Klassiker lesen

Moinsen!

Ich werde heute einfach ins kalte Wasser springen und ein Herzensthema aufgreifen, über das ich schon lange schreiben wollte: Klassiker. Ich weiß, dass es da draußen einige Blogger und Bloggerinnen (die ich nicht namentlich nennen werde) gibt, die Klassiker nicht mit Sternen bewerten, weil es Klassiker sind – ich bin natürlich der festen Überzeugung, das jeder auf seinem Blog so bewerten und schreiben soll, wie er möchte, und ich will keineswegs diese BloggerInnen damit angreifen, vielmehr hat mir diese Entdeckung eher einen Denkanstoß gegeben, mal über Klassiker zu schreiben, denn auch wenn ich hier gern welche rezensiere, scheint es mir, als gäbe es wenige, die darüber schreiben. Manchmal komm ich mir vor, wie ein Fossil oder eine etwas staubig gewordene Uhr in einer dunklen Ecke eines Raritätenladens: Mein Blog ist mein kleines Hobby, aber gleichzeitig auch mit dem tiefsten Wunsch verbunden, andere Menschen für Dinge, die mich begeistern, anstecken zu können. Ich möchte gern davon überzeugen,  dass Klassiker ganz fern ab von obligatorischer Universitäts- oder Schullektüre begeistern können, dass es viele Nischen gibt und genauso wie bei den frischesten Neuerscheinungen ordentlich Diskussions- und Austauschpotential herrscht!

Ein kleiner Exkurs: Ganz oberflächlich gesprochen, glaube ich generell sagen zu können, dass es sehr schwierig ist, präzise mit Sternen zu bewerten. Bei mir geschieht es oft eher aus dem Bauchgefühl heraus (und manchmal vergleichend mit anderen Büchern) als nach einer festen Regel. Warum man Sterne-Bewertungen kritisch betrachten sollte, hat meine beste Freundin Charlie auf ihrem Blog bereits vor einigen Monaten erörtert, wen das interessiert, dem lasse ich gerne den Link dazu hier.

Dennoch finde ich es schwierig pauschal zu sagen, dass abzulehnen, Klassikern im Gegensatz zu allen anderen Genres die Bewertung zu verweigern, unter der Begründung es seien nun mal Klassiker. Das kann man auf verschiedene Weise interpretieren, ob es nun an ihrem hoheitlichen Status liegt oder an etwas anderem, ich weiß es nicht genau.

Nicht jeder Klassiker ist gleich, nur weil sie alle unter der Kategorie „Klassiker“ in einer Buchhandlung gefunden werden können –  und moderne Klassiker sind meistens eine ganz andere Geschichte. Klassiker zu sein ist keineswegs ein Gütekriterium für hochwertige Literatur, meines Erachtens nach gibt es sicherlich genauso viel Schund wie glänzende Literatur wie unter jeder anderen Genre-Kategoie.

Ich glaube auch, dass viele Respekt vor Klassikern haben und vielleicht ist gerade das manchmal auch zu viel des Guten. So frei nach dem Motto „es ist ein Klassiker, es ist unantastbar“. Ich glaube daran nicht: schließlich ist das so als würde man sagen, dass man momentan gehypte Bücher nicht schlecht bewerten könne – nur, dass Klassiker ihre Beliebtheit über lange Zeit behalten haben. Was heute ein Klassiker ist, kann in 50 Jahren zwar noch immer einer sein, der aber langsam in der Versenkung der Unbekanntheit verschwindet. Klassiker sind keine besseren Bücher – es sind einfach alte Bestseller, wenn man es grob sagen will. Deshalb glaube ich, muss man Klassiker auf jeden Fall auch bewerten, wie jedes andere Buch auch (was nicht zwangsläufig in Form von Sternen / Herzen / glitzernden Einhörnern o.Ä. passieren muss). Sie enthalten keinen Bonus.

Wer bestimmt, was ein Klasssiker ist?

Aber was macht eigentlich einen Klassiker? Ist es nur das Beliebtheitskriterium? Hier kann ich nur aus dem Gefühl heraus sprechen, ich habe keinerlei empirisches Material oder literaturwissenschaftliche Fachkenntnis. Schaut man sich in einer Buchhandlung oder in den Untiefen des Internets um, wird man feststellen, dass manche Bücher immer als Klassiker gelten, wie „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen. Andere Werke, besonders fantasy- und science fiction-spezifische Klassiker findet man meist wo anders. Außerdem gibt es auch die Frage nach dem Kanon, also: Was soll gelesen werden? Es gibt etliche dieser Listen, die sich meist genau in einer Sache unterscheiden: Den Menschen, die dahinterstecken. Schaut man sich die ZEIT Liste der 100 Bücher auf Wikipedia an, entdeckt man Rezensenten wie Marcel Reich-Ranicki, die sagen, was man lesen sollte (unabhängig des persönliches Geschmacks). Wirft man jedoch einen Blick auf Beliebheitslisten, sind Einordnungen oft verzerrter und bieten mehr Überblick über das was tatsächlich gelesen wird. Es gibt meines Erachtens nach nicht die eine geniale und über alles stehende Liste, aber es ist doch hilfreich, auf diese „professionellen“ und laienhaften Listen, wie es sie auch auf Goodreads gibt, zu blicken und sich Inspiration zu suchen.

Klassiker finden

Was  wichtig ist, wenn man anfängt, sich in die Klassiker-Welt zu bahnen, ist, dass man nicht Bücher zwangsläufig liest, weil sie „ein Muss“ sind, wenn sie einen nicht im geringsten interessieren (es ist natürlich ganz anders, wenn man dies aus germanistischen Gründe tun möchte). Vielmehr ist es wichtig, nach ähnlichen Themen zu greifen, die man in der zeitgenössischen Literatur auch lesen würde. Beispielhaft wäre hier mein Faible für Liebesgeschichten, entsprechend würde ich zu AutorInnen wie Jane Austen oder den Brontë Schwestern greifen. Wenn mich Detektivgeschichten faszinieren, dann dürfe einem vielleicht Sir Arthur Donan Coyle oder Agatha Christie gefallen. Wenn mich gesellschaftskritisches fasziniert, dann sei es „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde. Selbiges gilt für Familiensagen, Schauerwerke, Science Fiction und Fantastisches – man wird genauso fündig und ich denke, es erleichtert einen den Einstieg in die Welt der „alten“ Literatur. Es ist einfach, als würde man ein Archiv besuchen und statt eines historischen Romans über die Regency Zeit einfach einen Zeitzeugenbericht lesen. Für mich liegt darin der Charme eines Klassikers: Zeitreisen, alte Wörter entdecken, andere Denkweisen und Konventionen kennenlernen oder einfach gesagt: eine neue Perspektive gewinnen.

Zunächst etwas ganz offensichtliches: Moderne und „alte“ Klassiker lesen sich ziemlich unterschiedlich, aber man kann keineswegs sagen, dass ein Roman, der näher an unserer Zeit liegt, leichter zu lesen sei. Manchmal kann gerade die moderne, etwas experimentelle Literatur sogar deutlich schwerer zu lesen sein, als deutlich ältere Bücher, was ich bei Virginia Woolfs „Fahrt zum Leuchtturm“ feststellen konnte. Pauschal lässt sich wenig bis nichts über den Zusammenhang von Alter eines Romans und den Schwierigkeitsgrad des Schreibstils sagen, denn wo ein Theodor Fontane eine Landschaftbeschreibung nach der nächsten setzt und Charles Dickens eine Figur in aller Ausführlichkeit charakterisiert, ist ein E.M. Forster ganz strikt und arbeitet reichhaltig mit schlichten Dialogen.

Kritisches Lesen

Noch wichtiger: Man muss sich auf jeden Fall auch kritisch mit Klassikern auseinandersetzten, nicht nur, weil sie möglicherweise rassistische Begriffe verwenden, sondern meist auch ein Meinungsbild einer Gesellschaft zeichnen – manche Autoren arbeiten mit Sarkasmus und Metaphern, andere weise auf die Folgen von gewissem Verhalten und Taten, wie Ehebruch bei Madame Bovary, auf tragische Weise hin. Stets mit seinen modernen Augen einen Schritt zurücktreten und sich mit diesen Werken kritisch auseinanderzusetzten ist meines Erachtens nach wichtig: Ist das historisch überhaupt korrekt? Aus welcher Sichtweise wird dieser Klassiker geschrieben? Natürlich gilt das genauso gut für moderne Literatur!

Bei Klassikern tritt Rassismus und andere Formen von Diskriminierung ganz anders auf, als in zeitgenössischen Literatur: die Meinungen  gehen auseinander, wie man damit umgehen kann und sollte, es fängt bei beispielsweise rassistische, sexistische, homophobe, antisemitische (die Liste ist lang) Bemerkungen, Kommentare oder Wörter an und geht hin zur verzerrten oder brutalen Darstellungen.

Gerade diese Erfahrung habe ich in Géza Gárdonyis Werk „Die Sterne von Eger“ gemacht, wo die political correctness total zweifelsohne auf der Strecke bleibt – jedoch denke ich, dass es irgendwie okay ist, dass wir uns in diese Zeit versetzten müssen und sehen werden, dass früher so gesprochen wurde, dass Klassiker auch ein historisches Zeugnis sind und wir, meiner Meinung nach, diese Bücher auch nicht sprachlich angleichen sollen – wir haben kein Recht in den Büchern, die auch Zeitzeugenberichte sind, rumzufuchteln und zu verändern, um etwas „reinzuwaschen“ und dadurch eigentlich eine Lüge aufzustellen, dass diese Autoren politisch korrekt geschrieben haben, wo fast niemand im 19. Jahrhundert, früher oder später, tatsächlich so war. Was man aber machen kann und da bin ich inspiriert worden von Elifs Beitrag auf dem Blog „The Written Word“ (hier der wirklich spannende Beitrag) ist Vor- und Nachwörter zu schreiben, Hinweise im Anhang zu geben und ähnliches. Ich möchte hier keine Debatte anfangen, wo Rassismus und andere Formen von jeglicher Verurteilung beginnen, ob man rassistische Wört aus Kinderbüchern streichen soll und so weiter, ich möchte nicht politisch auf meinem Blog werden, es soll weiterhin einfach um das Lesen von Klassikern (für Erwachsene und Jugendliche) gehen, deshalb schaut einfach bei dem Beitrag vorbei, wenn euch das weiter interessiert.

Zu guter letzt möchte ich ein paar Empfehlungen aussprechen. Diese haben keinen speziellen Fokus auf ein Genre oder Themenfeld, sondern sind einfach Bücher, die mir gut gefallen haben.

Ich hoffe, ich konnte vielleicht zum Anregen von ein paar Klassikern anregen.

Love, Katha

Advertisements

Bookstagram & Ich

Der Balkon und Ich

Ein Samstagvormittag: es ist ziemlich frisch auf meinem Balkon, wenn ich müde seufze, bildet mein Atem weiße Schlieren in der Luft. Ich trage mehrere Schichten: ein T-Shirt, ein dicker Cardigan, Wollsocken und ein Schal natürlich, sie geben mir Wärme und erlauben mir sogar ein bisschen Bewegungsfreiheit.
Die Sonne scheint fröhlich auf den Balkon, das ist gut, das muss ich nutzen. Denn die Sonne ist mein Freund, sie spendet Licht, das ich gut gebrauchen kann.

Auf einer Holzplatte stehen Kerzen, Laubblätter und ein Stapel weißer Bücher. Liebevoll ordne ich sie an, ich lasse mir Zeit, es hat einen sehr entspannenden Effekt eine Art ordentliches Chaos zu kreieren. Manchmal stelle ich noch einen Topf Blumen dazu oder die aktuelle Tageszeitung. Als letztes schließlich zücke ich meine Kamera (manchmal auch mein Handy) und hopse herum, bis ich den perfekten Winkel gefunden habe für mein Foto – vermutlich sehe ich dabei Rumpelstilzchen ziemlich ähnlich.

Warum das alles?

Nun, ich bin, wie auch auf in der Widget-Leiste verlinkt, mittlerweile ziemlich aktiv auf dem social media Kanal Instagram, besser gesagt, auf einer etwas spezielleren Form des Ganzen namens Bookstagram. Ja, ich fotografiere Bücher, ordne sie an, mache sogenannte „Tags“ (auf den Blogs nennt man sie meistens Stöckchen) und habe immensen Spaß.
Was als simpler Zeitvertreib mit dem laschen Gedanken „Okay, ich probiere mal Insta aus“ ist tatsächlich ein Hobby geworden.

Quantität und Qualität

Es ist natürlich ein wesentlicher Teil dieser social Media Präsenz. Besonders, als meine Zahl an Followern anstieg, nahm auch mein Elan, täglich etwas zu posten, zu. Nur, wie man das dann für sich selbst auslegt ist die Frage.
Es gibt so viele Bookstagrammer auf Instagram, ich habe selbst überhaupt keinen Durchblick obwohl ich das nun seit ca. einem halben Jahr intensiv betreibe. Jeder hat seinen gewissen Stil, manche sogar enormen Wiedererkennungswert und unglaubliche Anzahl an  Follower in fünfstelligen Bereichen.
Ich habe an mich selbst den gleichen Anspruch, wie an meinen Blog: Ich möchte etwas gut geschmiedetes hinterlassen, ich möchte nicht langweilen und mich doppeln. aber vor allem mich selbst verwirklichen.

Allerdings sehe ich sehr häufig Menschen, die ein Buch beispielsweise drei Tage hintereinander fotografieren. Schön und gut und jedem das seine. Allerdings empfinde ich das für mich als unkreativ, da poste ich lieber nicht täglich und hinterlasse Content, den ich nicht schon vier bis fünf mal gezeigt habe.
Was mich aber mein Stolz dann kostet, sind Follower. Ja, richtig, wenn ich mehrere Tage nicht poste und wehe mir, dass ich mal etwas anderes zeige als Bücher, dann folgen mir die Leute nicht mehr. Was mich am Anfang aufgeregt und auch etwas persönlich beleidigt hat, versuche ich mit einem Schulterzucken hinzunehmen.
Natürlich freue ich mich, wenn mir neue Menschen folgen, wenn ich ein größeres Publikum erreichen kann (selbiges gilt natürlich für meinen Blog). Aber wenn jemand mich nur deshalb „mag“ und abonniert, weil ich nur Bücher zeigen soll, hat sich derjenige in mir geirrt.
Denn so sehr ich Bücher auch liebe, nur Bücher … wäre mir viel zu langweilig. Manchmal sind es kleine Zeichnungen, häufiger Altbauten und Architektur, die ich bewundere. Weil ich mich über so viel mehr Dinge definiere, als nur Bücher. Das mag ein Nachteil sein, dass ich auch kein reiner Buch- oder Filmblogger bin, dass ich mich nicht spezifiziere. Aber verdammt, ich würde mich vor mir selbst langweilen.

Meine Zufriedenheit mit meinem Insta-Feed gilt vor allem meiner Zufriedenheit mit den Werken, die ich hinterlasse. Ich werde nicht um Follower betteln, solche Hashtags wie #likesforlikes oder #followforfollow benutzen und überall „love it“ kommentieren. Es ist natürlich jedermanns eigne Entscheidung, wie er Insta und andere social media seiten auslebt. Denn ich möchte hier niemandem vorschreiben, wie er seine Seite zu pflegen hat. Ich schreibe, wie ich es hier mache, und wie ich es persönlich für gut halte. Und die Qualität und die Reflektion meiner selbst in meinen „Werken“ ist mir wichtig.

Ich habe regelmäßig Kreativlöcher, es ist eine Kunst, sich etwas auszudenken, aber gleichzeitig macht es so Spaß, denn irgendwie ist man nicht allein, ganz im Gegenteil, mit manche Leuten entwickelt man eine Art „Bücherbeziehung“ , kommentiert gegenseitig und tauscht sich über Romane aus, was einer der schönsten Seiten an Bookstagram ist.

IMG_1519.JPG
Der beste Filter ist immer das natürliche Licht

Wie kann man so viele Bücher besitzen?

Das frage ich mich regelmäßig, wenn ich auf Insta manche „shelfies“ sehe, also selfies von Bücherregalen, die sich scheinbar über meter strecken, wo die Bücher nach Farben sortiert sind und wunderschöne Ausgaben der „Clothbound Classics“-Reihe des Penguin Verlags (also hochwertige und nicht gerade Preiswerte Auflagen von Klassikern) besonders hervorstehen. Ich kann es mehr oder weniger empirisch belegen, welche Auswirkung das auf mich hat: ich möchte nämlich unbedingt noch mehr Bücher besitzen. Auch schon vor Instagram war mein Buchkaufverhalten manchmal etwas bedenklich, aber ich kaufe seitdem definitiv mehr Bücher.

Ich muss allerdings auch sagen, dass es Augenblicke gibt, wo ich mich frage, ob das nicht eigentlich alles materialistisch-kapiltalitische Selbstdarstellung ist, angeben, wie viel man sich leisten kann. Wenn man zynisch und insta-feindlihc sein will, kann man das über alles sagen, über Blogger, die viel Reisen oder professionell fotografieren, über Instagrammer, die stolz ihre Chanel Classic Flap Handtasche neben einem riesigen Starbucks-Gettränk präsentieren, über… ja, über alle.
Mein Gott, nein. Es ist toll anzusehen, es ist toll, Freude zu teilen, es ist einfach toll. Lasst die Leute tun, was sie glücklich macht und seht es euch nicht an, wenn ihr nur trollen möchtet. Für mich persönlich ist die Plattform natürlich eine Austauschmöglichkeit und es bleibt jedem selbst überlassen, worin er oder sie sich wiederfindet. Dazu noch ein wunderbar böser Kommentar [hier] der YouTuberin Alexa Losey. Denn bei Instagram geht es einfach  darum, sich kreativ frei zu fühlen und nicht den Druck, berühmt zu werden, weil es viel wichtigeres im Leben gibt.

Was YouTube sagt

Wenn man bei Youtube Insta-Theme oder Insta-Famous eingibt, findet man verdammt viele Videos. Das sogenannte Insta-Theme beschreibt, wie der eigene Feed Bilder aus ähnlichen oder gleichen Farblementen  bestehen soll und dass säntliche Bilder die gleiche Belichtung haben müssen usw. Im Grunde genommen, dass alle Bilder auf eine unterschiedliche Weise gleich aussehen sollen und das diese Weise eines „perfekten Feeds“ zu mehr Ruhm führen käme. Nun so simpel das auch klingt, so schwierig ist das und meines Erachtens ist mein Leben zu bunt, um sich auf einen monochromen Feed aus  beispielsweise  Weiß und Pastellfarben zu beschränken. Ferner erfährt man, wie man durch bestimmte Arten von Postings besonders viele Follower bekommt und das es tatsächlich Apps gibt, die einem Statistiken anzeigen, welche Bilder am beliebtesten sind, um welche Uhrzeit man posten soll…

Oh ja, Instagram ist eine ernstzunehmende, perfektionistische Wissenschaft! Zumindest für andere. Denn man kann das ganze natürlich mit viel mehr Humor und Leichtigkeit betrachten.

Tatsächlich fand ich neulich irgendwo in den Untiefen von YouTube ein ganz lustiges Video darüber, wie sich Bookstagram in der Realität anfühlt und welches auf humorvolle Weise herausstellt, wie man damit kämpft, ein gutes Foto aus gewissen Winkeln zu machen und dass das bookstagrammer-Leben natürlich deutlich glamourös ist, als es scheint, als es ist. Das alles mit einem Augenzwinkern.

Ein paar Bookstagrammer, die ich bewundere:

@lottelikesbooks
@mscaulfield
@maru.books
@azriela.moone
@bluestockingbookshelf
@mynerdywonderland
@beautywithbooks
@earlgreyandbooks
@bookolanda

Es gibt natürlich einen großen Haufen an tollen Bookstagrammern, das hier sind die, die mir aus dem Stegreif eingefallen sind. Wenn ich euch noch nicht komplett vergrault habe, könnt ihr auch gerne mal meine Insta-Seite besuchen! @katha-logisch

Ich bin gespannt auf eure Kommentare und verlinkt mit gerne eurer Instagram-Profil, falls ihr eins habt.

Love, Katha

Kolumne: Erwartungshaltungen

Oder: Dinge nicht mehr zu Tode denken

Man stelle sich die Situation vor: Donnerstag gegen 10 Uhr, ein lauter, sich rege unterhaltender Leistungskurs des 2. Semesters – Deutsch oder Geschichte. Manche noch ein bisschen schläfriger als andere, eigentlich ist ein ganz normaler Tag- da kommt der Lehrer durch die Tür, unter dem Arm ein dicker, verdächtig aussehender Stapel Papier.
Einige werden langsam unruhig, noch sagt der Lehrer nichts. Es wird sich begrüßt, Floskel hier, Überprüfen der Anwesenheit, Formalitäten da, während der Stapel auf dem Tisch des Lehrers wortlos liegt. Ein leises Gemurmel geht herum, ach ja, vor ein paar Wochen wurde doch Klausur geschrieben. Ist sie das?
Schließlich verkündet der Lehrer fast feierlich, dass es sich tatsächlich um die Klausur handle, wir sie jedoch erst am Ende der zweiten Hälfte des Unterrichtblockes erhielten – spricht in ca. 80 Minuten. Das Herz stockt. Nun liegt irgendwo in diesem Blätterstapel das eigene Werk, korrigiert, begutachtet und nun soll ich 80 Minuten ruhig hier rumsitzen? Jetzt kommen zwei Züge in den Menschen hervor: Optimismus und Pessimismus.
Aber wie denkt man eigentlich richtig? Versetzt man sich kurz wieder in das Gefühl nach der Klausur? Mag man darauf vertrauen, dass man sein bestes gegeben hat und es doch gar nicht so schlimm sein kann? Oder stellt man fest, dass die vermeintlich geniale Interpretation total unverständlich und schlecht begründet war? Oder noch schlimmer: Hatte man nicht während der Klausur schon so ein flaues Gefühl im Bauch? Diese blöde Klausur kann da doch nicht ernsthaft noch 80 Minuten liegen! Noch schlimmer ist es, erst 45 Minuten über die Klausur zu diskutieren, ohne die eigne gesehen zu haben und sich selbst auch nicht so genau daran zu erinnern, ob man geschrieben hat, dass in Vers 8 ein wichtiges Hendiadyoin steht oder ob man Jacques Necker im Bezug zur Französischen Revolution erwähnt hatte. Manchmal frage ich, ob den Lehrer, der diesen Stapel über Tage korrigierte, sich ein bisschen daran ergötzt, einen derartig auf die Folter zu spannen…
Die Panik steigt einem bis zum Halse. Soll ich mit dem schlechtesten Rechnen, damit ich nicht enttäuscht werde? Hab ich nicht heimlich ein gutes Gefühl? War die Klausur das letzte Mal, als ich ein gutes Gefühl hatte denn gut? Oh bitte lass es wenigstens 10 Punkte sein! Und überhaupt: Warum sieht mein Sitznachbar so unbesorgt ruhig aus?
Die Fragen drehen und wenden sich durch die Hirnwindungen des nervösen Gymnasiasten. Es hilft ja nichts, denkt er sich seufzend und versucht nicht an die Klausur zu denken, die direkt vor seiner Nase liegt.
Und es hilft, denke ich, tatsächlich nicht. Tief einatmen und versuchen, sich abzulenken, denn Dinge totzudenken macht meiner Erfahrung nach Dinge noch viel schlimmer. Nun kann man auch nichts mehr ändern, nun hilft es aber an sich selbst zu glauben und ein bisschen Zuversicht schadet auch nicht.

Love, Katha

Kolumne: Der kranke Gymnasiast

Moin Leute!

Da ich es tatsächlich vollbracht habe, seit Anfang März krank zu sein, habe ich leider Blogtechnisch wenig geschafft, allerdings kann ich dafür umso mehr zum Thema krank sein sagen und was ich mir eingemummt in der Decke für Gedanken gemacht habe.

Mitnichten ist krank sein ein altersloses Problem, als Kind gröhlt man flennend über das schier unendliche Jucken der Windpocken oder hustet ohne Ende, so dass man im übrfüllten Wartezimmer im Winter eine Kinderarztpraxis wahrscheinlich vor lauter Chorgehuste noch kranker wird. Währenddessen streiten sich Mütter die Haare gegenseitig rausreißend, ob man sein Kind impfen sollte. Jaja, Krankheiten sind heikel.
Und kaum sitzt man im 2. Semester der Oberstufe wird es nicht besser. Gerade so werden die Hausaufgaben nach stundenlangem Prokrastinieren wahlweise auf YouTube, Messengern, mit Büchern, Zocken – oder jedem andren heiß geliebten Objekt, das sich besser macht, als eine Quelleninterpretion über die französische Ständegesellschaft – geschafft, da überfällt er einen. Der Krankheitserreger, der sich gerne des Nachts in den müden, bereits jetzt unausgeschlafenen Körper des Schülers festbohrt, um Morgens mit 39° C Fieber aufzustehen.

Erster Gedanke: Gott, geht es mir scheiße. So geh ich nirgends hin.
Zweiter: Weiterschlafen.
Dritter, der meistens kommt, wenn das Abklingen des Symptoms beginnt: Wie zur Hölle hole ich das ein?
Vierter (optional, falls Klausur): F***!!  Ich muss jetzt auch noch mit Schüttelfrost zum Arzt kriechen und ein Attest holen – also bezahlen, für die Entschuldigung als einziges Beweismittel, dass ich Fieber habe.

Die Bürokratie hinter einem Fieberschub oder einer Erkältung ist schier unglaublich. Geht man allerdings in die Schule, wie ich es eine Weile zu tun pflegte und WIRKLICH NICHT empfehlen kann, sitzt man im Delirium des Symptoms in seinem Deutschunterricht, weil man fürchtet, das nicht alles aufholen kann – und fällt doch fast vom Stuhl.
Noch grandioser wird es allerdings, wenn Menschen sich noch in ihrem Leiden versuchen zu übertrumpfen, man im Wartezimmer mit angeschwollener Nase hockt und der Nachbar einen verächtlichen Blickes mustert, als ob er sagen wolle: Na und? Also ich habe ja eine Lungenembolie.

Was ich nur sagen und empfehlen kann, da ich diese Nachholpanik schlichtweg verkörpere. Ich gehe nicht mehr mit Fieber zur Schule, ich habe ein paar wirklich wundervoll zuverlässige Freunde (denn die sind das einzig Wahre, womit man sich durchkämpfen kann) und ich lege mich hin und schlafe, trinke Tee und entspanne. Stress macht offensichtlich auch krank.

Bleibt bitte gesund und stressfrei!

Love, Katha

LIEBSTER AWARD

Moin Moin!

Ich bin ja so unfassbar aufgeregt, da schaue ich kurz auf mein Handy und sehe, dass Bloggerin Lara @ Pillangó mich für den Liebster-Award nominiert hat! Zunächst natürlich VIELEN LIEBEN DANK! Es ist mir eine große Freude und Ehre, daran teilzunehmen. Kurz zum Organisatorischem: der Liebster Award soll neue, nicht ganz so bekannte Blogs vorstellen, dem nominierten Blogger werden je 11 Fragen gestellt, dann gilt es ebenfalls 11 Blogger zu nominieren und – überraschung – 11 Fragen diesen zu stellen… Hoffentlich habe ich das halbwegs anständig erklärt!

LOS GEHT’S!

  1. Bloggen ist für mich…
    Die Freiheit des kreativen Querbeet-Schreibens, welche manchmal mit einem ziemlichen Aufwand verbunden sein kann, sowie das Lesen vieler toller Blogs.
  2. Ich liebe Bloggen, weil…
    Es einem ermöglicht seine Ideen, Gedanken, Gefühle mit der Welt zu teilen, es inspiriert einem auch, Blogs einfach zu lesen und zu folgen und macht schlichtweg Spaß!
  3. Manchmal hasse ich Bloggen, weil…
    Das Gefühl kenne ich ehrlich gesagt nicht wirklich, sagen  wir, manchmal ist mir einfach nicht danach, aber es lässt sich weniger als Hass, sondern Demotivation und Ideenlosigkeit bezeichnen.
  4. Bloggst du mehr für dich oder die anderen?
    Beides auf seine Weise, natürlich werde ich allen voran MEINE Gedanken los, aber ich überlege mir auch, was andere interessieren würde , das ist auch der Grund, weshalb ich mich inhaltlich nicht auf ein oder zwei Themen spezialisiere, sondern mehr querbeet schreibe.
  5. Likes, Kommentare oder Statistik, was zählt für dich?
    Am meisten freue ich mich tatsächlich über die Kommentare, da sie einem am besten wiederspiegelt, was der Leser letztlich denkt und fühlt , meines Erachtens nach geht es ja beim Bloggen um das Teilen der Gedanken mit anderen und wenn ich dann einen Kommentar erhalte, sei es Anregung, ein Gedanke oder Kritik, freue ich mich immer! Likes sind natürlich genauso willkommen und platzende Statistiken  *haha*
  6. Bloggst du zu festen Zeiten und Terminen oder wenn es dich überfällt? Ich sehe darin nicht sonderlich viel Sinn, mir einen festen Termin zum Schreiben zu setzen (abgesehen davon, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass irgendetwas dazwischen kommen würde), dennoch versuche ich möglichst ein Mal in der Woche etwas von mir hören zu lassen.
  7. Hattest du schonmal den Gedanken, deinen Blog einfach wieder aus dem Netz zu nehmen? Nö, nicht ansatzweise, vielleicht liegt das an meinen tollen Lesern, aber es macht einfach viel zu viel Spaß! Aber ich muss sagen, dass ich doch häufiger mit neuen Designs spiele.
  8. Wer oder was inspiriert dich?
    Mein Alltagsleben am meisten, aber auch einfach Kleinigkeiten, die mir auffallen und mich nachdenklich machen.
  9. Hast du Vorbilder für dein Schreiben, Malen, Fotografieren?
    Als Schwärmer der Malerei könnte ich nun einen spontanen Kurzvortrag halten, aber ich versuche mich auf meine Lieblinge zu beschränken: der grandiose Impressionist Édouard Manet, der Meister des Lichts Sir Henry Raeburn, sowie William Adolphe Bouguereau! Literatur betreffend bin ich ganz angetan von Charles Dickens, Thomas Mann und Theodor Fontane.
  10. Dein Lieblings-Ort zum Bloggen…
    Die Küche! Der Tisch hat dort irgendwie die angenehmste Höhe für einen Laptop *lach* Allerdings schreibe ich meistens von meinem Schreibtisch aus, da man sich hier gut ausbreiten kann, besonders, wenn ich meine Monthly Faves zusammenstelle, erfordert das Platz.
  11. Und deine Eltern, wissen die von deinen Blog-Aktivitäten?
    Ja, ich glaube, sie haben sich mittlerweile mit dem Gedanken angefreundet und wissen ja, dass ich ziemlich gerne schreibe.

Und jetzt bin ich meinerseits mit dem Nominieren dran. Hui!

  1. Cheshire Cat von Lilakolumne
  2. Rosa von Leben unter Büchern
  3. Ulrike von Leselebenszeichen
  4. Gianluca von GNBWORLD
  5. Eni Elfenbein von Plan Elfenbeinturm
  6. Hazel von The Taste Of Hazel
  7. Käthe von Bittemito
  8. Frau von Saltkrokan von Salz nach Belieben
  9. Anja von Take the Train
  10. Der Infragesteller
  11. Noli von Nolimoon

Das war wirklich keine leichte Entscheidung und ich hätte gerne noch andere nominiert! Nun also zu meinen Fragen *hihi*

  1. Warum hast du angefangen zu Bloggen?
  2. Wo schreibst du am liebsten?
  3. Welches ist die wichtigste Mahlzeit des Tages?
  4. Was ist dein Lieblingswort?
  5. Hat das Bloggen dich irgendwie verändert?
  6. Weiß dein Umfeld (Eltern, Freunde etc.), dass du bloggst?
  7. Hörst du Musik während du schreibst? Wenn ja, was hörst du gerade?
  8. Was liest du gerade?
  9. Wohin wolltest du schon immer mal reisen?
  10. Mit welchem Promi würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen und warum?
  11. Welches Zitat hat dich besonders berührt?

Ich bin schon sehr gespannt, wie die Antworten ausfallen, zu dem möchte ich mich noch bedanken, die Fragen haben wirklich Spaß gemacht!

Love, Katha