Kaffeerösterei Pakolat

Ein Café, was von außen eher unscheinbar und dunkel wird, aber ohne Zweifel einen Besuch wert ist, und mir von einer sehr guten Freundin vorgestellt wurde, möchte ich gerne unter die Lupe nehmen. Prenzlauer Berg ist das Mekka der außergewöhnlichen Cafés, aber es ist die Kunst, die wirklich guten und empfehlenswerten zu entdecken und zu kennen. Pakolat im Test!

Wo? Raumerstraße 40, 10437 Berlin
Wann? Mo.Fr 10-19 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr
Was? Kaffee, Tea, Kuchen und andere Spezialitäten
Preise? Moderat
Zahlen? Bar (alte Registrierkasse!)
Webseite: kaffee-pakolat.de

Natürlich ließ die antike Einrichtung mein Herz sofort höher schlagen. Cafés mit altmodischen Wohnzimmerflair ziehen mich immer an!  Gemütliche historische Sessel, große und kleine Vintage-Schilder an den Wänden, frische Blumen an den Tischen und den ganzen Laden durchzieht der Duft von geröstetem Kaffee. Und wie in der Gegend typisch bei einem etwas kleinerem Café: Es ist gut voll und man kann von Glück sprechen, wenn man einen Platz bekommt. Und ganz viel Kuchen zur Auswahl, der etwas teurer ist, aber von hervorragender Qualität und wirklich satt macht. Letztendlich ist das der ausschlaggebene Punkt, der dieses Café unvergesslich macht: Getränke wie Kuchen sind in jedem Sinne  ausgezeichnet, hervorragend!
Es ist wirklich bezaubernd und urig, allerdings gibt es auch drei Nachteile, die mich wirklich beim Schreiben der Rezension beschäftigt. Ich kann in der Gesamtbewertung im großen und ganzen über einiges hinwegsehen, da es nicht stets die wichtigsten Punkte in der Bewertung sind, aber ich finde es wichtig, sie zu nennen!

Erstens, dass es düster ist und zwar in Kombination mit der Stickigkeit auf eine sehr ermüdende Weise. Man hat es sich im alte Sessel mit dem Kaffee gemütlich gemacht und vom dimmen Licht wird man erst gähnen und dann mit schläfrigen Augenblicken kämpfen. Es ist schon einladend dort, aber das Müdewerden ist eher von Nachteil.

Zweitens: Die Toilette ist sehr gewöhnungsbedürftig. Zum einen, weil sie einen großen Warteraum hat, aber die eigentliche so eng und winzig (und staubig..) ist, dass man hätte einfach den Warteraum weglassen sollen und mehrere Toiletten einbauen können. In dem Warteraum, wo es ein paar alte Sessel gibt und eine unheimliche Schaufensterpuppe, warten beide Geschlechter auf die Benutzung der Toilette – mir ist das egal, aber es kann vielleicht etwas überraschen.

Drittens, und dieser Punkt zieht leider wirklich in die Bewertung: Die Bedienung ist seltsam. Ein Teil wirkt freundlich und hilfsbereit, der andere eher hektisch, unfreundlich und orientierungslos. Was Schade ist, denn ein guter Service rundet einen Besuch immer ab und ich hege hier eher gemischte Gefühle.

Wer Cafés im antiken Stil mag und eine gute Röstung schätzt zu einem angemessenen Preis und eher im Westen von Berlin wohnt, dem kann ich auch das Kaffee 26 in Spandau sehr ans Herz legen, welches heller und etwas freundlicher eingerichtet ist. Man muss letztendlich bedenken, dass man abhängig davon, ob man eher im Westen, in der Mitte oder im Osten der Stadt wohnt, manchmal ganz schön lang für einen Besuch eines Cafés reisen muss. Ich nehme das gerne auf mich, aber auch nicht immer.

THE VERDICT: Ein wirklich schönes Café mit leckeren Getränken und traumhaften Kuchen – aber leider mit Nachteilen und deshalb ein kleiner Punktabzug: es ist recht düster und etwas stickig, aber im Sommer kann man schließlich draußen sitzen. 7 von 10 Sternen.

Love, Katha

P.S. Besagter Freundin ein großes Dankeschön für dieses tolle Foto!

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The Bird Burger

Moinsen!

Obwohl ich das „Burgeramt“ bisher als den genialsten Ort in Berlin für Burger zelebriere, war ich dennoch neugierig mir „The Bird“, welches auf einigen Webseiten hoch gelobt wird, zu besuchen, was zu einer seltsam-leckeren Erfahrung wurde.

Wo? Am Falkplatz 5, 10437 Berlin (Prenzlauer Berg)
Wann? Mo-Do: 18.00-0.00Uhr/ Fr: 16.00-0.00Uhr/ Sa-So: 12.00-0.00 Uhr
Was? Burger, Bier, Pommes.
Zahlen? „Nur bares ist wahres“
Preise? etwas teuer
Webseite: thebirdinberlin.com

Natürlich fühlt man sich schrecklich hip, wenn man durch die Straßen von Prenzlauer Berg läuft, alle aufgemotzt und doch im Versuch so locker wie möglich auszusehen, obwohl dahinter eine Menge Arbeit steckt. An jeder Straßenecke spierßt ein Restaurant, eine Bar, eine Ausgehmöglichkeit hoch, es gibt so viel zu staunen und zu entdecken. Eigentlich eine überaus interessante Gegend, besonders für Touristen, um mal von den üblichen Dingen wie dem Brandenburger Tor wegzukommen.
„The Bird“ ist ebenso ein Hipsterrestaurant, eingequetscht zwischen anderen Restaurants, sieht es etwas klein aus, weitet sich bei Betreten jedoch ziemlich nach hinten in das Gebäude rein – so weit kamen wir leider nicht, wir hatten nicht reserviert und so landeten wir draußen aus einer klapprigen Bierbank, was aber durchaus angenehm war.
Wir hatten Glück, waren kurz nach Öffnungszeit angekommen, denn kurz nachdem wir angekommen waren, kam so ein Andrang auf das Szenenburgerrestaurant, dass wir hätten wohl vor dem Restaurant anstehen müssen! Es scheint wohl immer gut besucht zu sein.
Die Karte ist zweisprachig, im Gegensatz zu der magersüchtigen Bedienung, die natürlich nur englisch spricht, weil hier ja alle so cool sind. Das ist ziemlich auffällig für die Gegend, dass viele von denen offensichtlich ist, dass sie keine Muttersprachler sind, versuchen englisch zu sprechen, um sich besonders zu fühlen. Ein furchtbarer Trend.
Ich bestellte den Breakfast Burger, der neben den üblichen Zutaten Bacon und ein Spiegelei enthielt und zu welchem es ausgemachte Pommes und vermeintlichen „Salat“ gab, der aus einem Stück Tomate und einem Salatblatt bestand – für 12€! Die Getränkeauswahl war nicht besonders großartig und bestand im Wesentllichen aus Mixbier.

Die zweisprachige Karte ist auf den ersten Blick etwas merkwürdig, aber echt lustig gestaltet, mit Kommentaren wie „Dieser Burger ist so wie der von nebenan nur mit echtem Fleisch“ usw. Man muss sich glaube ich etwas an den Stil von „The Bird“ gewöhnen: hipsterisch-arrogant, amerikanisch, aber mit einem Augenzwinkern.

Zum Burger: Groß, gutes Fleisch (ähnlich wie beim Burgeramt wird hier angegeben, woher das Fleisch stammt, worauf ich viel Wert lege), bei welchem medium auch medium war, nur das Brötchen war etwas klein für den recht großen Burger und so wurde es etwas unappetitlich ihn zu essen. Ich hätte mich über ein bisschen Soße gefreut, weil es durch den Bacon etwas trocken schmeckte. Außerdem gab es kein Besteck – natürlich isst man den Burger eher mit den Händen, aber es hätte trotzdem angeboten werden sollen. Ganz großartig waren die Pommes, kartoffelig und knusprig, große Portion und man merkt, dass es keine Tiefkühlkost ist. Obwohl es nicht günstig ist, wird man definitiv satt – muss aber auch ordentlich warten, ich glaube, wir saßen fast 30 Minuten dort.

THE VERDICT:
Es mag vielleicht an mir liegen, aber ich mochte dieses „ich bin etwas besseres, weil ich aus Prenzlauer Berg komme“- Flair gar nicht. Der Burger war im großen und ganzen sehr lecker, esonders die Pommes kann ich nur Loben. Für mich gehört aber zu einem Restaurant noch ein Fünkchen mehr, als gutes essen, weshalb ich nur 8 von 10 Punkten geben kann.

Love, Katha

An einem Sonntag im August

Moinsen!

Wenn man durch Berlin streift entdeckt man mit Garantie immer etwas – wunderbares. Das ist wahrscheinlich der besondere Zauber dieser kunterbunten Stadt, dass man schlichtweg in eine U-Bahn oder Tram einsteigen kann und wahllos aussteigen, um die Gegend zu erkunden. Und genau das mache ich manchmal mit meinen Freunden. Bei einer dieser Fahrten entdeckte ich ein Café in der Nähe des U-Bahnhofs Eberswalder Straße – ja, genau das Hipsterviertel.

Wo? Kastanienallee 103, 10435 Berlin
Wann? 09.00Uhr – Open End
Was? Kaffee, Kuchen und allerlei Alkoholisches
Zahlen? Bar
Preise? nennen wir’s „Starbucksniveau“
Webseite: an-einem-sonntag-im-august.blogspot.de

Schon von außen hat An einem Sonntag im August etwas zauberhaftes, sehr einladendes, neugierig machendes. Große rote Kugeln, gemütliche Stühle, ein warmes Licht von innen, ganz gut besucht von allerlei Altersklassen und dann noch dieser außergewöhnliche Name. Irgendwie konnte ich nicht anders, als reinzugehen.

Man betritt eine kleine Welt für sich – übrigens mit einem separaten Raucherteil – mit alten Möbeln, bunt zusammengewürfelt: Sofas neben einer Ledercouch, typische Caféstühle neben diesen schrecklich kleinen französischen Tischen und ein ganz besonderes Highlight: Eine Art Treppe , auf welcher sich Kissen und ganz viele Bücher und aktuelle Zeitungen befinden – zum Hinsetzen und sein Getränk genießen, versteht sich. Ein bisschen eigenartig, aber auf jeden Fall besonders mit Wohnzimemr-Flair.

Nun zu dem Angebot: Neben einer gewissen Auswahl gibt es allerlei Getränke, vom Kaffee, Kakao bis zum Cocktail ist alles dabei. Es scheint, als habe dieses Café eine Art „Zeitlosigkeit“ – was vielleicht der Grund ist, weshalb die Webseite ein Open End angibt.

Außerdem gibt es noch eine Auswahl an vor allem vegetarischen Burgern die mit Chips und Suppe oder Salat serviert werden und wirklich sehr lecker sind- Besonders der Somerset Blues Burger ist ein Traum!

Dabei sind die Preise recht moderat, vielleicht ein bisschen teurer – sagen wir ca. auf dem Starbucksniveau. Ich hatte eine wunderbare Kalorienbombe namens „Wiener Samt“: gaaaanz viel Sahne, Vanillieeis und Kaffee für 4€. Geht einigermaßen.
Der Service ist ein bisschen, sagen wir, er hat es eilig und spricht nicht unbedingt deutsch, aber meistens ziemlich freundlich. Es scheint ein bisschen, als befände man sich in einem Neo-Berlin, wo nur der Englischsprechende cool genug sei.

Ich merke, dass ich diesen Laden immer wieder Freunden vorstelle und besuche und zurückkomme – deshalb kann ich ganz klar eine Empfehlung aussprechen.

THE VERDICT: An einem Sonntag im August ist ein ganz besonderes, faszinierendes Café in einer Gegend, wo man eigentlich an jeder Ecke ein schnuckeliges Café findet – und sticht dennoch irgendwie heraus. Der Kaffee ist recht gut und man fühlt sich recht wohl. Fast perfekt, und echt speziell. Deshalb vergebe ich 9 von 10 Sternen.

Love, Katha

P.S. Nun blogge ich schon ein Jahr! Irgendwie ein überwältigendes Gefühl…