5. Part GB-Reise: Bath

Ahoi!

Bevor ich nach Großbritannien gereist bin, habe ich natürlich so einige Reiseführer und Websites (besonders für Schlösser) durchforstet – aber ich muss auch zugeben, dass meine Mutter für die Planung verantwortlich war, also hier noch mal ein dickes Dankeschön.
Da ich Jane Austens Bücher sehr mag und allgemein die Zeit mit ihrem Flair, der Kleidung, der Art und der Kunst, wollte ich natürlich nach Bath Spa.
Aber ich hätte niemals erwartet, eine so hübsche Stadt vorzufinden. Man kennt aus den BBC Jane Austen Verfilmungen mehr oder weniger einige alte Stadtteile, doch das nahezu nirgends ein modernes Gebäude (jedenfalls in Inneren der Stadt) stehen würde, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber es war toll, man fühlte sich gar, als würde man durch vergangene Zeiten wandern, mit Anne Elliot vor über 200 Jahren leben.

Dazu kam noch, das anscheinend genau an dem Tag, an welchem wir in der Stadt waren, die Studenten ihren Abschluss feierten und so war auf dem Platz vor der Kirche eingenommen von Studenten in ihren Roben und Hüten und einigen Musikern. Es war toll! Man spürte Freude und leichte Traurigkeit über die Tatsache, dass das natürlich auch Abschied bedeutete, welche so hübsch durch die Musik unterstrichen wurde. Nachher merkte ich, dass fast überall Musik gespielt wurde.

Dann gab es aber auch hie und da echt seltsame und witzige Dinge. Besonders bei dem Türsteher wusste ich nicht, was ich denken soll. Und ob der echt war!

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Wie auch in anderen britischen Städten sah man an vielen Stellen Blumen, aber im Einklang mit den alten Bauten sah es echt klasse aus. Die Wohnbrücke, welche mit Geschäften angesiedelt war, erinnerte mich total an „Das Parfum“ – sah von hinten aber ziemlich schäbig aus.

 

Love, Katha

3. Part GB-Reise: Isle of Wight

Ahoi!

Ich glaube, nicht jeder würde von Großbritannien erwarten, dass es dort wunderschöne lange Strände gibt. Und auch ohne Steine, denn die nette Erfahrung mit einem Steinstrand und den dementsprechenden Fußschmerzen durfte ich bereits vor einigen Jahren in Brighton machen. Es war natürlich auch dort schön, aber auf eine andere Weise.

Was mir in Großbritannien zusätzlich aufgefallen ist, jedenfalls in Südengland, dass es fast überall und in sogut wie jedem öffentlichen Verkehrsmittel freies WLAN gibt, was natürlich absolut genial war! Ich ärgere mich etwas, dass ich die ganzen Schilder nicht fotografiert habe, dann hätte ich sie nämlich hier posten können.
Wie dem auch sei, erreichten wir die Insel über Portsmouth, wo man beeindruckende alte Segelschiffe bestaunen konnte, mit einer Fähre und schließlich fuhren wir mit einer süßen, total wackelnden alten Eisenbahn an der Küste entlang, bis wir unser Ziel erreicht hatten. Und was es da gab! PALMEN! Überall PALMEN!

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Es ging schließlich den Hang zu einem sehr schönen, wenn auch recht kurzen Strand herunter, wo wir uns auf eine Bank setzten, etwas im Wasser spazierten und das angenehme Wetter genossen. Auf der Insel gab es auch ein ‚altes Dorf‘ mit süßes Cottages, was man durch eine Art schönen Wald erreichen konnte (der allerdings Eintritt kostete).

Weitere Impressionen:

Es war also ziemlich entspannt (deshalb gibt’s auch wenig zu berichten, weil wir hauptsächlich am Wasser rumlagen) und schön! Jedem, der einen ruhigen Tag in England erleben möchte und ein wenig Rosemunde-Pilcher-Feeling nicht schlecht findet, kann ich es sehr empfehlen. Lauschig & nett!

Love, Katha

2. Part GB-Reise: A Day out in Salisbury

Moin!

Großbritannien ist mehr als bekannt für seine Burgen, Schlösser und Gärten und genauso wie letztes Jahr, wollte ich diesmal auch eins besuchen und unsere Wahl fiel auf das Wilton House  bei Salisbury, wo u.a. auch The Young Victoria, der 2. Teil von Johnny English und Pride & Prejudice gedreht wurden. Am Tag, als wir da waren, war auch der Lord anwesend, aber wir haben ihn leider nicht gesehen – die Museumsfrauen meinten jedoch, wir hätten ihn so oder so nicht erkannt, weil er in Shorts uns T-Shirt rumgelaufen sei:D

Im Garten standen, wie man auch auf dem ersten Bild sehen kann, etliche Zedern und ich muss sagen, dass ich finde, dass die Zeder einer der Bäume englischer Herrenhäuser und Schlösser. Vielleicht ist es einfach der Einfluss vom Groby-Tree aus „Parade’s End“ (SEHEN-MUSS!!!), aber ich finde es passt. Diese mächtigen, großen Bäume haben eine gewisse Erhabenheit, die den Stolz und die Macht (vergangener Tage) dieser Häuser sehr gut untermalt.

Zusätzlich gab es noch einen wundervollen japanischen Garten, voller Blumen und Blüten. Ich habe es sehr genossen, dort entlangzuwandeln.

Salisbury an sich ist eine süße Stadt und verkörpert auch in gewisser Hinsicht, wie man sich englische Städte in historischen Grafschaften vorstellt. Am besten fand ich die Uralt-Taverne, die ich unbedingt fotografieren musste. Schon beeindruckend, wie lange dieses Gebäude dort steht.

Als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten gilt die Kathedrale, die wirklich von monumentaler Schönheit ist – und riesig! Ich hatte nicht erwartet, so ein großes „Ding“ vorzufinden, auch, wenn es Kathedrale heißt! Besonders toll fand ich den Gang in den Arcaden, so dass ich mich einfach mal hinsetzte und diese Ruhe und Besonnenheit, die fast schon philosophisch war, über mich ergehen ließ. Diese Einsamkeit und Ruhe in den Arcaden der Kathedrale war so ein seltsames Gefühl – aber auch schön!

Mir hat der Aufenthalt dort sehr gefallen, besonders Wilton House war sehr nett, es war schön, dass es nicht allzu überfüllt war, so dass man seinen Aufenthalt wirklich genießen konnte. Die Museums-Damen waren zu dem echt toll und schienen ABSOLUT ALLES über Wilton House zu wissen und erzählten mit einer freudigen Begeisterung vom Bau des Gebäudes und den Van Dyck Bildern.

Wie steht ihr zu Schlössern? Welche mögt ihr besonders (in England)? Freu mich auf eure Kommentare, haut in die Tasten!

Love, Katha

1. Part GB-Reise: When in London

Ahoi!

Mein drittes Mal in Großbritannien sollte keineswegs weniger aufregend oder toll sein, wie in den letzten Jahren. Ich liebe dieses Land mit all seinen Traditionen, seiner Sprache, seiner Heidelandschaften, seinem Regen und ja, auch das Essen ist toll.

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie aufgeregt ich war, als ich das erste Mal nach London fuhr. Wie jedes Jahr ging es durch den Eurotunnel und wenn man mal bedenkt, dass man mit einem Zug unter den Ärmelkanal hindurchrast ist das nicht ganz ohne, aber mittlerweile kenne ich das Prozedere und döse nach kurzer Zeit ein. Das Hauptreiseziel in diesem Jahr war eher der Süden Englands, aber wir machten noch einen Zwischenstop in der liebreizenden Hauptstadt.

Den ersten Abend, den wir dort verbrachten, konnten wir einen wirklichen tollen Sonnenuntergang an der Themse beobachten. Unheimlicherweise liegt direkt neben dem ExCel London, das anscheinend irgendeine Art von riesiges Messegelände darstellen soll (von Abu Dhabi gesponsert!) eine Fußgängerbrücke. Aber nicht nur einfach eine stinknormale Brücke, sondern ein gruseliges Stahlgrüst, das gute 15 Meter in die Luft schießt und nachdem ich die quietschenden Treppen mit meiner Akrophobie irgendwie gemeistert hatte, bot sich ein schwindelerregender und doch wundervolles Ausblick – und irgendwie hatte ich, trotz, dass es windig war, am Ende ziemlich viel Spaß.

Ich finde Londons Eigenart faszinierend: wie zivilisiert einfach jeder auf der rechten Seites der Rolltreppe stehen (ich wünschte, so etwas gäbe es hier in Berlin auch!), wie höflich und freundlich die Menschen sind, wenn man mal als unwissender Touri nicht weiterkommt, wie zu jeder Tageszeit Menschen quer durch die Stadt und überall joggen gehen und was ich besonders süß finde ist, dass sich zur Mittagspause einfach jeder mit seinem Sandwich unter den kühlenden Schatten der Bäume im nächstgelegenen Park setzt. Modisch – man hört ja immer vom London Look usw – ist es mehr als kunterbunt und deutlich mutiger als Berlin! Aber es gibt auch duzende tolle Shops, die wir leider nicht in Deutschland haben. Eine gute Ausrede, um shoppen zu gehen.

Apropos, Mittagesse gab ea auch ich war bei Speedy’s und wem das nichts sagt, dann gebe ich mal das Stichwort ‚Sherlock‘, denn Speedy’s ist nichts anderes als die Sandwichbar neben dem Haus, das in der Serie die vermeidliche 221B Baker Street spielt (aber in echt etwas weiter weg liegt und Gower Street heißt).

Die Bedienung war wirklich sehr freundlich und Himmel! Dieses Sandwich war einfach nur göttlich. Jedem, dem das Glück gegeben ist, einen Tag in dieser wundervollen Stadt zu verbirngen, empehle ich nicht nur die klassischen Touristen-Attraktionen, sondern für die Pause zwischendurch auch Speedy’s. Man könnte natürlich preiswerter essen, aber es lohnt sich!

Weitere Highlights in Bildern:

 

Die süße Statue zweier Liebenden steht am Internationalen Bahnhof St Pancras, also direkt neben King’s Cross. Ich sehe sie jedes Mal, wenn ich dort mit dem Zug ankomme und ich liebe sie einfach, weil es ein wundervolles Feeling erschafft und hervorragend zur Romantik eines Bahnhofes passt! Was meint ihr dazu? Bin ich die einzige, die Bahnhöfe romantisch findet?

Diesmal hatte ich GOTTSEIDANK Zeit, mit die National Gallery anzusehen und ich bin mehr als glücklich, dort gewesen zu sein, denn es ist toll. Besonders gut finde ich, dass es kostenlos ist, aber allen voran, weil es so Kultur absolut jedem näherbringen kann. Als ich einen Raum betrat, war da ein Museumsführer mit einer Klasse Grundschülern, der ihnen das Portrait von Charles I. (von Van Dyck) erklärte. Eigentlich lief es wie bei einer Klausur ab: erster Eindruck, was sieht man, wie wirkt es und warum ist es da. Doch wie liebevoll seine Stimme war, wie nett und geduldig er mit ihnen sprach, war sowohl süß als auch einfach klasse. Er erzählte ihnen zusätzlich, dass man bei diesem Museum vor allem eins bedenken sollte: es soll nicht als Staatseigentum angesehen werden, denn dieses Museum gehört de facto jedem – und das find ich gut.

Jap, das Bild mit meiner Hand ist seltsam, aber ich möchte damit eigentlich nur veranschaulichen, wie klein dieses Kunstwerk auf der Millenium Bridge ist, denn es ist ein Bild aus: Überraschung! Kaugummi. Es gibt etliche davon auf der ganzen Brücke, manche, die man auch nicht versteht, aber angesichts dessen, dass da echt viele Kaugummis sind, mag ich die Idee total!

Ich hatte also schöne 1 1/2 Tage in der Stadt, konnte vieles im wahrsten Sinne des Wortes ‚wiedersehen‘ und hatte auch noch perfekt sonniges Wetter.

Wart ihr schon einmal in London? Wie fandet ihr es und was habt ihr erlebt? Ich bin gespannt, neues zu erfahren!

Love, Katha