Schwarzes Café

Wo? Kantstraße 148, 10623 Berlin
Wann? 24/7
Was? Drinks, Heißgetränke und Sandwiches
Preise? Moderat, Cocktails etwas gehobener
Zahlen? Bares ist wahres
Webseite:schwarzescafe-berlin.de

Wenn man von angesagten und tollen Bars oder Cafés redet, fällt häufig der Name des Schwarzen Cafés – diesem Hype wollte ich auf den Grund gehen.

Das Schwarze Café versucht überall düster und extravagant zu sein – leider auch auf den Toiletten. Denn auch wenn ich das Schwarze ab und zu besuche, versuche in den Gang zu vermeiden. Mir graust jetzt schon davor… Gut, das Ambiente mutet modern an, aber dass es ein Fensterchen zwischen den Toilettenkabinen gibt, um seiner Nachbarin zuzuschauen oder das die Türen einen Handbreiten Spalt an beiden Ende aufweisen, so dass man auch in die Kabine von außen reinschauen kann, wenn einem das beliebt, finde ich absolut grässlich – mal abgesehen davon, dass es nicht besonders sauber war.

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Die Besucherzahlen schwanken dadurch, dass das Cafe 24/7 auf hat, lockt es spät nachts beziehungsweise morgens die Gestalten an, die noch in aller frühe alkoholisches konsumieren wollen. Das Café ist selten leer, meistens sehr oder auch sehr sehr gut besucht und besonders wenn man mehr als 3 Personen ist, bietet es sich an, vorher zu reservieren.

Zum Service: Manchmal wartet man lang, obwohl nicht viel los ist, manchmal hat man eine sehr unfreundliche Bedienung, manchmal geht es recht schnell und recht freundlich. Es ist aber generell eher kühl und unpersönlich, was man eher von einer Kette kennt – oder einem Laden, dem seine Coolness ein bisschen zu Kopf gestiegen ist.

Die Getränke jedoch (und der Grund, weshalb man dort hingeht) besonders die heiße Schokolade und die Cocktails  sind gut, aber im Vergleich zu anderen preislich ähnlichen Bars nichts besonderes. Man zahlt auch für den Namen, die Lokation und den Ruf des Schwarzen Cafes. Natürlich, es ist beliebt (und oft unter den Top Bars in Berlin zu finden) und praktisch neben dem Zoo hervorragend zu erreichen und noch immer günstiger, als andere beliebte Bars in dieser Gegend, aber ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mir ein bisschen überzogen.
Drei Euro für eine Heiße Schokolade, die man in wenigen Schlücken wegtrinkt und zur Hälfte aus Sahne besteht? Vielleicht bin ich ein knauseriger Student, aber wenn man bessere Orte kennt, muss man, finde ich, Punkte abziehen statt sich vom Glanz blenden zu lassen. Ein gutes Beispiel ist für mich „An einem Sonntag im August„, welches ähnliche Preise hat, aber viel angenehmere Bedienung, tolles Ambiente und qualitativ hochwertigere Getränke.

Zugegebenerweise, es ist ein guter Ort, um Sonntag-Abend in der Innenstadt bzw dem westlicheren Berlin etwas trinke zu gehen und die Auswahl ist auch sehr anständig. Aber es zieht mich dennoch nicht dahin. Ich erkenne nicht das besondere und außergewöhnliche, was man diesem Laden nachsagt – leider. Man kann hingehen, muss aber nicht. Es gibt ruhigere Cafes und Bars, wo man sich nicht anschreien muss und trotzdem gut trinken kann.

THE VERDICT: Ein solider Ort, um etwas trinken zu gehen mit guter Auswahl bei etwas erhöhten Preisen und einer sehr verstörenden Toilette. Das Ambiente ist namensgebend schwarz. Den Anreiz bieten die Öffnungszeiten, aber bei weitem kein herausragender Ort. 6 von 10 Sternen.

Love, Katha

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Café Anna Blume

Wo? Kollwitzstraße 83, 10435 Berlin
Wann? Mo-So, 8-22 Uhr
Was? Kafffee, Kuchen, Brunch und nebenan Blumen
Preise?  Etwas gehoben
Zahlen? Bar und mit Karte
Webseite: cafe-anna-blume.de

Ein großes und belebtes Café voll Blumen und die Wände hier sind bemalt mit Jugendstil-Motiven. Diese Oase in Prenzlauer Berg ist ein Ort, wo man sich hervorragend den Bauch vollschlagen kann, so toll, dass aber auch unglaublich viele andere Menschen davon wissen und es meistens brechend voll ist (besonders Brunch am Wochenende, da darf man auch gerne mal anstehen). Ich mag dieses Café wirklich gern, weshalb ich es auch hier vorstellen möchte, aber manchmal ist es einfach schade, dass es so „gehyped“ wird und man nicht in Ruhe seine Torte genießen kann. Aber ich denke auch, dass das sehr abhängig vom Wochentag und der Uhrzeit ist.

Dennoch muss ich trotz Wartens gestehen, das Brunchen lohnt sich! Die sogenannte „Étagère“ bietet dabei das Kronjuwel des Cafés – und das wahrlich nicht ohne Grund: diese Platte aus Käse, Obst, Gemüse, Wurst, Fisch und Fleisch ist nicht nur verdammt lecker, sondern macht wirklich satt. Selbst wenn man zu zweit ausgehungert dahin geht mit gutem Hunger, bekommt man nimmer nicht alles runter, so rechnet sich, vor allem wenn man sie sich zu zweit oder zu dritt teilt, die Étagère für rund 20 Euro. Trotzdem ist es natürlich mehr ein Ausnahme-Frühstück und ohne jeden Zweifel verlässt man diesen Laden meist, indem man ein bisschen mehr dort gelassen hat, als man wollte. Anna Blume ist für mich ein besonderes Café, wo ich dann und wann gerne vorbeischaue – aber keins für mehrmals die Woche besuche oder einen soliden Kaffee zum Mitnehmen.

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Apropos satt, selbiges gilt für die köstlichen Kuchen und Torten. Die deftigen Preise rechtfertigen sich nicht nur durch den Geschmack, sondern dass man nach einem Stück schlichtweg pappsatt und zufrieden ist! Doch auch an anderen Orten wie der Kaffeerösterei Pakolat in der Nähe und dem Spandauer Kaffee 26 kann man hervorragende, leckere Kuchen und Torten bekommen zu teils günstereen Preisen und deshlab muss ich hier ein bisschen etwas abziehen, weil ich auch Alternativen kennen, die mich mehr überzeugen.

THE VERDICT: Das wunderschöne Café wird seinem Ruf gerecht und lockt nicht ohne Grund: Eine angenehme Atmosphäre und hervorragendes Brunch, tolle qualitativ hochwertige Torten  und leckere Getränke. Nur ist leider oft voll, aber das Warten auf einen Platz lohnt sich definitiv! 8,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

 

Kaffeerösterei Pakolat

Ein Café, was von außen eher unscheinbar und dunkel wird, aber ohne Zweifel einen Besuch wert ist, und mir von einer sehr guten Freundin vorgestellt wurde, möchte ich gerne unter die Lupe nehmen. Prenzlauer Berg ist das Mekka der außergewöhnlichen Cafés, aber es ist die Kunst, die wirklich guten und empfehlenswerten zu entdecken und zu kennen. Pakolat im Test!

Wo? Raumerstraße 40, 10437 Berlin
Wann? Mo.Fr 10-19 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr
Was? Kaffee, Tea, Kuchen und andere Spezialitäten
Preise? Moderat
Zahlen? Bar (alte Registrierkasse!)
Webseite: kaffee-pakolat.de

Natürlich ließ die antike Einrichtung mein Herz sofort höher schlagen. Cafés mit altmodischen Wohnzimmerflair ziehen mich immer an!  Gemütliche historische Sessel, große und kleine Vintage-Schilder an den Wänden, frische Blumen an den Tischen und den ganzen Laden durchzieht der Duft von geröstetem Kaffee. Und wie in der Gegend typisch bei einem etwas kleinerem Café: Es ist gut voll und man kann von Glück sprechen, wenn man einen Platz bekommt. Und ganz viel Kuchen zur Auswahl, der etwas teurer ist, aber von hervorragender Qualität und wirklich satt macht. Letztendlich ist das der ausschlaggebene Punkt, der dieses Café unvergesslich macht: Getränke wie Kuchen sind in jedem Sinne  ausgezeichnet, hervorragend!
Es ist wirklich bezaubernd und urig, allerdings gibt es auch drei Nachteile, die mich wirklich beim Schreiben der Rezension beschäftigt. Ich kann in der Gesamtbewertung im großen und ganzen über einiges hinwegsehen, da es nicht stets die wichtigsten Punkte in der Bewertung sind, aber ich finde es wichtig, sie zu nennen!

Erstens, dass es düster ist und zwar in Kombination mit der Stickigkeit auf eine sehr ermüdende Weise. Man hat es sich im alte Sessel mit dem Kaffee gemütlich gemacht und vom dimmen Licht wird man erst gähnen und dann mit schläfrigen Augenblicken kämpfen. Es ist schon einladend dort, aber das Müdewerden ist eher von Nachteil.

Zweitens: Die Toilette ist sehr gewöhnungsbedürftig. Zum einen, weil sie einen großen Warteraum hat, aber die eigentliche so eng und winzig (und staubig..) ist, dass man hätte einfach den Warteraum weglassen sollen und mehrere Toiletten einbauen können. In dem Warteraum, wo es ein paar alte Sessel gibt und eine unheimliche Schaufensterpuppe, warten beide Geschlechter auf die Benutzung der Toilette – mir ist das egal, aber es kann vielleicht etwas überraschen.

Drittens, und dieser Punkt zieht leider wirklich in die Bewertung: Die Bedienung ist seltsam. Ein Teil wirkt freundlich und hilfsbereit, der andere eher hektisch, unfreundlich und orientierungslos. Was Schade ist, denn ein guter Service rundet einen Besuch immer ab und ich hege hier eher gemischte Gefühle.

Wer Cafés im antiken Stil mag und eine gute Röstung schätzt zu einem angemessenen Preis und eher im Westen von Berlin wohnt, dem kann ich auch das Kaffee 26 in Spandau sehr ans Herz legen, welches heller und etwas freundlicher eingerichtet ist. Man muss letztendlich bedenken, dass man abhängig davon, ob man eher im Westen, in der Mitte oder im Osten der Stadt wohnt, manchmal ganz schön lang für einen Besuch eines Cafés reisen muss. Ich nehme das gerne auf mich, aber auch nicht immer.

THE VERDICT: Ein wirklich schönes Café mit leckeren Getränken und traumhaften Kuchen – aber leider mit Nachteilen und deshalb ein kleiner Punktabzug: es ist recht düster und etwas stickig, aber im Sommer kann man schließlich draußen sitzen. 7 von 10 Sternen.

Love, Katha

P.S. Besagter Freundin ein großes Dankeschön für dieses tolle Foto!

Antik-Genuss im Kaffee 26

Der im Westen von Berlin liegende Bezirk Spandau wird unter Berliner häufig als „nicht Berlin“ verpönt. Dabei waren diese Menschen häufig noch nie dort – oder habe sich die Mühe gegeben, die kleinen Schätze von Spandau zu entdecken, denn eins davon ist ohne Zweifel das „Kaffee 26“.

Wo? Jüdenstraße 26, 13597
Wann? Mo-Fr 10-18.30 Uhr, Sa 10-18 Uhr
Was? Kaffee, Kuchen und Antiquariat
Preise? Angemessen, moderat
Zahlen?
Webseite: kaffee26.de

Es ist ein recht unscheinbare Name für das in einer kleinen ruhigen Seitenstraße gelegene Café, welches auch von außen  nicht außergewöhnlich aussieht,  doch sobald man eintritt, offenbart sich eine nach Kaffee und Kuchen duftende Welt.  Ein kleiner Himmel für Aug‘ und Geschmack! Doch was trinke und esse ich  hier? Die Auswahl ist groß, verschiedene Röstungen – darunter auch eine sogenannte Spandauer Röstung – , welche man auch für zu Hause erwerben kann, köstliche Kuchen und von Cappuccino, über Eiskafee zu verschiedenen (auch Bio!) Teearten ist alles dabei. Die beiden Besitzerinnen des „Kaffee 26“  sind zwei Schwestern, die das Café mit ihrem Vater, POMELO_20150908100736_fasteinem Antik-Händler, liebevoll eingerichtet haben. Allerdings ändert sich die Einrichtung regelmäßig, denn die wunderbaren großen alten Sessel, Tische mit Ornamenten, Kommoden, Lampen und Stühle mit Schnitzereien kann man erwerben. Durch die großen Fenster kommt viel Licht ins Café und so wirkt es hell und ruhig, als sei man selbst in seinem eignen antiken Wohnzimmer mit einem köstlichen Getränk. Besonders gen Mittags, wenn es noch nicht voll ist, herrscht eine lauschige, angenehm ruhige Atomsphäre, für die ich das Café enorm schätze.

Wer verirrt sich in den Laden? Häufig die Einheimischen, ältere Damen und Herren, aber auch Schüler und Lehrer der anliegenden Schulen trifft man an – denn die Auswahl und die Qualität sind nicht nur hervorragend, sondern auch die Preise sehr angemessen und das Angebot jeden Cent wert!

Das Kaffee 26 ist ein wunderbarer Ort in Spandau, an dem man ruhig sein Getränk trinken und sich mit seinen Freunden  unterhalten kann. Ich treffe mich dort sehr gerne, weil es  ein eher verstecktes Juwel in dieser großen Stadt  ist und die ganzen Touristen und Hipster es ja eher nach Prenzlauer Berg und Friedrichshain treibt. Allerdings muss man sagen, dass auch diese Kaffee immer populärer wird und ich es schon häufiger erlebt habe, dass es rappelvoll war! Wie man nun lesen kann, bin ich absolut verzaubert von diesem Café – und das schon seit mehreren Jahren!

THE VERDICT: Ein wunderschönes, liebevoll gestaltetes Antik-Café mit leckeren Getränken und Kuchen, wo man sich einfach nur wohlfühlen kann. Ich kann jedem einen Besuch ans Herz legen! 10 von 10 Sternen.

Love, Katha

 

Der Fischladen

Eine kleine feine Entdeckung im schönen Prenzlauer Berg, die ich sehr gerne mit euch teilen möchte. Es ist“Der Fischladen“ – ja, so heißt er wirklich!

Wo? Schönhauser Allee 128, 10437 Berlin
Wann? Mo-So 10-22 Uhr
Was? Fischspeisen
Preise? Eher gehoben, aber es wert
Zahlen? Bar
Webseite: derfischladen.com

Direkt an der Schönhauser Allee neben der alten Brücke für den oberirdischen Teil der U-Bahnlinie 2 befindet sich das Restaurant  „Der Fischladen“ und gleich daneben „Links vom Fischladen“, wo man SICH  nach einem herzhaften Schmaus auch etwas Süßes gönnen kann. Bereits seine wunderbar üppige Fischtheke und die weiß-blauen Räumlichkeiten erzeugen in einem eine richtige Sehnsucht nach dem Meer.

Snapchat-307582285511044893.jpgAusprobiert habe ich nach dem Empfehlen einer guten Freundin die hauseignenen Fish & Chips –  und nachdem ich in Großbritannien vielerorts dieses wunderbare Gericht kennen und lieben gelernt habe, waren meine Ansprüche natürlich hoch!
Doch Fish & Chips sind hier anders, sie habe nicht den Anspruch das typisch englische Gericht in der Zeitung zu sein mit Kaut, Mushy Pees und Tomatenketschup. Und auch die angebotenen Soßen waren auf den ersten Blick erstmal eher abschreckend. So ungewöhnlich sie wirklich, sie sind großartig: eine Kapernsoße, eine süß-saure Soße und eine, für die, die es wirklich scharf mögen. Die anfängliche  Skepsis verflog schnell und ich war verzaubert davon, die herrlich die Soßen den Geschmack des Fisches untermalten, besonders die Kapernsoße. Was ich sehr praktisch finde, ist dass man nicht nur die Auswahl zwischen zwei Portionsgrößen hat, sondern auch, welchen Fisch man serviert habe möchte. Auf diese Weise ist für jeden etwas dabei. Am preiswertesten ist der weiße Wels, den ich selbst nun mehrmals dort gegessen habe und ihn großartig finde.
Natürlich gibt es neben Fish & Chips auch viele andere Fischgerichte, denn die Auswahl an Frischfisch, Räucherfsich und Meeresfrüchten ist großartig. Vom klassischem ganzem Lachs zur Dorade, über den Wolfsfisch zum Victoriabarschfilet, Butterfisch, Heilbutt, Räucheraal und Tintenfisch lassen nicht auf sich warten. Die Webseite ist dabei sehr ausführlich und informativ und entsprechend für interessierten einen Besuch wert. Aber am besten, man geht einfach vorbei

Neben dem tollen nordischen Ambiente und dem netten Personal, welches am Nachbartisch ein Paar mit einem Kind und Kinderwagen sofort unterstützt hat und zuvorkommend war, muss man sagen, dass die Lage den Laden natürlich ziemlich beliebt macht und es stets gut besucht ist.
Man befindet sich, wenn man im Sommer draußen speist, halb auf dem Gehweg und ständig laufen auch Touristen, aber vor allem die Berliner Szene Elite an einem vorbei und dann kommt dazu noch das gute laute Rattern der U-bahn, was leider ein bisschen die Stimmung für mich senkte. Wenn man dieses urbane, frische und lebendige mag und sich mal ein bisschen wie ein mondäner Hipster fühlen mag und was sehr gutes Essen mag, für den ist der Ort ideal. Für ein kleines, heimliches romantisches Date vielleicht nicht unbedingt.

Und, weil dies ab und zu auch wirklich wichtig sein kann: Die Toiletten befinden sich im zweiten Geschäft des Fischladens und sind hervorragend sauber und erfüllt mit dem mariniertem Flair. Ein Laden, der durch und durch seinem Thema treu bleibt!

THE VERDICT: Ein tolles Fischrestaurant mit dem gewissen Etwas und wirklich großartig schmeckendem Essen, was ich jedem Fischliebhaber ans Herz legen kann. 9 von 10 Sternen

Love, Katha

Das Eschenbräu

Manchmal treibt es mich auch ins Herz der Stadt, in den Wedding, zu einer ganz besonderen Brauerei, die ich unbedingt vorstellen möchte…

Wo? Triftstraße 67, 13353 Berlin (Wedding)
Wann? Täglich ab 15 Uhr geöffnet
Was? Bier!!!!
Preise? Moderat
Webseite: eschenbraeu.de

Besonders im Sommer ein wunderbarer Ort: im riesigen Biergarten, wo gut 200 Leute Platz finden können, unter einer mächtigen Eiche sein Bier genießen und Teil eines einladenen Flairs werden, im Stimmengemurmel sich verlieren und lachen. Natürlich ist es im Winter auch schön, sich in die Kellerkneipe zu setzten und die lustigen Kunstwerke, mit denen die Wände geschmückt sind, betrachten – Comics, über die man ,wie ich bemerken sollte, wirklich sehr ausführlich diskutieren und sich verlieren kann.

Dadurch, dass das Eschenbräu – welches mit unfiltriertem Genuss für Berlin wirbt – im Stadtzentrum in der Nähe des U-Bahnhofs Leopoldstraße liegt, ist es entsprechend gut besetzt und es empfielt sich immer, wenn man mit mehr als 2-3 Personen unterwegs ist, einen Tisch zu reservieren, denn Abends wird es rappelvoll. Und reservieren lohnt sich, wie ich festgestellt habe: im Winter ist natürlich nur der Keller möglich, im Sommer bekommt man einen Tisch an der frischen Luft reserviert und wenn es um 22 Uhr Nachtruhe heißt, kann man auch unterirdisch ohne Stress platznehmen. An diesser Stelle kann ich das Eschenbräu für die Organisation nur loben. Die zwei Nachteile am Keller sind der Lautstärkepegel, der etwas nerven kann und dass es sehr warm dort unten werden kann, was im Winter noch ganz angenehm ist, kann zu anderen Jahreszeiten eher abschreckend sein.
Rauchen darf man übrigens nur draußen, allerdings gibt es dort auch ein kleines Eckchen mit Aschenbecher, wo sich dann kleine Grüppchen im Winter bilden.

Ein weiterer Aspekt der großen Beliebtheit dieser Kneipe ist, dass man besonders auf sein Essen länger warten muss… Angeboten werden neben Berzeln auch Flammkuchen (5,20 Euro für seine Größe moderat), sowohl vegeatisch als auch mit Fleisch, die hauchdünn, knusprig und herrlich geschmacksintensiv sind – aber halt auch mindestens 30 Minuten Wartezeit benötigen. An vollen Sommertagen ist es manchmal auch schwierig, die Bedinung auf sich aufmerksam zu machen, da diese von einem Tisch  zum anderen mit eiem unglaublich hektischem Tempo eilen.

Obwohl ich gerne im Eschenbräu bin, empfehle ich eine Anreise tagsüber, denn nachts wirken die Weddinger Straßen manchmal unheimlich und düter – es ist ein  raueres Pflaster als andere Bezirke. Dadurch, dass die Kneipe in dem Innenhof eines Wohnviertels liegt, ist es auch etwas versteckt und beim ersten Besuch nicht unbedingt so leicht zu finden, da man sich am Ausgang des U-Bahnhofs durch Menschenmengen und Schnellimbisse durchkämpfen muss.

Das Highlight des Eschenbräus ist natürlich sein Bier, es gib auch sogenannte „Freunde des Eschenbräus“, welche dem Lokal frischen Apfelsaft und Likör liefern. Zusätzlich gibt es noch hauseigenen Whiskey. Aber nun zum Bier: ca. jeden Monat gibt es ein anderes Bier und hier ist von dunklem englischen, über Rauchbier bis hellem, fast schon bayerischem Bier alles dabei: Märzen-Bier, „Alter Schwede“, Böhmisch Dunkel, „O.P.A.“ (original pale ale), Weddinator usw.
Jeweils passend zur Saison wird zwischem hellen Hefeweizen (Frühling und Sommer) und dem goldgelben Panke Gold (Herbst und Winter) gewechselt. Entsprechend ist die Spannbreite an Geschmacksarten so herrlich unterschiedlich, dass praktisch für jeden was bei ist!

THE VERDICT: Biergenuss, gute Stimmung, moderate Preise… Kurz gesagt: Ich habe hier sogar meinen Geburtstag gefeiert. 8,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

Aufsturz!

Moinsen In der überaus vielseitigen  und mit Cafés und Restaurants  gesäumten Oranienburger Straße, die ich auch so zum Entlangschlendern empfehlen kann, besuchte ich schon vor etwas längerem eine sehr interessante Bar, die ich vorstellen möchte – das Aufsturz.

Wo? Oranienburger Straße 67
Wann? Mo- So, 12 -02 Uhr
Was? Vor allem Bier, aber auch Essen Zahlen? Bar & Karte
Preise? Moderat
Webseite: Aufsturz.de

Fast direkt gegenüber von der S-Bahn Station Oranienburger Straße (momentan ist allerdings dummerweise die Nord-Süd-Verbindung gesperrt, so dass man hier auf den SEV zurückgreifen muss) hat das Aufsturz eine wunderbare einfache Verkehrsverbindung.

Auch die Einrichtung der etwas dunklen, lauschigen Bar ist ziemlich spannend: denn überall hängen allerlei Gemälde, über die man während eines Glases Bier oder einem Nudelgericht nicht nur philosophieren kann, sondern es auch käuflich erwerben – ist nur, wie Kunst es häufig ist, nicht gerade günstig.
Apropos Bier: daran, eine zutreffende Sorte für einen selbst zu finden, wird man hier garantiert nicht scheitern, die Auswahl ist sehr groß und vielfältig, man trifft z.B. auf sehr interessante Sachen wie das Rauchbier (nomen est omen) und das Eisbier (ein leichtes Sommerbier), die ich beide nur empfehlen kann. Da ich zu meinem Besuch dort nicht nur mit ordentlich Durst, sondern auch einem leeren Magen kam, probierte ich das Tagesmenü – es waren Nudeln mit einer Pilzsahnesoße -, welches ganz lecker war. Nun ist die Essensauswahl nicht die allergrößte und ich glaube auch behaupten zu können, dass sich das Aufsturz eher für ein gutes Bier auszeichnet. Ein negativer Aspekt ist allerdings der Geräuschpegel, der relativ laut ist, sowie die etwas langsame Bedienung, der man einige Male signalisieren musste, dass man zahlen will und selbst danach hat es gedauert… Zusätzlich hat das Aufsturz noch einen Klub, den ich allerdings nicht bewerten kann, da ich dort nicht war.

THE VERDICT: Das Aufsturz ist eine tolle Bar, die sich für ihre Bier/Alkoholkarte auszeichnet und die ich in diesem Aspekt auch empfehlen kann. Auch das künstlerische, ein bisschen dimm-lauschige Flair ist sehr angenehm, nur die Bedienung könnte noch besser werden – deshalb 7,5 von 10 Sternen.
Love, Katha

Karibik an der Spree

Moin!

Nach meinem wundervollen Aufenthalt in der Hansestadt Hamburg fragte ich mich, wo ich wohl eine tolle Strandbar wie „StrandPauli“ fände – natürlich ist sie einzigartig & ich empfehle einen Besuch von Herzen, aber in der Heimatstadt muss es doch auch was grandioses an Havel oder Spree geben. Und wie durch einen nahezu magischen Zufall entdeckte ich YAAM (Young African Art Market)

Wo? Stralauer Platz 35, 10243 Berlin  (Nähe Ostbahnhof)
Wann? Ab 10Uhr – open end! Ab 18Uhr DJ & Livemusik
Was? Karibisches Feeling an der Spee: Reggae, Strand & Bar
Zahlen? Nur bar
Preise? Normales Niveau, Bier ab 2,50€, Aloha-Soda 3€

Celi und ich laufen zur Schillingbrücke, haben eigentlich keinen wirklichen Plan, was wir vorhaben und da, direkt an der Spree neben einem vollplakatiertem Zaun steht ein buntes, beschriebenes Surfbrett. Wir gehen also durch den Eingang, laufen einen schmalen Gang direkt am Ufer entlang im Schatten von Bäumen, neben einem eine riesige mit coolen und witzigen Graffiti besprühte Wand. Es geht laut einem Schild zum „Beach“, aber wir wissen kaum, was uns erwarten würde und plötzlich breitet sich unter den eigenen Füßen Sand aus, wir sehen ein großes Radio Eins Plakat, bunte Liegestühle, einige Menschen und natürlich afrikanische Musik.


Auf einer großen Fläche sind Liegestühle sowohl im Schatten als auch in der Sonne aufgestellt, neben ihnen große weiße Kisten zum Abstellen von Getränken. Es gibt eine Ecke für Kinder, einen Fußballplatz (mit gewissem Hinterhofflair) und eine coole Bar mit einer großen Getränkeauswahl (sowohl alkoholische Getränke als auch Säfte, Afri Cola etc.). Man kann ganz entspannt am Ufer der Spree liegen und dem Treiben der Boote im Schatten sitzend folgen, Beach-Volleyball spielen, zu dem finden ab und an auch Konzerte statt.

Die Besucher sind keiner Altersgruppe zuzuordnen, es ist jeder willkommen und die Atmosphäre ist äußerst nett, entspannt und einladend – und diese Liegestühle erst.

THE VERDICT: Wer also mit etwas Karibik-Feeling in Berlin einfach nur die Seele baumeln lassen will ist genauso richtig, wie derjenige, der Spaß mit Freunden haben möchte. Ich kann es nur empfehlen! 8 von 10 Sternen

Love, Katha

#Ich-liebe-meine-Heimatstadt-Tag

Hallo!

Hier ist er also, der Tag! Bevor ich zu den Fragestellungen komme, hier noch ein paar Hinweise:
Zunächst sollte der Erkennbarkeit halber der Titel „#Ich-liebe-meine-Heimatstadt“ übernommen werden! Natürlich können auch Dorfbewohner teilnehmen;)

Und nun zum Hauptteil, die Fragen!

1. Wie heißt deine Heimatstadt und wo liegt sie?
2. Was gibt dir dort am meisten das Gefühl, beheimatet zu sein?
3. Was ist dein persönliches Highlight dieser Stadt und warum?
4. Was hasst du dort einfach nur?
5. Wenn du einem Freund/einer Freundin deine Stadt innerhalb von 5h zeigen könntest, was dürfte auf keinem Fall fehlen?
6. Bist Du Fan eines Sportteams deiner Stadt und wenn ja, welches Teams?
7. Mit welchen 3 Worten würdest Du deine Stadt beschreiben?
8. Was für ein Wetter hast Du gerade?
9. Wann hast du dich das letzte Mal über deine Stadt aufgeregt und waru
m?

1. Meine Heimatstadt ist Berlin, wer sie nicht kennt: liegt im Osten der Bundesrepublik.

2. Ich glaube, das sind diese kleinen Dinge, die man immer wieder erlebt und weiß, dass sie Teil von Berlin sind, weil man sie immer und immer wieder erlebt, wie diese netten Busfahrer, die immer genau dann losfahren, wenn ich keuchend und hustend vor deren Bus angekommen bin und schon wild vor mich hinfuchtele, weil ich einsteigen will (das ist eine Verschwörung, ich weiß es!). Aber auch die ganzen Orte und ihre Erinnerungen: ich brauche nur mit der S-Bahn zu fahren und schon werde ich melancholisch. Und natürlich sind da noch die ganzen tollen Freunde und geliebten Menschen, die einem das Leben versüßen. Dazu zählt für mich auch der manchmal nervige Radiosender NRJ Berlin, aber ich wache jeden morgen mit ihm auf, also bedeutet er mir in gewisser Hinsicht was!

3. Die Friedrichstraße! Ich weiß, das klingt oberflächlich, aber dort gibt es tolle Stores, viele Cafés und Dussmann nebeneinander. Außerdem bekenne ich mich als Fan unserer S-Bahn, die zwar häufig zu spät kommt und in so manchem Winter sogar gar nicht, aber es ist toll, mit ihr zu fahren.

4. Die Baustellen, auch, wenn sie Berlin als Stadt ausmachen, aber überall sieht man diese verdammten Baustellen.

5. Ich glaube, Windburgers, um eine nette Rast einzulegen. Als großer Museumsfan würde ich demjenigen unsere tolle Nationalgalerie zeigen (und wahrscheinlich einen Spontanvortrag zu den Impressionisten halten…), die Gärten der Welt, der Vollständigkeit halber vor das Brandenburger Tor, natürlich Unter den Linden ablatschen und ein paar Läden besuchen und wenn noch Zeit bleibt, einfach am Spreeufer entlanglaufen, weil das immer schön ist. Es gibt so viel… Aber das sind wirklich nette Highlights, obwohl ich mir unsicher bin, dass man das in 5h schafft.

6. Nicht wirklich, aber ich finde Hertha BSC ganz gut (sry Leute, ich bin Dortmund Fan) – obgleich eher aus Haupstadt-Solidarität.

7. Grün, Lebendig, Baustelle

8. Sonnenschein! Nach Tagen!

9. So recht weiß ich das gerade nicht, wahrscheinlich war es, als es neulich in STRÖMEN geregnet hat und der Bus ausfiel. Das muss, obwohl ich Regen liebe, wirklich nicht sein!

Jeder, der mitmacht, sollte versuchen möglichst 2 weitere Blogger zu taggen und durch einen Kommentar sichtbar machen, das er teilnimmt.
Ich hoffe innigst,dass wir viele werden, nicht nur, weil ein Tag unheimlich großen Spaß macht, sondern auch, weil ich glaube, dass der Tag ermöglicht, seine Stadt zu präsentieren und für andere interessant macht!

Love, Katha


„Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.“ – Ralph Waldo Emerson

Windiges Vergnügen

Hey!

Ich muss zugeben, dass ich lange nicht den Reiz an Berlin verstand. Was führt Touristen hierher? Meine Heimatstadt interessierte mich irgendwie nicht, doch innerhalb der letzten Jahre habe ich viel entdeckt und das möchte ich nun mit der Welt teilen. Ich kann mich nur zu gut erinnern, wie häufig ich mir den Kopf darüber zerbrochen habe, was man hier machen könnte und am Ende im Kino landete (was manchmal ohne Zweifel ganz schön ist). In diesem Sinne möchte ich einen kulinarischen Höhepunkt vorstellen: Windburger.

Wo? Windscheidstraße 26, 10627 Berlin
Wann? Montag – Samstag, 13 – 22Uhr
Was? Im Wesentlichen: Burger und Fritten
Zahlen? Nur bar.
Preise? Gut! Ein „normaler“ Burger ca. 3-4 €

Klein, aber fein ist Windburger eingequetscht zwischen den schönen Berliner Altbauten Charlottenburgs.Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, als mir Lu einen Besuch vorschlug – okay, ich wusste natürlich, dass es um Burger gehen würde, aber seit meinem tollen Burger-Erlebnis in Paris zweifelte ich etwas an der Existenz eines guten Burgers.

Innenarchitektonisch gesehen, muss ich zu geben, dass es teilweise recht eng ist, aber die hellen Stühle und die weiß-pastellviolett-gestreiften Wand machen einen sehr gemütlichen Eindruck. Es gibt zwei große Kühlschränke zur Selbstbedienung von Getränken, der Preis ist ganz akzeptabel. Ich kaufte mir ein Aloha Mango-Limette Getränk (0,33l) für 1,80€. Aber nun zum Wesentlichen: der Karte.

Denn diese bietet reichlich Auswahl, von Rind über Hühnerfleischburger, zu Salaten und Fritten ist ordentlich Auswahl und soagr für Vegetarier haben sie ein Angebot. Ich entschied mich für den BBQ-Burger (ich liebe generell alles, was mit BBQ zu zun hat) und Lu für ihren heiß-geliebten Cheeseburger, zu dem aßen wir je eine große hausgemachte Pommes. Nach dem Zahlen bekommt man eine Art „Puck“ (ja, Eishockey), welcher zu piepen anfängt, sobald das Essen fertig ist, was ich total klasse finde. Einziger Nachteil: man hört auch das Piepen der anderen Pucks und das kann auf Dauer etwas nerven, wobei hier anzumerken ist, dass der Lautstärkepegel schon etwas hoch ist, so dass man das Piepen der anderen kaum wahrnimmt.

Zu meinem Burger. ER IST TOLL! Ich meine es wirklich, ein gutes Sesambrötchen, saftiges und weiches Fleisch, tolle Röstzwiebeln und BBQ-Soße, so mag ich meinen Burger. Es ist für mich wichtig, dass, was ich esse, nicht zu sehr nach Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffen schmeckt, und weil ich es von zu Hause gewöhnt bin, frisch-gekochtes zu essen, meine ich auch, so etwas herausschmecken. Umso zufriedenstellender kann ich sagen, dass ich diesen Burger als tatsächlich gut empfinden kann.

Zu den hausgemachten Pommes kann ich sagen, dass sie ganz gut sind, etwas kartoffeliger und süßer als der Durchschnitt – gut, aber ich habe auch schon bessere gegessen.

THE VERDICT: Ich kann Windburger für den Burgergenuss nur empfehlen, er bietet eine ordentliche Auswahl bei guten Preisen, sieht auch noch modern aus und ist per S-Bahn (bis Charlottenburg) und mit einem kleinen Fußweg sehr gut zu erreichen. TOP! 9 von 10 Sternen.

Love, Katha