Geliebte Jane

OT: Becoming Jane
DT: Geliebte Jane
Cast: Anne Hathaway, James McAvoy, Julie Walters, James Cromwell, Maggie Smith
Genre: Filmbiografie
Regie: Julian Jerrold
Drehbuch: Kevin Hood, Sarah Williams
Musik: Adrian Johnston
Länge: 120 Minuten
FSK: ab 0 Jahren

Basierend auf Jon Hunter Spences gleichnamigen Roman aus dem Jahr 2003.

Wer war Jane Austen, eine der bekanntesten englischsprachigen Autorinnen, hiner ihren Büchern? Wodurch wurden ihre Geschichten inspirert? Julian Jerrolds Film „Geliebte Jane“ beleuchtet Janes literarisches Werden in einem zarten Film, der so wie Austens Romane, eine  bezaubernde Liebesgeschichte erzählt.

Wunderschön, in einem angenehmen Tempo aber traurig zeigt dieser Film, dass man manchmal der Realität und der eignen Existenzsicherung ins Auge sehen muss und die Liebe leider nicht immer siegen kann – dennoch verbleibt Jane in diesem Film mit einer positiven Aussage: ihre Figuren werden glücklich.

Natürlich stellt sich die Frage: Wie viel Jane Austen ist in dieser Verfilmung  entahlten, ist es wirklich eine Biografie oder mehr ihr Leben und ihre Romane gemischt zu einer Interpretation ihrer Persönlichkeit? Nun, ich habe keine Jane Austen Biografie gelesen, aber  als ein Fan ihrer Werke kannte ic im groben ihre Biografie und erkannte im Film auch zentarle  Verlaufspunkte aus  Leben. Das sie sehr gebildet aufwuchs, wie es um ihren elterlichen Haushalt stand, das sie und ihre Schwester Cassandra nie heirateten würden, das ihre Bücher nur unter „By a lady“ publiziert wurden und das sie einen wichtigen Antrag erhielt, den sie ablehnte, wurde alles berücksichtigt.

Mir ist es gar nicht so wichtig, dass der Film haargenau Jane Austen unter die Lupe nimmt, denn ich bezweifle, dass dies der Anspruch von „Geliebte Jane“ ist. Es handelt sich schließlich um einen Spielfilm, bei dem die Emotion im Vordergrund steht, und nicht um eine Dokumentation.  Vielmehr  stellt der Film eine interessante, gut unterhaltende, etwas lehrreiche und vor allem berührende Liebesgeschichte dar  mit einem recht typischen  Konflikt um  die Liebe in einer Gesellschaft Ende des 18. Jahrhunderts. Betrachtet man „Geliebte Jane“ aus dieser Perspektive, ist es ein sehr schön gemachter Kostümfilm, optisch sehr reizend (aber auch nicht zu Hollywood, es werden glücklicherweise auch die schlechten Seiten von Janes Lage dargestellt), einem angenehmen, leichten Soundtrack und zwei ganz tollen Hauptdarstellern, die eine aufkeimende, junge Liebe mit ihren Unsicherheiten und kleinen Leidenschaften hervorragend spielen und man sich ertappt, wie man sich mit verliebt.

Sowohl Anne Hathaway, die man vielleicht aus weniger his Rollen historischen kennt, wirkt so natürlich und sympathisch in ihrer Rolle, wohin James McAvoy die Rolle des Gegenpols einnimmt und die beiden in bissigen Diskussionen gemeinsam aufblühen.

Das einzige, was mich an diesem Film gestört hat, ist die Tonqualität, da der Soundtrack häufig unverhältnismäßig laut ist zu dem eigentlichen Redepart und man ständig lauter oder leiser stellen muss, damit man ein angenehmes Fernseherlebnis hat.

THE VERDICT: Ein wirklich schön gemachter, wenn auch nicht die detaillierteste und schärfste Untersuchung von Jane Austens Leben – es ist mehr Liebesfilm, als Filmbiografie, mit tollen Dialogen und viel Herz. 7,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

Quellen
Beitragsbild

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