Mein BuJo: Erfahrung nach anderthalb Jahren + Innenleben

Angestiftet zu dem ganze Bullet Journaling hat mich vor gut anderthalb Jahren meine beste Freundin Charlie, als sie mir bei einer Verabredung erzählte, dass sie plane nachdem sie so viele gesehen habe, ebenfalls eins anzulegen. Ich habe es geschafft, bis dato nichts von Bullet Journaling gehört zu haben und war schließlich überrascht, was ich verpasst hatte. Nach ein paar inspirierenden YoutTube Tutorials und Instagram Posts und ein paar Versuchen, bin ich schnell auf das Layout gestoßen, das ich bis heute verwende. Es ist sehr simpel und ähnelt stark einem Kalender, um ehrlich zu sein. Aber gerade das ist das schöne am Bullet Journaling, das jeder es nach seinem Belieben und Gebrauchen gestalten kann. Deshalb möchte ich es heute mit euch teilen.

Zur Ansicht habe ich ein paar Seiten meines April Set Ups (bevor ich es ausgefüllt habe) fotografiert. Es sieht sehr leer aus, aber ich wollte es auf Grund von Privatsphäre lieber so machen, als dass ich einiges unkenntlich machen muss. Am Ende des Monats ist es meistens sehr voll und deutlich farbenfroher. Meistens verwende ich einen Staedler Pigment Liner in 0.05 für die Outlines, aber zum Schreiben passt 0.2 perfekt.

Übrigens, das Notizbuch, welches ist verwende, ist ein Leuchtturm 1917 mit gepunkteten Seiten. Anfangs war ich ein bisschen skeptisch, weil ich diese Punkte irgendwie hässlich fand, aber nach kurzer Nutzung hat sich meine Meinung ganz schnell geändert und jetzt liebe ich es! Meiner Meinung nach sind die gepunkteten Versionen ideal für Bullet Journals. Auch Leuchtturm als Marke kann ich auf Grund der guten Papierqualität und dem hübschen, handlichen Format empfehlen – günstig sind die Notizbücher leider nicht, aber es lohnt sich!

 

Am Anfang des Monats habe ich ganz klassisch eine Seite, die ich mit Kacheln für ganzmonatige oder nicht tagesgebundene To Dos, Abgabefristen, Einkaufslisten, Ideen für Monatsfavoriten,  und andere Blogbeiträge und sponate Dinge, die sich ergeben (wie z.B. zu Weihnachten Geschenkideen) nutze.
Auf der anderen Seite habe ich einen monthly tracker, der meistens diese Form hat. Ich zeichne auf, ob ich genügend Wasser getrunken habe (klappte anfangs besser, momentan lasse ich leider nach), wie viel ich schlafe, ob ich gelesen habe, ob ich gelernt habe (das hilft bei der Motivation) und ob ich draußen mich ordentlich bewegt habe – im Grunde genommen, kleine Ziele, die ich mir setzte, um nicht zum dehydrierten, faulen Stubenhocker zu verkommen. Und es hilft tatsächlich dabei!

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Dann verwende ich einen klaren, relativ minimalistischen Wochenüberblick, um meine To Do’s für diesen Tag aufzuschreiben. Termine sind in meinem normalen Kalender, wo ich vor allem mein Unizeug regle. Für mich funktioniert diese Trennung so optimal.

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Und zu guter letzt meine kleine Gratitude Liste. Das ist definitiv etwas, was ich von Instagram übernommen habe und seit letzten Oktober kontinuierlich durchziehe und es bringt etwas.

Das Set-Up meines Bullet Jourals ist vermutlich das unspektakulärste aller Zeiten – keine fancy Washi Tapes, kein großartiges Gedoodle oder Challenges und keine hübschen Post Its. Für mich muss es vor allem übersichtlich und funktional sein und wenn ich mal Langeweile oder Inspiration habe, kommen ein paar wenige kleine Zeichnungen dazu. Vielleicht mag das Menschen, die mich persönlich kennen, überraschen, weil ich eigentlich oft kritzle und Muster und hübsche Zeichnungen über alles liebe und anfangs habe ich es wirklich versucht, ein paar nette Bilder zwischen den Listen einzufügen, aber ich bin leider kläglich gescheitert.

Meiner Meinung nach nimmt das aber einfach nur Platz weg und da ich jemand bin, der wirklich gerne die volle Weite der Seite nutzen will, zeichne ich selten, zumindest bei BuJos (Bei der Rohfassung meiner Uninotizen ist das ein ganz anderes Thema). Im Grund genommen sieht es jeden Monat mehr oder weniger gleich aus, nur dass manchmal Leselisten, finanzielle Übersichten, Buchwunschlisten oder Lernpläne dazukommen. Vielleicht werde ich eines Tages noch kreativer und entdecke für mich, dass ich ein paar Seiten für kreative Selbsterprobung verwenden möchte. Aber fürs erste ist mehr oder minder mein Gedächtnis mit simplen Design.

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Was ich neben der Tatsache, dass man sein BuJo so frei und individuell gestalten kann, am meisten daran liebe, ist dass es eine wunderbare Gedächtnisstütze ist. Die meisten Dinge, die ich erledigen muss, wie einen Kontoauszug zu holen oder Taschentücher einzukaufen, weiß ich ohnehin und auch mit einem Unifristen ist mein Gedächtnis ziemlich gut. Ich merke aber, dass ich seitdem ich mein BuJo habe, deutlich weniger gestresst zu Bett gehe. Es schläft sich auf jeden Fall so viel besser, wenn weiß, dass man aufgeschrieben hat, dass man morgen unbedingt etwas bestimmtes erledigen muss, und sich nicht selbst stressen muss, dass man es möglicherweise vergisst.
Außerdem macht es einfach unheimlich Spaß, etwas kreativ mit Layout zu sein oder Kalligrafie zu faken oder sich ein für einen selbst gut funktionierendes Key-System auszudenken – oder sich mit anderen darüber auszutauschen.

Ich kann jedem, der Spaß daran hat, Dinge analog zu machen, von Herzen empfehlen, das Bullet Journaling vielleicht auszuprobieren, weil es wirklich Spaß macht und zu dem eine gute Unterstützung im Alltag ist.

Love, Katha

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Autumn Faves #16

Moinsen!

Erstmal: Allen einen schönen Zweiten Advent! Die Weihachtssaison ist am brodeln, aber ich möchte gerne noch einen Blick zurück auf die letzten Monate werfen.

Nachdem ich mit meinen Monthly Faves aufgehört hatte, weil ich es schwierig fand, jeden Monat neue Lieblinge zu finden, da ich schlichtweg nicht so viel kaufe, ohne mich zu wiederholen, habe ich mich etwas unvollständig gefühlt.
Für mich gilt beim Bloggen immer: Qualität über Quantität! Vor allem, da ich noch meine olle Handykamera benutzen musste und die Bilder auf Blogniveau ziemlich groß sind, war mir die nicht so gute Qualität etwas unangenehm, aber nun, wo ich meine Spiegelreflex habe, ist natürlich alles anders, aber vor allem : scharf!
Es hat mir irgendwas gefehlt neben den ganzen Rezensionen, immer wieder wollte ich ein paar Dinge vorstellen, allerdings wusste ich nicht, unter welcher Kategorie! Deshalb möchte ich jetzt Lieblinge für jede Jahreszeit zusammenstellen, weil ich so mehr Zeit habe, um die besten Dinge herauszusuchen. Es ist etwas experimentell, ich weiß noch nicht, ob ich das Format behalte, aber wenn du es interessant findest, lass es mich wissen!

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1. Lieblingspullover

Ich weiß, ich weiß. Diese Schnürgeschichten sind gerade absolut modisch und ich kaufe eigentlich lieber zeitlose Sachen… aber ich konnte nicht widerstehen. Der Pullover ist sehr kuschelig und warm, sieht kombiniert aber auch einzeln toll aus. Ich liebe es einfach, dass er so ein schönes, helles grau hat und duch das weiße Band zu etwas besonderem wird.  Wer mich normalerweise in der Uni sieht, wird feststellen, dass ich fast nur noch in diesem Pullover lebe!

2. Passenger Konzert im Tempodrom

Irgendwie wird man nach einem Konzert immer noch ein größerer  Fan des Musikers als zuvor. Zumindest ist das mein Eindruck, vielleicht hatte ich bsiher auch nur Glück und habe stets gute Konzerte erwischt.
Es war mein erster Besuch im Berliner Tempodrom, der aussieht wie ein futuristisches Zirkuszelt, welches aber eine großartige Akustik bietet. Aber nun zu Passenger, den wahrscheinlich viele, mich eingeschlossen, durch seinen Song „Let Her Go“ kennen. Er selbst bekundete jedoch, seitdem es „Let It Go“ aus dem Disey Film „Frozen“ gibt, verfolge  ihn die Verwechslung wie einen Fluch. Alles in einem war es ein wunderbarer Abend, Passenger erzählte viel von den Hintergründen seiner Songs, vom Wandern als Straßenmusikant, von Dingen, die ihn nerven oder ihn begeistern. Regelmäßig forderte er sein Publikum zum mitsingen auf. Obwohl es eine recht große Halle war, hatte man den Eindruck, dass er auf einer ganz persönlichen Ebene zu seinem Publikum sprach. Mal sang er mit der Band, oder allein mit der Gitarre, aber die ganze Zeit strahlte er eine warme, faszinierende Persönlichkeit aus. Es war einfach Gänsehaut pur!

3. Essie Nagellack in „Wicked“

Dunkelrot, fast schwarz und wunderschön glänzt dieser Nagellack auf den Nägeln, je nach Licht scheint er mehr rötlich oder kastanienfarbend, ist aber eine wärme und tolle Abwechslung zum düsteren schwarzen Nagellack. Ich  bin zwar in letzter Zeit etwas seltener am Lackieren, aber auf die gute Qualität der Essie Nagellacke komme ich immer gerne zurück.

4. Kinoliebling: Doctor Strange

Zugegeben, ich war diesen Herbst nur zwei Mal im Kino (und das innerhalb von drei Wochen), aber Doctor Strange hat mich in jeder Hinsicht nachhaltig beschäftigt und mir gut gefallen. Natürlich gibt es einige Kritikpunkte, auch bei der Logik dieses Films, andererseits macht es einfach Spaß, dieses Marvel-Film zu sehen, er ist gut gemacht und großartig besetzt. Alle Details und die komplette Rezension gibt’s hier.

5. Jutebeutel der Humboldt-Universität zu Berlin: ISW

Am zweiten Tag der sogenannten OWO (Orienterungswoche) an meiner Uni gab es diese hübschen Jutebeutel gratis verteilt. Nicht nur eine schöne Geste, die einem absolut zu Berliner Studenten-Hipster transformiert, sondern auch praktisch! Der Beutel hat längere Träger, wodurch er etwas niedriger hängt als ein gewöhnlicher Beutel. Und es ist einfach schön, etwas vom eignen Institut zu besitzen.

6. Downton Abbey Staffel 6 (Finale Staffel)

Das ist tatsächlich schon ein bisschen länger her, aber dennoch erwähnenswert! ich denke, ich habe die letzte Staffel meiner Lieblingsserie gegen Anfang September gesehen und später nochmal mit meiner besten Freundin Charlie durchgesuchtet. Wer bis zur fünften Staffel durchgekommen ist und ein bisschen von dem Verhalten mancher Charaktere genervt war, wird hier sehr glücklich werden. Ich will natürlich nicht spoilern, allerdings kann man sagen, dass diese Staffel der Serie einen krönenden Abschluss verleiht – der urige Mr Carson, die ewig zankenden Schwestern Mary  und Edith, die Frage nach der Liebe, der Wandeln der Zeit und das langsame Austerben der Aristokratie und des Adels… Ach ja, Downton!

7. Buchiebling: Harry Potter and the Goblet of Fire

Der vierte Harry Potter Band war wie seine Vorgänger nach einfach super und begeisterte mich immer mehr für diese tolle Buchreihe, auch wenn der mittlere Teil ungewöhnlich langsam verlief, hatte ich viel Spaß beim Lesen. Besonders liebe ich diese herrlichen englischen Bloomsbury Ausgaben! Ich habe auch schon vor ein paar Wochen eine Rezension geschrieben, also wer am ausführlichen Urteil interessiert ist, findet es hier.

8. Bullet Journaling (Bujo)

Diese Idee kam eigentlich von meiner besten Freundin. Davor hatte ich dann und wann auf Instagram mal Bujos gesehen, wusste aber auch nicht genau, was das ganze soll. Nun muss ich sagen, dass ich echt dankbar bin, dass mir das ganze vorgestellt wurde, denn Bujos erleichtern mir den Alltag. Einerseits ist es eine organisierte, aber auch kreative Art To-Do Listen und andere organisatorische Dinge zu planen, andererseits habe ich nun meine ganze Zettelsammlung in einem schönen Noitzbuch. Für mich ist es besonders gut, weil ich mir jede Seite so einteilen kann, wie ich will, nichts ist vorgegeben, man hat so viele Möglichkeiten, sich zu entfalten. So kann ich neben dem Üblichen auch Kreativlisten und Weihachtsideen notieren und eine Art „Tracker“ einbauen, der mich zum Beispiel daran erinnert, genügend Wasser zu trinken. Aktuelle probiere ich noch herum, welches System mir gut passt, wie ich die Seite anordnen kann, aber ich finde es großartig, einfach alles an einem Platz zu haben (und es auch wiederzufinden!)

Für alle interessierte, habe ich hier mal ein paar Tutorials verlinkt, die ich ziemlich schön und praktisch finde.

9. Classic Chai Yogi Tea (loser Tee)

Ich liebe diesen Tee! Eigentlich mag ich eher fruchtige und leichte Tees, aber jetzt bei der Kälte und den überall herumschwirrenden Erkältungs- und Grippeviren, genieße ich es total, diese aufbauenden, von innen wärmenden, würzigen und leicht scharfen Tees zu trinken – für die Stärkung am Morgen oder zwischendurch. Es wird zudem empfohlen, den Tee mit Milch zu trinken, aber den Clou daran habe ich leider noch nicht entdeckt.

10. Lieblingssongs und Ohrwürmiger

Meine absolute Nummer eins, einer der besten Songs, die ich seit langem gehört habe, ist Sleep On The Floor“ von The Lumineers. Ich empfehle es mit ganzen Herzen, ihn zu hören und sich das großartige Video ansehen!! Ich entwickle mich gerade sehr zum Fan von ihnen…

Hui, das ist überraschend lang geworden! Ich wünsche eine schöne vorweihnachtliche Zeit und freue mich schon auf Kommentare. Bist du vielleicht Fans von Passenger und /oder Downton Abbey? Was für Tee findest du für den Winter großartig?

Lass es mich wissen!

Love, Katha