Die Schöne und das Biest

OT: Beauty and the Beast
DT: Die Schöne und das Biest
Cast: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Emma Thompson, Ewan McGregor, Ian McKellen, Kevin Kline, Stanley Tucci, Gugu Mbatha-Raw
Genre: Märchenfilm
Regie: Bill Condon
Drehbuch: Stephen Chbosky, Evan Spiliotopoulos
Musik: Alan Menken
Länge: 130 Minuten
FSK: ab 6 Jahren

Belle, eine junge Bibliophile, lebt mit ihrem Vater in einem kleinen französischen Dorf. Ihr Vater macht sich wie jedes Jahr wieder auf seine Reise und ihr verspricht, eine Rose mitzubringen, doch verirrt er sich auf Grund eines Sturmes und folgt einem Pfad zu einem mysteriösen, unheimlichen Schloss, dessen Gefangener er bald wird. Seine Pferd galoppiert schnell zurück zum Dorf und signalisiert seiner Tochter, dass ihr Vater in Gefahr ist und natürlich folgt sie dem Tief zurück zum Schloss, um festzustellen, dass ihr Vater fort gefangen gehalten wird – jedoch nicht von einem Menschen.

Wie schön ist es doch, die Helden der eigenen Kindheit neu zu erleben! Ich muss schon im Vorfeld gestehen, dass Belle stets meine liebste Disnes-Prinzessin gwesen ist und ich das heute auch noch sagen kann: Sie punktet durch ihr warmes Herz, ihre Intelligenz, ihrer Bibliophilie und natürlich auch, weil sie wunderschön ist. Hätte es eine bessere Besetzung als Emma Watson geben können? Ich bezweifle es! Sie brilliert in der Rolle von Belle –  so überzeugend und liebevoll wie sie den Charakter spielt, meint man nach einer Weile, dass sie wohl in echt auch dieses liebenswürdige Wesen seien muss. Sie bleibt der Zeichentrickfigur in ihrem Liebreiz treu, gibt ihr aber etwas frisches, cleveres und manchmal fast schon freches.

Der Kern des Filmes (und meiner Begeisterung)  ist allerdings die Machart: Von den Kostümen, über das CGI, über Kulisse und Musik. Songs, die um Mitsingen einladen und eine magische Welt, wo man nur mit offenen Mund staunen mag. Mich hat es an Stellen, wie beispielsweise der berühmten Tanzszene mit dem Biest im gelben Kleid, teils wirklich ergriffen, weil dieses alte Märchen so authentisch zum Leben erweckt wurde. Selbiges gilt für die urigen Gegenstände im Schloss, den große Schauspieler (im Original) ihre Stimmen geliehen haben. Auch, wenn in die deutsche, synchronisierte Version sah, glaube ich sagen zu können, dass Ian McKellen als Uhr und Emma Thompson als Teekanne nicht besser hätten gewählt werden können – zweifelsohne werde ich diesen zauberhaften Film noch einige Male im Orginial sehen, sobald er erschienen ist.

Der Film „Die Schöne und das Biest“ konnte mein Herz sofort einnehmen, mich zum Lachen bringen und mich an Stellen auch zu feuchten Augen rühren und mich wieder Fühlen lassen, als sei ich 7 Jahre alt.

Ähnlich wie in der Orginalzeichentrickversion gewöhnt man sich so an den Anblick des Biestes in Biestgestalt, dass der Anblick des normalen Dan Stevens zum Ende fast schon seltsam ist. Es macht Spaß, Schauspieler, die man jahrelang mit einer bestimmten Rolle assoziiert hat, wie Emma Watson mit Hermine in Harry Potter und Dan Stevens als Matthew in Downton Abbey, in ganz anderen Rollen zu sehen und sich bezaubern zu lassen.

Eine Sache – es ist eher ein Detail – über das ich ein bisschen traurig lache musste, ist dass Belle (wohlgemerkt in einem französischen Dorf, wo die Figuren französische Namen haben) den Kindern lesen beibringt – aus einem englischen Buch! So perfekt dieser Film auch glänzt, ist es schade, wie amerikanisiert sogar ein französisches Dorf werden kann.

Kleine Bemerkung am Rande: Ich habe den Film nicht in 3D gesehen (an dieser Stelle oute ich mich auch gerne als kein Fan davon) und muss sagen, dass es total ausreicht. Die Technik hat die Visualisierung vom Biest und den lebendigen Gebrauchsgegenständen im Schloss so gut zu Stande gebracht, dass es so schon unfassbar dreidimensional aussah.

Eine größere Bemerkung: Während ich im Internet zuvor einige Rezensionen gelesen habe, um zu sehen, ob meine sehr positive Einschätzung des Filmes, negativen standhalten kann, bin ich auf zwei recht interessante Kontroversen gestoßen. Zum einen wurde kritisiert, dass Belle unter einem Stockholm-Syndrom leide und dies keine gute „Message“ des Filmes sei. Ich denke, man kann sich über alles streiten, wenn man möchte. Für mich ist es klar, dass die Aussage des Filmes ist, dass man sich in jemanden auf Grund seines Charakters verlieben kann, auch wenn derjenige ein grässliches Aussehen hat und auf den ersten Blick recht garstig wirkt. Man muss auch betrachten, dass die Ursprünge und die Idee des Märchens aus dem 18. Jahrhundert stammen!
Zum anderen heißt es, dass LeFou, der Gehilfe von Gaston, dem eingebildeten jungen Mann, der auch starkes Interesse an Belle hege, möglicherweise als homosexuell interpretiert werden kann. Dazu kann ich nur sagen: Na und? Falls dies wirklich so beabsichtigt war, was macht das schon aus. Generell erkennt man viel Diversität (beispielsweise in den Hautfarben und Ethinizitäten) und moderne Züge in dieser Märchenverfilmung, was ich sehr schön finde – wir befinden uns nicht mehr im Jahre 1991, in welchem der Original Disney Film. auf den sich dieser bezieht,  in die Kinos gekommen ist.

THE VERDICT: Ein wunderschön gemachter, nicht ohne Grund stark gehypter Disney-Film mit Charme und Herz, der einen sofort um den Finger wickelt. Ein süßer Gute-Laune-Film für die ganze Familie. 9 von 10 Sternen.

´Love, Katha

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Mehr zu den Kontroversen

Geliebte Jane

OT: Becoming Jane
DT: Geliebte Jane
Cast: Anne Hathaway, James McAvoy, Julie Walters, James Cromwell, Maggie Smith
Genre: Filmbiografie
Regie: Julian Jerrold
Drehbuch: Kevin Hood, Sarah Williams
Musik: Adrian Johnston
Länge: 120 Minuten
FSK: ab 0 Jahren

Basierend auf Jon Hunter Spences gleichnamigen Roman aus dem Jahr 2003.

Wer war Jane Austen, eine der bekanntesten englischsprachigen Autorinnen, hiner ihren Büchern? Wodurch wurden ihre Geschichten inspirert? Julian Jerrolds Film „Geliebte Jane“ beleuchtet Janes literarisches Werden in einem zarten Film, der so wie Austens Romane, eine  bezaubernde Liebesgeschichte erzählt.

Wunderschön, in einem angenehmen Tempo aber traurig zeigt dieser Film, dass man manchmal der Realität und der eignen Existenzsicherung ins Auge sehen muss und die Liebe leider nicht immer siegen kann – dennoch verbleibt Jane in diesem Film mit einer positiven Aussage: ihre Figuren werden glücklich.

Natürlich stellt sich die Frage: Wie viel Jane Austen ist in dieser Verfilmung  entahlten, ist es wirklich eine Biografie oder mehr ihr Leben und ihre Romane gemischt zu einer Interpretation ihrer Persönlichkeit? Nun, ich habe keine Jane Austen Biografie gelesen, aber  als ein Fan ihrer Werke kannte ic im groben ihre Biografie und erkannte im Film auch zentarle  Verlaufspunkte aus  Leben. Das sie sehr gebildet aufwuchs, wie es um ihren elterlichen Haushalt stand, das sie und ihre Schwester Cassandra nie heirateten würden, das ihre Bücher nur unter „By a lady“ publiziert wurden und das sie einen wichtigen Antrag erhielt, den sie ablehnte, wurde alles berücksichtigt.

Mir ist es gar nicht so wichtig, dass der Film haargenau Jane Austen unter die Lupe nimmt, denn ich bezweifle, dass dies der Anspruch von „Geliebte Jane“ ist. Es handelt sich schließlich um einen Spielfilm, bei dem die Emotion im Vordergrund steht, und nicht um eine Dokumentation.  Vielmehr  stellt der Film eine interessante, gut unterhaltende, etwas lehrreiche und vor allem berührende Liebesgeschichte dar  mit einem recht typischen  Konflikt um  die Liebe in einer Gesellschaft Ende des 18. Jahrhunderts. Betrachtet man „Geliebte Jane“ aus dieser Perspektive, ist es ein sehr schön gemachter Kostümfilm, optisch sehr reizend (aber auch nicht zu Hollywood, es werden glücklicherweise auch die schlechten Seiten von Janes Lage dargestellt), einem angenehmen, leichten Soundtrack und zwei ganz tollen Hauptdarstellern, die eine aufkeimende, junge Liebe mit ihren Unsicherheiten und kleinen Leidenschaften hervorragend spielen und man sich ertappt, wie man sich mit verliebt.

Sowohl Anne Hathaway, die man vielleicht aus weniger his Rollen historischen kennt, wirkt so natürlich und sympathisch in ihrer Rolle, wohin James McAvoy die Rolle des Gegenpols einnimmt und die beiden in bissigen Diskussionen gemeinsam aufblühen.

Das einzige, was mich an diesem Film gestört hat, ist die Tonqualität, da der Soundtrack häufig unverhältnismäßig laut ist zu dem eigentlichen Redepart und man ständig lauter oder leiser stellen muss, damit man ein angenehmes Fernseherlebnis hat.

THE VERDICT: Ein wirklich schön gemachter, wenn auch nicht die detaillierteste und schärfste Untersuchung von Jane Austens Leben – es ist mehr Liebesfilm, als Filmbiografie, mit tollen Dialogen und viel Herz. 7,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

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The Duchess

OT: The Duchess
DT: Die Herzogin
Cast: Keira Knightley, Ralph Fiennes, Dominic Cooper, Haylay Atwell
Genre: Drama
Regie: Saul Dibb
Drehbuch: Andres Thomas Jensen, Jeffrey Hatcher, Saul Dibb
Musik: Rachel Portman
Länge: 109 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Basierend auf dem Leben der Georgiana Cavendish, Duchess of Devonshire
Ausgezeichnet mit einem Oscar für das Beste Kostümdesign.

Georgiana Spencer wird gerade mit 17 Jahren mit  deutlich älteren Lord William Cavendish, Duke of Devonshire verheiratet. Die lebhafte junge Frau führt jedoch ein recht tristes Leben mit dem kühlen und distanzierten Herzog auf seinem Anwesen. Dass sie nicht sofort einen Jungen, sondern ein Mädchen zur Welt bringt, zerrüttet ihr Verhältnis noch mehr. Als Georgiana jedoch in Bath Lady Elisabth Foster kennenlernt, erfreut dies ihren Mann auf verdächtige Weise.

Traurig, dramatisch und optisch mitreißend ist dieses Portrait der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts und zeigt, wie Männer praktisch jede Grausamkeit anwenden können und damit durchkommen, während der kleinste Fehler einer Frau schon zum Verbrechen wird – wie beispielsweise Mädchen zu bekommen, anstelle eines Erbens.

Was einem natürlich als erstens ins Auge sticht, ist wie opulent und anregend der Film gestaltet ist, die Kostüme sind ein Traum, das ganze Setting ein Augenschmaus – schon dafür lohnt es sich, in den Film hineinzuschauen. Nicht umsonst gewann Michael O’Connor den Oscar für das Beste Kostümdesign.

Wie in jedem Kostümfilm glänzt Keira Knightley in ihrer Rolle – auch hier als Georgiana. Sie spielt die fröhliche, die erschütterte, die verliebte, die naive, die kämpferische – ja, jede Emotion überzeugend. Ich muss einfach zugeben, dass ich sie in diesem Genre am liebsten sehe. Die Verfilmung über die faszinierende Persönlichkeit Georgiana Cavendish informiert, fasziniert und macht neugierig, mehr über diese Frau zu erfahren, die es geschafft hat, sogar die Politik zu beeinflussen und die Whig-Partei zu fördern.  Knightleys Leistung in diesem Film zeigt, dass man sie  bloß nicht als Sweetheart in Liebesfilmen abschreiben soll, sondern dass sie eine sehr gute Schauspielerin ist, die man ruhig ernster nehmen kann.

Ralph Fiennes (den ich manchmal echt gerne zum Ausgleich in freundlichen Rollen sehen würde), beweist hier, wie unglaublich unsympathisch, abartig und verhasst er einem werden kann. Ich schätze ihn unglaublich in diesen dunklen Rollen, auch wenn ich mich die ganze Zeit über die Rolle aufrege, weil er sie einfach so überzeugend spielt. Er ist hervorragend in der Rolle des passiv-agressiven Mannes.

http://www.darlingtonandstocktontimes.co.uk/resources/images/4448411/

Rachel Portman bleibt auch in diesem Film ihrem Stil treu, es ist bemerkenswert wie man ihre Stücke fast immer wiedererkennt: Die melancholischen Streicher stehen wie immer im Vordergrund. Die Musik ist – wie leider auch Georgianas Leben – recht düster und nur mit kleinen Lichtblicken versehen. Das musikalische Thema steht hier stark im Vordergrund und lässt sich durch den gesamten Soundtrack wiederfinden, schafft es aber, nicht eintönig zu klingen. Wie immer tolle Leistung!

Schade finde ich, was ich allerdings nur im Nachhinein beim erstellen dieser Rezension gelesen habe, ist dass der Film u.a. damit beworben wurde, dass Prinzessin Diana eine Nachfahrin Cavendishs war und sie verbunden im Schicksal seien, was ein ziemlich gruseliger und geschmackloser Vergleich ist, der vollkommen fehl am Platz ist. Der Film hat es wirklich nicht nötig, damit zu werben.

Ein weiterer, großartiger  Film des Regisseurs Saul Dibb ist „Suite Française“, den ich jedem, der Dramatik und traurig-zarte Liebesgeschichten mag, sehr ans Herz legen kann.

THE VERDICT: Ein optisch sehr ansprechendes Portrait von Georgiana Cavendish mit zwei guten Hauptdarstellern, welche die Dramatik des Lebens dieser Frau auf den Punkt bringen und ein Film, der neugierig macht, mehr von dieser faszinierenden Frau zu erfahren. 8 von 10 Sternen.

Love, Katha

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La La Land

OT: La La Land
DT: La La Land
Cast: Emma Stone, Ryan Gosling, John Legend
Genre: Musicalfilm
Regie: Damien Chazelle
Drehbuch: Damien Chazelle
Musik: Justin Hurwitz
Länge: 128 Minuten
FSK: ab 0 Jahren

Nominiert für 14 Oscars.

Gewann 2017 7 Golden Globes, darunter Bestes Drehbuch und Beste Filmmusik.

Ich empfehle an dieser Stelle – so wie ich das auch getan habe – den Trailer nicht zu sehen und sich einfach komplett überraschen zu lassen, weil der Trailer zu viel von den „magischen“ und schönen Szene angedeutet und so vielleicht das Staunen und die Überraschung ein bisschen weniger intensiv ausfallen könnte.

In Los Angeles leben Mia und Sebastian, die beide von einer Zukunft als Berühmtheit träumen. Während Mia unbedingt Schauspielerin werden will, sich allerdings unerfolgreich von einem Vorsprechen zum nächsten kämpft, hofft Sebastian auf eine großartige Karriere als Jazzmusiker mit eigenem Club. Als sie sich das erste Mal auf einer Party unterhalten, beide genervt und frustriert von  ihrer aktuell frustrierenden Lage, wird eine Spannung zwischen den beiden deutlich und es scheint, dass sie sich nicht zufällig über den Weg laufen.

Warum bin ich in diesen Film reingegangen? Nun, als ich den Titel gehört habe, fand ich ehrlich gesagt er klang recht nichtig und in bisschen lächerlich (anscheinend ist La La Land ein Spitzname für Los Angeles) . Als ich allerdings vernahm, was für ein heißer Oscar-Kandidat dieser Film ist  (und ich jedes Jahr im Kino ein paar der Oscar-Kandiaten sehe) und meine beste Freundin Charlie mir eröffnete, sie sei ziemlich überfordert-überzeugt von dem Film, war mir klar: Warum eigentlich nicht?

Es ist kein Film, der wegen seines Inhalts den Rahmen sprengt und die Herzen erobert, extrem tiefgründig und sehr anspruchsvoll ist, sondern der durch seine Machart glänzt, durch wenige Schnitte, wunderbare Musicalszenen, überzeugende Schauspieler und tollen Tanzeinlagen, Sternenhimmel und Herzklopfen. Ein bisschen erinnert mich das an den ganz großartigen Stummfilm „The Artist“, der vor einigen Jahren auch ein großer Oscar-Favorit war, wie ich finde aus ähnlich Gründen: Ein etwas „verstaubtes“ Genre aufgegriffen, etwas modernisiert, eine Brise von Eigenartigkeit dazugegeben und einen Film für das Herz kreiert, der einen unglaublich in der Vergangenheit https://i1.wp.com/www.kino.de/wp-content/gallery/la-la-land-2016/la-la-land-3-rcm0x1920u.jpgschwelgen lässt und dessen Soundtrack man gerne nach der Kinoaufführung ruf und runter hört.

So magisch und bezaubernd der Film in seiner  Machart ist, muss man auch zulassen, sich von diesem Glitzern überzeugen zu lassen, sein Herz zu öffnen für eine Hommage an Hollywood und Träume, kleine versteckte Symbole, Hoffnungsfunken .
Ich denke nicht, dass der Film für jederman ist, sondern ein toller Film, den ich jedem Tagträumer und Realitätsflüchtigen empfehlen kann.
Der Film berührt tief, bringt aber auch zum Nachdenken, was man aus seinen Träumen im Leben machen will.

Ich muss zugeben, dass ich zuvor keinen Film mit Ryan Gosling gesehen habe und auch nur drei mit Emma Stone kenne –  ich war also fast ohne Meinung zu den beiden Schauspielern in diesen Film gegangen, hatte nur zuvor gelesen, dass die beiden häufiger zusammengearbeitet haben und ich muss sagen, man merkt das! Die beiden waren in der Lage, Mia und Sebastian so viel Leben einzuhauchen und eine so unglaublich überzeugende,k nisternede Chemie zu erzeugen sowohl in romantischen Szenen als auch bissigen Diskussionen. Ihre Liebesgeschichte ist ziemlich vorhersehbar und überhaupt nichts Neues und jeder, der nicht dieses ganze Tra-ra mag mit bunten, üppigen Szenen mag, der wird sich hier langweilen, denn der Film ist auch nicht „spannend“, sondern emotional, manchmal sogar ganz schön  mitreißend. Hier spricht der Film ans Optische und ans Gefühl.

Das Herz dieses Filmes macht natürlich der Soundtrack aus, der die ganzen Emotionen und Tanzsszenen auch erst möglich macht. Nach Aussage des Regisseurs Chazelle ist die Musik, die Justin Hurwitz komponiert hat, inspiriert von alten MGM-Filmen aus den 1940er Jahren (entsprechend ist „La La Land“ auch im Cinemascope-Format gedreht worden). Neben frischen Musicaleinlagen mit dem halben Set, die mit Klavier-Melodien und wunderbaren langen Szenen ohne Schnitt durch die Gegend hüpfen, enthält der Film auch viele Jazzstücke und auch melancholische Orchestrastücke. Eher untypisch für ein Musical ist allerdings, dass es kaum Solos gibt, was für einen richtigen Musical-Fan mögicherweise eine Enttäuschung sein könnte – betrachtete man es jedoch aus der Perspektive, dass Chazelle versucht hat, etwas Neues, aber an Altem inspiriertes zu kreieren, finde ich, dass ihm das wirklich gelungen ist. Die Musik ist wie eine Feuerwerk-Batterie: Irgendwie bekommt man alles: rauschende Feuerwerke, lautes Knallen und kleine flinke Funken und man kann als Zauschaunder einfach nur Staunend starren und zu hören. Zumindest komme ich von diesem tollen Soundtrack nicht mehr los!

Meine Favoriten sind bei den peppigen Elementen „Another Day of Sun“ und  „Someone in the Crowd“ und bei langsameren „Planetarium“. Bei letzterem muss ich anmerken, dass mir daran nicht nur die unglaublich eingänge Melodie gefällt, sondern auch dass es die typischen Elemente von alten Disneyfilmen enthält, aber auch etwas an die Musik von den Ghibli Studios (z.B. „Das Wandelnde Schloss“)  unter Joe Hisaishi erinnert und dadurch etwas unglaublich melancholisch-nostalgisches hat.

Zu diesen Soundtrack, über den ich hier noch ewig schreiben könnte, kommen mitreißende Tanzeinlagen, wo man wirklich sehen kann, wie viel Energie vor allem die beiden Hauptdarsteller in diesen Film investiert haben müssen – das gilt besonders für Ryan Gosling, dessen Rolle faktisch daraus besteht, dass er Klavier spielt und es durch die langen Aufnahmen ohne Schnitt unmöglich ist, jemand andere spielen zu lassen. Eine beeindruckende Leistung!

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so euphorisch und verzaubert ein Kino verlassen habe, ich hätte Tanzen können, so entzückt wie ich war. Der Film hat mein Herz erweicht und meine Sinne in den Bann gezogen und entsprechend bin ich nur in der Lage, ihn  freudeerfüllt zu bewerten, vielleicht bin ich auch verblendet, aber als Tagträumer bin ich vermutlich das perfekte Zielpublikum für so einen Film. Nachdem ich verschiedenste Rezensionen im Internet gelesen habe, verfestigt sich mein Eindruck, dass sich die Geister an diesem Film scheiden – aber sei’s drum, Geschmäcker sind verschieden. Ich liebe den Film trotz der Krtitken, und das mag für mich etwas heißen!

Einen minimalen Abzug gibt es, da ich rückblickend finde, dass der Anfang (auch wenn ich verstehe, warum er so bunt und extrem fröhlich gemacht wurde) nicht ganz mit der Grundstimmung des Filmes harmoniert und es einen recht harten Bruch gibt. Er hat etwas eigenstehendes.

THE VERDICT: Ein unbeschreiblich kreativ gestalteter Film, der auf nostalgisch-romantische Weise verzaubert und um Träumen und Tanzen einlädt. Der Soundtrack als absoluter Hochkaräter rundet den Film mit zwei überzeugenden Schauspielern wunderbar ab . Die Geschichte mag nicht die anspruchsvollste sein, aber ihre Machart ist ein wahrer Traum. Ich werde das Gefühl nicht los, dass dieser Film irgendwann ein Klassiker wird. 9 von 10 Sternen.

Love, Katha

 

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Cover

Doctor Strange

OT: Doctor Strange
DT: Doctor Strange
Cast: Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Chiwetel Ejiofor, Mads Mikkelsen, Rachel McAdams, Benedict Wong
Genre: Superheldenfilm
Regie: Scott Derrickson
Drehbuch: Scott Derrickson
Musik: Michael Giacchino
Länge: 115 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Bevor ich meine Rezension schreibe, möchte ich einen kleinen Disclaimer am Anfang hinzufügen: Ich habe nicht besonders viel Ahnung von dem Marvel-Universium, noch von Marvel-Filmen. Meine Wunsch, diesen Filmen zu sehen, hatte vor allem diese zwei Gründe: Natürlich wollte ich nicht den neusten Film mit meinem absoluten Lieblingsschauspieler verpassen und zweitens hatte ich die Absicht, aus den Genres, die ich kenne und immer wieder sehe, auszubrechen. Und nun sind wie hier.

Nachdem der Neurochirurg Stephen Strange in einen Autounfall gerät, der beinahe tödlich für ihn ausgeht, kann er seine Hände nicht mehr benutzten, da sie zittern und ihre Feinmotorik nicht mehr vorhanden ist. Strange, für den seine Chirurgenkarriere alles ist, sucht verzweifelt nach einer Lösung. Als beinahe jede Hoffnung verloren ist, lernt er den Fall eines Mannes kennen, dessen Querschnittslähmung geheilt wurde. Diese rät ihn, einen Ort namens Kamar-Taj in Katmandu aufzusuchen, doch als Strange dort ankommt, wird ihm eine nahezu magische Welt eines Ordens gezeigt, welche er mit ganzer Arroganz ablehnt – erst wird er von der Ältesten aus dem Orden geworfen, doch diese wird von Meister Mordo überzeugt, Strange doch aufzunehmen.
Währenddessen bahnen sich Gefahren für den Orden an, da Kaecillius Seiten aus einem verbotenen Buch entwendet hat.

Beinahe schon klassisch spielt Benedict Cumberbatch voller Überzeugung Arroganz, Eitelkeit, Hochmut aber auch Verzweiflung des Doctor Strange. Nur an diesen neuen Bart muss man sich irgendwie gewöhnen – Spaß bei Seite: Er lebt den Charakter Strange mit jeder Facette aus.
Auch Mads Mikkelsen, den ich sowohl in Gut und Böse schon kennengelernt habe, beweist hier, wie gut er den besessenen Schurken spielen kann.
Ich kann eigentlich nur sagen, dass mir die Besetzung schon gefallen hat, als ich von ihr gelesen habe. Viele der Figuren leben eine Psychologisierung durch und verändern sich während der Handlung, was sie viel plastischer und realistischer in ihrem Auftreten erscheinen lässt. Mit den Geschehnissen überlappen sich auch Gut und Böse in manchen Charakteren, sie haben alle ihre Macken und Dimensionen, auch wenn sie der klassisch „Guten Seite“ oder „Bösen“ einzuordnen sind.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/c/c7/Doctor_Strange_poster.jpgDa ich nicht zu sehr in die Handlung gehen möchte, da der Film gewissermaßen von der Spannung der nachfolgenden Ereignisse lebt, will ich an dieser Stelle sagen, dass der weitere Inhalt mich überraschender Weise wirklich überzeugen konnte, denn auch wenn es viel Action und Superheldentum ist, scheint mir gerade durch die hochintellektuelle Person Stephen Strange dieser Film eine Art „aufgeklärter“ Superheldenfilm zu sein. Denn natürlich ist der Mensch, der sein ganzes Leben lang auf die Gesetze von Natur vertraut hat, sehr skeptisch und anfangs auch ablehnend gegenüber von übernatürlichem und auch irgendwie buddistisch-spirituellen Elementen, lebt sich aber nach und nach ein. Gerade durch die Figur der Ältesten werden gewisse Techniken „des Zauberns“ auch noch erklärt und man ist plötzlich mitten in der Materie.

Zu viel Action und fast schon übernatürlich beeindruckenden Effekten kommt auch noch eine eigene Welt des Humors, die den Film gut abrundet. Man kann es gar nicht anders formulieren, als zu sagen, dass man sehr gut unterhalten wird!
Ein weiterer Pluspunkt ist Michael Giacchinos deftig-heroischer Soundtrack, der einem auch nach dem Film definitiv in den Ohren bleiben wird.

Das einzig Verwirrende war, dass man kein Gefühl für Zeit innerhalb der Handlung fühlen konnte, mal waren Strange und die anderen vom Orden in London, dann plötzlich Hong Kong und New York… Die Sequenzen fließen ineinander und manchmal fragt man sich einfach nur, was hier gerade eigentlich vorgeht.

THE VERDICT: Viel Action, viel Cumberbatch (eigentlich allgemein eine absolute Star-Besetung, die aber auch überzeugt!). Ich war gut am Lachen und Staunen und bin wirklich positiv überrascht, wie gut mir dieser Film gefallen hat und kann ihn definitiv empfehlen: 8 von 10 Sternen

Love, Katha

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Filmposter

Inferno in Florenz

OT: Inferno
DT: Inferno
Cast: Tom Hanks, Felicity Jones, Omar Sy, Sidse Babett Knudsen, Ben Foster
Genre: Thriller
Regie: Ron Howard
Drehbuch: David Koepp
Musik: Hans Zimmer
Länge: 122 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Nach dem gleichnamigen Roman von Dan Brown.

Nachdem Robert Langdon bereits in The Da Vinci Code und Illuminati bewiesen hat, dass er mysteriöse, gefährliche und gerne kirchliche Aufgaben mit Bravour meistert, verschleppt es ihn diesmal nach Florenz.

Der Milliardär und Wissenschaftler Bertrand Zorbrist, der die These vertritt dass das größte Übel der Menschheit die Menschheit selbst sei, wird von Beamten verfolgt und schützt sich schließlich von einem Kirchturm in Florenz.
Währenddessen wacht Robert Langdon total verwirrt und ständig schreckliche Flashbacks erlebend, in einem Krankenhaus auf, wo die junge Ärztin Sierra Brooks ihn seine Lage zu erklären versucht, als plötzlich eine Polizistin das Krankenhaus betritt und beginnt, auf die Leute zu schießen – die beiden fliehen schnell zu Sierra. Unterdessen hört und sieht Langdon in seinen Flashbacks verzerrte Fratzen, dämonische Geräusche, eine Art Sinnbild der Hölle. Bei Sierra angekommen, versuchen die beiden herauszufinden, was überhaupt los ist und Langdon kehrt langsam zurück von seiner Verwirrtheit. Später entdeckt Langdon in seiner Tasche einen Behälter für biologische Stoffe und stellt fest, dass dieser mit seinem eignen Fingerabdruck gesichtet worden ist und einen Projektor enthält, welcher Botticellis Karte der Hölle zu Dantes Werk „Inferno“ zeigt. Doch etwas mit dem Bild ist anders… Und in verfolgt werden sie noch immer.

Filmflashbacks sind immer etwas schwierig zu bewerten, besonders in diesem Film. Hier ist es gut gemeint, aber leider nicht gut gemacht. Roberts Halluzinationen wirken eher gruselig-verstörend und tragen nur wenig zum Pudels Kern bei. Was hier spannend wirken soll, wirkt eher wie ein lästiger Nebeneffekt.

Nun war für mich die Besetzung eine absolute Freude, Felicity Jones, Tom Hanks, Omar Sy (bekannt aus u.a. „Ziemlich beste Freunde“) und Sidse Babett Knudsen (die ich in „Borgen“ zu schätzen gelernt habe), doch auch sie retten diesen eher gewöhnlichen Plot nicht, obwohl sie alle (in den richtigen Szenen auch emotional) überzeugend spielen. Zusätzlich wird durch ein ziemlich langes Hin- und her, wer denn nun wirklich der Bösewicht ist, der Spannungsbogen gesenkt. An dieser Stelle vorweg: Das kann der wirklich gut gemachte Plottwist nur in Teilen wettmachen.

Anders als die Vorgängerfilme, ist Inferno mehr auf Action und Rennen zwischen historischen Gebäuden ausgelegt, als einem kirchlichen Mysterium, was ich sehr schade finde. Das schöne an den Dan Brown Verfilmungen war gerade die Tatsache, dass man nach einem spannenden Film auch noch mit Wissen über Mysterien und Verschwörungen aus dem Kino gekommen ist, hier werden leider werke nicht mehr genau analysiert und auch Dantes Totenmaske, neben Botticellis Bild, das Einzige an historischem Gegenstand, das behandelt wird, kommt nur sehr kurz und oberflächlich.
Dadurch wirkt der Thriller fast schon gewöhnlich und mehr wie eine Schnitzeljagd durch die anmutige Szenerie von Florenz und Istanbul. Dennoch bin ich nun gespannt auf den Roman, weil ich wirklich gerne wissen würde, ob es Ron Howard oder auch tatsächlich Dan Brown ist, der an dieser Stelle an dem Markenzeichen der Reihe herumgepfutscht hat

Mir fiel es sehr schwer, zu einem guten Urteil zu kommen, da ich mich sehr auf den Film gefreut habe und nun doch enttäuscht wurde, weil meine Erwartungen ziemlich hoch waren. Ich würde auf keinen Fall sagen, dass der Film schlecht sei, für einen Thriller recht durchschnittlich, aber für einen Robert Langdon Thriller leider etwas zu gewöhnlich.
Wer den Film sehen will, möchte ich ans Herz legen den Trailer nicht anzusehen, weil er viel zu viel verrät.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, Tom Hanks als Robert Langdon ist in diesem Film ordentlich am Rennen – wohin, weiß man nur in Teilen – und weniger am Denken.

THE VERDICT: Spannend mit sehr guten Plottwist, einer tollen Besetzung und viel Action, aber leider ohne die typisch historischen, mysteriösen Interpretationen von Gemälden und Gegenständen. Er lädt zwar zum mitfiebern ein, kann aber an ein paar Stelle logisch nicht überzeugen. Schade! Allerdings bin ich gespannt auf den Roman. 6 von 10 Sternen

Love, Katha

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Ein Versprechen – Reise in die Vergangenheit

OT: A Promise
DT: Ein Versprechen – Reise in die Vergangenheit
Cast: Richard Madden, Alan Rickman, Rebecca Hall, Maggie Steed
Genre: Drama, Liebesfilm
Regie: Patrice Leconte
Drehbuch: Patrice Leconte
Musik: Gabriel Yared
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 6 Jahren

Vefilmung von Stefan Zweigs Erzählung „Reise in der Vergangenheit“

Wir befinden uns im Jahr 1912: der junge Ingenieur Friedrich Zeitz erhält eine Stelle bei dem Großunternhemer Karl Hoffmeister, ein alternder Mann mit keinem guten Gesundheitszustand. Bei einem Besuch auf dem Anwesen der Hoffmeisters lenrt Friedrich die deutlich jüngere, sehr schöne Frau, Charlotte, seines Arbeitgebers kennen und versucht sie zunächst so gut wie möglich zu meiden, weil ihn ihre Anziehungskraft durchaus beunruhigt. Kurz bevor der Erste Weltkrieg ausbricht, ist Friedrich gezwungen auf Grund der Krankheit Karl Hoffmeisters an seiner Stelle die Auslandsvertrung in Mexiko zu repärsentieren. Vor seiner Überfahrt, kochen schließlich die Gefühle von beiden über – doch durch den Krieg ist kein postalischer Verkehr mehr möglich, es bleibt nur ein Verprechen, dass sie sich zum Abschied gaben.

Mich dünkt, dass Rebecca Hall, wie sie schon in Parade’s End zeigte, wie geschaffen für diese Art von Rollen ist. Durch ihre recht außergewöhnliche Schönheit und einen unglaublichen Charme und dem bezabuernd Natürlichen, schafft man es im Film sich sogar in sie zu verlieben! Es ist, als schmelze sie perfekt mit den 1910ern zusammen. Und ihre hellen Gewänder machen sie zusätzlich zu einem optischen Traum.
Leider wirkte Richard Madden als Freidrich Zeitz auf mich wie ein kalter Fisch mit dem immergleichen Geischtsausdruck. Denn obwohl er natürlich mit sich sebst kämpft und versucht, seine Gefühle ihr gegenüber nicht zu offensichtlich werden zu lassen, wirkt er mit diesem kalten Blick unheimlich unsympathisch und nichtssagend.
Bei Allen Rickman merkt man, wie Stefan Zweig es in seinem Werk auf das Psycholgische angsetzt haben muss, denn zumeist spielt er nur den stillen, geheimisvollen Beobachter, bei den man sich fragt, ib er denn gar nichts ahnt, oder selbst die Finger im Spiel hat.

https://i0.wp.com/www.impawards.com/intl/misc/2014/posters/promise_ver2_xlg.jpgInteressant und wirklich gut gemacht, fand ich die Filmografie: Besonders in den Momenten, wo Freidrich Charlotte betrachtet, beispielsweise, als er die Treppe hinter ihr folgt, wachkelt die Kamera leicht, man erlebt den Augenblick mit seinem ransendem Herzen mit, welches ihr unbedingt näher sein zu will, als er darf. Oder es wird aus Friedrichs Augen gezeigt, wie er Charlottes Lachen still beobachet, oder gar den Schmuck an ihrem Hals neugierig beobachtet. Dadurch entsteht ein ganz eignes Knistern, welches ich in dieser so leisen Form selten gesehen habe.
Meist ist das Licht des Fimes recht duster gehalten, ähnlich wie der traurige Konfikt,in den die drei Figuren verwickelt sind, doch in den frohen Momenten, in denen er mit Charlotte allein ist, scheint es ein ganz natürliches leuchten zu geben – ähnlich wie auf dem Filmplakat.

Dazu kam noch ein sehr melancholischer, vor allem durch Streichermelodien geprägter Soundtrack, der die trübe, aber in ihrer geheimen tiefe leidenschfatliche Grundstimmmung wunderschön untermalt. Als träume man im Herzen von der Liebe, die so unerreichbar ist.

Was zunächst wirkt, wie eine sich über den ganzen Film hinwegziehende, langsam aufkeimene Liebesgeschichte, ist vielleicht für unsere modernen Augen fremd – denn genau durch dieses Entfalten wird der Film zu einer Retrospektive für alte, vergangene Werte. Anfangs mag diese Sichtweise auf eine Beziehung seltsam wirken, aber ich muss sagen, dass genau diese Tatsache den Film historishc betrachtet authentisch macht: Das Warten auf die Liebe, das Versprechen (wie der Filmtitel schon sagt) auf jemanden zu warten. Andereseits dünkt mich, dass Stefan Zwieg es nicht unbedingt auf die Liebe, sondern auch auf ein Portrait einer dieser Zeit vor dem Ersten Weltrkieg abgesehen hat, weshalb ein tiefere Einblick in Zeitzs Arbeit (auch in Mexiko)durchaus interessant gewesen wäre. Irgendwie hatte ich durchgehend das Gefühl, eine Komponente fehlt.

THE VERDICT: Ein ganz anderer Liebesfilm, der mit seiner stillen Art in eine vergangene Zeit zurückführt und mich auf den Roman sehr neugierig gemacht hat. 7,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

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Suite française

OT: Suite française
DT: Suite française – Melodie der Liebe
Cast: Michelle Williams, Kristin Scott Thomas, Matthias Schoenaerts, Margot Robbie, Ruth Wilson, Tom Schilling
Genre: Drama
Regie: Saul Dibb
Drehbuch: Matt Charman
Musik: Rael Jones
Länge: 107 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Irène Némirovsky.

Frankreich im Sommer 1940 während der deutschen Besatzung: Die junge Lucile Angellier lebt unter der Obhut ihrer dominanten Schwiegermutter Madame Angellier. Ihr Ehemann ist im Krieg und beide Frauen warten auf Nachricht von ihm, Luciles einzige Freude ist das Klavierspiel. Ihr Leben ändert sich dramatisch, als Pariser Flüchtlinge im Dorf eintreffen – bald gefolgt von einem deutschen Regiment, das in dem kleinen Ort stationiert wird. Viele Einwohner müssen Soldaten bei sich aufnehmen. Der deutsche Offizier Bruno von Falk wird im Hause der Familie Angellier einquartiert. Lucile versucht den attraktiven und kultivierten Bruno zu ignorieren doch schon bald kommen sich die beiden durch ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik näher. [Klappentext]

Ich muss gestehen, dass ich den guten Matthias Schoenaerts immer mehr lieben lerne, denn auch in diesem Film zeigt er, dass er in der Rolle des romantischen, aber nicht  kitschigen und jungen Mann mit mehrdimensionalem Charakter brilliert! Michelle Williams spielt das absolute Gegenstück zu dem Soldaten: eine ängstliche, verschlossene junge Frau. Zwar spürt man von Anfang an ein unglaubliches (in gewisser Weise geheimes) Kribbeln, doch nur ganz langsam und vorsichtig lässt sie die Annäherungsversuche des galanten Mannes zu – eine wirklich einzigartige Geschichte folgt.

Als Hintergrund ist wichtig zu wissen, dass die Autorin Irène Némirovsky leider nie die Möglichkeit hatte, ihr Werk zu beenden, weil 1942 sie nach Auschwitz deportiert wurde. Der Romanzyklus sollte insgesamt aus fünf Teilen bestehen, sie konnte allerdings nur zwei davon schreiben. Das Manuskript wurde gute 60 Jahre später wiederentdeckt und 2004 erstmal veröffentlicht.

Doch zurück zum Film: Da die zarte Liebesgeschichte besonders auf der gemeinsamen Liebe für Musik begründet wird, musste der Film zwangsläufig einen guten Soundtrack haben, um diese Liebe zu untermalen – und ich wurde nicht enttäuscht: Nostalgische, französische Chansons und zarte Streicher- und Klavierthemen, die mit ihrer melancholie unter die Haut gehen! Die andere Seite des Filmes spiegelt der Soundtrack auch wieder: das Grauen und die Angst vor der Willkür der deutschen Bestzung, sowie alltägliche Demütigung durch ganz besonders unverschämte Offiziere.

Ohne zu Spoilern, möchte ich betonen, diese Geschichte überaus tragisch und bewegend ist, und dank der grandiosen Besetzung extrem unter die Haut geht. Als ein Mensch, der relativ viele herzzerreißende Dramen gesehen hat, wie zum Beispiel „die Königin und der Leibarzt“ oder „Abbitte“ , dachte ich, eine gewisse Abhärtung bereits zu besitzen, aber die Intensität dieses Film brach mein Herz! Suite Française gehört allein durch seine unvollendete Geschichte und dem tragischen Schicksal seiner Autorin zu den erstaunlichsten und auch spannendsten Liebesgeschichten (ohne auch nur ein einziges Mal überhaupt an Kitsch heranzukommen), welche ich je gesehen habe.
In gewisser Hinsicht möchte ich hier aber auch warnen, denn ich glaube ein Film mit solch melancholischer, drückender Grundstimmung, ist nicht leicht zu verkraften und jedermanns Geschmack – vor allem durch das offene Ende, welches mir selbst zu schaffen gemacht hat.

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Trotz der düsteren und tragischen Handlungen, spielt der ganze Film in einem hellen, sommerlichen Licht, was diese zarte und vorsichtige Liebesgeschichte, die eigentlich mehr eine Liebesandeutung ist, auf eine bezaubernd Art untermalt. Denn viele historisch angehauchte Filme arbeiten mit Farbfiltern, welche die Szenerie bestenfalls besonders düster wirken lassen und leider häufig erschreckend unnatürlich wirken (und ab und zu nicht passen). Hier jedoch wird mit dem natürlichen Licht eines französischen Sommers gearbeitet, es werden provinzielle Straßen in der Sonne gezeigt oder wie das satt grüne Gras in einem Blumenmeer vom Wind durchzogen wird: So entsteht eine nostalgisch, ja melancholisch und wie aus einem verzauberten, alten Traum wirkende Stimmung, welche die Gefühlstiefe ungeheuerlich betont.

THE VERDICT: Besonders tief berührend und besonders optisch wunderschön, mit zwei grandiosen Hauptdarstellern und einem Soundtrack, der nicht mehr aus dem Kopf geht, hat dieser Film mein Herz erobert – und gebrochen! 9 von 10 Sternen.

Love, Katha

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Suffragette

OT: Suffragette
DT: Suffragette – Taten statt Worte
Cast: Carey Mulligan, Helena Bonham Carter, Meryl Streep, Ben Whishaw
Genre: Drama
Regie: Sarah Gavron
Drehbuch: Abi Morgan
Musik: Alexandre Desplat
Länge: 106 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Maud (Carey Mulligan) ist eine arbeitende Mutter, die zunächst eher zufällig in die beginnende Frauenrechtsbewegung um Emmeline Pankhurst (Merly Streep) hineingezogen wird. Mauds Wunsch nach Gleichberechtigung führt dazu, dass sie ihren Job verliert, von ihrem Ehemann auf die Straße gesetzt wird und selbst um das Recht, ihren Sohn zu sehen, kämpfen muss. Aber die Frauen, sogenannte Suffragetten,halten zusammen – um gemeinsam den inspirierenden und herzerweichenden Kampf um Frauenrechte, um Würde und Selbstbestimmung fortzusetzten. [Klappentext]

Als allererstes möchte ich sagen, dass der Klappenext meiner Meinung nach irreführend ist, zwar gibt er den Inhalt richtig wieder, aber er macht den Eindruck, als sei dieser Film eine Shakespear’sche Tragödie. Das ist er nicht, ganz im Gegenteil, denn vielmehr weist „Suffragette“ auf eine schmerzhafte Weise auf eine Wahrheit hin: diese Frauen haben für etwas gekämpft, was für uns hier in Europa selbstverständlich geworden ist, so sehr, dass wir fast schon vergessen haben, welches Privileg diese Form der Gleichstellung ist.

Das ist einer der Filme, auf die ich mich schon länger gefreut habe, vor allem als großer Fan von Carey Mulligan seit ihrer großartigen Performance in „Am Grünen Rand der Welt„. Hier zeigt sie aber nicht die romantische, sondern ihre leidende und kämpferische Seite, welche sie genauso grandios spielt. Die Besetzung hält auch, was sie verspricht: zum einen natürlich die entsprechende Frauenpower und großes, emotionales schauspielerisches Können von Carey Mulligan, die einiges druchleiden muss. Angst, Verzweiflung, Entschlossenheit und vor allem ihre Entwicklung von einer jungen Frau, die sich hat  herumschubsen lassen, zu einer um ihre Würde kämpfende Suffragette.
Dass es manchmal etwas fantastisch werden kann, zeigt Helena Bonham Carter in ihrer Rolle einer sehr engagierten Apothekersfrau. Seltsam fand ich allerdings Meryl Streep, denn obwohl Mrs Pankhurst natürlich eine führende Rolle spielt, thematisiert der Film vor allem die „gewöhnlichen“ Frauen, welche vor allem aus der Arbeiterklasse stammen. Ihr kurzer und plötzlicher Auftritt als eine leidenschaftlich Reden haltende Emmeline Pankuhurst wirkte etwas überdramatsiert und eher als Werbung für Streep als Schauspielerin – was der Film wirklich nciht nötig hat.
Auch Brendan Gleesons Aufritt als gegen Suffragetten ermittelnder Polizeibeamter sorgt für eine gewisse Portion Einschüchterung – dieser Mann schafft es immer, eine gewisse mächtige Erhabenheit auszustrahlen.

Was ich sehr positiv finde ist die Tatsache, dass der Film nicht überwältigend Feministisch ist. Besonders in unserer Zeit wird der Begriff Feminismus falsch verstanden, denn meiner Meinung geht es um eine Gleichstellung – keine Besserstellung! Die Wurzeln einer Bewegung ausgelöst durch Mrs Pankhurst werden in verschiedenen Facetten gezeigt, denn eine Suffragette zu sein war in erster Linie sehr gefährlich. Der im Jahr 1912 spielende Film zeichnet ein sich immer Frauenbild, welches sich im Aufbruch befindet: Mädchen, die es satt haben, missbraucht zu werden, sprechen.. naja,  aber nicht jede kann ihre Stimme erheben. Manche Männer lassen ihren Frauen Freiheit, unterstützen sie bestenfalls, andere werfen sie aus ihren Häsuern. Einige verschiedene Seiten sind vorhanden und zeigen eine brutale Diskrepanz. Dazu kommen die Kämpfe mit der Polizei, die radikalen Suffragetten – kurz und gut: es wird definitiv nicht verschönt und das macht diesen Film so bewundernswert ausdrucksstark, weil die Realität von vor fast 100 Jahren erschreckend mitfühlbar wiedergegeben wird.

Auf der anderen Seite glaube ich, dass man sich vor allem für dieses Thema interessieren muss, um den Film zu mögen, weil er schon sehr speziell und geschichtsgetreu ist – ganz und gar kein Popkornkino, mehr wie eine emotionale Dokumentation, die sehr interessant zu sehen ist.

Ein großes Plus: Mein Lieblingskomponist Desplat leistet mal wieder ganze Arbeit und sorgt mit seinem düsteren, traurigen Soundtrack für Revolutionsstimmung. Dazu die Nahaufnahmen von Mulligans emotionalen Gesichtsausdrücken – das Mifühlen ist perfekt.

THE VERDICT: Wen die 1910er und die Frauenbewegung faszinieren, für den ist das genau der richtige Film. Carey Mulligan und Helena Bonham Carter, die beide eher aus anderen Genres bekannt sind, beweisen beide, dass sie auch in ganz anderen Rollen brillieren können. 7,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

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A Little Chaos

OT: A Little Choas
DT: Die Gärtnerin von Versailles
Cast: Kate Winslet, Matthias Schoenaerts, Alan Rickman, Stanley Tucci, Helen McCrory
Genre: Liebesfilm, Kostümfilm
Regie: Alan Rickman
Drehbuch: Allison Deegan
Musik: Peter Gregson
Länge: 117 Minuten
FSK: ab 6 Jahren

Frankreich, Endes des 17. Jahrhunderts: Die unkonventionelle Landschaftsgärtnerin Sabine De Barra (Kate Winslet) erhält den Auftrag, einen Park für den Sonnenkönig Ludwig XIV. (Alan Rickman) zu bauen, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Keine leichte Aufgabe für die selbstbewusste Witwe, die fortan nicht nur gegen neidische männliche Kollegen und subtile Hofintrigen zu kämpfen hat, sondern sich auch immer stärker zum obersten Gartenarchitekten des Königs, André Le Nôtre (Matthias Schoenaerts), hingezogen fühlt. Während Andrés eifersüchtige Ehefrau die zarte Liaison mit aller Macht zu sabotieren versucht, drängt der ungeduldige König auf baldige Fertigstellung seines Gartens…

Natürlich besticht der Film vor allem durch seine Optik, der Prunk und die Kostüme sind mindestens so überwältigend, wie sie seinerzeit Ludwig XIV. getragen hat. Mit einer Liebe fürs Detail sorgt auch die Kameraführung dafür, dass diese Pracht zu Geltung kommt.
Wenn man bereits den Trailer sieht oder den Cast betrachtet wird deutlich, dass es sich eindeutig um einen Film mit hoher Starbesetzung handelt – das kann häufig in die Hose gehen, bei „der Gärtnerin“ ist das aber definitiv nicht der Fall!
Ganz großartig ist Alan Rickman in der Rolle Ludwig XIV.: prächtig, blass und erhaben und mit einer kühnen, ästhetisch überwältigenden Art gibt er jedes Mal, wenn er seinen Auftritt hat dem Film etwas glamouröses und zauberhaftes. Man überlege sich mit Schichten von glitzernden Klamotten und einer turmhohen Perücke herumzustolzieren und dabei kein bisschen lächerlich zu wirken, sondern unverfroren natürlich – das ist eine Kunst!
Matthias Schoenaerts, der neuerdings überall zu sehen ist, zeigt in diesem Film auch, weshalb: Der belgische Schauspieler verfügt über das Talent in seinen Rollen (und mit seinen großen Hundeaugen) eine so innige Form der Liebe zu zeigen, die einen wahrhaftig berührt. Ach und Kate Winslet – was soll man schon sagen? Sie ist wie eine Rose, mit der Zeit wird sie immer schöner und vollkommener.

Alan Rickmans zweiter und leider auch letzter Film lebt von einem feinen, detailierten Humor und schönen der Botschaften für das Leben, wie die Stärke der Liebe und den Glauben an sich selbst und das so toll verpackt macht „Die Gärtnerin von Versailles“ zu einem liebenswürdigem und süßen Film.

Ein großer Kritikpunkt ist für mich der Titel, welcher den Film in seiner Qualität nicht berührt, aber die Einstellung, mit dem man ihn ansieht: von „A Little Chaos“ zu „die Gärtnerin von Versailles“ zu kommen ist schon ein großer Sprung. Zwar spiegelt der deutsche Titel den Sachbestand dar, aber er wirkt so abgedroschen und erinnert an diese Reihe von Frauenromanen (was keine Kritik an diesen seien soll) wie „Die Wanderhure“, „Die Kastellanin“, „Die Bogenschützin“, „Die Sündenheilerin“ usw. Aber „A Little Chaos“ weißt auf die Botschaft der Sabine de Barra hin, dass sie auf die klassische Ordnung des Gartens verzichtet, etwas Chaos verwendet, um ihre eigene Vollkommenheit, ihr Eden zu finden! Der englische Titel gibt meines Erachtens nach sehr viel mehr her.

Leider hat sich für mich die etwas offensichtliche Geschichte sich nicht vollständig entladen: Dass die Witwe Sabine von ihrer Vergangenheit heimgesucht wird und die neidische Frau die Liebe zwischen André und Sabine zu sabotieren versucht, ist wenig überraschend, dass die Liebe stärker ist als das, auch nicht, aber das ist in Ordnung. Das gibt dem Film so ein gutes Gefühl, wenn man aus ihm rauskommt, ein glücklicher und befriedigter Zuschauer.
Nein, nur die „Nebengeschichte“ des Gartenbaus hätte nach meinem Geschmack mehr in den Vordergrund rücken müssen und nicht so nebensächlich behandelt werden, so dass am Ende alles fein ist, ich hätte wirklich gerne genauer erlebt, wie die Arbeiten funktioniert haben und so wirkt der Film etwas „zu“ Liebeslastig – ja, auch ein bisschen kitschig, aber das ist ok.

Der Soundtrack Peter Gregsons ist definitiv hörenswert, stark streicherlastig und melancholisch erinnert er an die Werke Vivaldis, schafft also das Leben und das Lebensgefühl so energiereich und elegant darzustellen, was perfekt mit dem Thema Garten und Liebe übereinstimmt.

THE VERDICT: „Die Gärterin von Versailles“ ist ein liebevoller und optisch prächtiger Film mit Starbesetzung, der Lust auf den Frühling macht. Das perfekte für einen lauschigen und ruhigen Abend unter netten Leuten. 7,5 von 10 Sternen

Love, Katha

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Irisches Herz in Brooklyn

OT: Brooklyn
DT: Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten
Genre: Drama, Liebesgeschichte
Cast: Saorise Ronan, Emory Gohen, Domnhall Gleeson, Julie Walters, Jim Broadbent
Regie: John Crowley
Drehbuch: Nick Hornby
Musik: Michael Brook
Länge: 112 Minuten
FSK: ab 0 Jahren

nach dem gleichnamigen Roman von Colm Tóibín
nominiert für 3 Oscars

Wir schreiben das Jahr 1952 in einer irischen Kleinstadt: Die junge Ellis Lacey erhält durch Hilfe ihrer Schwester Rose und dem Father Flood eine Stelle in Brooklyn und emigriert in die Vereinigten Staaten. Ihre Schwester und die verwitwete Mutter bleiben jedoch in Irland. Ellis lebt in einer Art Pension mit anderen Mädchen und erhält eine Stelle in einem örtlichen Kaufhaus, belegt gleichzeitig aber auch einen Kurs über Buchhaltung. Sie leidet an starkem Heimweh und fühlt sich verloren in der großen Stadt, bis sie eines Tages auf einem Tanzabend Tony kennenlernt. Plötzlich wird ihr Leben wieder fröhlicher, bis sie plötzlich einen Anruf ihrer Mutter erhält, dass ihre Schwester gestorben ist und sie Ellis zurück nach Irland bittet.

Es geht um die Heimat, um Familie, um die erste und vielleicht auch große Liebe, um Tod und Schmerz, Sehnsucht, Heimweh – ja, Brooklyn ist ein berührender Film und wird deshalb vielleicht als ein typischer Frauenfilm abgestempelt, weshalb ich die Idee mit meinem besten Freund in diesen Film zu gehen recht komisch fand und positiv überrascht wurde.

Die junge Saorise Ronan beweist, dass sie weitaus mehr ist, als eine Schauspielerin, die in ihrer Kindheit durch die Verfilmung von „Abbitte“ berühmt wurde. Jetzt ist sie kein kleines Mädchen mehr, sondern eine erwachsene junge Frau, die mit ihrem wunderbaren irischen Akzent bezaubert und durch gefühlsvolles schauspielerisches Können besticht.
Dabei ist Ellis auf keinen fall ein platter Charakter, teils auch widersprüchlich und trifft auch nicht unbedingt Entscheidungen, die sie für den Zuschauer sympathisch machen – was gut ist, denn dadurch ist „Brooklyn“ so lebensnah und bewegend. Der Film lebt von den kleinen und großen, aber vor allem menschlichen Gefühlen.
Außerdem habe ich mich sehr über den (kurzen) Auftritt Jim Broadbents gefreut, er schafft es immer wieder ältere Männer auf eine so nette und fast schon drollige Weise darzustellen, mal ernst, mal selbstironisch.
Ein weiterer Pluspunkt sind natürlich die anderen – irischen – Schauspieler, welche durch ihren natürlichen Akzent dem Film Authenzität verleihen.

Besonders positiv sind mir neben Ronans hervorragender schauspielerischer Leistung der Soundtrack aufgefallen: Michael Brook kombiniert Irische Folklore mit melancholischen, aber auch modernen Tönen, wobei Streicher stets im Vordergrund stehen und dadurch sich das traditionell irische Thema durch den Film zieht und stets an die Heimat erinnert. Die vielen Höhen und Tiefen werden durch herzzerreißende Geigen betont und alles in einem ist es ein eher trauriger und nachdenklicher Sound, der aber das Emigieren und eine neue Heimat aufbauen mit all seinen Mühen originell untermalt.
Ganz toll sind auch die Kostüme: Volksnahe Kleidung, schlicht und bieder wie die 1950er Jahre. Es wird nicht mit typischen Rockabily-Klischees gearbeitet, sondern mit der Kleidung des Alltags.

Brooklyn ist allerdings im großen und ganzen eine Liebesgeschichte, welche durch eine mögliche Dreiecksbeziehung etwas in ein Klischee fällt, das nicht hätte seien müssen. Natürlich ist es eine Buchverfilmung und da ich dieses nicht gelesen habe, kann ich es in dem Punkt nicht bewerten, allerdings steht für mich fest, dass das letzte Drittel für mich etwas zu rosa-rot war, denn der Film ist im Großteil recht ernst und dementsprechend ist der Kontrast ziemlich groß.

THE VERDICT: Alles in einem ist „Brooklyn“ ein schöner Film mit Portionen von Wehmut, Liebe und der Bedeutung von Heimat. Vor allem punktet er durch Optik, Soundtrack und seiner Hauptdarstellerin, die der leuchtende Stern des Filmes ist. Es ist ein netter Film, den man sich an einem gemütlichen Abend ansehen kann und zu kleinen Diskussionen über Emigration verleitet, allerdings auch nicht mehr. 7 von 10 Sternen.

Love, Katha

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The Danish Girl

OT: The Danish Girl
DT: The Danish Girl
Genre: Filmbiografie, Drama
Cast: Eddie Redmayne, Alicia Vikander, Amber Heard, Matthias Schoenaerts, Sebastian Koch, Ben Whishaw
Regie: Tom Hooper
Drehbuch: Lucinda Coxon
Musik: Alexandre Desplat
Länge: 120 Minuten
FSK: ab 6 Jahren

Gerda Wegener (Alicia Vikander) und ihr Mann Einar (Eddie Redmayne) führe ein Leben als Künstlerehepaar in den 20er Jahren in Dänemark. Gerdas Mann ist deutlich erfolgreicher mit seinen Landschaften, als sie selbst. Als Gerda ihn zur Beendigung einer ihrer Portraits braucht, imitert er die Frauengestalt so gut, dass ihre gemeinsame Freundin Oola und sie ihn ‚Lili‘ nennen. Währenddessen scheint sich Einar immer mehr von der Rolle als Frau zu begeistern, trägt Kleider und lernt weiblichen Bewegungen zu imiteren, bis er den Entschluss fässt, das Leben einer Frau führen zu wollen – was erhebliche Konsequenzen mit sich zieht, vor allem für Gerda.

Die Emotinoalität dieses Filmes ist so mitreißend, dass man fast schon selbst mitleidet und sich freut. Selten habe ich diese Zerrissenheit aus Freude und bittren Leidestränen so intensiv mitgefühlt und gesehen, wie sie Vikander und Redmayne erzeugen. Zusammen mit einem opulenten Bühnenbild, welches die glanzvoll goldenen Zwanziger Jahre darstellt und der brillianten Kameraführung ist „The Danish Girl“ ein optisches Fest! Ich ertappte mich immer wieder während des Filmes beim Staunen über die Kostüme, die Möbel und die genialen Einstellungen und Winkel, die die Stimmung des Filmes umso mehr betonten. Untermalt wird der Film durch Alexandre Desplats melancholisch-dramatischen Soundtrack, der von leidenschaftlichen Streichern und ruhigen Klaviertönen geprägt ist und thematisch sehr gut diese tiefe Traurigkeit des dänischen Moors, welches Einar malt, erinnert.

Es ist eine ganz persönliche Freude für mich über diesen Film zu schreiben, weil ich schon seit Jahren ein großer Bewunderer der schwedischen Schauspielerin Alicia Vikander bin und sie nun endlich immer größere internationale Bekanntheit erfährt! Nachdem Eddie Redmayne sich schon als Stephen Hawing in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ als unglaublich authentischer Schauspieler für Leidensgeschichten bewiesen hat, überzeugt er auch in „The Danish Girl“ – von Zeit un Zeit wird er immer weiblicher und man spürt den Schmerz und die Freude, die Lili empfindet. So werden auch die intimsten Gefühle – und zu meinem Entsetzen auch die intimsten Körperstellen – in dem Film sehr stark betont, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob die Altersfreigabe von 6 Jahren wirklich angemessen ist – in der Tat gibt es keine wirkliche rohe Gewalt, allerdings psychische.

Genauso wie Alicia Vikander, die in ihrer Rolle als (leidende) Gerda grandioses schauspielerisches Können beweist, ja Redmayne fast schon übertrumpft, erlangt Matthias Schoenaerts auch immer mehr Bekanntheit und lässt seine Rolle als Einars  alter Schulfreund Hans mehr als eine Nebenrolle wirken.

Natürlich stellt sich die Frage, ob die Filmbiografie der Geschichte der echten Lili Elbe gerecht wird, was ich nicht beurteilen kann, da ich nicht ein mal die Biografie gelesen habe, doch es ist deutlich, dass der Film das Verständnis zum Thema Intersexualität erhöht und auch öffentlichkeitstauglich macht, was wichtig ist. Eine Art Zeichen zu setzten, dass der Wunsch nach der wahren Identiätsfindung ein Anrecht ist, das jeder hat.

Gleichzeitig ist das Thema sicherlich auch provokant und wird wahrscheinlich nicht jeden Ansprechen.

THE VERDICT: Ich denke, das Wort „Bewegend“ trifft es am besten, um eine Beurteilung des Filmes zu treffen, der sowohl schauspielerisch, als auch optisch beeindruckend ist, dennoch feht mir gefühlt etwas, um diesen schönen Film als genial einzuordnen, deshalb 8 von 10 Sternen.

Love, Katha

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Media Monday #225

Moinsen!

Nach etwas längerer Abstinenz komme ich dank der Ferien endlich wieder dazu, etwas für meinen Blog zu leisten!

Media Monday #225

1. Mit den Filmen mit Kirsten Stewart kann man mich ja echt jagen, denn dieses leere, blasse und stets gleich glotzende Gesicht ist derartig nichtssagend, dass es mich schon wütend macht!

2. Der Trailer zu „Suffragette“ hat mich total gepackt, ich kann es kaum erwarten, diesen Film zu sehen. Es ist natürlich auch die faszinierende Besetzung aus Meryl Streep und Carey Mulligan,meine Begeisterung für diese Epoche, aber vor allem dieses bewegende und so bedeutende Thema für die ganze Menschheit.

3. „Dido Elizabeth Belle“ braucht sich nicht vor einschlägigen Genre-Vertretern zu verstecken, schließlich ist dieser Film nicht der  typische Kostümfilm inklusive Liebesgeschichte, den man vielleicht erwarten mag, sondern bietet historisch als auch menschlich viele Werte. Wer mehr erfahren will, findet meine Rezension hier.

4. Während mir „Die Chroniken von Narnia“ mir  ja noch richtig gut gefiel, war der Nachfolger „Prinz Kaspian von Narina“ ein fades Remake des ersten Teils.

5. Der Horroctober ist im vollen Gang. Ich für meinen Teil bekomme schon schizophrene Zuckungen, wenn ich daran denke, was unsere Lehrer uns alles über die Ferien aufgegeben haben.

6. Von der Bildsprache her ist „Far from the Madding Crowd“ bzw „Am Grünen Rand der Welt“ einfach nur wunderschön , denn diese Mischung aus gefühlvollen Blicken und der wilden, südenglischen Landschaft sättigt das Auge auf eine unglaubliche Weise. Der Film ist so schön gemacht, meine Rezension findet ihr übrigens hier.

7. Zuletzt habe ich „Die Verurteilten“ gesehen und das war beeindruckend, weil ich merkwürdigerweise nie etwas von diesem traurigen, nachdenklichen und sehr gut gespielten Film gehört habe, allerdings auch nicht gedacht hätte, dass mich ein Gefängnisfilm so sehr beeindrucken würde.

Love, Katha

Leidenschaft der Thérèse Raquin

OT: In Secret
DT: In Secret – Geheime Leidenschaft
Genre: Drama, Kostümfilm, Literaturverfilmung
Cast: Elizabeth Olsen, Jessica Lange, Tom Felton, Oscar Issac, Matt Lucas
Regie: Charlie Stratton
Drehbuch: Charlie Stratton
Musik: Gabriel Yared
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: ca. 102 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Nach Émile Zolas Roman „Thérèse Raquin“ aus 1867

Thérèse Raquin (Elizabeth Olsen) lebt ein trauriges, langweiliges Leben als Halbwaise bei ihrer Tante in den französischen Provinz Vernon. Seit kleinauf ist es ihre Aufgabe, sich um ihren stets kränkelnden Sohn Camille (Tom Felton) zu kümmern und so ist es kein Wunder, dass Madame Raquin der Überzeugung ist, dass Thérèse als Schutzengel für ihren Sohn, ihn heiraten muss. Sie ziehen nach Paris und Thérèse führt ihr trauriges Leben weiter, öde Dominoabende mit seltsamen Freunden füllen ihre Tage neben ihrer Arbeit, bis Camille seinen guten Freund Laurent (Oscar Isaac) nach Hause bringt. Thérèse und Laurent stürzen sich vom ersten Moment an in eine gefährliche Affäre. Doch sie hält es nicht mehr mit ihrem Mann Camille aus und daher schmiedet Laurent einen Plan aus, der alles verändern wird.

Man muss schon bei der Besetzung schmunzeln, dass Tom Felton, den die meisten natürlich als Draco Malfoy kennen, schlichtweg nicht aus der Rolle des Unabetitlichem herauskommt. Bei Elizabeth Olsen denkt man natürlich an ihren zwei skandalösen Schwestern, die schon in einigen schlechten Filmen mitgespielt haben, doch keinesfalls darf man an diesem Vorurteil hängen bleiben! Auch wenn etwas auf die Spitze getrieben, spielt Olsen ihre Rolle souverän und mit einer einzigartigen Tragik, die ihrer Rolle sehr gut entspricht. Dennoch sticht Jessica Lange besonders hervor und spielt ihre Rolle der Madame Raquin mit unfassbar viel Überzeugungskraft, dass sie eigentlich das strahlende Licht im düsteren Setting des Filmes ist.

Doch auch wenn der Plot im Ursprung Zolas Feder entsprechen soll, ist die Geschichte fast schon skandalös dramatisch. Dem Zuschauer wird schnell klar, dass besonders durch Thérèses sehr heftige Leidenschaft und ihr sexuelles Verlangen, dass lange nicht gestillt werden konnte, diese Affäre mehr als nur ein kleiner Seitensprung ist. Besonders ihre Sexualität wird in etlichen Szenen besonders betont, nicht auf eine perverse Game-Of-Thrones-Art, aber mit Nachdruck. Auch durch das besonders düstere Setting, dass einen glauben lässt, der Film spiele weniger in Paris des 19. Jahrhunderts als neben einer Kohlefabrik des 19. Jahrhunderts, trägt stark zur fast schon gruseligen Stimmung bei, welche Gabriel Yared mit seinem unheimlichen, fast stillen Soundtrack ziemlich gut unterstreicht. Es ist kein Soundtrack zum naher zu Hause hören, aber er passt zum Film. Jedoch sieht man durch diesen Farbfilter schon fast die Schaupieler nicht. Zwar ist der Film dramatisch und düster, aber das lässt einen eher an Splatter á la Sweeney Todd erinnern!

THE VERDICT: Gut gemeint, aber absolut überdramatisch verfilmt, die Geschichte wirkt eher skurril, überspitzt und surreal, als spannend. Ein Ziel erreicht der Film trotzdem: er ist verstörend und man muss irgendwie darüber nachdenken. 4 von 10 Sternen.

Love, Katha


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Am grünen Rand der Welt

DT: Am grünen Rand der Welt
OT: Far from the Madding Crowd
Genre: Drama, Romanze
Cast: Carey Mulligan, Matthias Schoneaerts, Michael Sheen, Tom Sturridge
Regie: Thomas Vinterberg
Drehbuch: David Nicholls
Musik: Craig Armstrong
Erscheinungsjahr: 2015
Länge: ca. 119 Minuten
FSK: ab 6 Jahren

Nach Thomas Hardys Roman „Am grünen Rand der Welt“ aus 1874.

Als Bathsheba Everdene (Carey Mulligan) eine Farm im Südwesten Englands erbt, verändert sich ihr zuvor kleines Leben beträchtlich und bekommt als Frau eine bedeutsame Rolle. Ihr Leben wird jedoch immer trubulenter und verwirrender, als sich nach und nach drei Männer in die verlieben und sie zwischen den Stühlen steht: der Schäfer Gabriel Oak (Matthias Schoenaerts), der etwas ältere Gutsbesitzer Boldwood (Michael Sheen) und der junge Sergeant Troy (Tom Sturridge). Durch seine verführerische Art fällt sie Troy in die Arme, merkt aber früh, dass er sie verstößt und so stürzt Bathsheba in ein wildes, unaufhaltsames Chaos.

Thomas Vinterbergs Adaption von Thomas Hardys „Am grünen Rand der Welt“ bietet keine skandinavische Kälte, wie man dem Regisseur vielleicht nach sagen mag, sondern viel mehr eine starke Tiefe, eine ruhige Art, Gefühle auszudrücken und doch nicht an Spannung nachzulassen.
Durch die sehr spezielle Rolle der Bathsheba Everdene scheint der Film auf der romantischen Ebene etwas distanziert zu wirken, man scheint nicht an die Rolle heranzukommen, auch wenn Carey Mulligan sie mit sehr viel Leidschaft verkörpert, hat sie immer etwas fernes, unantastbares und trägt dadurch nicht immer einen Sympathiefaktor – was es allerdings eher interessanter macht, sie kennenzulernen, auch, wenn es befremdlich wirkt.
Besonders gefällt mir, dass keine Figur flach und einfach ist, auf eine oder zwei Charaktereigenschaften ausgelegt, sondern alle recht komplex und real wirken. Außerdem muss ich mit leichtem Schmunzeln zugeben, dass der belgische Schauspieler Matthias Schoenarts, der durch „Der Geschmack von Rost und Knochen“ bekannt wurde, durch seine sanfte Art, die gleichzeitig Ruhe und Kraft verkörpert, für mich hervorsticht.

Dennoch scheint der Film manchmal in sich nicht plausibel, besonders bei der Handlung wirkt die Dramatik ein wenig zu sehr heraufbeschworen und plastisch, wodruch der Film fast schon Stimmungschwankungen von solchen Extremen hat, dass einem unbehaglich wird und es nicht fließend wirkt.

Wie man es bereits auch Joe Wrights Adaption von „Stolz und Vorurteil“ kennt, brilliert auch dieser Film mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, die viel mit dem warmen Licht der Sonne und den satt-grünen Hügeln der englischen Landschaft Dorset arbeiten und so der Zuschauer wunderbar in eine wilde, raue Welt eingeführt wird. Die Landschaftsaufnahmen und einige Reitszenen bilden einen wichtigen Bestandteil der Geschichte und wirken auch nie fehl am Platz. So haben wir es hier ohne Zweifel mit einem filmographischem Highlight zu tun, welches hervorragend mit dem Score Craig Armstrongs harmoniert: süße, kräftige Streicher, die mit sehr viel Kraft die wilde, schöne Landschaft nachanhmen – nicht fröhlich, sondern recht ernst. Dazu kommen folklore Töne und im Besonderen singt Carey Mulligan sogar ein Mal!

THE VERDICT: Ein bewegender, sowohl im filmographischen als auch musikalischem beeindruckender Film, der durch eine gewisse Distanz, aber auch Tiefe fasziniert. Leider ist „Am Rand der grünen Welt“ weniger romantisch, als das Plakat vielleicht suggeriert, sondern spielt auf einer ernsten, ruhigen  Ebene die Gefühle ab. 8 von 10 Sternen.

Love, Katha

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