Schweiz-Reise #2: Luzern

Grüezi!

Zwar war ich nur kurz auf einen Abstecher in der Stadt Luzern, welche sich in der Zentralschweiz befindet, jedoch kann ich diesen Tagesausflug unmöglich auslasse – zumal es wirklich schön dort ist. Und wie immer kann ich nur sagen: Alles ist sehr sehr teuer, was ich bei meinem Mittagessen gut zu spüren bekommen habe.

Kaum in Luzern angekommen, fing es auch an zu regnen, zweitweise auch stark zu schütten. Die Menschen flüchteten in die zahlreichen Cafés und auf die berühmte überdachte Brücke: Die Kapellbrücke mit dem Wasserturm aus 1365 – davon, dass sie Anfang der 1990er fast vollständig abgebrannt ist und erneuert wurde, merkt man glücklicherweise kaum was, sondern fühlt sich direkt ins Mittelalter versetzt. Auf der Decke der Brücke befinden sich alte Gemälde (abgesehen davon mchte ich anmerken, wie genial die Idee von einer Brücke mit Dach ist!). Die Brücke ist nicht grundlos das Wahrzeichen der Stadt – obwohl sie sehr im Kontrast zum restlichen steht. Oder vielleicht gerade deshalb?

Mit Regenschirm und Kamera bewaffnet lief ich durch die wunderschöne historische Altstadt, die zweifelsohne ein Highlight für jeden Architekturliebhaber ist! Natürlich waren auch überall die zuckersüßen Fensterläden und Gebäude in einer Art Fachwerkhaus Stil – sämtliche Epochen bunt durchmischt und einfach schön anzusehen und wie an vielen Stellen in der Schweiz zieren Fahnen der Eidgenossenschaft die Fassaden. Zunfthäuser mit verschnörkelten Malereien und Schriften aber auch kleine Türmchen fehlten nicht.
Einerseits war es schön, die Altstadt recht leer zu sehen, da sich die Menschen ins trockene geflüchtet hatten (aka die vielen sehr teuren Restaurants, die aber wirklich schön und einladend aussahen) und so man viel mehr entdecken konnte und sich nicht durch Menschenmengen schieben musste, anderseits glaube ich auch, dass eine Stadt einem bei gutem Wetter noch mehr bezaubern kann.

Besonders gut gefiel mir aber dieser Misch-Masch aus alte süddeutsche Stadt mit schweizerischen Merkmalen in der Altstadt und in dem neueren Teil der Stadt die hohen imposanten Altbauten, die an die großen Einkaufsstraßen in Budapest erinnern.  Ich könnte wirklich ewig über die Architektur schwärmen! Wenn man einen kleinen Blick in den historischen Kern werfen möchte, braucht man auch keinerlei Nahverkehr, da sich alles vom Bahnhof Bern problemlos ablaufen lässt.

Hier ein paar Impressionen:

Wie gefühlt alles in der Schweiz, ist auch Luzern von Wasser und Bergen umgeben. Die Stadt liegt zwischen den Bergen Pilatus und Rigi und direkt am Vierwaldstättersee, man ist also in einem wunderschön malerischem Tal. Allein die Bahnfahrt aus Bern nach Luzern lockt nur so zum aus dem Fenster schauen und die satten, weiten grünen Wiesen anzustarren, in deren Hintergrund sich die hohen Berge zeichnen.

Ich habe definitiv längst nicht genug gesehen, die Stadt lädt wirklich zum schlendern ein und ich hoffe, ich bekommen irgendwann die Gelegenheit die wunderbare Natur und besonders den See in der Nähe mit eignen Augen zu bewundern.

Bald kommt Teil 3 mit einem kleinen Abstecher nach Italien!

Love, Katha

Schweiz-Reise #1: Bern und Laupen

Moinsen – oder lieber Grüezi?

Ein Grund für meine Abstinenz in der Bloggerwelt war eine Reise, eine ganz besondere und sehr erfüllende, in der Schweiz. Ich habe ein bisschen Zeit benötigt, um zu rekapitulieren, was ich erzählen möchte, denn meine Begeisterung ist so groß, dass ich kaum weiß, wie ich sie ausdrücken soll.

Die Schweiz, trotz dass sie unser Nachbarland ist, schien mir stehts merkwürdig fremd und fern. Politisch neutral, kein EU-Land, grüne Wiesen des Friedens, lustige Dialekte, grasende Kühe, die vier Sprachen, alles teuer, Volksentscheide und Heidi-Klischees – das war meine Vorstellung. Nach dieser wunderbare Reise wurde mir klar, wie wenig ich wusste.
Ich werde meine Reise in fünf Teile stückeln, damit ich jeden Ort, an dem ich war, richtig würdigen kann und im Details berichten, was ich alles gesehen und erlebt habe.

Meine Reise begann und endete in der alten Stadt Bern, die de-facto-Hauptstadt der Schweiz. Im Anfang Juni in der Schweiz zu reisen, ist eine wunderbare Sache, denn die Saison hat noch nicht ganz begonnen beziehungsweise an einigen Stellen gerade erst, die Städte sind noch nicht ganz voller Touristen und man kann getrost fotografieren, ohne sich durch Mengen zu quetschen, was mir nach meinen Erfahrungen im überfüllten Versailles und Zaandam etwas ist, was wichtig geworden ist.

Ein paar Dinge, die mich wirklich erstaunt und überrascht haben:

1. Die Aaare (Fluß) hat nicht nur eine unglaublich beunruhigende Geschwindigkeit, sondern ist kristallklar und hat einen wunderschön silbrig-türkisen Schimmer.

2. Teuer hat in der Schweiz noch einmal eine ganz neue Dimension. Für mich waren Großbritannien und Frankreich schon teuer, aber die Schweiz ist nochmal erschreckend teurer. Bern hat scheinbar neben Zürich und Genf die höchsten Lebenshaltungskosten weltweit (Quelle), es lohnt sich aber dort zu wohnen, um weiterzureisen. Ich kann wirklich nur empfehlen – wenn möglich -, viel selbst zu kochen und für unterwegs vorzubereiten (Abgepackte Supermarkt Sandwiches zwischen meist rund 6 Franken, ca 5.50 Euro).

3. Bern, sowie der Rest der Schweiz, ist ziemlich gut ausgeschildert, sauber und ordentlich (was mit anderen Hauptstädten in Europa, wie Brüssel, nicht mal ansatzweise vergleichbar ist). Ein schöner Nebenaspekt: Vor öffentlichen Toiletten in Zügen oder Restaurants muss man keine Angst haben.

4. Bern liegt 542 m über dem Meeresspiegel (Vergleich: Berlin je nach Ort zwischen 34-122 m) und besitzt dadurch wirklich imposante, Viadukt-anmutende Brücken, aber auch ordentlich viele Treppen und Wege, an denen es auswärts geht.

5. Besonders vom Bundeshaus aus, aber auch anderen Stellen, kann man in der Ferne bereits die ersten Berge der Alpen bestaunen. Ich bin auf dieser Reise sehr viel Zug gefahren und obwohl ich mir stehts vorgenommen hatte, zu lesen, konnte ich nicht anders, als wie gebannt aus dem Fenster zu sehen und die schneebedeckten Berge und die klaren Flüsse in der Ferne zu betrachten.

6. Die Luft is bereits in Bern deutlich besser als in Berlin oder vergleichbaren Städten.

Dinge, die ich wirklich empfehlen kann, in Bern zu sehen und die mich selbst bezaubert haben

  • Ein Spaziergang an der Aare
  • In den Rosengarten gehen, die Vielfalt der Blüten bestaunen und einmal Bern von oben mir Aare-Blick betrachen
  • Bundeshaus und das Wasserspiel auf dem Bundesplatz betrachten (und wenn es warm genug ist ins Wasser reinlaufen!)
  • Durch die historische Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe) gehen und die ca. 6 Kilometer lange Lauben betrachten mit den großen Fahnen aller Kantone und ab und zu auch einfach in Nebengassen gehen und wunderschöne Bauten und kleine Gärten betrachten.

Neben der Hauptstadt sah ich die schnuckelige Gemeinde Laupen, die auch im Kanton Bern liegt. Dabei ist die Altstadt ein kleine Traum aus alten Walserhäusern, vielen Blumen und Pflanzen, die üppig in Vorgärten, auf Fensterbrettern und Terrassen wuchsen im bunten durcheinander wie ein kleines Farbenmeer. Nicht nur in Bern, sondern auch in Laupen war gerade die Rose in ihrer Blüte und an vielen Hauswänden und Gärten zu bestaunen.
Nur zufällig waren wir in einer Empfehlung vom Swiss-Pass auf Laupen gestoßen, eine komplett untouristische Gemeinde (was sicherlich zum Charme beigetragen hat) einige Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Nicht mehr, als eine kurze S-Bahn-Strecke.


Wir liefen die Gässchen hoch zum bekannten Schloss der Gemeinde und trafen auf ein paar spielende Katzen, eine sehr freundliche alte Dame, die uns herzlich empfahl das älteste Haus (wohlgemerkt, nicht das Schloss) anzusehen, sowie einer alten Gärtnerin, die uns einlud ihren prächtigen Garten anzusehen und uns etwas über Laupen erzählte, wie beispielsweise, dass auf dem Weg neben ihrem Haus für jedes Kind (es wurde Anfang der 1990er eingeführt), welches dort geboren wurde, ein Stein gelegt wird. Wie schön es aussah, diese kleine Geschichte aus Steinen zu betrachten, zu schauen, ob es Geschwister gibt und ob jemand vielleicht am gleichen Tag wie ich geboren wurde (leider nein, nur 3 Tage vorher).
Diese Ruhe und Herzlichkeit die das leicht verträumte Laupen ausstrahlte, löste so eine warme Freude in mir aus. Vielleicht ist es ziemlich unspektakulär, dort zu leben, vor allem als geborene Großstädterin, aber ein wenig von einem fremden und neuen Eindruck mitzunehmen, besonders von der besonnenen Freundlichkeit der alten Gärtnerin, ist das schönste am Reisen. Man entdeckt und lernt stets was dazu.

Bald kommt Teil 2 zu Luzern, stay tuned!

Wart ihr schon ein mal in Bern? Oder in der Schweiz?

Love, Katha

Spring Faves #17

Moin!

Es ist wieder so weit, die letzten drei Monate sind wie im Flug vergangen und ich möchte meine Lieblinge dieses Frühlings zusammenfassen – Achtung, langer Post! Wie immer ist es bunt durchmischt und alles von musikalischen Highlights, meiner Lesestatistik und ein paar Dinge, die ich sehr gerne verwendet habe und empfehlen möchte, sowie meine Dresden-Reise sind dabei. Also hoffentlich für jeden was!

Empfehlungen

1. Calvin Klein Bralette in grau
Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann so eine Form von BH toll finden und tragen würde – aber ich bin positiv beeindruckt. Aus Jux anprobiert und sofort verliebt. Man bekommt recht guten Support (natürlich nicht, wie bei einem Bügel- oder Sport BH, aber für ein Bralette ziemlich gut), er ist super weich und angenehm zu tragen und zwingt mich ein bisschen – als positiven Nebeneffekt – zu einer geraderen Körperhaltung.

2. Cambridge Satchel Company Batchel in pine
Meine heiß-geliebte Uni-Tasche habe ich schon seit letztem Dezember, aber ich habe mir Zeit gelassen, um besser beobachten zu können, wie sich das Leder entwickelt und bin begeistert wie eh und je über meinen treuen Begleiter. Die vollständige Rezension gibt es hier.

3. Katlenburger Bowle To Go Pfirsich Geschmack
Bei einer kleinen Supermarkt Odysee im April sah ich diese putzigen kleine Flaschen und da ich generell alles mit Pfirsich Geschmack liebe, stand für mich sofort fest, dass ich dieses Getränk probieren muss. Stark mostig, aber trotzdem sehr erfrischend und süß. Natürlich ist frische Bowle ganz anders, so wie frischer Glühwein, aber für ein abgefülltes Produkt ist es sehr gut und ich habe mittlerweile den Supermarkt geplündert und mir einen kleinen Vortrag bereitgelegt für warme Sommerabende.

4. Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray
Zweifelsohne mein Lieblingsbuch in diesem Frühling (Lesestatistik s.u.). Die Entscheidung fiel gar nicht so einfach, aber zurückblickend hat mich dieser Klassiker schlichtweg am meisten beeindruckt. Oscar Wilde entpuppt sich hier als ein sehr amüsanter, zynischer und die Gesellschaft sehr gut beobachtender Autor mit einer außergewöhnlichen Geschichte, die nicht ohne Grund ein Klassiker der Weltliteratur geworden ist. Meine vollständige Rezension findet ihr hier.

5. Polaroid Postkarten
Sie sind überall in Berlin, von Touristenmotiven zu Geburtstagsgrüßen und Streetart ist alles dabei. Mittlerweile habe ich zwei weitere gekauft und damit mein Zimmer geschmückt.

6. Pastell Texmarker Stabilo Boss
Auf Instagram gesehen und sofort verliebt. Als ich sie zufällig bei einem Papeteriegeschäft für happige 1.50 Euro gesehen habe, war ich so aus dem Häuschen! Die Pastellfarbe ist meiner Meinung nach viel angenehmer, als intensive Neon-Farben, hebt aber trotzdem hervor.

7. Kurztrip nach Dresden
Einen Tag raus aus Berlin, fremde Luft atmen und die wunderschöne Altstadt dieser sächsischen Stadt bei reinstem Kaiserwetter beobachten. Ich kann einen Trip in diese bezaubernde Stadt wirklich weiterempfehlen. Für Impressionen und den vollständigen Bericht, bitte hier entlang. Ich werde definitiv noch mal Raus-aus-Berlin Beiträge möglich machen, weil es wirklich eine schöne Sache ist.

8. Peter Broderick beim XJAZZ Festival

Der Neo-Klassik-Komponist ist mir vor längerem mehr oder weniger durch Zufall auf Spotify als Empfehlung über den Weg gelaufen, aber seine ruhige und magische Musik konnte mich in den Bann nehmen. Umso glücklicher war ich, diesen besonderen Mann auf einem Konzert sehen zu können in einer genauso mysteriösen und modernen Location wie seine Melodien – in der Emmauskirche in Berlin Kreuzberg. Ein sehr sympathischer Komponist auf einem kleinen, intimen und sehr spirituellen Konzert.

9. La Grande Brasserie Tasse von Butlers
Merkt man ein bisschen, dass grün und grün-türkise Töne zu meinen Lieblingsfarben gehören? Die Tasse in Emaille-Optik ist jedoch aus spülmaschinenfester Keramik mit der Prägung „La Grande Brasserie“. Der Henkel ist sehr angenehm zu fassen.

10. Cowboy Inspired Ledergürtel von ASOS
Ich muss sagen, dass 25 Euro mit Versand ein bisschen mehr waren, als ich eigentlich zahlen wollte, aber so viel wie ich diesen Gürtel trage, zahlt es sich zweifellos aus. Nur eine Sache sei gesagt: Die Größenauswahl bei ASOS ist eine Katastrophe, ursprünglich habe ich ihn von der Größe her gekauft, damit er mit um die Taille passt, und da habe ich mich zwischen zwei Größen bewegt, mich für die kleinere entschieden. Nun passt er allerdings glücklicherweise auch um meine wesentlich breitere Hüfte und ist um die Taille fast zu groß?!

11. Kinobesuch: Die Schöne und das Biest
Mein Kino-Highlight und ein Film, auf den ich mich schon länger gefreut habe, ist die neue Disney Verfilmung zu dem Märchen-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ – diesmal jedoch mit Darstellern und nicht animiert. Ein bunter Spaß mit altbekannten Songs, eine wunderbare Hauptdarstellerin und wirklich überaus liebevoll gemacht, den ich nur empfehlen kann! Natürlich habe ich den Film in ganzer Länge rezensiert, was direkt hier zu finden ist.

12. Pigment Liner Staedler
Warum habe ich nicht schon viel früher von diesen genialen Stiften gehört, war mein erster Gedanke, als ich sie in meinem Lieblingskünstlerbedarf entdeckte. Für mich erfüllen sie jedenfalls einen absoluten Traum: Es gibt 0,05 cm breite, die für sehr dünne Linien sorgen, die Stifte sind auf Papier wasserfest und bluten auch nicht, beim Auftragen kommt stets gleich mäßig viel Farbe raus. Ich liebe sie!

13. Magnolie Pistazie Duschgel Dove
Wunderbar duftend, cremig und hinterlässt die Haut mit einem erfrischen und nicht ich zu trockenen Gefühl. Die dazugehörige Bodylotion ist auch nett, hat aber einen sehr starken und intensiven Duft, der alles übertönt, im Gegensatz zu dem milchigen Duschgel.

Was ich im Frühling gelesen habe

Ich weiß, ich weiß. Manche lesen so viele Bücher in einem Monat – ich brauche länger! Nichts desto weniger habe ich zwei sehr gute Bücher gelesen (9 Sterne) und zwei ebenfalls ziemlich gute (8 Sterne), die ich wirklich empfehlen kann.

Musikalische Highlights

Ich hatte aber nicht nur ziemlich viele Favoriten, sondern auch einige musikalische Highlights, die ich stundenlang auf und ab gehört habe.

Ich habe über die letzten zwei Beiträge dieser Art festgestellt, dass sie meistens ziemlich lang werden (und ich weiß auch, dass viele so lange Posts überhaupt nicht lesen wollen, aber darum geht es mir eher weniger), da sich über die Zeit viel kumuliert und entsprechend überlege ich, ob ich anstelle der „Jahreszeit“, also drei Monate, zwei  Monate wähle, da einer, wie ich es früher gemacht habe, mir auch nicht ganz gefallen hat, weil ich nicht genug Zeit hatte, um einen ordentlichen Beitrag zu machen. Was sagt ihr dazu?

Love, Katha

Raus aus Berlin #2: Kurztrip nach Dresden

Moinsen!

Nach meinem Tagesausflug nach Husum im Januar, spürte ich wieder das Bedürfnis dem Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen, den Kopf wo anders frei zu bekommen und sich von etwas inspirieren zu lassen, was man noch nicht gesehen hat.

Diesmal fiel meine Wahl auf etwas größeres: Dresden.

KURZ GESAGT: Einfach mal durch eine fremde Stadt laufen, ein bisschen von ihreM Flair schnuppern und frei von Alltäglichem sein, ein bisschen Fotografieren, im Park in der Sonne lesen, durch die historische Altstadt bummeln und den Straßenmusikern lauschen und natürlich lecker Essen gehen!

Wir hatten wirklich Glück gehabt, einen Tag mit absolutem Kaiserwetter zu erwischen: Sonnenschein und tolle Temperaturen, bei denen man sehr gut draußen sitzen konnte und die Sonnenstrahlen das Gesicht streichelten. Teils waren mein Freund und ich wirklich am Schwitzen und erinnerten uns gegenseitig lachend, wie bitter wir doch in Husum gefroren haben.

Als kleinen Disclaimer möchte ich anmerken, dass ich bei diesen „Ich muss mal raus aus Berlin-Trips“, nicht unbedingt in Museen gehe – auch wenn Dresden großartige und verlockende Galerien hat – sondern einfach fremde Luft schnuppern möchte und mich in einer fremden Stadt verlieren und verlieben möchte, ohne mir Stress zu machen, was ich alles sehen muss. Deshalb lief ich auch einfach gut 6 Stunden wild durch die Gegend, saß am Ufer der Elbe und erfreute mich einfach meiner (BewegungS)Freiheit – ich kann es wirklich sehr empfehlen, ab und zu ein anderes Stadtbild zu sehen!

Hier ein paar Impressionen:

Besonders positiv aufgefallen waren mit einige Schilder in der Innenstadt, wie an der Semperoper oder der Kunstakademie, die in großer Schrift darauf hinwiesen, dass diese Stadt in den Zeiten, wo rechtspopulistisches Denken am Aufmarsch ist, offen bleiben muss und diese Bewegung nicht tolerieren darf. Wie großartig (und wichtig!) ist so ein Statement!

Ebensfalls großartig war die Musikalität der Stadt, egal ob man im Café saß oder auf dem großen Platz vor der Frauenkirche schlenderte – überall tönte ziemlich gute Musik: Von Akkordeonspielern mit beeindruckend vierseitigem Repertoire, über einen Indie-Gitarrenspieler und Klavierspieler, zu einem Bläserquartett.

Aber ein bisschen Tourismus musste sein und so saßen wir in der berühmten Frauenkirche und betrachten den wunderbaren Prunk des Barocks. Mittlerweile habe ich – besonders als ich in Rom war – einige Kirchen von innen und außen betrachten dürfen und auch diese hat mich wirklich beeindruckt. Auch der Platz mit der Statue Martin Luthers war sehr schön – und wirklich gut voll, man hat richtig das Leben der Stadt spüren können, wo Einheimische und Touristen aufeinandertreffen.

Und ganz allgemein gesprochen blühte mein Herz bei dieser bezaubernden und teils wirklich so hervorragenden Altstadt einfach nur auf: Alte, wunderschöne Bauten, kleine süße Gassen und wunderbare, prächtige Leuchter wohin das Auge nur reicht! Zweifellos ein kleiner Himmel für mich!

Abends ließen mein Freund und ich unseren kleinen Trip mit zwei leckeren Getränken und richtig tollen Burgern in einer ziemlich großen Bar/Restaurant namens „Alex“ mitten in der Altstadt ausklingen – und dazu noch mit permanenten Sonnenschein, der nur spät abends durch ein minimales Nieseln unterbrochen wurde. Wir hatten vorher noch nie etwas von dieser Bar gehört, aber die Größe und die Werbung für deren Webseite ließ vermuten, dass es sich um eine Kette handeln würde. Und so ist es! Allerdings muss gesagt sein, dass es für eine Kette und auch allgemein betrachtet, eine ziemlich gute Bar ist mit wirklich freundlicher Bedienung. Irgendwann muss mal in Berlin vorbei geschaut werden, ob es genauso toll ist wie Dresden!

Gibt es ein Fazit? Wenn überhaupt, dann nur, dass ich gerne wiederkommen möchte, um Museen zu besuchen, ein paar einheimische Bars kennenzulernen, wieder an der großartigen Elbe entlang zu spazieren und noch besser mit Dresden vertraut zu werden, denn es hat mir sehr gut gefallen.

Wart ihr schon mal in Dresden? Und an Einheimische: Ich freue mich über künftige Tipps für Dresden!

Love, Katha

Schwarzes Café

Wo? Kantstraße 148, 10623 Berlin
Wann? 24/7
Was? Drinks, Heißgetränke und Sandwiches
Preise? Moderat, Cocktails etwas gehobener
Zahlen? Bares ist wahres
Webseite:schwarzescafe-berlin.de

Wenn man von angesagten und tollen Bars oder Cafés redet, fällt häufig der Name des Schwarzen Cafés – diesem Hype wollte ich auf den Grund gehen.

Das Schwarze Café versucht überall düster und extravagant zu sein – leider auch auf den Toiletten. Denn auch wenn ich das Schwarze ab und zu besuche, versuche in den Gang zu vermeiden. Mir graust jetzt schon davor… Gut, das Ambiente mutet modern an, aber dass es ein Fensterchen zwischen den Toilettenkabinen gibt, um seiner Nachbarin zuzuschauen oder das die Türen einen Handbreiten Spalt an beiden Ende aufweisen, so dass man auch in die Kabine von außen reinschauen kann, wenn einem das beliebt, finde ich absolut grässlich – mal abgesehen davon, dass es nicht besonders sauber war.

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Die Besucherzahlen schwanken dadurch, dass das Cafe 24/7 auf hat, lockt es spät nachts beziehungsweise morgens die Gestalten an, die noch in aller frühe alkoholisches konsumieren wollen. Das Café ist selten leer, meistens sehr oder auch sehr sehr gut besucht und besonders wenn man mehr als 3 Personen ist, bietet es sich an, vorher zu reservieren.

Zum Service: Manchmal wartet man lang, obwohl nicht viel los ist, manchmal hat man eine sehr unfreundliche Bedienung, manchmal geht es recht schnell und recht freundlich. Es ist aber generell eher kühl und unpersönlich, was man eher von einer Kette kennt – oder einem Laden, dem seine Coolness ein bisschen zu Kopf gestiegen ist.

Die Getränke jedoch (und der Grund, weshalb man dort hingeht) besonders die heiße Schokolade und die Cocktails  sind gut, aber im Vergleich zu anderen preislich ähnlichen Bars nichts besonderes. Man zahlt auch für den Namen, die Lokation und den Ruf des Schwarzen Cafes. Natürlich, es ist beliebt (und oft unter den Top Bars in Berlin zu finden) und praktisch neben dem Zoo hervorragend zu erreichen und noch immer günstiger, als andere beliebte Bars in dieser Gegend, aber ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mir ein bisschen überzogen.
Drei Euro für eine Heiße Schokolade, die man in wenigen Schlücken wegtrinkt und zur Hälfte aus Sahne besteht? Vielleicht bin ich ein knauseriger Student, aber wenn man bessere Orte kennt, muss man, finde ich, Punkte abziehen statt sich vom Glanz blenden zu lassen. Ein gutes Beispiel ist für mich „An einem Sonntag im August„, welches ähnliche Preise hat, aber viel angenehmere Bedienung, tolles Ambiente und qualitativ hochwertigere Getränke.

Zugegebenerweise, es ist ein guter Ort, um Sonntag-Abend in der Innenstadt bzw dem westlicheren Berlin etwas trinke zu gehen und die Auswahl ist auch sehr anständig. Aber es zieht mich dennoch nicht dahin. Ich erkenne nicht das besondere und außergewöhnliche, was man diesem Laden nachsagt – leider. Man kann hingehen, muss aber nicht. Es gibt ruhigere Cafes und Bars, wo man sich nicht anschreien muss und trotzdem gut trinken kann.

THE VERDICT: Ein solider Ort, um etwas trinken zu gehen mit guter Auswahl bei etwas erhöhten Preisen und einer sehr verstörenden Toilette. Das Ambiente ist namensgebend schwarz. Den Anreiz bieten die Öffnungszeiten, aber bei weitem kein herausragender Ort. 6 von 10 Sternen.

Love, Katha

Meine Cambridge Satchel Company Batchel

Moin Moin!

Heute mal etwas ganz anders: schon etwas länger bin ich total aufgeregt einer meiner absoluten Lieblingsstücke vorzustellen: Eine Batchel von der Cambridge Satchel Company! Aber um sie wirklich gut rezensieren und vorstellen zu können, habe ich ein paar Monate gewartet, um genauer beobachten zu können, wie sie sich trägt und sich das Leder entwickelt. Fest steht, wie schon im Moment, als ich sie ausgepackt habe, dass ich sie absolut liebe!

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Was für eine Tasche habe ich?

Eine Batchel (15 inch) von der Cambridge Satchel Company in der Farbe „pine“ mit goldener Hardwear.

Bei den klassischen Modellen, welche die CSC anbietet, kann man grob zwischen zwei Modellen unterscheiden: Satchel und Batchel. Letztere ist wie die Satchel, bloß dass sie die größte Tasche ist mit 15 Inch und zusätzlich noch einen Griff oben besitzt – und dadurch etwas mehr kostet.
Für mich lohnt sich dieser Griff total, da wenn man sich mal durch eine Menge kämpfen muss einfach den Griff nehmen kann, ohne andere Menschen umzuschleudern oder wenn sie nicht die ganze Zeit auf einer Schulter tragen will, schlichtweg tragen kann.
Bei dem Leder handelt es sich um echtes Glattleder, welches dunkelgrün gefärbt ist. Ab und zu las ich im Internet von Farb-Transfer, was bei mir aber absolut nicht der Fall war. Die Taschen werden in Großbritannien handgefertigt und das Leder stammt aus der EU.

Preise / Zahlen / Shipping Erfahrung

Die Batchel kostet auf der Webseite der CSC aktuell 225 Euro – was auf jeden Fall eine Menge Geld ist. Im Vergleich dazu kostet die 15 Inch Satchel (Also ohne den Griff) 205 EuroDie Gute Nachricht ist, dass die CSC immer mal wieder Aktionen hat, die Gratis Shipping, Gratis Prägung oder Rabatte beinhalten. Für mich war es eher zufällig, dass ich letztes Jahr zum Blackfriday hineingeschaut habe und die perfekte Tasche für „nur“ 180 Euro. Es lohnt sich also, Ausschau zu halten.

Online kann man via Visa, Amex, Mastercard, PayPal, UnionPay und Alipay bezahlen.

Sobald man mehr als 100 Pfund zahlt, ist das Shipping kostenlos, was im meinem Falle zu traf, sonst hätte ich leider noch 5,50 Pfund Porto bezahlen müssen. Glücklicherweise lief alles wie am Schnürchen: Sonntagabend bestellt, kam Montag die Nachricht, dass die Tasche bearbeitet würde und dann losgeschickt. Am Donnerstag hieß es vom DPD das sie innerhalb eines einstündigen Zeitraumes ankäme und voilà! Am Freitag hatte ich schon meine Tasche. Sie kam mit einem Stoffbeutel, in der man sie aufbewahren kann, wenn man sie nicht trägt.

Ich muss an dieser Stelle die Webseite für ihre wunderbare Ausführlichkeit und das kundenfreundliche Layout loben. Toll ist, dass es sehr viele Infos gibt, sowohl zu der Geschichte von CSC, bezüglich des Customer Services natürlich, der Herstellung der Taschen, was reinpasst und wie man sich um seine Tasche kümmern kann.

Was passt rein? Für wen ist die Tasche geeignet?

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Meistens nehme ich tatsächlich all das mit, was hier zu sehen ist (ob man es glaubt, oder nicht, es passt all das rein , man muss sich nur daran gewöhnen, etwas Tetris-ähnlich vorzugehen. Ich besitze zwar einen Laptop  (15.6 Zoll, einige Jahre alt und kaputter Akku), bringe ihn aber nicht mit zur Uni, was vor allem mit dem Gewicht und dem Akku zu tun hat. Aber prinzipiell würde ein 13 Zoll Laptop zweifelsohne reinpassen.

Ansonsten im großen Kompartiment: Kalender, ein Taschenbuch (ich versuche möglichst dünne Bücher unterwegs zu lesen und Hardcover zu Hause), ein Regenschirm, A4 Collegeblock, eine Banane, 0,5 oder 0,75 Liter Wasserflasche, Federmäppchen, Banane, Müsliriegel und  bei schwankendem Wetter einen Schal, den ich meistens auf alles drauf lege, bevor ich die Tasche schließe.

Im kleinen Kompartiment sind die Dinge, an die ich im Zweifelsfall schnell rankommen möchte: Schlüssel, Taschentücher, Kopfhörer, Portemonnaie und ab und zu Lippenstift.

Einen Vorteil hat diese Tasche: Durch diese Kompartiment ist man ein bisschen gezwungen systematisch und ordentlich vorzugehen, damit alles, was man benötigt auch hineinpasst. Gleichzeitig findet man alles, was man benötigt aber auch sofort. Mein Handy habe ich meistens in meiner Jackentasche, aber natürlich passt es auch hinein.

Aber natürlich wird die Tasche, die ohnehin ein Grundgewicht hat, was aber für eine Ledertasche tatsächlich nicht schwer ist, mit jedem Objekt schwerer. Mein Inhalt schwant natürlich von Tag zu Tag, manchmal packe ich einen extra Jutebeutel ein oder ein Kosmetiktäschen. Aber ich muss sagen, für das Unileben ist sie wirklich gut geeignet. In der Schule, wo man teils dicke Bücher und eine Lunchbox (bei mir gab es keine Mensa!) mitbringen musste, hätte ich niemals diese Tasche benutzen können. Dementsprechend denke ich, muss man wirklich der Typ sein, für den es ok ist, eine Tasche ordentlich zu packen. Für mich ist sie großartig!

Außerdem man muss mit der eher aufwendige Schließweise gewöhnen. Das Leder brach nach einigen Wochen, so dass es nicht mehr so steif war, wie am Anfang, natürlich sie die Tasche dadurch „genutzt“ aus, aber nicht abgenutzt. Das ist die natürliche Entwicklung von Leder und es zeigt für mich eigentlich nur, wie sehr ich meine Tasche liebe.

Cost per Wear – Lohnt sich der Kauf?

Eine wichtige Frage ist natürlich angesichts des Preises, ob sich der Kauf lohnt. Für mich ist es auf jeden Fall so, aber ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder der Typ für eine Batchel oder Satchel ist (hier sei angemerkt, dass CSC auch andere Typen an Taschen anbeiten).
Wie oben schon erwähnt, passt für mich alles rein, was ich für die Uni benötige. Das Leder ist am anfangs sehr steif, trägt sich aber nach einigen Wochen gut ein und allgemein fühlt sich sie Tasche wirklich hochwertig an.

Besonders die Tatsache, dass sie handgefertigt wird in Großbritannien und dass es viele Informationen zum Hertsellungsprozess gibt, zeigt, dass es sich hier auf keinen Fall um eine süd-ost-asische Ausbeutung handelt, was mir schon mal ein besseres Gefühl als Kunde gibt.

Ich besitze diese Tasche seit Anfang Dezember 2016 und habe sie fast jeden Tag, den ich zur Uni gehen musste und manchmal auch nur, wenn ich unterwegs war, getragen. Und dieser dunkelgrüne Ton, der je nach Licht bläulich oder etwas schwärzlich glänzt gefällt mir besonders gut. Anfangs hätte ich lieber silberne Hardwear gehabt, weil ich Gold stets etwas „flashy“ finde, aber es ist nicht so auffällig, dass es einem ins Auge sticht, mittlerweile gefällt es mir aber, weil das grün dadurch ein bisschen wärmer wirkt.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich meine Batchel liebe und fast nur noch trage. Für mich erfüllt sie nicht nur das, was ich mir von einer Umhängetasche wünsche, sondern sieht auch sehr gut aus.

Love, Katha

100 Bücher, die ich lesen möchte

Inspiriert von Elenas Beitrag vom Blog Emerald Notes, habe ich beschlossen eine Liste mit 100 Büchern, die mich sehr interessieren und ich unbedingt lesen möchte, zu erstellen. Eigentlich hatte dieser Liste schon Anfang dieses Jahres ein zu Hause in meinem Bullet Journal gegeben, aber ich dachte, es wird mal Zeit die zu veröffentlichen und mit meinen Lesern zu teilen – vielleicht hat es einen fördernden Effekt?

Ich habe in den vergangenen Jahren dank Schule und einfach aus Neugier einige Klassiker der deutschen und englischen Literatur schon gelesen, aber manches auch noch nicht geschafft. Sicherlich werden sich einige wundern, wie ich es bisher nicht geschafft haben kann dieses eine besonders großartige Buch zu lesen oder weshalb andere wichtige Klassiker hier nicht vorhanden sind – manche habe ich bereits gelesen, andere interessieren mich einfach nicht. Ich bitte in dieser Hinsicht einfach um Nachsicht – jeder hat einen anderen Geschmack und hier ist eine kleine Auswahl meiner Ideen.

Ich werde diese Liste regelmäßig updaten und freue mich natürlich auch schon auf Kommentare, Anregungen und weitere Leseideen von unvergesslichen, wichtigen und berührenden Büchern.

Aber nun zur Liste!

  1.  1984 – George Orwell
  2.  20.000 Meilen unter dem Meer – Jules Verne
  3. Abbitte – Ian McEwan
  4. Agnes Grey – Anne Brontë
  5. Alles Licht, das wir nicht sehen – Anthony Doerr
  6. Anna Karenina – Leo Tolstoi
  7. Anne auf Green Gables – Lucy Maud Montgomery
  8. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Marcel Proust
  9. Auf verschlungenen Pfaden – Thomas Hardy
  10. Aus dem Leben eines Taugenichts – Joseph von Eichendorff
  11. Bildnis einer Dame – Henry James
  12. Bleak House – Charles Dickens
  13. Candide oder der Optimismus – Voltaire
  14. Cranford –Elizabeth Gaskell
  15. Das Bildnis des Dorian Gray – Oscar Wilde (Rezension)
  16. Das Herz ist ein einsamer Jäger – Carson McCullers
  17. Das Phantom der Oper – Gaston Leroux
  18. David Copperfield – Charles Dickens
  19. Der Alchimist – Paulo Coelho
  20. Der alte Mann und das Meer – Ernest Hemingway
  21. Der Besuch der alten Dame – Friedrich Dürrenmatt
  22.  Der Gefangene von Zenda – Anthony Hope (Rezension)
  23. Der Gesang vom großen Feuer – Sebastian Faulks
  24. Der Glöckner von Notre Dame – Victor Hugo
  25. Der Graf von Monte Christo – Alexandre Dumas
  26. Der große Gatsby – F. Scott Fitzgerald
  27. Der Herr der Ringe – J. R.R. Tolkien
  28. Der letzte Tycoon – F. Scott Fitzgerald
  29. Der Name der Rose – Umberto Eco
  30. Der Prozess – Franz Kafka
  31. Der Schimmelreiter – Theodor Storm
  32. Der Tod in Venedig – Thomas Mann
  33. Der Zauberberg – Thomas Mann
  34. Die Elenden – Victor Hugo
  35. Die Frau in Weiß – Wilkie Collins
  36. Die Herrin von Wildfell Hall – Anne Brontë
  37. Die Kameliendame – Alexandre Dumas
  38. Die Pickwicker – Charles Dickens
  39. Die Räuber – Friedrich Schiller
  40. Die rote Postkutsche – Gyula Krudy
  41. Die Schachnovelle – Stefan Zweig
  42. Die Sterne von Eger – Géza Gárdonyi
  43. Die unendliche Geschichte – Michael Ende
  44. Die Zeitmaschine – H. G. Wells
  45. Dracula – Bram Stoker
  46. Eine Geschichte zweiter Städte – Charles Dickens
  47. Eine Passage nach Indien – E.M. Forster
  48. Emma – Jane Austen
  49. Entweder – Oder – Sören Kierkegaard
  50. Evelina – Fanny Burney
  51. Frankenstein – Mary Shelly
  52. Gottes Werk und Teufels Beitrag – John Irving
  53. Hamlet – William Shakespeare
  54. Harte Zeiten – Charles Dickens
  55. Heidi – Johanna Spyri
  56. Herz der Finsternis – Joseph Conrad
  57. Im Westen nichts Neues – Erich Maria Remarque
  58. Irrungen, Wirrungen – Theodor Fontane
  59. Ivanhoe – Sir Walter Scott
  60. Jenseits von Eden – John Steinbeck
  61. Klein Dorrit – Charles Dickens
  62. Krieg und Frieden – Leo Tolstoi
  63. Lady Audleys Geheimnis – Mary Elizabeth Braddon
  64. Little Women – Louisa May Alcott
  65. Mansfield Park – Jane Austen
  66.  Maria Stuart – Stefan Zweig   (Rezension)
  67. Middlemarch – George Elliot
  68. Mrs Dalloway – Virginia Woolf
  69. Narziss und Goldmund – Hermann Hesse
  70. Nicholas Nickleby – Charles Dickens
  71. Norden und Süden – Elizabeth Gaskell
  72. Northanger Abbey – Jane Austen
  73. Oliver Twist – Charles Dickens
  74. Parade’s End – Ford Madox Ford
  75. Pelle, der Eroberer – Martin Andersen Nexø
  76. Per Anhalter durch die Galaxis – Douglas Adams
  77. Rebecca – Daphne du Maurier (Rezension)
  78. Reise in 80 Tagen um die Welt – Jules Verne
  79. Richard III – William Shakespeare
  80. Romeo und Julia – William Shakespeare
  81. Schöne neue Welt – Aldous Huxley
  82. Siddhartha – Hermann Hesse
  83. Steppenwolf – Hermann Hesse
  84. Stine – Theodor Fontane
  85. Sturmhöhe – Emily Brontë
  86. Tschick – Wolfgang Herrndorf
  87. Tess – Thomas Hardy
  88. Testament of Youth – Vera Brittain
  89. Tom Jones: Die Geschichte eines Findelkindes – Henry Fielding
  90. Ungeduld des Herzens –Stefan Zweig
  91. Verstand und Gefühl – Jane Austen
  92. Viel Lärm um Nichts – William Shakespeare
  93. Vilette – Charlotte Brontë
  94. Wer die Nachtigall stört – Harper Lee
  95. Wiedersehen in Howards End – E.M. Forster
  96. Wiedersehen mit Brideshead – Evelyn Waugh
  97. Wilhelm Tell – Friedrich Schiller
  98. Zärtlich ist die Nacht – F. Scott Fitzgerald
  99. Zeit der Unschuld – Edith Wharton
  100. Zimmer mit Aussicht – E.M. Forster

Aktueller Stand 5/100

Love, Katha

Café Anna Blume

Wo? Kollwitzstraße 83, 10435 Berlin
Wann? Mo-So, 8-22 Uhr
Was? Kafffee, Kuchen, Brunch und nebenan Blumen
Preise?  Etwas gehoben
Zahlen? Bar und mit Karte
Webseite: cafe-anna-blume.de

Ein großes und belebtes Café voll Blumen und die Wände hier sind bemalt mit Jugendstil-Motiven. Diese Oase in Prenzlauer Berg ist ein Ort, wo man sich hervorragend den Bauch vollschlagen kann, so toll, dass aber auch unglaublich viele andere Menschen davon wissen und es meistens brechend voll ist (besonders Brunch am Wochenende, da darf man auch gerne mal anstehen). Ich mag dieses Café wirklich gern, weshalb ich es auch hier vorstellen möchte, aber manchmal ist es einfach schade, dass es so „gehyped“ wird und man nicht in Ruhe seine Torte genießen kann. Aber ich denke auch, dass das sehr abhängig vom Wochentag und der Uhrzeit ist.

Dennoch muss ich trotz Wartens gestehen, das Brunchen lohnt sich! Die sogenannte „Étagère“ bietet dabei das Kronjuwel des Cafés – und das wahrlich nicht ohne Grund: diese Platte aus Käse, Obst, Gemüse, Wurst, Fisch und Fleisch ist nicht nur verdammt lecker, sondern macht wirklich satt. Selbst wenn man zu zweit ausgehungert dahin geht mit gutem Hunger, bekommt man nimmer nicht alles runter, so rechnet sich, vor allem wenn man sie sich zu zweit oder zu dritt teilt, die Étagère für rund 20 Euro. Trotzdem ist es natürlich mehr ein Ausnahme-Frühstück und ohne jeden Zweifel verlässt man diesen Laden meist, indem man ein bisschen mehr dort gelassen hat, als man wollte. Anna Blume ist für mich ein besonderes Café, wo ich dann und wann gerne vorbeischaue – aber keins für mehrmals die Woche besuche oder einen soliden Kaffee zum Mitnehmen.

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Apropos satt, selbiges gilt für die köstlichen Kuchen und Torten. Die deftigen Preise rechtfertigen sich nicht nur durch den Geschmack, sondern dass man nach einem Stück schlichtweg pappsatt und zufrieden ist! Doch auch an anderen Orten wie der Kaffeerösterei Pakolat in der Nähe und dem Spandauer Kaffee 26 kann man hervorragende, leckere Kuchen und Torten bekommen zu teils günstereen Preisen und deshlab muss ich hier ein bisschen etwas abziehen, weil ich auch Alternativen kennen, die mich mehr überzeugen.

THE VERDICT: Das wunderschöne Café wird seinem Ruf gerecht und lockt nicht ohne Grund: Eine angenehme Atmosphäre und hervorragendes Brunch, tolle qualitativ hochwertige Torten  und leckere Getränke. Nur ist leider oft voll, aber das Warten auf einen Platz lohnt sich definitiv! 8,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

 

Lieblingstees

Auch wenn es langsam Frühling wird, finde ich, dass es stets Zeit für einen guten Tee ist und vor allem, nachdem ich auch diesen Winter an Schnupfen und Grippe nicht vorbeigekommen bin, kann ich sagen, dass ich dementsprechend erst wirklich meine Tees testen konnte!

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1. Yogi Tea „Halswärmer“
Inhalt: Süßholz, Fenchel, Thymian

Wie der Name schon suggeriert, ist der „Halswärmer“ ein idealer Tee bei Erkältung. Obowohl ich zugeben muss, dass er anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war – der Fenchel ist ziemlich intensiv -, half er mit ein bisschen Honig hervorragend bei Halzskratzen. Eher ein nützlicher Tee, als ein delikater.

Empfehlung für: Yoga-Fans und Winter-Erkältung

2. La Via del Te  „Viaggio in Persia Shahrazad“
Inhalt: Schwarzer Tee, Papaya, getrocknete Erdbeeren, Aromastoffe

Bei diesem Tee muss ich wirklich aufpassen, dass ich den losen Tee nicht zu lange ziehen lasse, weil der Tee schnell bitter werden kann. Wenn man jedoch den richtigen Moment erwischt..

Empfehlung für: Schwarze-Tee-mit-gewissem-Etwas-Fans

3. Urban Tea Garden „Paramaribo Peach“
Inhalt: Oolang Tee, Apfel, Pfirsich, Ringelblume, Pfirsicharoma

Dieser Tee schmeckt nach Sommer! Frisch, hell und hervorragende Qualität. Ich hab ihn zufällig bei TK Maxx für einen absoluten Spottpreis entdeckt, doch die Teeblüten gehen hervorragend auf und verbreiten ein intensives Aroma. Sehr empfehlenswert!

Empfehlung für: Früchteteelieberhaber

4. Kusmi Tea „Anastasia“
Inhalt: Earl Grey, Zitronen- und Orangenblüten

Earl Grey etwas feiner und blumiger? Die frische, liebliche Mischung „Anastasia“ gibt dem schwarzen Tee eine Leichtigkeit, ohne dass der Earl Grey verloren geht. Hier muss man nur darauf achten, dass man den Tee niemals zu lange ziehen lässt!

Empfehlung für: Teeliebhaber

5. Kusmi Tea „Detox“
Inhalt: Maté, grüner Tee, Zitronengrass

Mein ultimativer Kopfschmerztee, entgiftend und wohltuend. Auch wenn ich nicht der größte Mate-Fan bin, überzeugt mich dieser Tee durch seine belebende Wirkung – auch beim nächtlichen Durchpauken.

Empfehlung: Mate-Alternative-Sucher

6. Løv Organic „Løv is Beautiful“
Inhalt: Weißer Tee, grüner Tee, grüner Rooibos, Mango-, Ananas-, Pfirsichstücke

Einer meiner Lieblinge für den Morgen: fruchtig, leicht süß und erfrischend mit einem Kick guter Laune. Die Blüten des Tees gehen leider nicht so extrem auf wie die des Urban Tea Gardens und hinterlassen am Boden der Tasse leider immer Krümmel, aber im Anbetracht wie lecker der Tee ist, macht es mir nichts aus. Ich freue mich schon, mehr von dieser Marke zu probieren.

Empfehlung für: Jeden

7. Yogi Tea „Classic Chai“
Inhalt: Zimt, Kardamon, Ingwer, Nelken, schwarzer Pfeffer

Einer meiner Lieblingstees für den Winter, wenn ich mal richtig Energie brauche oder an einer Erkältung leide. Dieser sehr würzige Tee, den ich gern mit Milch und /oder Honig trinke und der wortwörtlich von innen wärmt und Kraft gibt.

Empfehlung für: Würze-liebhaber

8. Kusmi Tea „St. Petersburg“
Inhalt: Schwarzer Tee, Bergamot, rote Früchte, Karamel

Ähnlich wie bei Anastasia ist auch dieser Tee einer, wo man aufpassen muss, dass er nicht überzieht, sonst ist er sehr bitter. Erwischt man den richtigen Moment, so wird man bekannt mit einem winterlich würzigem schwarzen Tee.

Empfehlung für: Schwarzteefans

9. Wittard of Chelsea „Afternoon“
Inhalt: schwarzer Tee

Eine warme Tasse englischer Tee im Wintergarten, in der Bibliothek, auf dem Balkon. Es gibt einen Grund, weshalb die Briten ihren späten Nachmittag mit einer Tea Time und einem gebührenden Tee zelebrieren. Schwarz, mal anders.

Empfehlung für: Teeliebhaber und Großbritannienfans

10. Ricola „Schweizer Kräutertee“
Inhalt: Pfefferminze, Ysop, Zitronenthymian, Salbei, Kamille, Brennessel, natürliches Aroma

Ricola macht Tees? Und ob! Ähnlich wie die Ricola-Bonbos schmeckt dieser Kräutertee nach einer üppigen Wiese voller Blumen und anderer Schätze. Besonders bei Erkältungen tut er enorm gut – einziger Nachteil: Bisher leider nicht (nach meinem Kenntnisstand) in Deutschland erhältlich.

Emüfehlung für: Erkältung

11. Greenfield „Redberry Crumble“
Inhalt: schwarzer Tee, Zimt, Preiselbeere, schwarze Johannisbeere, Orangenblüten, Aroma

Der Name macht schon skeptisch: Kann ein Tee nach Keks schmecken? Auch, wenn ich nicht der größte Fan von künstlichen Aroma bei Tees bin, dieser allerdings hat mich überzeugt. Er schmeckt tatsächlich nach Keks und Früchten und es wirkt ein bisschen, als ersetze man das Naschen durch das Trinken.

Empfehlung für: die Winterzeit

12. Whittard of Chelsea „Darjeerling“
Inhalt: schwarzer Tee

Einen klassischen Darjeerling bekommt man eigentlich überall, aber nach testen und probieren von verschiedenen Teeherstellern, merke ich einfach, dass ich stets auf diesen einen Tee zurückkomme.

Empfehlung für: Menschen, die es klassisch mögen

13. Kusmi Tea „Prince Wladimir“
Inhalt: Schwarzer Tee, Zitrusfrüchte, Bergamot, Vanille, Gewürze, Grapefruit

Neben Anastasia ein weiterer wichtiger Klassiker in der Kusmi-Familie. Anders als die beiden oben genannten Tees ist dieser ein sehr würziger, aber durch die Zitrusnoten auch sehr erfrischender Tee, der einen im Winter richtig schön wärmt.

Empfehlung für: die kalten Monate

Ich hoffe, ich konnte Teeliebhaber und solche, die es noch werden wollen, zum Trinken einer dieser Tees inspirieren. Was Kusmi und Løv angeht, gibt es in einigen Städten Deutschlands Läden, wo man die Tees auch probieren kann, was eine schöne Idee ist oder Geschenkpackungen, wo man das gesamte klassische Sortiment durchprobieren kann.

Ich freue mich natürlich auch auf weitere Empfehlungen und Anregungen!

Love, Katha

Kaffeerösterei Pakolat

Ein Café, was von außen eher unscheinbar und dunkel wird, aber ohne Zweifel einen Besuch wert ist, und mir von einer sehr guten Freundin vorgestellt wurde, möchte ich gerne unter die Lupe nehmen. Prenzlauer Berg ist das Mekka der außergewöhnlichen Cafés, aber es ist die Kunst, die wirklich guten und empfehlenswerten zu entdecken und zu kennen. Pakolat im Test!

Wo? Raumerstraße 40, 10437 Berlin
Wann? Mo.Fr 10-19 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr
Was? Kaffee, Tea, Kuchen und andere Spezialitäten
Preise? Moderat
Zahlen? Bar (alte Registrierkasse!)
Webseite: kaffee-pakolat.de

Natürlich ließ die antike Einrichtung mein Herz sofort höher schlagen. Cafés mit altmodischen Wohnzimmerflair ziehen mich immer an!  Gemütliche historische Sessel, große und kleine Vintage-Schilder an den Wänden, frische Blumen an den Tischen und den ganzen Laden durchzieht der Duft von geröstetem Kaffee. Und wie in der Gegend typisch bei einem etwas kleinerem Café: Es ist gut voll und man kann von Glück sprechen, wenn man einen Platz bekommt. Und ganz viel Kuchen zur Auswahl, der etwas teurer ist, aber von hervorragender Qualität und wirklich satt macht. Letztendlich ist das der ausschlaggebene Punkt, der dieses Café unvergesslich macht: Getränke wie Kuchen sind in jedem Sinne  ausgezeichnet, hervorragend!
Es ist wirklich bezaubernd und urig, allerdings gibt es auch drei Nachteile, die mich wirklich beim Schreiben der Rezension beschäftigt. Ich kann in der Gesamtbewertung im großen und ganzen über einiges hinwegsehen, da es nicht stets die wichtigsten Punkte in der Bewertung sind, aber ich finde es wichtig, sie zu nennen!

Erstens, dass es düster ist und zwar in Kombination mit der Stickigkeit auf eine sehr ermüdende Weise. Man hat es sich im alte Sessel mit dem Kaffee gemütlich gemacht und vom dimmen Licht wird man erst gähnen und dann mit schläfrigen Augenblicken kämpfen. Es ist schon einladend dort, aber das Müdewerden ist eher von Nachteil.

Zweitens: Die Toilette ist sehr gewöhnungsbedürftig. Zum einen, weil sie einen großen Warteraum hat, aber die eigentliche so eng und winzig (und staubig..) ist, dass man hätte einfach den Warteraum weglassen sollen und mehrere Toiletten einbauen können. In dem Warteraum, wo es ein paar alte Sessel gibt und eine unheimliche Schaufensterpuppe, warten beide Geschlechter auf die Benutzung der Toilette – mir ist das egal, aber es kann vielleicht etwas überraschen.

Drittens, und dieser Punkt zieht leider wirklich in die Bewertung: Die Bedienung ist seltsam. Ein Teil wirkt freundlich und hilfsbereit, der andere eher hektisch, unfreundlich und orientierungslos. Was Schade ist, denn ein guter Service rundet einen Besuch immer ab und ich hege hier eher gemischte Gefühle.

Wer Cafés im antiken Stil mag und eine gute Röstung schätzt zu einem angemessenen Preis und eher im Westen von Berlin wohnt, dem kann ich auch das Kaffee 26 in Spandau sehr ans Herz legen, welches heller und etwas freundlicher eingerichtet ist. Man muss letztendlich bedenken, dass man abhängig davon, ob man eher im Westen, in der Mitte oder im Osten der Stadt wohnt, manchmal ganz schön lang für einen Besuch eines Cafés reisen muss. Ich nehme das gerne auf mich, aber auch nicht immer.

THE VERDICT: Ein wirklich schönes Café mit leckeren Getränken und traumhaften Kuchen – aber leider mit Nachteilen und deshalb ein kleiner Punktabzug: es ist recht düster und etwas stickig, aber im Sommer kann man schließlich draußen sitzen. 7 von 10 Sternen.

Love, Katha

P.S. Besagter Freundin ein großes Dankeschön für dieses tolle Foto!

Winter Faves #16/17

Moin Moin!

Nach ein paar Rezensionen wieder etwas von der privaten Front. Ich habe mir über die letzten Wochen von Dezember bis Ende Februar  die Dinge, die ich am meisten benutzt und genossen habe und ich sehr gerne empfehlen möchte, notiert und zusammengestellt. Mal wieder ist von Film, Beauty über Fashion, Lifestyle und Literatur alles dabei!

Kleines Life-Update: Ich habe den Eindruck, Uni ist gerade überall in meinem Leben. Ich versuche natürlich regelmäßig zu bloggen, aber mein lieber Scholli, ich weiß gerade nicht, wo mein Kopf steht. Irgendwann gibt’s auch dazu noch einen Post.

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1. Swiss Army Energy Bar Coconut and Guarana

Das perfekte Knabberstück, für Studenten, die vor der Klausur  (bitte nicht direkt die Nacht davor!)  nochmal richtig durchbüffeln wollen. Diese Schokolade gibt einen solchen Energie-Kick, dass ich sogar das Gefühl hatte, motivierter zu sein. Natürlich ist das überhaupt keine gesunde Lösung, aber falls man zwischendurch einem kleinen Energieschub bedarf: ein mal klein abbeißen und los geht’s.

2. Essie Apricot Cuticle Oil

Macht es wirklich einen Unterschied, Öl auf seine Nagelhaut aufzutragen? Tatsächlich ja! Besonders wenn man im Winter zu rauhen und trockenen Hände tendiert, dann ist dieses Nagelöl ein Traum. Ich benutze es nun über einen Monat und habe nicht mehr diese hässlich trockenen Krusten im meine Nägel sondern weiche Nagelhaut. Und da man auch nicht viel von dem Produkt braucht, hat man ziemlich lange etwas davon.

3. Penguin Merchandise Tasse „Great Expectations“

Ich wollte diese Tasse so lange und dufte sie an meinem Geburtstag endlich auspacken! Nicht nur ist „Große Erwartungen“ einer meiner Lieblingsklassiker, sondern bin ich einfach ein Fan von den Classics-Ausgaben des Penguin Verlags. Die Tasse ist nicht besonders groß, sondern hat eine angenehme Größe und der Henkel fasst sich besonders angenehm.  Es gibt noch viel mehr Tassen aus dieser Reihe und vielleicht lege ich mir irgendwann noch mehr zu..

4. „The Subtle Knife“ von Philip Pullmann

Wie schon in meinem Jahresrückblick 2016 gesagt, ist dies einfach ein Buch, was man nicht so schnell vergisst. De zweite Teil aus der Goldenen Kompass-Reihe setzt die Geschichte gelungen und spannend fort. Ein tolles Covers rundet dieses lesenswerte Buch perfekt ab. Meine vollständige Rezension findet ihr hier.

5. Clump Defiy Mascara von Max Factor

Eine gute Mascara zu finden braucht seine Zeit – und ist auch abhängig davon, was man möchte und was für Wimpern man hat. Ich habe von Natur aus dunkle und lange Wimpern, deshalb ist mir Volumen wichtig -alleridng ohne dass es zu offensichtlich aussieht und meine Wimpern spinnenartig zusammenkleben oder die Mascara so gut hält, dass ich sie nur schwer und mit viel Make-Up-Entfernen abbekomme. Für mich erfüllt die Mascara das (es ist auch keine Neuentdeckung, ich benutze sie seit gut einem Jahr und habe sie mehrmals nachgekauft, aber es wurde mal zeit, darüber zu schreiben).

6. Z by Accessorize

Die luxuriösere Schwestermarke des britischen Schmuckherstellers Accessorize ist einfach ein Traum. Lange habe ich mit den zarten Schmuckstücken, die sich durchschnittlich zwischen 15 und 35 Euro bewegen geliebäugelt und mir im Wintersale ein paar Sachen besorgt. Nicht nur bieten sie Silber und mit Roségold und Gold überzogene Schmuckstücke, sondern auch mit Edelsteinen besetzte Stücke. Man merkt, dass sich der Schmuck auch qualitativ von dem ohnehin ziemlich guten Accessoirze Sachen abhebt. Für etwas filigranes, was kein vermögen kosten soll, kann ich diese Marke echt empfehlen!

7. Kinobesuch: La La Land

Nun ist es offiziell: 6 Oscars gewann der verträumt-nostalgische Film La La Land, ein Film als Hommage an altes Hollywood und Musicals aus dem vergangenen Jahrhundert. Ein ganz besonderer Film mit einem ansteckenden Soundtrack. Ich bin selbst Wochen später noch immer aus dem Häuschen. Meine Rezension findet ihr hier für einen vollständigen Überblick.

8. Urban Tea Garden paramaribo peach

Pfirsichtee jeder Art macht mich glücklich. Dieser Tee ist überhaupt nicht teuer, hat aber hervorragende Qualität, die Teeblätter schwellen zu riesigen Blüten an und geben einen fein-fruchtigen Geschmack.

9. Konzert im Huxley’s von The Divine Comedy

Der Februar war ein ziemlich kulturerfüllter Monat und wenn man die letzten Wochen die ganze Zeit nur am Schreibtisch und in der Vorlesung gesessen hat, ist ausgehen und tanzen ein besonderes Highlight. Und die mittlerweile fast schon alteingesessene irische Pop-Band um den verrückt-flippigen Frontsänger Neil Hannon sorgt definitiv für super Laune (und zu einem sehr fairen Preis von knapp 29 Euro). Einen Mix aus alten und neuen Songs sang der Ire in einem extrem authentischen Napoleon-Kostüm und auch seine Band war im Military-Stil gekleidet. Fast schon wie eine Kunstfigur trat Neil Hannon auf und sorgte für einen sehr heiteren Abend. Interessant war auch, dass das Durchschnittsalter weit über meinem eignen lag und es scheinbar viele Besucher gab, welche die Auftitte noch aus Gründerzeiten kannte.

10. Theaterstück in der Schaubühne „Unter Eis“

Mein erster Besuch des Berliner Theaters „Schaubühne“ am Kurfürstendamm war ein tolles Erlebnis. Das Stück „Unter Eis“ stellt höchst dramatisch, bissig und in lauter Satire da, was einen Mensch heutzutage in der Arbeitswelt erwartet – Konditionierung und Ausbeutung bis zum letzten Tropfen, wie Menschen eine Welt geschaffen haben, die nicht mehr für Menschen ist. Dabei werden Stereotypen ordentlich durch den Kakao gezogen und als Zuschauer ist man erstaunt, aber vor allem sehr sehr nachdenklich. Auf jeden Fall ein spannendes und sehenswertes Stück. Meine Empfehlung gilt vor allem für Studenten, da der Rabatt – 9 Euro Eintritt! – echt sensationell.

11. Paperblanks-Kalender 2017 „Jane Austen Manuskript“ Horizontaler Wochenüberblick

Die letzten drei Jahre hatte ich schon einen Paperblanks-Kalender und ich werde bestimmt nicht von meinem treuen Begleiter lassen. Das Papier ist etwas dicker und qualitativ hochwertig, die Seiten habe ein klares und praktisches Layout und dadurch, dass es verschiedene Formate von Paperblanks gibt (Tages, Wochenkalender, horizontal, vertikal, eine Seite Woche + eine Seite Notizen von Mini bis Groß) mit traumhaften Designs, ist sicherlich für jeden was dabei. Einiger Nachteil: der Kalender ist teuer, rund 16-18 Euro, abhängig wo man ihn kauft sind echt happig. Ich benutze ihn täglich und er für mich ist er  neben meinem „privaten“ Bullet Journal  ein absoluter Organisations- und Lebensretter, insofern habe ich den „cost per use“ raus.

12. Dunkelgrüner Oversize Pullover von H&M

Diesen kleinen Schatz entdeckte ich im Wintersale. Besonders toll ist, dass der Pulli schön lang ist und hinten sogar ein bisschen länger als vorn, so dass der Hintern warm bedeckt bleibt. Dazu ein überdimensionaler Kragen, irgendwas zwischen Schalkragen und Rollkragen, rundum eingekuschelt, mit absolut allem tragbar und ein echt schönes dunkelgrün dazu noch, was dem Waschen bisher hervorragend standhielt.

Weitere Hightlights:

Der winterliche und frisch-windiger Ausflug nach Nordfriesland bleibt ohne jeden Zweifel unvergesslich. Ich kann den Besuch von dem urigen Husum jedem ans Herz legen – vielleicht nicht im Winter, weil es unfassbar kalt ist, aber bei wärmeren Temperaturen. Meinen ganzen Ausflug mit Bildern und Details findet ihr hier.

Lieblingssongs und Ohrwürmer:

Wie war euer Winter so? Auch, wenn er technisch noch nicht ganz vorbei ist natürlich. Ich freue mich über Kommentare, Anregungen und Favoriten.

Love, Katha

Raus aus Berlin #1: Atempause in Nordfriesland

Moin Moin!

Nach ganz viel Buchbloggerei und ein paar Berlin-Tipps, heute mal etwas anderes.
Ich schreibe gerne über das Reisen (und ich habe den Verdacht, meine Leser lesen auch gerne über das Reisen), allerdings komme ich leider viel zu selten dazu, zum einen ist es natürlich meine stressig-studentische Lebensphase, die mir  einen Strich durch die Rechnung zieht, zum anderen natürlich: Geld wächst leider nicht auf Bäumen. Aber ich muss auch zugeben, die ganze Zeit im hektischen Berlin zu pendeln ist einfach nicht schön, irgendwann wird man Teil dieser gehetzten grauen Masse, die morgens stets entnervt  in die S-Bahn steigt und sich im Zentrum schnellen Schrittes durch Autos und Abgasvolken bahnt.
Jetzt aber Schluss damit, ich brauche eine Auszeit! Einfach mal am Wochenende weg von hier. Ich habe kein Auto, noch Führerschein, es soll also die Bahn sein. Am besten am Meer, ein kleiner Ort an der Nordsee, wo ich mal meine Ruhe habe.

Husum.

Bis vor dieser Reise dachte ich, Husum sei eine Insel… peinlich, schlimmer wird, dass ich dachte, Husum liege nördlich von Bremen. Aber das ist das Gute am Reisen, es bildet und öffnet einem die Augen!
Ein paar Wochen später saß ich um kurz nach sieben einem Intercity und rollte gen Hamburg Altona, wo ich schließlich in einen kalten klapprigen und fast ausgestorbenen Zug Richtung Sylt einstieg – es war frisch, Nordsee im Winter war mutig, wurde mir langsam klar. Umso weiter ich mich von Berlin, Shopping Malls und gestressten Menschen entfernte, desto ruhiger wurde ich. Das Wackeln und Rattern dieses alten Zuges, die karge Winterlandschaft und die Schafe auf den Feldern beruhigten mich. Ich hatte zuvor nicht besonders viel über Husum recherchiert, es sei überschaubar und man könne zum Meer spazieren – das reichte mir. Ich hatte keine Ahnung, was für eine kleine, ruhige Perle mich erwarten sollte.

Als ich ankam, sah ich gerade mal eine Hand voll Menschen, es war recht ausgestorben am Bahnhof und langsam bewegte ich mich gen Altstadt und dem süßen kleinen Hafen, der mehr einem schmalen Kanal glich. Das Herz der Stadt bestand fast nur aus alten, ein-, maximal zweistöckigen Häusern: Backstein und schmucke Fassaden so weit das Auge reicht. Kleine Gassen als die Adern der Stadt, die Häuschen waren gesäumt von Rosenstauden, die im Sommer wahrscheinlich prächtig blühen, und fast nirgends parkten Autos, es war, als wandle man in Zeiten Theodor Storms. Und das ist ganz wichtig, den der große Dichter hat diesem Örtchen die Bezeichnung „Die graue Stadt am Meer“ gegeben und Zeit seines Lebens über das Husumer Watt gedichtet. Doch den Tag, den ich erwischte, konnte man keinesfalls als grau bezeichnen. Der Himmel war strahlend blau und frisch mit ein paar Wolkentupfern und das Licht wirkte so nordisch, es hatte etwas einzigartiges, wie es die kleinen Gassen umhüllte. Das schöne an Husum ist, man kann komplett ohne einen Plan durch die Stadt laufen und sich einfach nach und nach entzücken lassen.

Mir war es allerdings auch wichtig, etwas vom Meer zu sehen, deshalb folgte ich dem Kanal und musste erstmal durch ein etwas unheimliches Industriegelände, bestehend aus drei hohen Türmen und einer Weidelandschaft mit Schafen zu rechten. Danach ging es gefühlte Ewigkeiten gerade aus, so wirklich glaubte ich nicht mehr, dass da noch Meer käme, obwohl es grässlich windig war, bis ich schließlich in der Ferne ein kleines Hotel erkennen konnte und dahinter ein rotes Gebäude, welches sich später aus DLRG entpuppen sollte. Also lief ich, atmete die salzige, eiskalte Frische ein, stapfte gegen diese verdammt steife Brise und vergaß einfach alles andere. Es war herrlich, besonders als ich schließlich am Wasser ankam. Diese Luft war so frisch und pustete jeden Stress aus den tiefsten Windungen meines Körpers. Zugegebenerweise, irgenwann wurde es dann doch zu kalt und ich begann den Rückzug.

In der Altstadt wieder angekommen, zog mich das „Fischaus Loof“ mit seinem warmen Licht richtig an. Völlig durchgefroren betrat ich das sehr gut besuchte Haus und mir bot sich eine Pracht und Vielfalt an Fisch an, ich wusste gar nicht, wo ich hingucken sollte. Am Tisch schließlich platzgenommen, bestellte ich den Fischburger mit Pulled Salmon und Kartoffel Wedges für etwas über 8 Euro. Und mein lieber Scholli, das war vielleicht köstlich!! Ich würde soweit gehen, zu sagen, dass ein Mahl im „Loof“ den Besuch dieser kleinen Stadt schon wert macht.
Schließlich ging es noch durch das Herz der Stadt, wo ich den Ramschladen „Mischmasch“ entdeckte, der jeglichen Kram aus den verschiedensten Kulturen anbietet sowie kleine Spieluhren, die vom Hochzeitsmarsch bis zu „Hey Jude“ von den Beatles alle mögliche spielen. Ein weiteres Juwel ist das „Antiquariat Streblow„, welches neben Vintage Dosen und Postkarten auch antike Puppen und vor allem eine Unmenge Büchern anbietet. Schnuckelig und putzig eingerichtet mit einer uralten Kasse und einer freundlichen Besitzerin lädt dieser Laden zu langen Aufenthalten ein,der etwas nostalgisch-romantisches hat.

Der Rest meines Besuches war Stöbern und Spazieren, entdecken und staunen, ein Gespräch im „Loof“ mit freundlichen Einheimischen und einfach die Ruhe und Freundlichkeit dieser kleinen Stadt genießen. Ich werde definitiv noch mal einen Ausflug bei wärmeren Temperaturen planen, denn Husum ist eine schöne Stadt, die man keinesfalls mit einem spöttischen Lachen über die Größe abtun sollte.
Ich war nur kurz für einen Tag da, aber so dass ich hier nur ein paar flüchtige Eindrücke loswerden kann, aber ich hoffe, zeigen zu können, wie malerisch verträumt Husum auf mich wirkte.

Wart ihr schon mal in Husum? oder könnt ihr den Besuch einer anderen Nordfriesischen Stadt empfehlen?

Alles Liebe,
Katha

Der Fischladen

Eine kleine feine Entdeckung im schönen Prenzlauer Berg, die ich sehr gerne mit euch teilen möchte. Es ist“Der Fischladen“ – ja, so heißt er wirklich!

Wo? Schönhauser Allee 128, 10437 Berlin
Wann? Mo-So 10-22 Uhr
Was? Fischspeisen
Preise? Eher gehoben, aber es wert
Zahlen? Bar
Webseite: derfischladen.com

Direkt an der Schönhauser Allee neben der alten Brücke für den oberirdischen Teil der U-Bahnlinie 2 befindet sich das Restaurant  „Der Fischladen“ und gleich daneben „Links vom Fischladen“, wo man SICH  nach einem herzhaften Schmaus auch etwas Süßes gönnen kann. Bereits seine wunderbar üppige Fischtheke und die weiß-blauen Räumlichkeiten erzeugen in einem eine richtige Sehnsucht nach dem Meer.

Snapchat-307582285511044893.jpgAusprobiert habe ich nach dem Empfehlen einer guten Freundin die hauseignenen Fish & Chips –  und nachdem ich in Großbritannien vielerorts dieses wunderbare Gericht kennen und lieben gelernt habe, waren meine Ansprüche natürlich hoch!
Doch Fish & Chips sind hier anders, sie habe nicht den Anspruch das typisch englische Gericht in der Zeitung zu sein mit Kaut, Mushy Pees und Tomatenketschup. Und auch die angebotenen Soßen waren auf den ersten Blick erstmal eher abschreckend. So ungewöhnlich sie wirklich, sie sind großartig: eine Kapernsoße, eine süß-saure Soße und eine, für die, die es wirklich scharf mögen. Die anfängliche  Skepsis verflog schnell und ich war verzaubert davon, die herrlich die Soßen den Geschmack des Fisches untermalten, besonders die Kapernsoße. Was ich sehr praktisch finde, ist dass man nicht nur die Auswahl zwischen zwei Portionsgrößen hat, sondern auch, welchen Fisch man serviert habe möchte. Auf diese Weise ist für jeden etwas dabei. Am preiswertesten ist der weiße Wels, den ich selbst nun mehrmals dort gegessen habe und ihn großartig finde.
Natürlich gibt es neben Fish & Chips auch viele andere Fischgerichte, denn die Auswahl an Frischfisch, Räucherfsich und Meeresfrüchten ist großartig. Vom klassischem ganzem Lachs zur Dorade, über den Wolfsfisch zum Victoriabarschfilet, Butterfisch, Heilbutt, Räucheraal und Tintenfisch lassen nicht auf sich warten. Die Webseite ist dabei sehr ausführlich und informativ und entsprechend für interessierten einen Besuch wert. Aber am besten, man geht einfach vorbei

Neben dem tollen nordischen Ambiente und dem netten Personal, welches am Nachbartisch ein Paar mit einem Kind und Kinderwagen sofort unterstützt hat und zuvorkommend war, muss man sagen, dass die Lage den Laden natürlich ziemlich beliebt macht und es stets gut besucht ist.
Man befindet sich, wenn man im Sommer draußen speist, halb auf dem Gehweg und ständig laufen auch Touristen, aber vor allem die Berliner Szene Elite an einem vorbei und dann kommt dazu noch das gute laute Rattern der U-bahn, was leider ein bisschen die Stimmung für mich senkte. Wenn man dieses urbane, frische und lebendige mag und sich mal ein bisschen wie ein mondäner Hipster fühlen mag und was sehr gutes Essen mag, für den ist der Ort ideal. Für ein kleines, heimliches romantisches Date vielleicht nicht unbedingt.

Und, weil dies ab und zu auch wirklich wichtig sein kann: Die Toiletten befinden sich im zweiten Geschäft des Fischladens und sind hervorragend sauber und erfüllt mit dem mariniertem Flair. Ein Laden, der durch und durch seinem Thema treu bleibt!

THE VERDICT: Ein tolles Fischrestaurant mit dem gewissen Etwas und wirklich großartig schmeckendem Essen, was ich jedem Fischliebhaber ans Herz legen kann. 9 von 10 Sternen

Love, Katha

Jahresrückblick: Bücher, Filme und Events 2016

Moin Moin!

Zum Jahresende möchte ich  ein mal zurückschauen auf 2016, mit seinen Ereignissen und Erlebnissen. Ich mag dieses Gefühl, einen Kalender zu durchblättern und darauf zurückzuschauen, was man erreicht und erlebt hat. Also Achtung, laaaaanger Artikel. Ich werde den Text in zwei Gruppen aufteilen: Zunächst folgt ein bibliophiler Rückblick, wo ich meine Lieblinge, sowie verhasste Bücher des Jahres durchgehe und anschließend im zweiten Teil alles über Events, Filme und Ähnlichem.

Davor noch kurz etwas zu mir: Ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht mit einem NC, auf den ich recht stolz bin, zudem habe ich ein Praktiukum bei einer großen Tageszeitung in Berlin absolviert, das erste Mal in meinem Leben (als Aushilfskarft) gearbeitet und ein Studium in Sozialwissenschaften angefangen. Es ist ziemlich viel passiert und ich muss zugeben, dass ich es selbst noch nicht so richtig glauben kann, dass ich nicht mehr in Klassenräumen sondern Vorlesungssälen sitze. Zugegeben, dass ist alles ziemlich viel auf einmal und überwältigend – aber ich bin gespannt auf 2017.

Bibliophiles

Hier folgt eine Liste, was ich dieses Jahr  gelesen habe in alphabetischer, nicht chronologischer Reihenfolge (meiner Meinung nach übersichtlicher). Ich nehme mir jedes Jahr vor, um die 20 Bücher zu lesen – das mag nun für Bücherwürmer ziemlich wenig sein, aber ich habe einfach viele Interessen und finde auch, dass man ein Buch gerne mal langsam lesen kann, um es auszukosten. Dieses Jahr jedoch habe ich zu meiner eignen Überraschung 30 Bücher geschafft! Ich glaube, ich habe noch nie so viele Bücher in einem Jahr gelesen und muss sagen, auch ein bisschen stolz zu sein.

Adler-Olsen, Jussi: Schändung
Aveyard, Victoria: Red Queen (Englisch)
Banner, Catherine: Die langen Tage von Castellamare
Brontë, Charlotte: Jane Eyre
Christie, Agatha: Die Tote in der Bibliothek
Eggers, Dave: The Circle (Englisch)
Gaethgens, Thomas W.: Anton von Werner. Die Proklamation des Deutschen Kaiserreichs
Gaiman, Neil: Stardust (Englisch)
Goga, Susanne: Es geschah in Schöneberg
Haig, Matt: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
Hardy, Thomas: Am grünen Rand der Welt
Ionesco, Eugene: Die kahle Sängerin
Kloeble, Christopher: Die unsterbliche Familie Salz
Moers, Walter: Die Stadt der träumenden Bücher
Martenstein, Harald: Der Titel ist die halbe Miete
Moyes, Jojo: Ein ganzes halbes Jahr
Navai, Ramita: Stadt der Lügen
Ng, Celeste: Was ich euch nicht erzählte
Pullman, Philip: The Subtle Knife (Englisch)
Stachniak, Eva: Die Schwester des Tänzers
Stedman, M.L.: The Light Between Oceans (Englisch)
Stolz, Bärbel: Isch des Bio
Rowling, J.K.: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Rowling, J.K.: Harry Potter and the Goblet of Fire (Englisch)
Vandermeer, Jeff: Auslöschung
Vandermeer, Jeff: Autorität
Wells, Benedict: Spinner
Wells, Benedict: Von Ende der Einsamkeit
Wilde, Oscar: Das Gespenst von Canterville
Zafón, Carlos Ruiz: Der dunkle Wächter

Die gute Nachricht ist, von den vielen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe, waren viele richtig gute dabei.  Deshalb fiel es mir wirklich schwer, eine  Entscheidung zu treffen, welche mich am meisten begeistert habe. Die Reihenfolge ist total willkürlich gewählt und die Zahlen sollen keinerlei  Hierarchie darstellen  das gilt durchgängig in diesem Blogpost].  Ich habe versucht, passende Worte zu finden, weshalb mich diese Bücher so fasziniert und begeistert haben und hoffe, dass ich es knapp aber verständlich ausdrücken konnt, falls näheres Interesse an einem bestimmten Buch besteht, habe ich, falls vorhanden (was fast immer der Fall ist), die Rezensionen oben in der Leseliste verlinkt.

Hier meine Hochkaräter des Jahres:

1. „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë

Einer der bekanntesten klassischen Liebesgeschichten hatte ich schon mit der jüngsten Verfilmung mit Mia Wasikowska und Michael Fassbender lieben gelernt, als ich jedoch im Sommer diese so zarte und gleichzeitig auch kraftvolle Geschichte las, war ich noch viel begeisterter. Besonders die weise, nachdenkliche aber auch sehr eigene Protagonistin Jane schloss ich sofort ins Herz.

2. „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

Eine Geschichte über das Leben mit seinen Entscheidungen, den Gefühlen, den Problemen und dem Schmerz aus der Sicht eines aufwachsenden Jungen und später  Mannes namens Jules. Ich finde kaum Worte dafür, wie großartig ich diesen Roman eigentlich finde. Selten hat mich ein Buch so stark nachhaltig beeindruckt und mich selbst Wochen später noch beschäftigt  und tief berührt.  Die Figuren wirken so echt und zum anfassen, wie aus dem echten Leben entommen, man kann vielleicht nicht jede ihrer Entscheidungen verstehen oder nachvollziehen, aber Wells macht es durch seinen sanften Schreibstil unmöglich, nicht mitzufühlen. Das Leiden und Freuen und Mitfiebern in diesem Roman hat etwas ganz besonders interaktives!

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3. „Die langen Tage von Castellamare“ von Catherine Banner

Eine liebevoll geschriebenes Buch über die Familie Esposito, die auf einer kleinen Sizilianischen Insel lebt – über ein ganzes Jahrhundert verteilt. Dabei sind es nicht nur die Eigenarten des italienischen Dorflebens und die revolutionären Veränderungen durch Geschichte und Modernisierung, die mich so fasziniert haben, aber vor allem die kleinen Geschichten und Schicksale der einzelnen, stetig älter werdenden Mitglieder dieser schrulligen Familie.

4. „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes

Ich war recht spät dran dieses Buch zu lesen, aber ich wollte es auf jeden Fall vor dem Film schaffen. Zwar hatte ich viel gutes gehört, wollte es aber nicht wirklich glauben. Ich hatte mich so sehr geirrt. Die Liebesgeschichte von Lou (einer fröhlichen Person und seit kurzen Arbeitslosen) und Will (ein ehemals sehr aktiver und erfolgreicher Mann, der nun durch einen Unfall  vom Kopf abwärts gelähmt ist ) ist anders als alles andere, aber noch viel wichtiger fand ich, dass die Charaktere hier so lebendig und eigen sind, mit ihren Fehlern und Macken machen sie den wichtigsten Teil in diesem Buch aus. Ich habe  Rotz und Wasser geheult!

5. „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers

Wir werden entführt in eine Welt der Bücher: nach Buchhaim in Zamonien! Der Held Hildegunst von Mythenmetz, eine Art Echsen-Dinsosaurier, genannt Lindwurm, stürzt sich in ein gefährliches und waghalsiges Abenteuer – alles, dank eines Manuskriptes. Das Buch ist so reich, originell, verwirrend und wortgewandt und macht unglaublich großen Spaß zu lesen.

6. „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ von Matt Haig

Kurz gesagt: ein wunderbar ehrliches, biografisches Buch über Depressionen, welches Mut und Hoffnung macht, aber auch auf eine sehr gut gemachte Weise aufklärt und gegen die Stigmatisierung von Depressionen ankämpft. Es ist mehr als ein Buch über die Psyche, es hat etwas therapeutisches, etwas beruhigendes, das man nicht alleine ist  mit seinen Ängsten und Problemen und dass diese nicht für immer da sein werden.

7. „Das Magische Messer“ von Philip Pullman (His Dark Materials II)

Die Fortsetzung von Philip Pullmans magischen Abenteuer hat mich kein bisschen enttäuscht – und ich hatte ziemlich hohe Erwartungen, nachdem mich der erste Teil so unfassbar begeistert hat. Die wunderbar freche Lyra und ihr Dämon Pantalamion erleben atemberaubende Abenteuer, doch diesmal können sie zwischen Welten wandern. Zu dem Alethiometer kommt in Band 2 ein weiteres magisches Instrument dazu: ein Messer.

Bei den „Flops“ des bibliophilen Jahres 2016 sind zum Glück nur drei Bücher enthalten, die ich jedoch mit aller Leidenschaft verachte, vielleicht auch, weil ich hohe Erwartungen gehabt habe.

1. „Die Tote in der Bibliothek“ von Agatha Christie

Da ich Klassiker der Literatur so bewundere, glaubte ich unbedingt auch in die modernere Kriminologie der Miss Marple schauen zu müssen. Aus den Filmen hatte ich sie  als eine urige, nette Dame in Erinnerung hatte! Leider sollte sich das nicht für mich erfüllen, das Buch war spröde, öde, nichtssagend, langatimig und in jedem Sinne nicht besonders schön zu lesen. Leider!

2. „Die unsterbliche Familie Salz“ von Christopher Kloeble

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch unbedingt weiterlesen wollt, weil ihr so verzweifelt seid, dass es sich doch noch positiv verändern kann, da die Geschichte eigentlich viel zu bieten hat? Nun, dieses Buch ist es eindeutig nicht wert, am Ende tat es mir einfach nur leid, so sehr meine Zeit verschwendet zu haben. Kurz und knapp gesagt: es ist die Geschichte einer an schattenlose Menschen glaubende Familie, die über einen Zeitraum von 100 Jahren komplett paranoid wird, jedes einzelne Familienmitglied! Der Anfang hatte mich so euphorisch begeistert, doch nach und nach wurde das Buch einfach nur ad absurdum geführt!

3. „Autorität“ von Jeff Vandermeer (2. Teil der Southern Reach Trilogie)

Die seltsamen geographisches und naturwisschenschaftlichen Phänomene eines immer näherkommenden Gebietes namens Area X sollen untersucht werden – doch was ist mit der Organisation, die hinter diesem Untersuchungsprogramm steckt? So sehr hatte ich mich auf die Fortsetzung des unheimlichen Sci-Fi-Mystery Buches „Auslöschung“ gefreut, welches besonders durch sein flottes Tempo glänzt – dahingegen war Teil 2 das absolute Gegenteil,  der Versuch in der Fortsetzung eine andere Perspektive  zu verwenden, scheitert katastrophal. Es ist langatmig, verstörend und einfach schrecklich.

Events

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21.03.: Aurora im Heimathafen Berlin

Ein klassischer Fall von: Vorher habe ich die Musikerin gerne gehört, nach dem Konzert bin ich verliebt in sie. Ich sah Aurora zwei Mal dieses Jahr, einmal auf einem kleinen intimen Konzert in Berlin und dann auf einer großen Bühne in Budapest. Die junge Norwegerin macht mystische, kraftvolle Musik, scheint dabei aber als Person so zart und jung zu sein. Auf der Bühne war sie unglaublich süß, bescheiden und schüchtern, erzählte von ihrem Frühstück und wirkte unglaublich bewegt von der begeisterten Menge. Doch wenn sie anfing zu singen, wirkte Aurora wie in  Trance und zeugte von so viel Stärke, dass man es im eigenen Körper fühlen konnte. Einfach nur großartig!

26.03.: Linie 1 Musical im Grips Theater

Schon seit Jahren musste ich mir anhören, dass ich das legendäre Berlin-Musical nicht kenne. Nun, dieses Jahr haben mich meine besten Freunde kurzerhand  zu diesem Kult-Musical eingeladen. Auch, wenn es nach der Aufführung durchaus kritische Stimmen meiner versierten Freunde gab, die Linie 1 in und auswendig kannten, muss ich sagen: Berliner Schnauze, Berliner U-Bahn, wunderbare Songtexte, schrullige Figuren und viel zu lachen. Mir hat es echt gut gefallen!

07.05.: Don Giovanni Oper in der Komischen Oper

Dass die Komische Oper in ihren Inszenierungen sehr eigen ist, eilt ihr als Ruf voraus, aber diesmal durfte ich es selbst miterleben. Auch dieser Besuch war ürbigens ein Geschenk. Als großer Klassik- und Mozartfan hatte ich schon lange davon heimlich geträumt, Don Giovanni eines Tages zu sehen, vor allem nachdem ich die legendäre Endszene mehrmals in dem Film „Amadeus“ gesehen hatte. Nun, es war schon recht speziell, besonders der Humor; manchmal neigte der Hauptdarsteller zu spontanen herumalbern und urkomischen, aber auch peinlichen Einlagen. Die Kostüme waren expressionistisch und bunt, doch die Musik… ein Traum: leidenschaftlich und impulsiv! Ich möchte unbedingt eines Tages eine klassische Inszenierung dieses Werkes sehen, aber diese moderne Interpretation hat mir durchaus gefallen, obwohl ich manchmal sehr verwirrt war.

12.07.: Yamato – Drummers of Japan in der Komischen Oper

Japanische Trommeln aller Größen, viel Muskelkraft und eine Show zwischen Mystik und traditionellem Kampf. Kann man über einer Stunde Trommeln zuhören? Anfangs war ich skeptisch, doch als ich im Saal saß und die Truppe leidenschaftlich anfing loszuschlagen, war ich wie angesteckt! Ich brauche ihre Musik nicht ständig zu hören, aber als Show sind Yamato ziemlich toll.

19.07.: Les Ballets Trockadero de Montre Carlo in der Komischen Oper

Männer in Tutus nehmen klassisches und modernes Ballett ordentlich auf die Schippe! Da konnte ich nicht nein sagen. Diese sehr eigene Ballettkompanie schafft es auf quietschig bunte und glitzerne Art, die legendärsten Momente im Ballett ad absurdum zu führen: Der sterbende Schwan mausert plötzlich  und in Don Quijote drehen alle durch. Dabei ist es definitiv kein geschmackloser Slapstick-Blödsinn, sondern wirklich lustig und vor allem extrem professionell getanzt. Ich besuchte diese Vorstellung mit einer Freundin, die im Gegensatz zu mir (ich habe mehrere Jahre Ballett getanzt) überhaupt keinen Bezug zu dieser Tanzkunst hatte und auch sie war begeistert. Mir hatte der Abend unglaublich Spaß gemacht!

10-17.08.: Sziget Festival Budapest

Ich hatte schon ziemlich ausführlich über dieses unvergessliche Erlebnis berichtet, aber ich möchte noch einmal kurz anklingen, dass dieses bunte, riesige Festival so viel Charme hat, unglaublich gut durchdacht und beruhigend gut organisiert ist, dass ich jedem Festival-Liebhaber den Besuch empfehlen kann. Die pulsierende Stimmung war unvergesslich und das Line-Up ein herrlicher Mix von bekannten Musikern diverser Genres.

11.09.: Lollapalooza Festival Berlin

Schon letztes Jahr hatte ich dieses Festival besucht, da fand dieses jedoch noch auf dem Tempelhofer Feld stand, einem ehemaligem Flughafen Feld. Es war für mich das erste Erlebnis dieser Art und ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß, auch wenn es ziemlich chaotisch war [Lollapolloza 2015]. Dieses Jahr jedoch waren die ziemlich satten Tickets noch ein Stückchen teurer, dafür die Veranstaltung in einem Park, der danach absolut zerstört war. Die Preise vom Essen waren… nicht mein Budget. Nun hatte ich mich aber auf Musiker wie Milky Chance und Radiohead gefreut, woran ich absolut nichts zu meckern habe, doch die Hitze, der Staub, von dem man nichts sehen konnte, waren neben der Tatsache, dass es einfach zu voll war, absolut erschreckend. Irgendwie fühlte ich mich nicht mehr so wohl und war letztenendes enttäuscht, da das Festival  so plump und kommerziell ausgerichtet war, statt mit Liebe und Freude gestaltet (was ein großes Festival durchaus kann, wenn ich an meine Erfahrungen mit dem Sziget zurückdenke!).

04.10.: Passenger im Tempodrom

Ähnlich wie bei meiner Erfahrung mit Aurora kann ich auch hier nur sagen: ein super charismatischer Musiker, der sein Publikum in den Bann zieht. Er erzählte wunderbare Anekdoten, sang Covers, aber auch eigene Songs und brachte die Menge mehrmals zum Mitsingen. Seine unglaublich bewegende Stimme sorgte für eine melancholische und verzauberte Grundstimmung. Zudem muss man sagen, dass der Tempodrom echt faszinierend gebaut ist, einem futuristischem Zirkuszelt ähnlich!

Filme

Kinobesuche:

Ich muss auch ein wenig über diese besonders kleine Auswahl schmunzeln, lustigerweise folgten die ersten beiden und die letzten beiden direkt aufeinander und dazwischen klaffte ein halbes Jahr eine Kinolücke. Vielleicht schaff ich es im nächsten Jahr häufiger!

The Danish Girl
Brooklyn
Inferno
Doctor Strange

Lieblingsfilme 2016:

In manchen Jahren sehe ich mehr Filme, in anderen lese ich eher. Dieses Jahr scheint mich eher zum Lesen inspiriert zu haben. Hier mache ich es knapp, weil ich zu Teilen ziemlich ausführliche Rezensionen verfasst habe. Dennoch lässt sich eine Gemeinsamkeit in all diesen Filmen erkennen: Eine besondere Liebesgeschichte und eine starke Frau in der Hauptrolle!

1. Ein ganzes halbes Jahr

Genauso wie der oben erwähnte Roman begeisterte mich der Film ungemein. Nicht nur wegen der tollen Schauspielern und des romantischen Scores von Craig Armstrong, sondern weil der Film bis auf marginale Abweichungen wunderbar die Buchvorlage wiederspiegelt und ihr auch ebenbürtig ist, die Figuren Will und Lou (aber auch die Nebencharaktere) wurden genauso interpretiert, wie ich sie mit vorgestellt habe. Ganz ganz toll!

2. Die Herzogin

Was wäre ich ohne einen Historienfilm nach einer wahren Begebenheit? Diesmal handelt es sich um die Geschichte der Gerogiana Cavendish, Duchess of Devonshire und eine der faszinierendsten Persönlichkeiten ihrer Zeit: politisch aktiv, bildschön und in einer grausamen Ehe gefangen. Mit Keira Knightley in der Hauptrolle und herrlich prächtigen Kostümen schwankt dieser Film zwischen grausamer Realität und der äußeren Fassade eines glamourösen Filmes.

3. Suite Française

Dieser Film ließ mich ganz lange nachdem ich ihn gesehen habe, nicht los. Vor ab will ich sagen, dass ich definitiv noch die Romanvorlage lesen muss, um diese schrecklich traurige Liebesgeschichte besser zu verstehen. Das nahezu unaussprechliche Phänomen wird in dem Film zur Wahrheit: im besetzen Frankreich verlieben sich eine verheiratete Französin und ein deutscher Offizier ineinander – was natürlich nicht geht. Der Film hat etwas seltsam ruhiges, aufwühlendes und quälendes , aber auf eine brutal schöne Weise. Und der Soundtrack ist ein Traum…

Neu entdeckte Lieblingsmusiker

The Lumineers

Zwar kannte ich die amerikanische Band schon länger, allerdings hatte ich sie nie wirklich war genommen – bis mir YouTube vor ein paar Monaten vorschlug das Video zu ihrem neuen Song „Sleep on the Floor“ zu sehen. Ich war neugierig… und verliebte mich in diesen melancholischen Song. natürlich hörte ich auch sofort danach das ganze neue Album „Cleopatra“ an und fand ein paar neue Lieblinsglieder, u.a. „Ophelia„.

Tom Rosenthal

Ein melancholischer Indie-Musiker, den ich durch den YouTuber Will Derbyshire (der übrigens auch toll ist!) kennengelernt habe. Seine Texte sind so tiefgründig und berühren auf einer nachdenklichen, poetischen Ebene, die einen aber nicht herunterziehen, sondern in Hoffnung und mit einem warmen Gefühl hinterlassen. Besonders gefallen mir „Ian“ und „Bob in the Rain and the Lizard of Hope„, die ich nur wärmstens empfehlen kann, besonders an grauen und regnerischen Tagen mit einer Tasse Tee.

Max Richter

Der Komponist erinnert etwas an Philip Glass mit seinen ruhigen Klavierelementen. Erst Mitte des Jahres merkte ich, wie viel ich von ihm kannte, aber es nicht in seiner ruhigen Schönheit wertgeschätzt hatte. Zugegebenermaßen, etwas traurig ist seine Musik schon, lädt allerdings so wunderbar zum Träumen ein und berührt jedes Mal beim Hören etwas ganz tief in mir. Am meisten liebe ich „Vladmir’s Blues“ und „I will not forget You„.

Bosse

Ihn kannte ich schon vor diesem Jahr, aber das ich seine Musik tatsächlich intensiv höre und genieße, habe ich ein paar beharrlichen Freunden zu bedanken. Ich bin ziemlich begeistert von der Wortgewandtheit und der Kraft in Text und Melodie dieses Künstlers! Dieses Jahr haben mir besonders „Schönste Zeit“ , „Liebe ist leise“ und „Dein Hurra“ gefallen und ich habe sie ständige rauf und runter gehört.

Hui, das ist irgendwie länger geworden, als ich es erwartet habe. Ich hoffe, ihr hattet ein gutes Jahr mit vielen tollen Filmen, Erlebnissen, Büchern und gutem Essen! Was habt ihr erlebt und welche Filme und Bücher – vielleicht  aus dieser Liste?-  sind euch ans Herz gewachsen?
An dieser Stelle möchte ich mich außerdem für die vielen lieben und auch konstruktiven Kommentare bedanken, sowie eure Likes und Follows, die mich so motivieren, hier weiterzuschreiben!

Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich schon aufs Tippen, Lesen, Bloggen und Fotografieren!

Alles Liebe,
Katha

Autumn Faves #16

Moinsen!

Erstmal: Allen einen schönen Zweiten Advent! Die Weihachtssaison ist am brodeln, aber ich möchte gerne noch einen Blick zurück auf die letzten Monate werfen.

Nachdem ich mit meinen Monthly Faves aufgehört hatte, weil ich es schwierig fand, jeden Monat neue Lieblinge zu finden, da ich schlichtweg nicht so viel kaufe, ohne mich zu wiederholen, habe ich mich etwas unvollständig gefühlt.
Für mich gilt beim Bloggen immer: Qualität über Quantität! Vor allem, da ich noch meine olle Handykamera benutzen musste und die Bilder auf Blogniveau ziemlich groß sind, war mir die nicht so gute Qualität etwas unangenehm, aber nun, wo ich meine Spiegelreflex habe, ist natürlich alles anders, aber vor allem : scharf!
Es hat mir irgendwas gefehlt neben den ganzen Rezensionen, immer wieder wollte ich ein paar Dinge vorstellen, allerdings wusste ich nicht, unter welcher Kategorie! Deshalb möchte ich jetzt Lieblinge für jede Jahreszeit zusammenstellen, weil ich so mehr Zeit habe, um die besten Dinge herauszusuchen. Es ist etwas experimentell, ich weiß noch nicht, ob ich das Format behalte, aber wenn du es interessant findest, lass es mich wissen!

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1. Lieblingspullover

Ich weiß, ich weiß. Diese Schnürgeschichten sind gerade absolut modisch und ich kaufe eigentlich lieber zeitlose Sachen… aber ich konnte nicht widerstehen. Der Pullover ist sehr kuschelig und warm, sieht kombiniert aber auch einzeln toll aus. Ich liebe es einfach, dass er so ein schönes, helles grau hat und duch das weiße Band zu etwas besonderem wird.  Wer mich normalerweise in der Uni sieht, wird feststellen, dass ich fast nur noch in diesem Pullover lebe!

2. Passenger Konzert im Tempodrom

Irgendwie wird man nach einem Konzert immer noch ein größerer  Fan des Musikers als zuvor. Zumindest ist das mein Eindruck, vielleicht hatte ich bsiher auch nur Glück und habe stets gute Konzerte erwischt.
Es war mein erster Besuch im Berliner Tempodrom, der aussieht wie ein futuristisches Zirkuszelt, welches aber eine großartige Akustik bietet. Aber nun zu Passenger, den wahrscheinlich viele, mich eingeschlossen, durch seinen Song „Let Her Go“ kennen. Er selbst bekundete jedoch, seitdem es „Let It Go“ aus dem Disey Film „Frozen“ gibt, verfolge  ihn die Verwechslung wie einen Fluch. Alles in einem war es ein wunderbarer Abend, Passenger erzählte viel von den Hintergründen seiner Songs, vom Wandern als Straßenmusikant, von Dingen, die ihn nerven oder ihn begeistern. Regelmäßig forderte er sein Publikum zum mitsingen auf. Obwohl es eine recht große Halle war, hatte man den Eindruck, dass er auf einer ganz persönlichen Ebene zu seinem Publikum sprach. Mal sang er mit der Band, oder allein mit der Gitarre, aber die ganze Zeit strahlte er eine warme, faszinierende Persönlichkeit aus. Es war einfach Gänsehaut pur!

3. Essie Nagellack in „Wicked“

Dunkelrot, fast schwarz und wunderschön glänzt dieser Nagellack auf den Nägeln, je nach Licht scheint er mehr rötlich oder kastanienfarbend, ist aber eine wärme und tolle Abwechslung zum düsteren schwarzen Nagellack. Ich  bin zwar in letzter Zeit etwas seltener am Lackieren, aber auf die gute Qualität der Essie Nagellacke komme ich immer gerne zurück.

4. Kinoliebling: Doctor Strange

Zugegeben, ich war diesen Herbst nur zwei Mal im Kino (und das innerhalb von drei Wochen), aber Doctor Strange hat mich in jeder Hinsicht nachhaltig beschäftigt und mir gut gefallen. Natürlich gibt es einige Kritikpunkte, auch bei der Logik dieses Films, andererseits macht es einfach Spaß, dieses Marvel-Film zu sehen, er ist gut gemacht und großartig besetzt. Alle Details und die komplette Rezension gibt’s hier.

5. Jutebeutel der Humboldt-Universität zu Berlin: ISW

Am zweiten Tag der sogenannten OWO (Orienterungswoche) an meiner Uni gab es diese hübschen Jutebeutel gratis verteilt. Nicht nur eine schöne Geste, die einem absolut zu Berliner Studenten-Hipster transformiert, sondern auch praktisch! Der Beutel hat längere Träger, wodurch er etwas niedriger hängt als ein gewöhnlicher Beutel. Und es ist einfach schön, etwas vom eignen Institut zu besitzen.

6. Downton Abbey Staffel 6 (Finale Staffel)

Das ist tatsächlich schon ein bisschen länger her, aber dennoch erwähnenswert! ich denke, ich habe die letzte Staffel meiner Lieblingsserie gegen Anfang September gesehen und später nochmal mit meiner besten Freundin Charlie durchgesuchtet. Wer bis zur fünften Staffel durchgekommen ist und ein bisschen von dem Verhalten mancher Charaktere genervt war, wird hier sehr glücklich werden. Ich will natürlich nicht spoilern, allerdings kann man sagen, dass diese Staffel der Serie einen krönenden Abschluss verleiht – der urige Mr Carson, die ewig zankenden Schwestern Mary  und Edith, die Frage nach der Liebe, der Wandeln der Zeit und das langsame Austerben der Aristokratie und des Adels… Ach ja, Downton!

7. Buchiebling: Harry Potter and the Goblet of Fire

Der vierte Harry Potter Band war wie seine Vorgänger nach einfach super und begeisterte mich immer mehr für diese tolle Buchreihe, auch wenn der mittlere Teil ungewöhnlich langsam verlief, hatte ich viel Spaß beim Lesen. Besonders liebe ich diese herrlichen englischen Bloomsbury Ausgaben! Ich habe auch schon vor ein paar Wochen eine Rezension geschrieben, also wer am ausführlichen Urteil interessiert ist, findet es hier.

8. Bullet Journaling (Bujo)

Diese Idee kam eigentlich von meiner besten Freundin. Davor hatte ich dann und wann auf Instagram mal Bujos gesehen, wusste aber auch nicht genau, was das ganze soll. Nun muss ich sagen, dass ich echt dankbar bin, dass mir das ganze vorgestellt wurde, denn Bujos erleichtern mir den Alltag. Einerseits ist es eine organisierte, aber auch kreative Art To-Do Listen und andere organisatorische Dinge zu planen, andererseits habe ich nun meine ganze Zettelsammlung in einem schönen Noitzbuch. Für mich ist es besonders gut, weil ich mir jede Seite so einteilen kann, wie ich will, nichts ist vorgegeben, man hat so viele Möglichkeiten, sich zu entfalten. So kann ich neben dem Üblichen auch Kreativlisten und Weihachtsideen notieren und eine Art „Tracker“ einbauen, der mich zum Beispiel daran erinnert, genügend Wasser zu trinken. Aktuelle probiere ich noch herum, welches System mir gut passt, wie ich die Seite anordnen kann, aber ich finde es großartig, einfach alles an einem Platz zu haben (und es auch wiederzufinden!)

Für alle interessierte, habe ich hier mal ein paar Tutorials verlinkt, die ich ziemlich schön und praktisch finde.

9. Classic Chai Yogi Tea (loser Tee)

Ich liebe diesen Tee! Eigentlich mag ich eher fruchtige und leichte Tees, aber jetzt bei der Kälte und den überall herumschwirrenden Erkältungs- und Grippeviren, genieße ich es total, diese aufbauenden, von innen wärmenden, würzigen und leicht scharfen Tees zu trinken – für die Stärkung am Morgen oder zwischendurch. Es wird zudem empfohlen, den Tee mit Milch zu trinken, aber den Clou daran habe ich leider noch nicht entdeckt.

10. Lieblingssongs und Ohrwürmiger

Meine absolute Nummer eins, einer der besten Songs, die ich seit langem gehört habe, ist Sleep On The Floor“ von The Lumineers. Ich empfehle es mit ganzen Herzen, ihn zu hören und sich das großartige Video ansehen!! Ich entwickle mich gerade sehr zum Fan von ihnen…

Hui, das ist überraschend lang geworden! Ich wünsche eine schöne vorweihnachtliche Zeit und freue mich schon auf Kommentare. Bist du vielleicht Fans von Passenger und /oder Downton Abbey? Was für Tee findest du für den Winter großartig?

Lass es mich wissen!

Love, Katha