September Faves #17

Moinsen!
Der Monat September ist so schnell an mir vorbeigezogen – genauso wie das frühherbstlich Wetter und nun ist es bereits kalt und stürmisch und wir sind mitten im Herbst. Deshalb möchte ich heute ein paar meiner Highlights aus musikalischer wie bibliophiler Sicht zeigen, so wie ganz generell ein paar Dinge, die mir im September besonders gefallen haben.

1. „Schachnovelle“ von Stefan Zweig
Mein dritter Zweig hat mich genauso wie die „Ungeduld des Herzens“ (wovon ich in privaten Kreisen noch  immer schwärme) absolut in den Bann gezogen: Eine starke und spannende Novelle über zwei verschiedene Schachspieler. Ich mag es sehr, wie Zweig dem Wahnsinn Wort und Charakter gibt und dem Leser das Gefühl, mit der handelnden Figur in die unendlichen Wirre der Irrnis einzutauchen. Sehr empfehlenswert!

2. Schokomüsli von Cerbona
Ein ungesundes, aber herrlich leckeres Vergnügen ist das Schokomüsli mit dunkler Schokolade und Knusperstücken des ungarischen Herstellers Cerbona. Ich finde es immer ganz toll, im Urlaub in Ungarn Sachen zu probieren, die es nur dort gibt.

3. Erstwählerin sein
Letztes Jahr durfte ich bereist für mein Bundesland Berlin wählen – doch dieses Jahr war ich Erstwählerin bei den Bundestagswahlen, also eigentlich schon mein zweiter Urnengang, aber dennoch eine tolle Sache, sich nun endlich auch politisch in Form meiner Stimme äußern zu können und dieses Recht zu nutzen – unabhängig von dem Ausgang der Ergebnisse dieser Bundestagswahl, was nochmal ein ganz anderes Thema ist.

4. Ovomaltine Crunchy Cream
Diese (leider teure) Alternative zu Nutella hat mich wirklich überzeugt, besonders mit den Crunchy-Stückchen ist es ein besonderer Geschmack, der mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist – beide Brotaufstriche sind aber genauso süß und ungesund. Am liebsten streiche ich diese Nuss-Malz-Creme auf meinen Eierkuchen, aber auch auf dem Frühstückstoast ist sie lecker (wenn auch ein bisschen zu schade dafür).

5. Tee-Set vom Trödel
Katha hat den Trödel für sich entdeckt: Wunderbare Bücher in tollen alten Ausgaben, die fast wie neu aussehen und Unmengen an entzückenden Kleinkram kann man auf Trödeln und Wohnungsentrümpelungen finden, wenn man ein gutes Auge und Geduld mitbringt. Dieses süße Teeset aus bayerischem Porzellan habe ich zusätzlich mit einem passenden Kuchenteller für schlappe 4 Euro bekommen! Eine neue, elegante Art meinen Tee wie eine vornehme englische Dame einzunehmen, finde ich.

6. 7/8 – Straight Jeans mid rise mit Fransen
Ich verkünde offiziell den Anfang des Endes der Skinny Jeans. Die superenge Hose, die jetzt nun seit bestimmt 10 Jahren in allen Läden die Hosen-Abteilung sämtlicher Modegschäfte dominiert und diktiert, zählt ihre letzten Tage. Nun, ganz so dramatisch ist es nicht, ich mag meine alten Skinny Jeans nach wie vor sehr gerne, aber nun wo ich mir im August inspiriert von den vielen Boyfriend- und Straight Jeans tragenden Bloggerinnen eine gerade geschnittene 7/8-Hose gekauft habe, bin ich begeistert, wie unglaublich bequem diese ist und dass auch locker fallende Hosen meinem curvy Figurtypen schmeicheln können – plus: Man hat nicht den Kampf die Hose über die Ferse bekommen zu müssen und wie ein Idiot in die Jeans zu hüpfen.

7. Smart Closet App
Empfohlen von der wunderbaren Modedesignerin und YouTuberin Justine Leconte (ich kann einen Besuch bei ihrem Channel von ganzem Herzen empfehlen) lud ich mir die „Smart Closet“ App auf mein Handy. Man kann durch Abfotogarfieren der eigenen Kleidungsstücke und detaillierten Angaben wie (Kleider < kurze Kleider ) diese  fast wie in Schubladenbzw. Unterkaterogien ordnen. Zusätzlich hat die App eine Lookbook-Funktion, wo man die Bilder der Kleidungsstücke zu einem Outfit zusammenstellen kann und eine Kalenderfunktion, wo man die Outfits oder einzelnen Kleidungsstücke einspeichern kann. Die App rechnet schließlich, wenn man die Funktion regelmäßig verwendet, aus was die besten Price-per-Wear Stücke sind. Da sieht man erst richtig, was man oft trägt. Zusätzlich kategorisiert die App nach Farben und Marken. Manchmal sieht man bei der eignen Garderobe den Wald vor lauter Bäumen nicht – diese App hilft dabei, zu schauen, was man wirklich trägt und wie man guten Nutzen aus seiner Garderobe bekommt und hilft vielleicht manchen auch, weniger oder gezielter passende Kleidungsstücke zu kaufen.

8. Gemeinsam Theodor Fontane lesen
Klassiker lesen kann manchmal recht ermüdend oder zumindest irgendwie einsam sein und meiner Erfahrung nach gibt es bei einigen Klassikern eine Menge zu diskutieren (natürlich gilt das für jedes Genre, aber mein Ziel ist es ja, mehr Klassiker zu lesen). Deshalb war es für mich eine absolute Freude mit der wunderbaren Instagrammerin Nora (@nora.reads) die Bücher „Frau Jenny Treibel“ und „Stine“ zusammen zu lesen und zu diskutieren. Ich hatte ein viel intensiveres Leseerlebnis!

Was ich im September gelesen habe:

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  • Fontane, Theodor: Frau Jenny Treibel – eine interessante Beobachtung zum Verhältnis zwischen Besitz- und Bildungsbürgertum, im altbekannten, ausschweifenden Theodor Fontane Stil, leider mit ziemlich unsympathischen Figuren. 6/10 Sternen
  • Fontane, Theodor: Stine – eine  kurze, tragische Geschichte, die durch ihre Figuren und die Nähe zur Stadt Berlin punktet . 7/10 Sternen
  • Irving, John: Gottes Werk und Teufels Beitrag – ein wichtige moderner Klassiker, der ganz anders ist, als erwartet und durch seine Schrulligkeiten absolut Spaß macht zu lesen. Positiv überrascht bestärkt es mich in meiner Begeisterung für den Diogenes Verlag: 8,5/10 Sternen
  • Towles, Amor: A Gentleman in Moscow – ein gehypter Roman, der leider durch einige historische Schwachstellen wie Langatmigkeit leider nicht mein Herz erobern konnte, deshalb nur 6/10 Sternen
  • Zweig, Stefan: Schachnovelle – hat mich wirklich überzeugt und meine Liebe zu diesem wunderbaren Autor nur bekräftigt, deshalb: 9/10 Sterne

Wie war euer September? Was waren eure Favoriten und was habt ihr gelesen?

Love Katha

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3 Kommentare zu „September Faves #17“

  1. Hallo Katha!

    Also von dieser Ovomaltine haben wir bestimmt 4 oder 5 Gläser im Strang stehen – keiner rührt sie an. Die gibt es bei uns immer in der „Semester-Tüte“. Man muss den Geschmacl schon mögen 😀

    Liebe Grüße,
    Pia!

    1. Hey Pia! Lustigerweise habe ich die durch die Semestertüte kennengelernt und war Anfangs super skeptisch und dann dachte ich so, bevor sie abläuft, probiere ich mal – und das war Liebe auf den ersten Schmecker. Aber es stimmt schon, das sie speziell ist 😀

      LG Katha

  2. So, mach dich auf einen Kommentarmarathon gefasst, der im September ansetzt xD.

    Die Ovomaltine-Creme ist echt der Hammer :D. Ich freu mich immer, wenn die in der Uni kostenlos verteilt wird ^^.

    Ein bisschen musste ich grinsen bei deiner Beschreibung von Skinny Jeans. Dieses wie eine Idiotin rumhüpfen kenne ich nur zu gut ^^. Und grad wenn es warm wird oder man sich viel bewegt, finde ich Skinny Jeans auch nicht mehr so cool.

    Krass, wieviele Gedanken man sich über seine Gaderobe machen kann xD. Meine ist ja eher übersichtlich und ich nehme meist das erste, was ich finde ^^.

    Oh Mann, man kommt sich immer so unintelektuell vor, wenn man sieht, was du so liest :P.

    Liebe Grüße 😉
    Carlos

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