standpunkt vertritt und psychologische Einsicht in den Protagonisten erlaubt, schafft es, dass man selbst leidet, da man sich nicht entscheiden kann, macht dieses Buch so unglaublich wichtig und brilliant. Für mehr Hintergrund und zu einer tieferen Besprechung, gibt’s hier die Rezension.

6. Jane Austen Tasse
Dank der lieben Leonie vom Blog Leonie’s Lesekiste bekam ich auf Instagram die Möglichkeit, diese wunderbare Tasse (und zwei Bücher) zu gewinnen. Ich muss gestehen, dass ich seitdem die Tasse zu Hause engetrudelt ist, sie ständig verwende, weil sie schlichtweg mein bibliophiles Klassikerherz wärmt.

7. Sticken lernen
Dieses Jahr scheinen folklore Blumenmuster überall in den Geschäften zu sein und wie schon tausendfach erwähnt liebe ich Blumenmuster in jeder Form – was wäre, denn anstelle etwas zu kaufen, doch selbst tätig zu werden? Mich erinnern diese Muster ziemlich an meine ungarische Identität und meine zweite Heimat, weshalb es kam, dass ich meine Mutter fragte, wie man so etwas denn sticke – und seitdem kann ich nicht mehr aufhören. Sticken ist so herrlich entspannend und macht gleichzeitig richtig Spaß, wobei am Besten ist, wirklich seinen Fortschritt und seine Verbesserung sehen zu können und dann stolz etwas in den Händen halten zu können. Aktuell arbeite ich an einer fröhlichen Verzierung meiner alten Jeansjacke, aber ich glaube, ich werde noch viel mehr besticken in der Zukunft.

8. #Booksandhotdrinkstuesday auf Instagram
Schon länger wollte ich auf Instagram eine eigne Aktion starten, bei de ich mittels eines Hashtags Leute verbinde, über verschiedene Themen zu schreiben und sich auszutauschen. In letzter Zeit merke ich auf dieser Plattform diesen stetigen Druck nach mehr Followern, Likes, Comments – was auch immer. Dabei ist es doch immer am Schönsten, sich einfach mit Gleichgesinnten über Bücher und Tees und derlei zu unterhalten. Ohne diese Zahlen zu sehen. Deshalb habe ich diese kleine persönliche Aktion ins Leben gerufen, an der immer wieder ein paar andere tolle InstagrammerInnen teilnehmen und bin richtig glücklich darüber, da ich wirklich Spaß habe.

9. Geblümtes Sommerkleid von H&M
Vermutlich wird dieses bezaubernde, leichte Kleid auf lange Sicht einer meiner liebsten Kleidungsstücke dieses Jahres, denn in diesem Kleid finde ich einfach alles wieder, was mir gefällt: Ein leichter Stoff, der allerdings nicht durchsichtig ist, ein wunderbares Blumenmuster, ein V-Ausschnitt, eine angenehme Länge (endet ca. Mitte der Waden) und seitliche Schlitze sorgen bei einem Wind für ein luftiges Gefühl.

Musikalische Highlights

Diesen Monat hat sich musikalisch einiges bei mir getan. manchmal gibt es Songs, die einen nicht nur bezaubern, sondern auch den weiteren Musikgeschmack prägen. Nachdem ich mich letzten Monat in Salvador Sombrals „Amar Pelos Dois“ verliebte, hat mich jetzt eine nostalgische Welle des Jazz ergriffen. Unter den Highlights sind aber auch natürlich andere Genres vertreten:

Gemischtes

Zu guter letzt eine persönliche Challenge: ich habe mir vorgenommen, diesen Monat jeden Tag zu lesen und bin stolz verkünden zu können, es tatsächlich geschafft zu haben. Manchmal waren es 150 Seiten, an andern Tagen vielleicht nur 20, aber es hat mich definitiv dazu motiviert, mehr zu lesen und sogar meine Lesechallenge auf Goodreads von 25 Büchern, die ich dieses Jahr lesen möchte, auf 30 zu erhöhen. Wenn ich jeden Tag lese, bleibe ich nicht nur viel besser am Buch, sondern fühle mich selbst auch erfüllter – zudem ich die Möglichkeit, so seinen SuB zu reduzieren ein schöner Nebeneffekt.

Außerdem war ich Second Hand Buchshoppen mit meiner besten Freundin Charlie vom Blog Keine Zeit für Langeweile. Zu diesem Zweck ging es in den tiefsten Osten Berlins, ins Café Tasso, welches eine Mischung aus Second Hand Buchladen und Café ist (mit vielen Bio Sachen!). Die Auswahl ist ganz toll, man findet von Fachlektüre zur Physik bis hin zu englischen Büchern alles mit einer angenehmen und der Preis von 1.50 Euro pro Buch ist angemessen, da man auch vielen in sehr gutem Zustand findet. Mittlerweile bin ich definitiv auf der Suche nach mehr solcher Second Hand Buchläden, nicht nur weil man unheimlich an Geld spart, sondern einfach kleine Schätze finden kann.

Wie war euer Juli?

Love, Katha

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Meine Cambridge Satchel Company Batchel

Moin Moin!

Heute mal etwas ganz anders: schon etwas länger bin ich total aufgeregt einer meiner absoluten Lieblingsstücke vorzustellen: Eine Batchel von der Cambridge Satchel Company! Aber um sie wirklich gut rezensieren und vorstellen zu können, habe ich ein paar Monate gewartet, um genauer beobachten zu können, wie sie sich trägt und sich das Leder entwickelt. Fest steht, wie schon im Moment, als ich sie ausgepackt habe, dass ich sie absolut liebe!

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Was für eine Tasche habe ich?

Eine Batchel (15 inch) von der Cambridge Satchel Company in der Farbe „pine“ mit goldener Hardwear.

Bei den klassischen Modellen, welche die CSC anbietet, kann man grob zwischen zwei Modellen unterscheiden: Satchel und Batchel. Letztere ist wie die Satchel, bloß dass sie die größte Tasche ist mit 15 Inch und zusätzlich noch einen Griff oben besitzt – und dadurch etwas mehr kostet.
Für mich lohnt sich dieser Griff total, da wenn man sich mal durch eine Menge kämpfen muss einfach den Griff nehmen kann, ohne andere Menschen umzuschleudern oder wenn sie nicht die ganze Zeit auf einer Schulter tragen will, schlichtweg tragen kann.
Bei dem Leder handelt es sich um echtes Glattleder, welches dunkelgrün gefärbt ist. Ab und zu las ich im Internet von Farb-Transfer, was bei mir aber absolut nicht der Fall war. Die Taschen werden in Großbritannien handgefertigt und das Leder stammt aus der EU.

Preise / Zahlen / Shipping Erfahrung

Die Batchel kostet auf der Webseite der CSC aktuell 225 Euro – was auf jeden Fall eine Menge Geld ist. Im Vergleich dazu kostet die 15 Inch Satchel (Also ohne den Griff) 205 EuroDie Gute Nachricht ist, dass die CSC immer mal wieder Aktionen hat, die Gratis Shipping, Gratis Prägung oder Rabatte beinhalten. Für mich war es eher zufällig, dass ich letztes Jahr zum Blackfriday hineingeschaut habe und die perfekte Tasche für „nur“ 180 Euro. Es lohnt sich also, Ausschau zu halten.

Online kann man via Visa, Amex, Mastercard, PayPal, UnionPay und Alipay bezahlen.

Sobald man mehr als 100 Pfund zahlt, ist das Shipping kostenlos, was im meinem Falle zu traf, sonst hätte ich leider noch 5,50 Pfund Porto bezahlen müssen. Glücklicherweise lief alles wie am Schnürchen: Sonntagabend bestellt, kam Montag die Nachricht, dass die Tasche bearbeitet würde und dann losgeschickt. Am Donnerstag hieß es vom DPD das sie innerhalb eines einstündigen Zeitraumes ankäme und voilà! Am Freitag hatte ich schon meine Tasche. Sie kam mit einem Stoffbeutel, in der man sie aufbewahren kann, wenn man sie nicht trägt.

Ich muss an dieser Stelle die Webseite für ihre wunderbare Ausführlichkeit und das kundenfreundliche Layout loben. Toll ist, dass es sehr viele Infos gibt, sowohl zu der Geschichte von CSC, bezüglich des Customer Services natürlich, der Herstellung der Taschen, was reinpasst und wie man sich um seine Tasche kümmern kann.

Was passt rein? Für wen ist die Tasche geeignet?

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Meistens nehme ich tatsächlich all das mit, was hier zu sehen ist (ob man es glaubt, oder nicht, es passt all das rein , man muss sich nur daran gewöhnen, etwas Tetris-ähnlich vorzugehen. Ich besitze zwar einen Laptop  (15.6 Zoll, einige Jahre alt und kaputter Akku), bringe ihn aber nicht mit zur Uni, was vor allem mit dem Gewicht und dem Akku zu tun hat. Aber prinzipiell würde ein 13 Zoll Laptop zweifelsohne reinpassen.

Ansonsten im großen Kompartiment: Kalender, ein Taschenbuch (ich versuche möglichst dünne Bücher unterwegs zu lesen und Hardcover zu Hause), ein Regenschirm, A4 Collegeblock, eine Banane, 0,5 oder 0,75 Liter Wasserflasche, Federmäppchen, Banane, Müsliriegel und  bei schwankendem Wetter einen Schal, den ich meistens auf alles drauf lege, bevor ich die Tasche schließe.

Im kleinen Kompartiment sind die Dinge, an die ich im Zweifelsfall schnell rankommen möchte: Schlüssel, Taschentücher, Kopfhörer, Portemonnaie und ab und zu Lippenstift.

Einen Vorteil hat diese Tasche: Durch diese Kompartiment ist man ein bisschen gezwungen systematisch und ordentlich vorzugehen, damit alles, was man benötigt auch hineinpasst. Gleichzeitig findet man alles, was man benötigt aber auch sofort. Mein Handy habe ich meistens in meiner Jackentasche, aber natürlich passt es auch hinein.

Aber natürlich wird die Tasche, die ohnehin ein Grundgewicht hat, was aber für eine Ledertasche tatsächlich nicht schwer ist, mit jedem Objekt schwerer. Mein Inhalt schwant natürlich von Tag zu Tag, manchmal packe ich einen extra Jutebeutel ein oder ein Kosmetiktäschen. Aber ich muss sagen, für das Unileben ist sie wirklich gut geeignet. In der Schule, wo man teils dicke Bücher und eine Lunchbox (bei mir gab es keine Mensa!) mitbringen musste, hätte ich niemals diese Tasche benutzen können. Dementsprechend denke ich, muss man wirklich der Typ sein, für den es ok ist, eine Tasche ordentlich zu packen. Für mich ist sie großartig!

Außerdem man muss mit der eher aufwendige Schließweise gewöhnen. Das Leder brach nach einigen Wochen, so dass es nicht mehr so steif war, wie am Anfang, natürlich sie die Tasche dadurch „genutzt“ aus, aber nicht abgenutzt. Das ist die natürliche Entwicklung von Leder und es zeigt für mich eigentlich nur, wie sehr ich meine Tasche liebe.

Cost per Wear – Lohnt sich der Kauf?

Eine wichtige Frage ist natürlich angesichts des Preises, ob sich der Kauf lohnt. Für mich ist es auf jeden Fall so, aber ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder der Typ für eine Batchel oder Satchel ist (hier sei angemerkt, dass CSC auch andere Typen an Taschen anbeiten).
Wie oben schon erwähnt, passt für mich alles rein, was ich für die Uni benötige. Das Leder ist am anfangs sehr steif, trägt sich aber nach einigen Wochen gut ein und allgemein fühlt sich sie Tasche wirklich hochwertig an.

Besonders die Tatsache, dass sie handgefertigt wird in Großbritannien und dass es viele Informationen zum Hertsellungsprozess gibt, zeigt, dass es sich hier auf keinen Fall um eine süd-ost-asische Ausbeutung handelt, was mir schon mal ein besseres Gefühl als Kunde gibt.

Ich besitze diese Tasche seit Anfang Dezember 2016 und habe sie fast jeden Tag, den ich zur Uni gehen musste und manchmal auch nur, wenn ich unterwegs war, getragen. Und dieser dunkelgrüne Ton, der je nach Licht bläulich oder etwas schwärzlich glänzt gefällt mir besonders gut. Anfangs hätte ich lieber silberne Hardwear gehabt, weil ich Gold stets etwas „flashy“ finde, aber es ist nicht so auffällig, dass es einem ins Auge sticht, mittlerweile gefällt es mir aber, weil das grün dadurch ein bisschen wärmer wirkt.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich meine Batchel liebe und fast nur noch trage. Für mich erfüllt sie nicht nur das, was ich mir von einer Umhängetasche wünsche, sondern sieht auch sehr gut aus.

Love, Katha

Lieblingstees

Auch wenn es langsam Frühling wird, finde ich, dass es stets Zeit für einen guten Tee ist und vor allem, nachdem ich auch diesen Winter an Schnupfen und Grippe nicht vorbeigekommen bin, kann ich sagen, dass ich dementsprechend erst wirklich meine Tees testen konnte!

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1. Yogi Tea „Halswärmer“
Inhalt: Süßholz, Fenchel, Thymian

Wie der Name schon suggeriert, ist der „Halswärmer“ ein idealer Tee bei Erkältung. Obowohl ich zugeben muss, dass er anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war – der Fenchel ist ziemlich intensiv -, half er mit ein bisschen Honig hervorragend bei Halzskratzen. Eher ein nützlicher Tee, als ein delikater.

Empfehlung für: Yoga-Fans und Winter-Erkältung

2. La Via del Te  „Viaggio in Persia Shahrazad“
Inhalt: Schwarzer Tee, Papaya, getrocknete Erdbeeren, Aromastoffe

Bei diesem Tee muss ich wirklich aufpassen, dass ich den losen Tee nicht zu lange ziehen lasse, weil der Tee schnell bitter werden kann. Wenn man jedoch den richtigen Moment erwischt..

Empfehlung für: Schwarze-Tee-mit-gewissem-Etwas-Fans

3. Urban Tea Garden „Paramaribo Peach“
Inhalt: Oolang Tee, Apfel, Pfirsich, Ringelblume, Pfirsicharoma

Dieser Tee schmeckt nach Sommer! Frisch, hell und hervorragende Qualität. Ich hab ihn zufällig bei TK Maxx für einen absoluten Spottpreis entdeckt, doch die Teeblüten gehen hervorragend auf und verbreiten ein intensives Aroma. Sehr empfehlenswert!

Empfehlung für: Früchteteelieberhaber

4. Kusmi Tea „Anastasia“
Inhalt: Earl Grey, Zitronen- und Orangenblüten

Earl Grey etwas feiner und blumiger? Die frische, liebliche Mischung „Anastasia“ gibt dem schwarzen Tee eine Leichtigkeit, ohne dass der Earl Grey verloren geht. Hier muss man nur darauf achten, dass man den Tee niemals zu lange ziehen lässt!

Empfehlung für: Teeliebhaber

5. Kusmi Tea „Detox“
Inhalt: Maté, grüner Tee, Zitronengrass

Mein ultimativer Kopfschmerztee, entgiftend und wohltuend. Auch wenn ich nicht der größte Mate-Fan bin, überzeugt mich dieser Tee durch seine belebende Wirkung – auch beim nächtlichen Durchpauken.

Empfehlung: Mate-Alternative-Sucher

6. Løv Organic „Løv is Beautiful“
Inhalt: Weißer Tee, grüner Tee, grüner Rooibos, Mango-, Ananas-, Pfirsichstücke

Einer meiner Lieblinge für den Morgen: fruchtig, leicht süß und erfrischend mit einem Kick guter Laune. Die Blüten des Tees gehen leider nicht so extrem auf wie die des Urban Tea Gardens und hinterlassen am Boden der Tasse leider immer Krümmel, aber im Anbetracht wie lecker der Tee ist, macht es mir nichts aus. Ich freue mich schon, mehr von dieser Marke zu probieren.

Empfehlung für: Jeden

7. Yogi Tea „Classic Chai“
Inhalt: Zimt, Kardamon, Ingwer, Nelken, schwarzer Pfeffer

Einer meiner Lieblingstees für den Winter, wenn ich mal richtig Energie brauche oder an einer Erkältung leide. Dieser sehr würzige Tee, den ich gern mit Milch und /oder Honig trinke und der wortwörtlich von innen wärmt und Kraft gibt.

Empfehlung für: Würze-liebhaber

8. Kusmi Tea „St. Petersburg“
Inhalt: Schwarzer Tee, Bergamot, rote Früchte, Karamel

Ähnlich wie bei Anastasia ist auch dieser Tee einer, wo man aufpassen muss, dass er nicht überzieht, sonst ist er sehr bitter. Erwischt man den richtigen Moment, so wird man bekannt mit einem winterlich würzigem schwarzen Tee.

Empfehlung für: Schwarzteefans

9. Wittard of Chelsea „Afternoon“
Inhalt: schwarzer Tee

Eine warme Tasse englischer Tee im Wintergarten, in der Bibliothek, auf dem Balkon. Es gibt einen Grund, weshalb die Briten ihren späten Nachmittag mit einer Tea Time und einem gebührenden Tee zelebrieren. Schwarz, mal anders.

Empfehlung für: Teeliebhaber und Großbritannienfans

10. Ricola „Schweizer Kräutertee“
Inhalt: Pfefferminze, Ysop, Zitronenthymian, Salbei, Kamille, Brennessel, natürliches Aroma

Ricola macht Tees? Und ob! Ähnlich wie die Ricola-Bonbos schmeckt dieser Kräutertee nach einer üppigen Wiese voller Blumen und anderer Schätze. Besonders bei Erkältungen tut er enorm gut – einziger Nachteil: Bisher leider nicht (nach meinem Kenntnisstand) in Deutschland erhältlich.

Emüfehlung für: Erkältung

11. Greenfield „Redberry Crumble“
Inhalt: schwarzer Tee, Zimt, Preiselbeere, schwarze Johannisbeere, Orangenblüten, Aroma

Der Name macht schon skeptisch: Kann ein Tee nach Keks schmecken? Auch, wenn ich nicht der größte Fan von künstlichen Aroma bei Tees bin, dieser allerdings hat mich überzeugt. Er schmeckt tatsächlich nach Keks und Früchten und es wirkt ein bisschen, als ersetze man das Naschen durch das Trinken.

Empfehlung für: die Winterzeit

12. Whittard of Chelsea „Darjeerling“
Inhalt: schwarzer Tee

Einen klassischen Darjeerling bekommt man eigentlich überall, aber nach testen und probieren von verschiedenen Teeherstellern, merke ich einfach, dass ich stets auf diesen einen Tee zurückkomme.

Empfehlung für: Menschen, die es klassisch mögen

13. Kusmi Tea „Prince Wladimir“
Inhalt: Schwarzer Tee, Zitrusfrüchte, Bergamot, Vanille, Gewürze, Grapefruit

Neben Anastasia ein weiterer wichtiger Klassiker in der Kusmi-Familie. Anders als die beiden oben genannten Tees ist dieser ein sehr würziger, aber durch die Zitrusnoten auch sehr erfrischender Tee, der einen im Winter richtig schön wärmt.

Empfehlung für: die kalten Monate

Ich hoffe, ich konnte Teeliebhaber und solche, die es noch werden wollen, zum Trinken einer dieser Tees inspirieren. Was Kusmi und Løv angeht, gibt es in einigen Städten Deutschlands Läden, wo man die Tees auch probieren kann, was eine schöne Idee ist oder Geschenkpackungen, wo man das gesamte klassische Sortiment durchprobieren kann.

Ich freue mich natürlich auch auf weitere Empfehlungen und Anregungen!

Love, Katha

Jahresrückblick: Bücher, Filme und Events 2016

Moin Moin!

Zum Jahresende möchte ich  ein mal zurückschauen auf 2016, mit seinen Ereignissen und Erlebnissen. Ich mag dieses Gefühl, einen Kalender zu durchblättern und darauf zurückzuschauen, was man erreicht und erlebt hat. Also Achtung, laaaaanger Artikel. Ich werde den Text in zwei Gruppen aufteilen: Zunächst folgt ein bibliophiler Rückblick, wo ich meine Lieblinge, sowie verhasste Bücher des Jahres durchgehe und anschließend im zweiten Teil alles über Events, Filme und Ähnlichem.

Davor noch kurz etwas zu mir: Ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht mit einem NC, auf den ich recht stolz bin, zudem habe ich ein Praktiukum bei einer großen Tageszeitung in Berlin absolviert, das erste Mal in meinem Leben (als Aushilfskarft) gearbeitet und ein Studium in Sozialwissenschaften angefangen. Es ist ziemlich viel passiert und ich muss zugeben, dass ich es selbst noch nicht so richtig glauben kann, dass ich nicht mehr in Klassenräumen sondern Vorlesungssälen sitze. Zugegeben, dass ist alles ziemlich viel auf einmal und überwältigend – aber ich bin gespannt auf 2017.

Bibliophiles

Hier folgt eine Liste, was ich dieses Jahr  gelesen habe in alphabetischer, nicht chronologischer Reihenfolge (meiner Meinung nach übersichtlicher). Ich nehme mir jedes Jahr vor, um die 20 Bücher zu lesen – das mag nun für Bücherwürmer ziemlich wenig sein, aber ich habe einfach viele Interessen und finde auch, dass man ein Buch gerne mal langsam lesen kann, um es auszukosten. Dieses Jahr jedoch habe ich zu meiner eignen Überraschung 30 Bücher geschafft! Ich glaube, ich habe noch nie so viele Bücher in einem Jahr gelesen und muss sagen, auch ein bisschen stolz zu sein.

Adler-Olsen, Jussi: Schändung
Aveyard, Victoria: Red Queen (Englisch)
Banner, Catherine: Die langen Tage von Castellamare
Brontë, Charlotte: Jane Eyre
Christie, Agatha: Die Tote in der Bibliothek
Eggers, Dave: The Circle (Englisch)
Gaethgens, Thomas W.: Anton von Werner. Die Proklamation des Deutschen Kaiserreichs
Gaiman, Neil: Stardust (Englisch)
Goga, Susanne: Es geschah in Schöneberg
Haig, Matt: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
Hardy, Thomas: Am grünen Rand der Welt
Ionesco, Eugene: Die kahle Sängerin
Kloeble, Christopher: Die unsterbliche Familie Salz
Moers, Walter: Die Stadt der träumenden Bücher
Martenstein, Harald: Der Titel ist die halbe Miete
Moyes, Jojo: Ein ganzes halbes Jahr
Navai, Ramita: Stadt der Lügen
Ng, Celeste: Was ich euch nicht erzählte
Pullman, Philip: The Subtle Knife (Englisch)
Stachniak, Eva: Die Schwester des Tänzers
Stedman, M.L.: The Light Between Oceans (Englisch)
Stolz, Bärbel: Isch des Bio
Rowling, J.K.: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Rowling, J.K.: Harry Potter and the Goblet of Fire (Englisch)
Vandermeer, Jeff: Auslöschung
Vandermeer, Jeff: Autorität
Wells, Benedict: Spinner
Wells, Benedict: Von Ende der Einsamkeit
Wilde, Oscar: Das Gespenst von Canterville
Zafón, Carlos Ruiz: Der dunkle Wächter

Die gute Nachricht ist, von den vielen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe, waren viele richtig gute dabei.  Deshalb fiel es mir wirklich schwer, eine  Entscheidung zu treffen, welche mich am meisten begeistert habe. Die Reihenfolge ist total willkürlich gewählt und die Zahlen sollen keinerlei  Hierarchie darstellen  das gilt durchgängig in diesem Blogpost].  Ich habe versucht, passende Worte zu finden, weshalb mich diese Bücher so fasziniert und begeistert haben und hoffe, dass ich es knapp aber verständlich ausdrücken konnt, falls näheres Interesse an einem bestimmten Buch besteht, habe ich, falls vorhanden (was fast immer der Fall ist), die Rezensionen oben in der Leseliste verlinkt.

Hier meine Hochkaräter des Jahres:

1. „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë

Einer der bekanntesten klassischen Liebesgeschichten hatte ich schon mit der jüngsten Verfilmung mit Mia Wasikowska und Michael Fassbender lieben gelernt, als ich jedoch im Sommer diese so zarte und gleichzeitig auch kraftvolle Geschichte las, war ich noch viel begeisterter. Besonders die weise, nachdenkliche aber auch sehr eigene Protagonistin Jane schloss ich sofort ins Herz.

2. „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

Eine Geschichte über das Leben mit seinen Entscheidungen, den Gefühlen, den Problemen und dem Schmerz aus der Sicht eines aufwachsenden Jungen und später  Mannes namens Jules. Ich finde kaum Worte dafür, wie großartig ich diesen Roman eigentlich finde. Selten hat mich ein Buch so stark nachhaltig beeindruckt und mich selbst Wochen später noch beschäftigt  und tief berührt.  Die Figuren wirken so echt und zum anfassen, wie aus dem echten Leben entommen, man kann vielleicht nicht jede ihrer Entscheidungen verstehen oder nachvollziehen, aber Wells macht es durch seinen sanften Schreibstil unmöglich, nicht mitzufühlen. Das Leiden und Freuen und Mitfiebern in diesem Roman hat etwas ganz besonders interaktives!

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3. „Die langen Tage von Castellamare“ von Catherine Banner

Eine liebevoll geschriebenes Buch über die Familie Esposito, die auf einer kleinen Sizilianischen Insel lebt – über ein ganzes Jahrhundert verteilt. Dabei sind es nicht nur die Eigenarten des italienischen Dorflebens und die revolutionären Veränderungen durch Geschichte und Modernisierung, die mich so fasziniert haben, aber vor allem die kleinen Geschichten und Schicksale der einzelnen, stetig älter werdenden Mitglieder dieser schrulligen Familie.

4. „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes

Ich war recht spät dran dieses Buch zu lesen, aber ich wollte es auf jeden Fall vor dem Film schaffen. Zwar hatte ich viel gutes gehört, wollte es aber nicht wirklich glauben. Ich hatte mich so sehr geirrt. Die Liebesgeschichte von Lou (einer fröhlichen Person und seit kurzen Arbeitslosen) und Will (ein ehemals sehr aktiver und erfolgreicher Mann, der nun durch einen Unfall  vom Kopf abwärts gelähmt ist ) ist anders als alles andere, aber noch viel wichtiger fand ich, dass die Charaktere hier so lebendig und eigen sind, mit ihren Fehlern und Macken machen sie den wichtigsten Teil in diesem Buch aus. Ich habe  Rotz und Wasser geheult!

5. „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers

Wir werden entführt in eine Welt der Bücher: nach Buchhaim in Zamonien! Der Held Hildegunst von Mythenmetz, eine Art Echsen-Dinsosaurier, genannt Lindwurm, stürzt sich in ein gefährliches und waghalsiges Abenteuer – alles, dank eines Manuskriptes. Das Buch ist so reich, originell, verwirrend und wortgewandt und macht unglaublich großen Spaß zu lesen.

6. „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ von Matt Haig

Kurz gesagt: ein wunderbar ehrliches, biografisches Buch über Depressionen, welches Mut und Hoffnung macht, aber auch auf eine sehr gut gemachte Weise aufklärt und gegen die Stigmatisierung von Depressionen ankämpft. Es ist mehr als ein Buch über die Psyche, es hat etwas therapeutisches, etwas beruhigendes, das man nicht alleine ist  mit seinen Ängsten und Problemen und dass diese nicht für immer da sein werden.

7. „Das Magische Messer“ von Philip Pullman (His Dark Materials II)

Die Fortsetzung von Philip Pullmans magischen Abenteuer hat mich kein bisschen enttäuscht – und ich hatte ziemlich hohe Erwartungen, nachdem mich der erste Teil so unfassbar begeistert hat. Die wunderbar freche Lyra und ihr Dämon Pantalamion erleben atemberaubende Abenteuer, doch diesmal können sie zwischen Welten wandern. Zu dem Alethiometer kommt in Band 2 ein weiteres magisches Instrument dazu: ein Messer.

Bei den „Flops“ des bibliophilen Jahres 2016 sind zum Glück nur drei Bücher enthalten, die ich jedoch mit aller Leidenschaft verachte, vielleicht auch, weil ich hohe Erwartungen gehabt habe.

1. „Die Tote in der Bibliothek“ von Agatha Christie

Da ich Klassiker der Literatur so bewundere, glaubte ich unbedingt auch in die modernere Kriminologie der Miss Marple schauen zu müssen. Aus den Filmen hatte ich sie  als eine urige, nette Dame in Erinnerung hatte! Leider sollte sich das nicht für mich erfüllen, das Buch war spröde, öde, nichtssagend, langatimig und in jedem Sinne nicht besonders schön zu lesen. Leider!

2. „Die unsterbliche Familie Salz“ von Christopher Kloeble

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch unbedingt weiterlesen wollt, weil ihr so verzweifelt seid, dass es sich doch noch positiv verändern kann, da die Geschichte eigentlich viel zu bieten hat? Nun, dieses Buch ist es eindeutig nicht wert, am Ende tat es mir einfach nur leid, so sehr meine Zeit verschwendet zu haben. Kurz und knapp gesagt: es ist die Geschichte einer an schattenlose Menschen glaubende Familie, die über einen Zeitraum von 100 Jahren komplett paranoid wird, jedes einzelne Familienmitglied! Der Anfang hatte mich so euphorisch begeistert, doch nach und nach wurde das Buch einfach nur ad absurdum geführt!

3. „Autorität“ von Jeff Vandermeer (2. Teil der Southern Reach Trilogie)

Die seltsamen geographisches und naturwisschenschaftlichen Phänomene eines immer näherkommenden Gebietes namens Area X sollen untersucht werden – doch was ist mit der Organisation, die hinter diesem Untersuchungsprogramm steckt? So sehr hatte ich mich auf die Fortsetzung des unheimlichen Sci-Fi-Mystery Buches „Auslöschung“ gefreut, welches besonders durch sein flottes Tempo glänzt – dahingegen war Teil 2 das absolute Gegenteil,  der Versuch in der Fortsetzung eine andere Perspektive  zu verwenden, scheitert katastrophal. Es ist langatmig, verstörend und einfach schrecklich.

Events

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21.03.: Aurora im Heimathafen Berlin

Ein klassischer Fall von: Vorher habe ich die Musikerin gerne gehört, nach dem Konzert bin ich verliebt in sie. Ich sah Aurora zwei Mal dieses Jahr, einmal auf einem kleinen intimen Konzert in Berlin und dann auf einer großen Bühne in Budapest. Die junge Norwegerin macht mystische, kraftvolle Musik, scheint dabei aber als Person so zart und jung zu sein. Auf der Bühne war sie unglaublich süß, bescheiden und schüchtern, erzählte von ihrem Frühstück und wirkte unglaublich bewegt von der begeisterten Menge. Doch wenn sie anfing zu singen, wirkte Aurora wie in  Trance und zeugte von so viel Stärke, dass man es im eigenen Körper fühlen konnte. Einfach nur großartig!

26.03.: Linie 1 Musical im Grips Theater

Schon seit Jahren musste ich mir anhören, dass ich das legendäre Berlin-Musical nicht kenne. Nun, dieses Jahr haben mich meine besten Freunde kurzerhand  zu diesem Kult-Musical eingeladen. Auch, wenn es nach der Aufführung durchaus kritische Stimmen meiner versierten Freunde gab, die Linie 1 in und auswendig kannten, muss ich sagen: Berliner Schnauze, Berliner U-Bahn, wunderbare Songtexte, schrullige Figuren und viel zu lachen. Mir hat es echt gut gefallen!

07.05.: Don Giovanni Oper in der Komischen Oper

Dass die Komische Oper in ihren Inszenierungen sehr eigen ist, eilt ihr als Ruf voraus, aber diesmal durfte ich es selbst miterleben. Auch dieser Besuch war ürbigens ein Geschenk. Als großer Klassik- und Mozartfan hatte ich schon lange davon heimlich geträumt, Don Giovanni eines Tages zu sehen, vor allem nachdem ich die legendäre Endszene mehrmals in dem Film „Amadeus“ gesehen hatte. Nun, es war schon recht speziell, besonders der Humor; manchmal neigte der Hauptdarsteller zu spontanen herumalbern und urkomischen, aber auch peinlichen Einlagen. Die Kostüme waren expressionistisch und bunt, doch die Musik… ein Traum: leidenschaftlich und impulsiv! Ich möchte unbedingt eines Tages eine klassische Inszenierung dieses Werkes sehen, aber diese moderne Interpretation hat mir durchaus gefallen, obwohl ich manchmal sehr verwirrt war.

12.07.: Yamato – Drummers of Japan in der Komischen Oper

Japanische Trommeln aller Größen, viel Muskelkraft und eine Show zwischen Mystik und traditionellem Kampf. Kann man über einer Stunde Trommeln zuhören? Anfangs war ich skeptisch, doch als ich im Saal saß und die Truppe leidenschaftlich anfing loszuschlagen, war ich wie angesteckt! Ich brauche ihre Musik nicht ständig zu hören, aber als Show sind Yamato ziemlich toll.

19.07.: Les Ballets Trockadero de Montre Carlo in der Komischen Oper

Männer in Tutus nehmen klassisches und modernes Ballett ordentlich auf die Schippe! Da konnte ich nicht nein sagen. Diese sehr eigene Ballettkompanie schafft es auf quietschig bunte und glitzerne Art, die legendärsten Momente im Ballett ad absurdum zu führen: Der sterbende Schwan mausert plötzlich  und in Don Quijote drehen alle durch. Dabei ist es definitiv kein geschmackloser Slapstick-Blödsinn, sondern wirklich lustig und vor allem extrem professionell getanzt. Ich besuchte diese Vorstellung mit einer Freundin, die im Gegensatz zu mir (ich habe mehrere Jahre Ballett getanzt) überhaupt keinen Bezug zu dieser Tanzkunst hatte und auch sie war begeistert. Mir hatte der Abend unglaublich Spaß gemacht!

10-17.08.: Sziget Festival Budapest

Ich hatte schon ziemlich ausführlich über dieses unvergessliche Erlebnis berichtet, aber ich möchte noch einmal kurz anklingen, dass dieses bunte, riesige Festival so viel Charme hat, unglaublich gut durchdacht und beruhigend gut organisiert ist, dass ich jedem Festival-Liebhaber den Besuch empfehlen kann. Die pulsierende Stimmung war unvergesslich und das Line-Up ein herrlicher Mix von bekannten Musikern diverser Genres.

11.09.: Lollapalooza Festival Berlin

Schon letztes Jahr hatte ich dieses Festival besucht, da fand dieses jedoch noch auf dem Tempelhofer Feld stand, einem ehemaligem Flughafen Feld. Es war für mich das erste Erlebnis dieser Art und ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß, auch wenn es ziemlich chaotisch war [Lollapolloza 2015]. Dieses Jahr jedoch waren die ziemlich satten Tickets noch ein Stückchen teurer, dafür die Veranstaltung in einem Park, der danach absolut zerstört war. Die Preise vom Essen waren… nicht mein Budget. Nun hatte ich mich aber auf Musiker wie Milky Chance und Radiohead gefreut, woran ich absolut nichts zu meckern habe, doch die Hitze, der Staub, von dem man nichts sehen konnte, waren neben der Tatsache, dass es einfach zu voll war, absolut erschreckend. Irgendwie fühlte ich mich nicht mehr so wohl und war letztenendes enttäuscht, da das Festival  so plump und kommerziell ausgerichtet war, statt mit Liebe und Freude gestaltet (was ein großes Festival durchaus kann, wenn ich an meine Erfahrungen mit dem Sziget zurückdenke!).

04.10.: Passenger im Tempodrom

Ähnlich wie bei meiner Erfahrung mit Aurora kann ich auch hier nur sagen: ein super charismatischer Musiker, der sein Publikum in den Bann zieht. Er erzählte wunderbare Anekdoten, sang Covers, aber auch eigene Songs und brachte die Menge mehrmals zum Mitsingen. Seine unglaublich bewegende Stimme sorgte für eine melancholische und verzauberte Grundstimmung. Zudem muss man sagen, dass der Tempodrom echt faszinierend gebaut ist, einem futuristischem Zirkuszelt ähnlich!

Filme

Kinobesuche:

Ich muss auch ein wenig über diese besonders kleine Auswahl schmunzeln, lustigerweise folgten die ersten beiden und die letzten beiden direkt aufeinander und dazwischen klaffte ein halbes Jahr eine Kinolücke. Vielleicht schaff ich es im nächsten Jahr häufiger!

The Danish Girl
Brooklyn
Inferno
Doctor Strange

Lieblingsfilme 2016:

In manchen Jahren sehe ich mehr Filme, in anderen lese ich eher. Dieses Jahr scheint mich eher zum Lesen inspiriert zu haben. Hier mache ich es knapp, weil ich zu Teilen ziemlich ausführliche Rezensionen verfasst habe. Dennoch lässt sich eine Gemeinsamkeit in all diesen Filmen erkennen: Eine besondere Liebesgeschichte und eine starke Frau in der Hauptrolle!

1. Ein ganzes halbes Jahr

Genauso wie der oben erwähnte Roman begeisterte mich der Film ungemein. Nicht nur wegen der tollen Schauspielern und des romantischen Scores von Craig Armstrong, sondern weil der Film bis auf marginale Abweichungen wunderbar die Buchvorlage wiederspiegelt und ihr auch ebenbürtig ist, die Figuren Will und Lou (aber auch die Nebencharaktere) wurden genauso interpretiert, wie ich sie mit vorgestellt habe. Ganz ganz toll!

2. Die Herzogin

Was wäre ich ohne einen Historienfilm nach einer wahren Begebenheit? Diesmal handelt es sich um die Geschichte der Gerogiana Cavendish, Duchess of Devonshire und eine der faszinierendsten Persönlichkeiten ihrer Zeit: politisch aktiv, bildschön und in einer grausamen Ehe gefangen. Mit Keira Knightley in der Hauptrolle und herrlich prächtigen Kostümen schwankt dieser Film zwischen grausamer Realität und der äußeren Fassade eines glamourösen Filmes.

3. Suite Française

Dieser Film ließ mich ganz lange nachdem ich ihn gesehen habe, nicht los. Vor ab will ich sagen, dass ich definitiv noch die Romanvorlage lesen muss, um diese schrecklich traurige Liebesgeschichte besser zu verstehen. Das nahezu unaussprechliche Phänomen wird in dem Film zur Wahrheit: im besetzen Frankreich verlieben sich eine verheiratete Französin und ein deutscher Offizier ineinander – was natürlich nicht geht. Der Film hat etwas seltsam ruhiges, aufwühlendes und quälendes , aber auf eine brutal schöne Weise. Und der Soundtrack ist ein Traum…

Neu entdeckte Lieblingsmusiker

The Lumineers

Zwar kannte ich die amerikanische Band schon länger, allerdings hatte ich sie nie wirklich war genommen – bis mir YouTube vor ein paar Monaten vorschlug das Video zu ihrem neuen Song „Sleep on the Floor“ zu sehen. Ich war neugierig… und verliebte mich in diesen melancholischen Song. natürlich hörte ich auch sofort danach das ganze neue Album „Cleopatra“ an und fand ein paar neue Lieblinsglieder, u.a. „Ophelia„.

Tom Rosenthal

Ein melancholischer Indie-Musiker, den ich durch den YouTuber Will Derbyshire (der übrigens auch toll ist!) kennengelernt habe. Seine Texte sind so tiefgründig und berühren auf einer nachdenklichen, poetischen Ebene, die einen aber nicht herunterziehen, sondern in Hoffnung und mit einem warmen Gefühl hinterlassen. Besonders gefallen mir „Ian“ und „Bob in the Rain and the Lizard of Hope„, die ich nur wärmstens empfehlen kann, besonders an grauen und regnerischen Tagen mit einer Tasse Tee.

Max Richter

Der Komponist erinnert etwas an Philip Glass mit seinen ruhigen Klavierelementen. Erst Mitte des Jahres merkte ich, wie viel ich von ihm kannte, aber es nicht in seiner ruhigen Schönheit wertgeschätzt hatte. Zugegebenermaßen, etwas traurig ist seine Musik schon, lädt allerdings so wunderbar zum Träumen ein und berührt jedes Mal beim Hören etwas ganz tief in mir. Am meisten liebe ich „Vladmir’s Blues“ und „I will not forget You„.

Bosse

Ihn kannte ich schon vor diesem Jahr, aber das ich seine Musik tatsächlich intensiv höre und genieße, habe ich ein paar beharrlichen Freunden zu bedanken. Ich bin ziemlich begeistert von der Wortgewandtheit und der Kraft in Text und Melodie dieses Künstlers! Dieses Jahr haben mir besonders „Schönste Zeit“ , „Liebe ist leise“ und „Dein Hurra“ gefallen und ich habe sie ständige rauf und runter gehört.

Hui, das ist irgendwie länger geworden, als ich es erwartet habe. Ich hoffe, ihr hattet ein gutes Jahr mit vielen tollen Filmen, Erlebnissen, Büchern und gutem Essen! Was habt ihr erlebt und welche Filme und Bücher – vielleicht  aus dieser Liste?-  sind euch ans Herz gewachsen?
An dieser Stelle möchte ich mich außerdem für die vielen lieben und auch konstruktiven Kommentare bedanken, sowie eure Likes und Follows, die mich so motivieren, hier weiterzuschreiben!

Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich schon aufs Tippen, Lesen, Bloggen und Fotografieren!

Alles Liebe,
Katha

Autumn Faves #16

Moinsen!

Erstmal: Allen einen schönen Zweiten Advent! Die Weihachtssaison ist am brodeln, aber ich möchte gerne noch einen Blick zurück auf die letzten Monate werfen.

Nachdem ich mit meinen Monthly Faves aufgehört hatte, weil ich es schwierig fand, jeden Monat neue Lieblinge zu finden, da ich schlichtweg nicht so viel kaufe, ohne mich zu wiederholen, habe ich mich etwas unvollständig gefühlt.
Für mich gilt beim Bloggen immer: Qualität über Quantität! Vor allem, da ich noch meine olle Handykamera benutzen musste und die Bilder auf Blogniveau ziemlich groß sind, war mir die nicht so gute Qualität etwas unangenehm, aber nun, wo ich meine Spiegelreflex habe, ist natürlich alles anders, aber vor allem : scharf!
Es hat mir irgendwas gefehlt neben den ganzen Rezensionen, immer wieder wollte ich ein paar Dinge vorstellen, allerdings wusste ich nicht, unter welcher Kategorie! Deshalb möchte ich jetzt Lieblinge für jede Jahreszeit zusammenstellen, weil ich so mehr Zeit habe, um die besten Dinge herauszusuchen. Es ist etwas experimentell, ich weiß noch nicht, ob ich das Format behalte, aber wenn du es interessant findest, lass es mich wissen!

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1. Lieblingspullover

Ich weiß, ich weiß. Diese Schnürgeschichten sind gerade absolut modisch und ich kaufe eigentlich lieber zeitlose Sachen… aber ich konnte nicht widerstehen. Der Pullover ist sehr kuschelig und warm, sieht kombiniert aber auch einzeln toll aus. Ich liebe es einfach, dass er so ein schönes, helles grau hat und duch das weiße Band zu etwas besonderem wird.  Wer mich normalerweise in der Uni sieht, wird feststellen, dass ich fast nur noch in diesem Pullover lebe!

2. Passenger Konzert im Tempodrom

Irgendwie wird man nach einem Konzert immer noch ein größerer  Fan des Musikers als zuvor. Zumindest ist das mein Eindruck, vielleicht hatte ich bsiher auch nur Glück und habe stets gute Konzerte erwischt.
Es war mein erster Besuch im Berliner Tempodrom, der aussieht wie ein futuristisches Zirkuszelt, welches aber eine großartige Akustik bietet. Aber nun zu Passenger, den wahrscheinlich viele, mich eingeschlossen, durch seinen Song „Let Her Go“ kennen. Er selbst bekundete jedoch, seitdem es „Let It Go“ aus dem Disey Film „Frozen“ gibt, verfolge  ihn die Verwechslung wie einen Fluch. Alles in einem war es ein wunderbarer Abend, Passenger erzählte viel von den Hintergründen seiner Songs, vom Wandern als Straßenmusikant, von Dingen, die ihn nerven oder ihn begeistern. Regelmäßig forderte er sein Publikum zum mitsingen auf. Obwohl es eine recht große Halle war, hatte man den Eindruck, dass er auf einer ganz persönlichen Ebene zu seinem Publikum sprach. Mal sang er mit der Band, oder allein mit der Gitarre, aber die ganze Zeit strahlte er eine warme, faszinierende Persönlichkeit aus. Es war einfach Gänsehaut pur!

3. Essie Nagellack in „Wicked“

Dunkelrot, fast schwarz und wunderschön glänzt dieser Nagellack auf den Nägeln, je nach Licht scheint er mehr rötlich oder kastanienfarbend, ist aber eine wärme und tolle Abwechslung zum düsteren schwarzen Nagellack. Ich  bin zwar in letzter Zeit etwas seltener am Lackieren, aber auf die gute Qualität der Essie Nagellacke komme ich immer gerne zurück.

4. Kinoliebling: Doctor Strange

Zugegeben, ich war diesen Herbst nur zwei Mal im Kino (und das innerhalb von drei Wochen), aber Doctor Strange hat mich in jeder Hinsicht nachhaltig beschäftigt und mir gut gefallen. Natürlich gibt es einige Kritikpunkte, auch bei der Logik dieses Films, andererseits macht es einfach Spaß, dieses Marvel-Film zu sehen, er ist gut gemacht und großartig besetzt. Alle Details und die komplette Rezension gibt’s hier.

5. Jutebeutel der Humboldt-Universität zu Berlin: ISW

Am zweiten Tag der sogenannten OWO (Orienterungswoche) an meiner Uni gab es diese hübschen Jutebeutel gratis verteilt. Nicht nur eine schöne Geste, die einem absolut zu Berliner Studenten-Hipster transformiert, sondern auch praktisch! Der Beutel hat längere Träger, wodurch er etwas niedriger hängt als ein gewöhnlicher Beutel. Und es ist einfach schön, etwas vom eignen Institut zu besitzen.

6. Downton Abbey Staffel 6 (Finale Staffel)

Das ist tatsächlich schon ein bisschen länger her, aber dennoch erwähnenswert! ich denke, ich habe die letzte Staffel meiner Lieblingsserie gegen Anfang September gesehen und später nochmal mit meiner besten Freundin Charlie durchgesuchtet. Wer bis zur fünften Staffel durchgekommen ist und ein bisschen von dem Verhalten mancher Charaktere genervt war, wird hier sehr glücklich werden. Ich will natürlich nicht spoilern, allerdings kann man sagen, dass diese Staffel der Serie einen krönenden Abschluss verleiht – der urige Mr Carson, die ewig zankenden Schwestern Mary  und Edith, die Frage nach der Liebe, der Wandeln der Zeit und das langsame Austerben der Aristokratie und des Adels… Ach ja, Downton!

7. Buchiebling: Harry Potter and the Goblet of Fire

Der vierte Harry Potter Band war wie seine Vorgänger nach einfach super und begeisterte mich immer mehr für diese tolle Buchreihe, auch wenn der mittlere Teil ungewöhnlich langsam verlief, hatte ich viel Spaß beim Lesen. Besonders liebe ich diese herrlichen englischen Bloomsbury Ausgaben! Ich habe auch schon vor ein paar Wochen eine Rezension geschrieben, also wer am ausführlichen Urteil interessiert ist, findet es hier.

8. Bullet Journaling (Bujo)

Diese Idee kam eigentlich von meiner besten Freundin. Davor hatte ich dann und wann auf Instagram mal Bujos gesehen, wusste aber auch nicht genau, was das ganze soll. Nun muss ich sagen, dass ich echt dankbar bin, dass mir das ganze vorgestellt wurde, denn Bujos erleichtern mir den Alltag. Einerseits ist es eine organisierte, aber auch kreative Art To-Do Listen und andere organisatorische Dinge zu planen, andererseits habe ich nun meine ganze Zettelsammlung in einem schönen Noitzbuch. Für mich ist es besonders gut, weil ich mir jede Seite so einteilen kann, wie ich will, nichts ist vorgegeben, man hat so viele Möglichkeiten, sich zu entfalten. So kann ich neben dem Üblichen auch Kreativlisten und Weihachtsideen notieren und eine Art „Tracker“ einbauen, der mich zum Beispiel daran erinnert, genügend Wasser zu trinken. Aktuelle probiere ich noch herum, welches System mir gut passt, wie ich die Seite anordnen kann, aber ich finde es großartig, einfach alles an einem Platz zu haben (und es auch wiederzufinden!)

Für alle interessierte, habe ich hier mal ein paar Tutorials verlinkt, die ich ziemlich schön und praktisch finde.

9. Classic Chai Yogi Tea (loser Tee)

Ich liebe diesen Tee! Eigentlich mag ich eher fruchtige und leichte Tees, aber jetzt bei der Kälte und den überall herumschwirrenden Erkältungs- und Grippeviren, genieße ich es total, diese aufbauenden, von innen wärmenden, würzigen und leicht scharfen Tees zu trinken – für die Stärkung am Morgen oder zwischendurch. Es wird zudem empfohlen, den Tee mit Milch zu trinken, aber den Clou daran habe ich leider noch nicht entdeckt.

10. Lieblingssongs und Ohrwürmiger

Meine absolute Nummer eins, einer der besten Songs, die ich seit langem gehört habe, ist Sleep On The Floor“ von The Lumineers. Ich empfehle es mit ganzen Herzen, ihn zu hören und sich das großartige Video ansehen!! Ich entwickle mich gerade sehr zum Fan von ihnen…

Hui, das ist überraschend lang geworden! Ich wünsche eine schöne vorweihnachtliche Zeit und freue mich schon auf Kommentare. Bist du vielleicht Fans von Passenger und /oder Downton Abbey? Was für Tee findest du für den Winter großartig?

Lass es mich wissen!

Love, Katha