Café Anna Blume

Wo? Kollwitzstraße 83, 10435 Berlin
Wann? Mo-So, 8-22 Uhr
Was? Kafffee, Kuchen, Brunch und nebenan Blumen
Preise?  Etwas gehoben
Zahlen? Bar und mit Karte
Webseite: cafe-anna-blume.de

Ein großes und belebtes Café voll Blumen und die Wände hier sind bemalt mit Jugendstil-Motiven. Diese Oase in Prenzlauer Berg ist ein Ort, wo man sich hervorragend den Bauch vollschlagen kann, so toll, dass aber auch unglaublich viele andere Menschen davon wissen und es meistens brechend voll ist (besonders Brunch am Wochenende, da darf man auch gerne mal anstehen). Ich mag dieses Café wirklich gern, weshalb ich es auch hier vorstellen möchte, aber manchmal ist es einfach schade, dass es so „gehyped“ wird und man nicht in Ruhe seine Torte genießen kann. Aber ich denke auch, dass das sehr abhängig vom Wochentag und der Uhrzeit ist.

Dennoch muss ich trotz Wartens gestehen, das Brunchen lohnt sich! Die sogenannte „Étagère“ bietet dabei das Kronjuwel des Cafés – und das wahrlich nicht ohne Grund: diese Platte aus Käse, Obst, Gemüse, Wurst, Fisch und Fleisch ist nicht nur verdammt lecker, sondern macht wirklich satt. Selbst wenn man zu zweit ausgehungert dahin geht mit gutem Hunger, bekommt man nimmer nicht alles runter, so rechnet sich, vor allem wenn man sie sich zu zweit oder zu dritt teilt, die Étagère für rund 20 Euro. Trotzdem ist es natürlich mehr ein Ausnahme-Frühstück und ohne jeden Zweifel verlässt man diesen Laden meist, indem man ein bisschen mehr dort gelassen hat, als man wollte. Anna Blume ist für mich ein besonderes Café, wo ich dann und wann gerne vorbeischaue – aber keins für mehrmals die Woche besuche oder einen soliden Kaffee zum Mitnehmen.

DSC_1377

Apropos satt, selbiges gilt für die köstlichen Kuchen und Torten. Die deftigen Preise rechtfertigen sich nicht nur durch den Geschmack, sondern dass man nach einem Stück schlichtweg pappsatt und zufrieden ist! Doch auch an anderen Orten wie der Kaffeerösterei Pakolat in der Nähe und dem Spandauer Kaffee 26 kann man hervorragende, leckere Kuchen und Torten bekommen zu teils günstereen Preisen und deshlab muss ich hier ein bisschen etwas abziehen, weil ich auch Alternativen kennen, die mich mehr überzeugen.

THE VERDICT: Das wunderschöne Café wird seinem Ruf gerecht und lockt nicht ohne Grund: Eine angenehme Atmosphäre und hervorragendes Brunch, tolle qualitativ hochwertige Torten  und leckere Getränke. Nur ist leider oft voll, aber das Warten auf einen Platz lohnt sich definitiv! 8,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

 

Kaffeerösterei Pakolat

Ein Café, was von außen eher unscheinbar und dunkel wird, aber ohne Zweifel einen Besuch wert ist, und mir von einer sehr guten Freundin vorgestellt wurde, möchte ich gerne unter die Lupe nehmen. Prenzlauer Berg ist das Mekka der außergewöhnlichen Cafés, aber es ist die Kunst, die wirklich guten und empfehlenswerten zu entdecken und zu kennen. Pakolat im Test!

Wo? Raumerstraße 40, 10437 Berlin
Wann? Mo.Fr 10-19 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr
Was? Kaffee, Tea, Kuchen und andere Spezialitäten
Preise? Moderat
Zahlen? Bar (alte Registrierkasse!)
Webseite: kaffee-pakolat.de

Natürlich ließ die antike Einrichtung mein Herz sofort höher schlagen. Cafés mit altmodischen Wohnzimmerflair ziehen mich immer an!  Gemütliche historische Sessel, große und kleine Vintage-Schilder an den Wänden, frische Blumen an den Tischen und den ganzen Laden durchzieht der Duft von geröstetem Kaffee. Und wie in der Gegend typisch bei einem etwas kleinerem Café: Es ist gut voll und man kann von Glück sprechen, wenn man einen Platz bekommt. Und ganz viel Kuchen zur Auswahl, der etwas teurer ist, aber von hervorragender Qualität und wirklich satt macht. Letztendlich ist das der ausschlaggebene Punkt, der dieses Café unvergesslich macht: Getränke wie Kuchen sind in jedem Sinne  ausgezeichnet, hervorragend!
Es ist wirklich bezaubernd und urig, allerdings gibt es auch drei Nachteile, die mich wirklich beim Schreiben der Rezension beschäftigt. Ich kann in der Gesamtbewertung im großen und ganzen über einiges hinwegsehen, da es nicht stets die wichtigsten Punkte in der Bewertung sind, aber ich finde es wichtig, sie zu nennen!

Erstens, dass es düster ist und zwar in Kombination mit der Stickigkeit auf eine sehr ermüdende Weise. Man hat es sich im alte Sessel mit dem Kaffee gemütlich gemacht und vom dimmen Licht wird man erst gähnen und dann mit schläfrigen Augenblicken kämpfen. Es ist schon einladend dort, aber das Müdewerden ist eher von Nachteil.

Zweitens: Die Toilette ist sehr gewöhnungsbedürftig. Zum einen, weil sie einen großen Warteraum hat, aber die eigentliche so eng und winzig (und staubig..) ist, dass man hätte einfach den Warteraum weglassen sollen und mehrere Toiletten einbauen können. In dem Warteraum, wo es ein paar alte Sessel gibt und eine unheimliche Schaufensterpuppe, warten beide Geschlechter auf die Benutzung der Toilette – mir ist das egal, aber es kann vielleicht etwas überraschen.

Drittens, und dieser Punkt zieht leider wirklich in die Bewertung: Die Bedienung ist seltsam. Ein Teil wirkt freundlich und hilfsbereit, der andere eher hektisch, unfreundlich und orientierungslos. Was Schade ist, denn ein guter Service rundet einen Besuch immer ab und ich hege hier eher gemischte Gefühle.

Wer Cafés im antiken Stil mag und eine gute Röstung schätzt zu einem angemessenen Preis und eher im Westen von Berlin wohnt, dem kann ich auch das Kaffee 26 in Spandau sehr ans Herz legen, welches heller und etwas freundlicher eingerichtet ist. Man muss letztendlich bedenken, dass man abhängig davon, ob man eher im Westen, in der Mitte oder im Osten der Stadt wohnt, manchmal ganz schön lang für einen Besuch eines Cafés reisen muss. Ich nehme das gerne auf mich, aber auch nicht immer.

THE VERDICT: Ein wirklich schönes Café mit leckeren Getränken und traumhaften Kuchen – aber leider mit Nachteilen und deshalb ein kleiner Punktabzug: es ist recht düster und etwas stickig, aber im Sommer kann man schließlich draußen sitzen. 7 von 10 Sternen.

Love, Katha

P.S. Besagter Freundin ein großes Dankeschön für dieses tolle Foto!

Pure Origins

Moinsen!

Weil ich viel und gerne in der Friedrichstraße bin und guten Kaffee schätze (und nicht zum Starbucks gegenüber vom Bahnhof gehen will), möchte ich heute vom Pure Origins Estate Coffee erzählen.

Wo? Georgenstraße 193, 10117 Berlin  und Litfaß-Platz 3, 101778 Berlin
Wann? Montag – Sonntag, 8.00-21.00 Uhr
Was? Kaffee & Tee, Frühstück, Sandwiches, Salate
Zahlen? Bar & Karte
Preise? Moderat, aber* (s.u.)
Webseite: pureorigins.de

Zunächst möchte ich sagen, dass ich nur das am Bahnhof Friedrichstraße gelegene Pure Origins in der Georgenstraße kenne. Es befindet sich, wie dort viele kleine Restauarnts und Bars, direkt unter der S-Bahnbrücke, was ziemlich typisch für die Gegend ist. Dementsprechend spürt man ab und zu ein gewisses Erzittern der Decke des Ladens und hört auch das tiefe Donnern der Schienen – was mich persönlich nicht stört, aber für andere durchaus befremdend seien könnte. Mit der Nähe zum Bahnhof ist es dennoch eine sehr praktische Lage und Bibliophile können sich direkt einen Abstecher zum Kulturkaufhaus Dussmann erlauben..!

Das Pure Orignis hat eine gute Auswahl aus Kaffee, Frappés und Tees. Zudem werden Sandwiches, Nudeln udn Salate in einem großen Kühlschrank angeboten, was ein leichtes, unästhetisches Supermarkt-Feeling erzeugt. Dennoch lässt sich sowohl zum Kaffee als auch zu den Nudeln mit Salat sagen, dass sie ziemlich lecker sind.
Das *aber zur Preisspanne bezieht sich darauf, dass das Café mit Preisen zwischen 3 und 10€ sich zwar in einem moderaten Beriech befindet, allerdings sich das an der Georgenstraße liegende Pure Orignins direkt gegenüber vom Grimm-Zentrum als für Studenten teuer erweist. Zwar ist es sicherlich eine nette Alternative zur Mensa ist, aber auch eine ebenso vergelichsweise teure.

THE VERDICT: Pure Orignis bietet in erster Linie einen schnellen Servie und echt guten Kaffee, besonders der Caffee Latte war sehr angenehm cremig. Es ist schlicht, praktisch und tatächlich gut gelegen mit einer guten Auswahl. Allerdings fehlt mir das gewisse Etwas, um es zu einer wahren Empfehlung zu machen. Deshalb würde ich sagen, wer in der Nähe ist, sollte Starbucks & Co meiden, um stattdessen dahinzugehen, aber dafür quer durch die halbe Stadt fahren, ist es nicht wert. 6,5 von 10 Sternen

Love, Katha

An einem Sonntag im August

Moinsen!

Wenn man durch Berlin streift entdeckt man mit Garantie immer etwas – wunderbares. Das ist wahrscheinlich der besondere Zauber dieser kunterbunten Stadt, dass man schlichtweg in eine U-Bahn oder Tram einsteigen kann und wahllos aussteigen, um die Gegend zu erkunden. Und genau das mache ich manchmal mit meinen Freunden. Bei einer dieser Fahrten entdeckte ich ein Café in der Nähe des U-Bahnhofs Eberswalder Straße – ja, genau das Hipsterviertel.

Wo? Kastanienallee 103, 10435 Berlin
Wann? 09.00Uhr – Open End
Was? Kaffee, Kuchen und allerlei Alkoholisches
Zahlen? Bar
Preise? nennen wir’s „Starbucksniveau“
Webseite: an-einem-sonntag-im-august.blogspot.de

Schon von außen hat An einem Sonntag im August etwas zauberhaftes, sehr einladendes, neugierig machendes. Große rote Kugeln, gemütliche Stühle, ein warmes Licht von innen, ganz gut besucht von allerlei Altersklassen und dann noch dieser außergewöhnliche Name. Irgendwie konnte ich nicht anders, als reinzugehen.

Man betritt eine kleine Welt für sich – übrigens mit einem separaten Raucherteil – mit alten Möbeln, bunt zusammengewürfelt: Sofas neben einer Ledercouch, typische Caféstühle neben diesen schrecklich kleinen französischen Tischen und ein ganz besonderes Highlight: Eine Art Treppe , auf welcher sich Kissen und ganz viele Bücher und aktuelle Zeitungen befinden – zum Hinsetzen und sein Getränk genießen, versteht sich. Ein bisschen eigenartig, aber auf jeden Fall besonders mit Wohnzimemr-Flair.

Nun zu dem Angebot: Neben einer gewissen Auswahl gibt es allerlei Getränke, vom Kaffee, Kakao bis zum Cocktail ist alles dabei. Es scheint, als habe dieses Café eine Art „Zeitlosigkeit“ – was vielleicht der Grund ist, weshalb die Webseite ein Open End angibt.

Außerdem gibt es noch eine Auswahl an vor allem vegetarischen Burgern die mit Chips und Suppe oder Salat serviert werden und wirklich sehr lecker sind- Besonders der Somerset Blues Burger ist ein Traum!

Dabei sind die Preise recht moderat, vielleicht ein bisschen teurer – sagen wir ca. auf dem Starbucksniveau. Ich hatte eine wunderbare Kalorienbombe namens „Wiener Samt“: gaaaanz viel Sahne, Vanillieeis und Kaffee für 4€. Geht einigermaßen.
Der Service ist ein bisschen, sagen wir, er hat es eilig und spricht nicht unbedingt deutsch, aber meistens ziemlich freundlich. Es scheint ein bisschen, als befände man sich in einem Neo-Berlin, wo nur der Englischsprechende cool genug sei.

Ich merke, dass ich diesen Laden immer wieder Freunden vorstelle und besuche und zurückkomme – deshalb kann ich ganz klar eine Empfehlung aussprechen.

THE VERDICT: An einem Sonntag im August ist ein ganz besonderes, faszinierendes Café in einer Gegend, wo man eigentlich an jeder Ecke ein schnuckeliges Café findet – und sticht dennoch irgendwie heraus. Der Kaffee ist recht gut und man fühlt sich recht wohl. Fast perfekt, und echt speziell. Deshalb vergebe ich 9 von 10 Sternen.

Love, Katha

P.S. Nun blogge ich schon ein Jahr! Irgendwie ein überwältigendes Gefühl…