Schwarzes Café

Wo? Kantstraße 148, 10623 Berlin
Wann? 24/7
Was? Drinks, Heißgetränke und Sandwiches
Preise? Moderat, Cocktails etwas gehobener
Zahlen? Bares ist wahres
Webseite:schwarzescafe-berlin.de

Wenn man von angesagten und tollen Bars oder Cafés redet, fällt häufig der Name des Schwarzen Cafés – diesem Hype wollte ich auf den Grund gehen.

Das Schwarze Café versucht überall düster und extravagant zu sein – leider auch auf den Toiletten. Denn auch wenn ich das Schwarze ab und zu besuche, versuche in den Gang zu vermeiden. Mir graust jetzt schon davor… Gut, das Ambiente mutet modern an, aber dass es ein Fensterchen zwischen den Toilettenkabinen gibt, um seiner Nachbarin zuzuschauen oder das die Türen einen Handbreiten Spalt an beiden Ende aufweisen, so dass man auch in die Kabine von außen reinschauen kann, wenn einem das beliebt, finde ich absolut grässlich – mal abgesehen davon, dass es nicht besonders sauber war.

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Die Besucherzahlen schwanken dadurch, dass das Cafe 24/7 auf hat, lockt es spät nachts beziehungsweise morgens die Gestalten an, die noch in aller frühe alkoholisches konsumieren wollen. Das Café ist selten leer, meistens sehr oder auch sehr sehr gut besucht und besonders wenn man mehr als 3 Personen ist, bietet es sich an, vorher zu reservieren.

Zum Service: Manchmal wartet man lang, obwohl nicht viel los ist, manchmal hat man eine sehr unfreundliche Bedienung, manchmal geht es recht schnell und recht freundlich. Es ist aber generell eher kühl und unpersönlich, was man eher von einer Kette kennt – oder einem Laden, dem seine Coolness ein bisschen zu Kopf gestiegen ist.

Die Getränke jedoch (und der Grund, weshalb man dort hingeht) besonders die heiße Schokolade und die Cocktails  sind gut, aber im Vergleich zu anderen preislich ähnlichen Bars nichts besonderes. Man zahlt auch für den Namen, die Lokation und den Ruf des Schwarzen Cafes. Natürlich, es ist beliebt (und oft unter den Top Bars in Berlin zu finden) und praktisch neben dem Zoo hervorragend zu erreichen und noch immer günstiger, als andere beliebte Bars in dieser Gegend, aber ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mir ein bisschen überzogen.
Drei Euro für eine Heiße Schokolade, die man in wenigen Schlücken wegtrinkt und zur Hälfte aus Sahne besteht? Vielleicht bin ich ein knauseriger Student, aber wenn man bessere Orte kennt, muss man, finde ich, Punkte abziehen statt sich vom Glanz blenden zu lassen. Ein gutes Beispiel ist für mich „An einem Sonntag im August„, welches ähnliche Preise hat, aber viel angenehmere Bedienung, tolles Ambiente und qualitativ hochwertigere Getränke.

Zugegebenerweise, es ist ein guter Ort, um Sonntag-Abend in der Innenstadt bzw dem westlicheren Berlin etwas trinke zu gehen und die Auswahl ist auch sehr anständig. Aber es zieht mich dennoch nicht dahin. Ich erkenne nicht das besondere und außergewöhnliche, was man diesem Laden nachsagt – leider. Man kann hingehen, muss aber nicht. Es gibt ruhigere Cafes und Bars, wo man sich nicht anschreien muss und trotzdem gut trinken kann.

THE VERDICT: Ein solider Ort, um etwas trinken zu gehen mit guter Auswahl bei etwas erhöhten Preisen und einer sehr verstörenden Toilette. Das Ambiente ist namensgebend schwarz. Den Anreiz bieten die Öffnungszeiten, aber bei weitem kein herausragender Ort. 6 von 10 Sternen.

Love, Katha

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Aufsturz!

Moinsen In der überaus vielseitigen  und mit Cafés und Restaurants  gesäumten Oranienburger Straße, die ich auch so zum Entlangschlendern empfehlen kann, besuchte ich schon vor etwas längerem eine sehr interessante Bar, die ich vorstellen möchte – das Aufsturz.

Wo? Oranienburger Straße 67
Wann? Mo- So, 12 -02 Uhr
Was? Vor allem Bier, aber auch Essen Zahlen? Bar & Karte
Preise? Moderat
Webseite: Aufsturz.de

Fast direkt gegenüber von der S-Bahn Station Oranienburger Straße (momentan ist allerdings dummerweise die Nord-Süd-Verbindung gesperrt, so dass man hier auf den SEV zurückgreifen muss) hat das Aufsturz eine wunderbare einfache Verkehrsverbindung.

Auch die Einrichtung der etwas dunklen, lauschigen Bar ist ziemlich spannend: denn überall hängen allerlei Gemälde, über die man während eines Glases Bier oder einem Nudelgericht nicht nur philosophieren kann, sondern es auch käuflich erwerben – ist nur, wie Kunst es häufig ist, nicht gerade günstig.
Apropos Bier: daran, eine zutreffende Sorte für einen selbst zu finden, wird man hier garantiert nicht scheitern, die Auswahl ist sehr groß und vielfältig, man trifft z.B. auf sehr interessante Sachen wie das Rauchbier (nomen est omen) und das Eisbier (ein leichtes Sommerbier), die ich beide nur empfehlen kann. Da ich zu meinem Besuch dort nicht nur mit ordentlich Durst, sondern auch einem leeren Magen kam, probierte ich das Tagesmenü – es waren Nudeln mit einer Pilzsahnesoße -, welches ganz lecker war. Nun ist die Essensauswahl nicht die allergrößte und ich glaube auch behaupten zu können, dass sich das Aufsturz eher für ein gutes Bier auszeichnet. Ein negativer Aspekt ist allerdings der Geräuschpegel, der relativ laut ist, sowie die etwas langsame Bedienung, der man einige Male signalisieren musste, dass man zahlen will und selbst danach hat es gedauert… Zusätzlich hat das Aufsturz noch einen Klub, den ich allerdings nicht bewerten kann, da ich dort nicht war.

THE VERDICT: Das Aufsturz ist eine tolle Bar, die sich für ihre Bier/Alkoholkarte auszeichnet und die ich in diesem Aspekt auch empfehlen kann. Auch das künstlerische, ein bisschen dimm-lauschige Flair ist sehr angenehm, nur die Bedienung könnte noch besser werden – deshalb 7,5 von 10 Sternen.
Love, Katha

Karibik an der Spree

Moin!

Nach meinem wundervollen Aufenthalt in der Hansestadt Hamburg fragte ich mich, wo ich wohl eine tolle Strandbar wie „StrandPauli“ fände – natürlich ist sie einzigartig & ich empfehle einen Besuch von Herzen, aber in der Heimatstadt muss es doch auch was grandioses an Havel oder Spree geben. Und wie durch einen nahezu magischen Zufall entdeckte ich YAAM (Young African Art Market)

Wo? Stralauer Platz 35, 10243 Berlin  (Nähe Ostbahnhof)
Wann? Ab 10Uhr – open end! Ab 18Uhr DJ & Livemusik
Was? Karibisches Feeling an der Spee: Reggae, Strand & Bar
Zahlen? Nur bar
Preise? Normales Niveau, Bier ab 2,50€, Aloha-Soda 3€

Celi und ich laufen zur Schillingbrücke, haben eigentlich keinen wirklichen Plan, was wir vorhaben und da, direkt an der Spree neben einem vollplakatiertem Zaun steht ein buntes, beschriebenes Surfbrett. Wir gehen also durch den Eingang, laufen einen schmalen Gang direkt am Ufer entlang im Schatten von Bäumen, neben einem eine riesige mit coolen und witzigen Graffiti besprühte Wand. Es geht laut einem Schild zum „Beach“, aber wir wissen kaum, was uns erwarten würde und plötzlich breitet sich unter den eigenen Füßen Sand aus, wir sehen ein großes Radio Eins Plakat, bunte Liegestühle, einige Menschen und natürlich afrikanische Musik.


Auf einer großen Fläche sind Liegestühle sowohl im Schatten als auch in der Sonne aufgestellt, neben ihnen große weiße Kisten zum Abstellen von Getränken. Es gibt eine Ecke für Kinder, einen Fußballplatz (mit gewissem Hinterhofflair) und eine coole Bar mit einer großen Getränkeauswahl (sowohl alkoholische Getränke als auch Säfte, Afri Cola etc.). Man kann ganz entspannt am Ufer der Spree liegen und dem Treiben der Boote im Schatten sitzend folgen, Beach-Volleyball spielen, zu dem finden ab und an auch Konzerte statt.

Die Besucher sind keiner Altersgruppe zuzuordnen, es ist jeder willkommen und die Atmosphäre ist äußerst nett, entspannt und einladend – und diese Liegestühle erst.

THE VERDICT: Wer also mit etwas Karibik-Feeling in Berlin einfach nur die Seele baumeln lassen will ist genauso richtig, wie derjenige, der Spaß mit Freunden haben möchte. Ich kann es nur empfehlen! 8 von 10 Sternen

Love, Katha