Es geschah in Schöneberg

https://i0.wp.com/www.dtv.de/_cover_media/450b/9783423216227.jpgAutor: Susanne Goga
OT/DT: Es geschah in Schöneberg
Genre: Kriminalroman
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Taschenbuch
Ersterscheinung: 2016
Verlag: dtv
Preis: 9.95 Euro
ISBN: 978-3423216227
Länge: 336 Seiten

Teil fünf der Leo Wechseler Krimi Reihe

Berlin 1927. Bei einer Modenschau im Romanischen Café werden zwei Vorführdamen verletzte: Ihre Kleider wurden mit einem Kontaktgift präpariert. Offenbar ein gezielter Anschlag gegen den Modesalon Morgenstern & Fink. Steckt ein neidische Konkurrent hinter dem Anschlag? Leo Wechlser ermittelt. [Klappentext]

Wer bis hier hin Leo Wechslers Leben als Polizist mit mal guten, meist eher mittelmäßigen, aber stehts nett nebenbei lesbaren Krimis mitverfolgt hat, wird im fünften Teil belohnt: ein ordentlicher, spannender Krimi, wo ich das früher Schlafen gehen gerne über den Haufen geworfen habe!

Natürlich wird, wie in den Vorgängeromanen, Leos Privatleben miteingebunden, dabei ist die Entwicklung seines Sohnes diesmal im Mittelpunkt: Er wird älter, möchte mit Freunden weggehen und sich einem Pfadfinderbund anschließen, doch irgendwas ist faul bei der Sache. Auch die Beziehung zu seiner wunderbaren Frau Clara entwickelt sich weiter, ihr Buchgeschäft floriert. Irgendwie fühle ich mich mittlerweile fast wie zu Hause bei den Wechselers, denn Susanne Goga hat wirklich eine sehr liebevolle Art, sich um ihre Figuren zu kümmern.

Ferner folgt diesmal ein sich nach und nach entfaltender Krimi: Häufig war es bei den Leo Wechsler Fällen so, dass es schnell ein Opfer gab, meist einen Toten und zur Hälfte des Buches war mehr oder weniger klar, wer es seien könnte, weil auch häufiger mal aus der Sicht des Täters geschrieben wurde: diesmal ganz anders! Am scheint etwas im Modeatelier nicht zu stimmen, schließlich erfolgt ein Anschlag.

Dabei wird Berlin in den 20er Jahren aus einer neuen Perspektive beschrieben. In den vorigen Jahren gab es Krimis über die Ober- und Unterschicht, das Schauspieler- und Malermileu, und diesmal erwischt es sogar mehrere Ecken. Wenn man die Teile fortlaufend ließt (was aber meines Erachtens nach nicht zwingend ist, ganz im Gegenteil, man kann auch einzelne Teile lesen), dann sieht man während des Lesen so viele Facetten von Berlin vor dem geistigen Auge. Der bunte, interkulturelle Ruf, den die 20er Jahre bis heute genießen, wird einem auf einem Servierteller geboten!
Kurz gesagt: es macht einfach Spaß, diesen fünften Band zu lesen, der Fall entwickelt sich, ist spannend und ungewiss, dass Setting wird genauer beschrieben denn je zuvor und man merkt, wie viel Recherche betrieben wurde. Besonders als Berliner, der sich in den Stadteilen etwas auskennt, wo die Figuren sich bewegen, fühlt man sich in der Zeitreise pudelwohl.
Susanne Goga versucht sich hier sehr erfolgreich an einer neuen Art des Erzählens eines Kriminalfalls. Man kann sagen, ihre fünftes Buch hebt sich vor allem darin ab, dass es nicht mehr nur zu Neben bei Lesen ist, sondern dass man es ungern aus der Hand legt. Ich denke, dass noch weitere Teile zu erwarten sind und freue mich nun auch auf die nächsten Bände.

Nur fand ich das Cover diesmal etwas enttäuschend. Zwar stellt es passenderweise eine Modenschau da, aber das Bild ist so schrecklich verwaschen und unscharf im Gegensatz zu den Vorgängercovern, es wirkt etwas dahingeschludert.

THE VERDICT: Der beste Leo-Wechsler-Fall! Susanne Goga bietet in einem frischen, neuen Stil den Leo, der mir schon ans Herz gewachsen ist, und einen spannenden, authentischer Kriminalfall. Es lohnt sich! 8 von 10 Sternen.

Love, Katha

Quellen
Cover

Mord in Babelsberg

 https://i2.wp.com/d.gr-assets.com/books/1391892649l/20641357.jpgAutor: Susanne Goga
Titel: Mord in Babelsberg
Genre: historischer Krimi
Ausgabe: Taschenbuch
Ersterscheinung: 2014
Verlag: dtv
Preis: 9.95
Länge: 320 Seiten
ISBN: 978-3423214865

Band 4 der Leo Wechsler Reihe

Berlin 1926. Im Hof einer eleganten Wohnanlage in Kreuzberg wird eine Leiche einer Frau entdeckt, die mit einer Scherbe aus rotem Glas erstochen wurde. Kommissar Leo Wechsler muss am Tatort erkennen, dass es sich bei der Toten um Marlen Dornow handelt, zu der er vor Jahren eine sehr persönliche Verbindung hatte. […] Kurz darauf gibt es einen zweiten Toten: Viktor König, ein gefeierter Regisseur wurde  nach der Premiere seines großen Films über den sogenannten „Magier der Pfaueninsel“ ebenfalls mit einer roten Glasscherbe erstochen… [Klappentext]

Und erneut behält Goga ihren glatt geschliffenen Schreibstil mit wunderbar urigen Charakteren in der Zeit der Weimarer Republik bei. Nun findet ein Zeitsprung statt: von 1922 im dritten teil zu 1926 hat sich Leos leben eigentlich beruhigt, auch, weil die Inflation abgeflaut ist, doch nun kommt wieder Bewegung rein.

Leo Wechsler soll auch in diesem Buch als Charakter wachsen, während im dritten Band vor allem Claras Vergangenheit aufgerollt wird, geht es diesmal um eine Bekannte von Leo, die man schon aus dem ersten Teil kennt: Marlen – natürlich steht da die Beziehung zu Clara Kopf, welche Frau würde sich schon freuen, diese Dinge aus der Vergangenheit zu erfahren? Das Problem für Leo ist aber auch seine persönliche Beziehung zu der Toten darf nicht herauskommen, wenn er der ermittelnde Kommissar ist. Schon an dem Plot kann man erkennen, dass dieser vierte Teil weitaus energiegeladener ist, als seine Vorgänger – mit ordentlich Konfliktpotenzial und seinen Rivalen  im Präsidium wird eingeheizt. Dazu kommt noch die prekäre politische Lage, die sich nun gen rechts-populistisch bewegt.

Hier merkt man – worüber ich mich sehr freute –  Goga kann richtig gut historische Romane schreiben, alles wirkt so authentisch und ja, berlinerisch. Das merkt man am Dialekt, aber teilweise auch an der seltsamen Unfreundlichkeit mancher Charaktere. Doch auch wie sich die Gesellschaft entwickelt, kann man über die letzten vier Teile sehr gut mitfühlen: Leo festigt sich ebenfalls von Teil zu Teil, ich habe den Eindruck er wird selbstbewusster, was man auch im Umgang mit seinen zwei wunderbaren Kollegen merkt: Robert Walther, den man schon länger kennt und Jakob Sonnenschein – beide frisch verliebt.

Wunderbar ist zusätzlich, wie man in das Leben der aufblühenden Filmbranche der 20er eingeführt wird, aber auch die bösen Seiten entdeckt. Besser gesagt: in diesem Fall von Leo ist die Handlung düsterer und weniger offensichtlich als in dem Vorgänger, der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten und man hat als Leser selbst Raum um mitzurätseln. Dennoch behält Goga das ruhige an ihren Krimis, Verfolgungsjagden sind nicht zu erwarten – nach wie vor lese ich diese Bücher gerne nebenbei, weil sie entspannend und spannend sind.

THE VERDICT: Ein gelungener, vierter Teil, der durch einen reizvollen Fall in einem Berlin, welches sich im Umschwung befindet, besticht. 7 von 10 Sternen.

Love, Katha

Quellen: Cover

Von Mord und urigen Berlinern

die_tote_von_charlottenburg-9783423213813Autor: Susanne Goga
Titel: Die Tote von Charlottenburg
Genre: historischer Krimi
Ausgabe: Taschenbuch
Ersterscheinung: 2012
Verlag: dtv
Preis: 9.95
Länge: 304 Seiten
ISBN: 978-3423213813

Der dritte Fall für Leo Wechsler

Sommer 1923. Kommissar Leo Wechsler und seine Freundin Clara Bleibtreu verbringen ihre Urlaubstage auf Hiddensee. Dort lernt Clara die Ärztin und Frauenrechtlerin Henriette Strauss kennen, eine lebhafte, charismatische Frau. Sie ist weitgereist, sozial engagiert und pflegt ein freies Liebesleben. Clara fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Doch im Herbst stirbt Henriette gänzlich unerwartet in ihrer Wohnung in Charlottenburg. Die Todesursache lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Leo beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt auf merkwürdige Vorkommnisse in dem Krankenhaus, in dem Henriette Strauss gearbeitet hatte … (amazon.de)

Als erstes möchte ich wieder das Cover dieser Reihe loben, denn es passt wie stets ausnahmslos gut zum Roman und sieht einfach schick aus!

Wer nach den ersten beiden Bänden Fan von Leo und Clara war, wird bei diesem Buch auf seine Kosten kommen, mehr und mehr lernt man nicht nur Leo kennen, sondern auch Clara – natürlich bleibt aber auch Leos Schwester nicht aus dem ganzen heraus, nachdem sie sich jahrelang um die Kinder gekümmert hat, packt sie plötzlich eine gewisse Sorge, ihre „Vormachtsstellung“ ins Leos Leben sei gefährdet. Wird die Beziehung diesem Konflikt standhalten? Was ist mit Claras Vergangenheit? Endlich wird das etwas zwischen den beiden genauer definiert. Besonders im dritten Teil gerät die soziale Komponente zwischen den Kindern und Erwachsenen in den Fokus. Manchmal dünkt es mich ein bisschen, dass der Mord eher zur Nebensache wird. Wer nach einem Krimi sucht, der einen vor Spannung und Blutrünstigkeit fesselt, ist hier definitiv falsch – allerdings glaube ich, dass man bezüglich dieses Punktes in den ersten Bänden sich entweder verliebt hat, oder es überhaupt nichts für einen war.

Auch der historische Aspekt ist in diesem Roman stärker denn je zu spüren, mitten in den Krisenjahren der Weimarer Republik wird man besonders durch Leos Rolle als einen sehr guten Beobachter in das Leid und Elend einer Nation in der Inflation geworfen. Dies ist für mich persönlich auch einer der Gründe, weshalb ich Gogas Roman schätze, es ist ein bisschen was von allem und historisch gut recherchiert, aber auf eine nette, mal spannende, mal entspannende Weise geschrieben, die sich wunderbar nebenbei liest.

Und auch innerhalb des Polizeireviers kracht es herrlich: einweiterer Pluspunkt für Goga, denn sie zeichnet jeden Charakter genau, gibt ihm seinen Wiedererkennungswert und eine ganz eine (typisch berlinerische) Schrulligkeit.
Nur der Mordfall, wie soll man es sagen, war für mich in diesem Roman sehr blatt: Im Ansatz sehr spannend: eine emanzipierte und inspirierende Ärztin, ihr plötzlicher Tod, entsetzte Familienmitglieder, ein besonderer Duft und  ein besonders auffallend betroffener Neffe… Nur schien es fast, als existiere dieser Fall mehr am Rande. Wer mehr den menschlichen Aspekt an Gogas Romanen schätzt, wird den dritten Teil der Wechsler-Krimis ohne Zweifel genießen, mir hat es an Action und tatsächlicher Kriminalliteratur gefehlt, denn der ganze Fall hatte nach der Hälfte schon so viele Hinweise geliefert, dass einen nichts  mehr überraschen konnte – denn so sehr ich die Charaktere liebe, kann ich meine Enttäuschung nicht unterdrücken.

THE VERDICT: Ein typisch liebevoll geschriebener, wunderbar recherchierter, historischer Leo-Wechsler, nur für einen Krimi ein bisschen mau. 4,5 von 10 Stenern.

Love, Katha

Quellen: Cover

Tod in Blau

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Autor: Susanne Goga
OT/DT: Tod in Blau
Genre: historischer Krimi
Sprache: Deutsch
Ersterscheinung: 2007
Verlag: dtv
Preis: 9.95€ (Taschenbuch)
Länge: 304 Seiten
ISBN: 978-3423214872

Zweiter Teil der Leo-Wechsler-Reihe

1922. Arnold Wegner malt seine Zeit in starken Kontrasten – Armut und Luxus, Krieg und Vergnügungssucht, Krankheit und Irrsinn. Seine radikalen, provokativen Bilder erregen Bewunderung und Abscheu, lassen aber niemanden kalt. Als der Maler tot in seinem einem Atelier gefunden wird, führt eine erste Spur Kommissar Leo Wechsler zur rechtsextremen Asgard-Gesellschadr, in der ehemalige Offiziere verkehren. […] Und es stellt sich heraus, dass es einen Zeugen gibt – der jedoch entzieht sich allen Befragungen der Polizei.

Versetzt im Berlin der 1920er Jahre, mitten in der Wirtschaftskrise, in der die stärksten Gegensätze aufeinanderprallen, darf Leo Wechsler erneut ermitteln.

Schlicht und interessant geschrieben, mit vielen lebhaften Dialogen, auch gerne in Berlinerisch, wird die Ermittlung voran getrieben. Diese Reihe lebt natürlich nicht nur von dem interessanten historischen Hintergrund, der sehr authentisch dargestellt wird, sie lebt zum einen vom Berlin-Falir, wobei es besonders toll ist, wenn man die ganzen erwähnten Straßen kennt und sich vorstellen kann, wie der Herr Kommissar in den Morgenstunden zur Arbeit geht – sie lebt andererseits aber auch von Leo Wechsler, einem überraschend einfühlsamen, aber auch ambitioniertem Kommissar.

Auch im zweiten Teil dreht sich ein gewisser Teil um Leos Privatleben, wobei die Liebe auch eine gewisse Rolle spielt. Aber statt eines stereotypischen Bildes, bekommt man ein sehr symathisches und menschliches Portrait eines jungen Witwers in den Krisenzeiten der 20er Jahre. Mir wächst Leo mit dem zweiten Teil wirklich ans Herz!

Ganz besonders ist die gewissen Ruhe, die der Krimi mit sich bringt – es geht nicht um großartige Verfolgungsjagden und viel atemberaubende Spannung, sondern um die kriminalistische Aufarbeitung eines Falles, und dies funktioniert hier auch sehr gut, ohne dass der Kommissar fast sterben muss. Die Motive für den Mord werden nicht plötzlich am Ende plötzlich hervorgezaubert, sondern nach und nach rollt sich das ganze Rätsel auf, was sehr gelungen war.

Wie schon beim ersten Teil finde ich, dass sich diese Art von Buch am besten unterwegs liest. So eignet sich „Tod in Blau“ für langweilige Bahnfahrten (am besten mit der tuckernden U-Bahn durch Berlin), es ist perfekt zum entspannen oder auch nebenbei leben. Das schätze ich besonders an den Büchern, dass man sie nicht so schrecklich konzentriert wie Goethe-Werke lesen muss, sondern einfach abschalten kann.

Im Vergleich zu Teil eins kann ich sagen: Der Fall ist gut durchdacht, authentisch und originell und es macht Spaß, mitzufiebern, mitzuraten und Teil einer brisanten Ermittlung zu werden – er hat deutlich mehr Energie und Spannung als der erste Teil. Mir hat die Thematik um den Künstler und die damals aufkommenden, rechtsradikalen Bewegungen in der Weimarer Republik sehr gefallen!

Wie alle Bücher dieser Reihe, ist das Cover passend zu der Mode der damaligen Zeit gestaltet, ein bisschen Farbe in einem Schwarzweißbild, was ich sehr geschmackvoll finde.

THE VERDICT: Eine gute, spannende Lektüre zum Lesen für nebenbei mit einem authentischem Fall, der wunderbar die Probleme der Gesellschaft in der Weimarer Republik wiederspiegelt und einen wunderbaren Ermittler, den man sofort liebt! 7,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

Bild im Beitrag:
Cover

Leo Berlin

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Autor: Susanne Goga
Titel: „Leo Berlin“
Genre: Historischer Krimi
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Taschenbuch
Ersterscheinung: 2005
Verlag: dtv
Preis: 9,95€
ISBN: 978-3423213905
Länge: 279 Seiten

Erster Teil der Leo-Wechsler-Reihe.

Berlin 1922. Mitten in den Wirren der Inflation bekommt es Kriminalkommissar Leo Wechsler, verwitweter Vater von zwei Kindern, mit einem mysteriösen Mord zu tun: Ein Wunderheiler, der Patienten und vor allem Patientinnen aus den besten Kreisen behandelte, wurde mit einer Buddahfigur aus Jade erschlagen. Es gibt keine Zeugen, keine Spuren. Doch der Heiler war kein unbeschriebenes Blatt: Es stellt sich heraus, dass er viele seiner Patienten mit Kokain versorgte. Wenig später wird im Scheunenviertel eine Prostituierte ermordet. Leo vermutet eine Verbindung zum Tod des Heilers. Seine Ermittlungen führen ihn in elegante Villen, ärmliche Hinterhöfe, Kokainhöhlen und Rotlichtbezirke… [Klappentext

Kriminalfälle im Berlin der 20er Jahre, ein uriger Kommisar mit vielen Ecken und Kanten. Liebevoll geschrieben und eher leichte Lektüre.

Die Geschichte erzählt sich in zwei Strängen: zum einen aus der Sicht des Ermittlers und zum anderen aus der Sichtweise des Mörders – was allerdings auch der Schwachpunkt dieses Romans ist, da so schnell offensichtlich wird, wer der Mörder ist. Einige mögen hier glauben, dass der Roman so an Spannung verliert, was ich allerdings nicht finde, vielmehr sind die Motive und Zusammenhänge noch offen, so wie die Tatsache, wie sich der Fall auflösen wird.

Ein großer Pluspunkt: Auch Leos Privatleben wird thematisiert, was ich ganz großartig finde, da der Kommissar so sehr lebensnah wirkt und einem sehr sympathisch ist. Seine Vergangenheit, seine Gedanken – man betrachtet Berlin aus den Augen dieses Mannes. So gesehen hat dieser Krimi bzw. diese Reihe einen stark persönlichen Twist und ist liebevoll geschrieben und rechachiert, was das Buch wirklich sympathisch macht.

Es ist zweifelsohne kein klassischer Kriminalroman mit dem sehr scharf-durchblickenden holmes’schen Ermittler, sondern ein ziemlich menschlicher. Dazu wird der Leser noch in das Berliner Leben der 20er Jahre eingebunden, welches sehr authentisch und bildlich geschildert wird, so dass man wirklich in dieser Zeit glaubt und verschwinden, was ebenfalls ein großer Pluspunkt ist. Historisch wird hier defintiv mehr gepunktet als kriminaltechnisch.

Gogas Schreibstil lässt sich angenehm, schnell und flüssig lesen – folglich eher Strandlektüre. Toll ist auch, wie man Berlin wiedererkennt – wenn man denn dort wohnt – und sich so immer wundern und freuen kann.

THE VERDICT: „Leo Berlin“ ist ein interessanter historischer Krimi,aber eher etwas zum Zwischendurch-Lesen auf Reisen. Die Charaktere sind sehr lebendig, vielfältig und wundervoll in die Zeit eingewoben, was definitiv die Stärke des Buches ist, man verliert sich wahrlich in der Zeit der 20er! Betrachtet man die Krimiqualität ist er leider nicht so sehr fesselnd und ein bisschen offensichtlich, was schade ist, deshalb ein eher ambivalentes Urteil. 5,5 von 10 Sternen

Love, Katha

September #14 Faves

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1. NEON Magazin

Dank meiner besten Freundin Charlie [Kurzweilerin] kam ich den Genuss, die NEON zu lesen, von der einige so geschwärmt hatten und ich selbst bin positiv überrascht.Artikel wie die der aus der Mai-Ausgabe über die Wirkung der Sozialen Medien wie Facebook auf unsere Liebesbeziehungen sind Charakteristika für die Zeitschrift: aktuelle Themen mit etwas Humor und immer zum Nachdenken einladend. Top!

2. Detox Kusmi Tea
Seit an der Budapester Straße der Kusmi Shop eröffnete bzw. das Bikini-Berlin-Huas komme ich öfter in den Tee-Genuss, da ich mich davor hätte ins Lafayette oder im KaDeWe mit einer doch relativ begrenzen Auswahl habe zufrieden geben müssen und mal abgesehen von meiner Begeisterung für den Shop und Tee im allgemeinen: ich hätte wohl nie erwartet, Detox Tee zu mögen, aber diese Mischung aus Mate, Grünem Tee und Zitronengrass ist irgendwie beruhigend und hervorragend gegen Kopfschmerzen!

3. „Leo Berlin“ von Susanne Goga
Irgendwie habe ich es ja geschafft, letzten Monat versehentlich zuerst den zweiten Teil zu lesen und bin nach wie vor der Auffassung, dass es eigentlich nicht wirklich stört. Zudem bin ich ebenfalls begeistert: eine recht spannende, interessante aber nicht hochgradig schwere Lektüre. Wer einen sagen wir, schlichten Krimi schätzt, wird das Buch mögen. Hier die vollständige Rezi.

4. „Own the Night“ by Lady Antebellum
Diejenigen, die mich auch in ihrem Reallife ertragen dürfen, haben meine Hochphase sehr gut mitbekommen, denn ich habe meine Begeisterung für diese Band wiederentdeckt und höre die 3 CDs, welche ich von ihnen besitze seit je her rauf und runter. Meine Lieblingstracks dieses Albums (es erinnert vom Stil her eher an Need You Now) sind: We Owned the Night, Just A Kiss, Cold as Stone und Love I’ve Found in You. Es ist eine angenehme Mischung aus Country und Pop, denn man hört schon stark gewisse Gitarrenelemente, aber nur in Maßen.

5. „Scarlett“ by Cacharel (50ml)
Eine Komposition aus Birne, Teeblatt, Geißblatt, Jasmin, Orangenblüte, Moschus und Sandelholz und damit recht untypisch für mich, denn dieses Parfum ist vergleichsweise etwas süßer und wärmer als der Rest meiner Sammlung. interessanterweise ist es mein erstes, welches ich in den letzten Jahren absolut vergessen habe und nun wieder verwende.

Weitere Highlights:
*Schulanfang, Oberstufe… Naja.
*Herbst zieht in Berlin ein // letzte Sommertage
*Wiedergebrauch meines heißgeliebten rot-grünen Tartanschals

Wie war euer September? Bin gespannt!

Love, Katha