Harry Potter #4

Autor: J. K. Rowling
OT: Harry Potter and the Goblet of Fire
Genre: Fantasy
Sprache: English
Ersterscheinung: 2000
Verlag: Bloosmbury
Preis: 8.99 Pfund (Taschenbuch)
Länge: 617 Seiten
ISBN: 978-1-4088-5568-3

Auf Deutsch unter „Harry Potter und der Feuerkelch“ erschienen.

Das vierte Jahr in Hogwarts soll für Harry Potter ein wenig anders werden, denn dieses Jahr findet  das Trimagische Turnier statt. Hierbei werden die Schüler von mindestens siebzehn Jahren dazu aufgerufen, ihre Schule in dem Wettbewerb zu vertreten. Denn neben den Hogwarts-Schülern reisen auch die zwei anderen großen europäischen Schulen an: Beauxbaton und Drumstrang. Ihre Namen werden in den Feuerkelch geworfen, der die Bewerbungen prüft und die drei Würdigen schließlich bekannt gibt. Doch als aus dem Kelch die Auserkorenen gezogen werden, geschieht das unglaubliche: anstatt drei, sind vier Namen enthalten: Cedric Diggory aus dem Hause Hufflepuff, Fleur Delacour von Beauxbaton, Viktor Krum aus Drumstrang und auch Harry Potter. Trotz heftigen Debatten soll auch Harry an dem Turnier teilnehmen, aber er weiß noch nicht, was ihm blühen wird…

Schon die Tatsache, dass der vierte Band ein ganz anderes, außergewöhnliches Element enthalten sollte, gab mir ein aufgregtes Kribbeln. Doch hinterließen die ersten 150 Seiten ein wenig Resignation bei mir, denn statt dem gewohnten, flotten und spannenden Tempo der zu vorigen Bände, eiert Harry wortwörtlich durch das Geschehen: einerseits freut er sich an dem Turnier teilzunehmen, doch seine Freundschaft zu Ron leidet darunter und zwischen dem ersten und zweiten Turnier passiert auch nicht sonderlich viel.

Nach und nach grenzt sich auch Hermine von ihren Freunden ab und irgendwie befindet man sich als Lesende*r in einem gewissen Tief, weil nichts so richtig läuft. So kam es auch, dass ich das Buch für einige Monate zur Seite legte, doch einmal wieder angefangen, und die etwas leere Mitte des Romas überwunden, kam alles ins Rollen, Ereignissen überschlugen sich und die so geliebten Abenteuer, von denen diese Bücher ja leben, kehrten mit voller Wucht ein!

So ist der vierte Teil auch mit Abstand dicker als seine Vorgänger und es geschieht ein gewisser Schnitt: nicht nur die Charaktere werden älter, sondern auch der Schreibstil detaillierter und es gibt viel zu Enthüllen.

Spätestens nach dem dritten Band kann ich sagen, dass ich mich wirklich zum Fan entwickle, was sich für mich im vierten Band nur bestätigt hat.

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Die Psychologisierung von Ron, Harry und Hermine  im diesen Teil ist besonders gelungen (und auffällig!), da das Trio  im vierten Band, folglich mit 14 Jahren, in ein stark pubertäres und emotionales Alter kommt, wo die kleinste Sache mal zum Elefanten werden können. Neid, Missgunst, die ersten zarten Gefühle und natürlich auch Mobbing durch Draco Malfoy und sein Gefolge stehen ander Tagesordnung. Man merkt, wie die Charaktere älter werden und welche Konflikte, die man in diesem Alter auch erlebt hat, sie prägen. Zwar lese ich die Bücher nun mit einer Retrospektive auf  meiner Pubertät, allerdings denke ich auch, dass es großartig seien muss, mit diesen Helden aufzuwachsen.

Auch in diesem Band gibt es einen neuen Lehrer in Verteidigung gegen die Dunklen Künste, wie es kaum hätte anders seien können: Mad-Eye Moody, früher als Auror tätig und somit einer der größten Gegner von Voldemorts, nimmt auf Dumbledores Bitte die Stelle an. Etwas schrullig und fast schon unheimlich durch sein magisches Auge, wuchs er mir sofort ans Herz. Doch nicht nur als Figur ist er absolut faszinierend, sondern lehrt die Unverzeilichen Flüche, es geht also magisch ins Eingemachte. Wenn Dickens über magische Figuren geschrieben hätte, wäre Moody definitiv sein Liebling.

Eine Anmerkung am Rande: Ich habe den vierten Teil auf Englisch gelesen und währenddessen auch beschlossen, die Nachfolger auf Englisch zu lesen. Zum einen, weil es natürlich das Original ist und in Übersetzungen häufig Dinge verloren gehen können, aber noch viel eher, weil es lebendiger wirkte und der sprachliche Witz so viel besser zur Geltung kam. Zusätzlich fühlte ich mich durch das Englische Hogwarts irgendwie näher, aber das ist alles natürlich nur subjektives Empfinden und beide Sprachen sind definitiv mindestens gut. Ferner sind die englischen Cover von Jonny Duddle einfach brilliant mit ihren detaillierten Illustrationen und den goldenen Lettern und Sternen!

THE VERDICT: Am Anfang etwas mau, entwickelt sich der vierte Harry Potter Band mindestens ab der Hälfte zu einem sehr spannenden Roman, voll neuer Charaktere und magischen Abenteuern, von denen man nicht mehr loskommt. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil! 8 von 10 Sternen.

Love, Katha

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6 Kommentare zu „Harry Potter #4

  1. Ich finde den vierten Teil ganz besonders. Der Dunkle Einstzieg, die Bedrohung, er wirkt erwachsener..
    Den „Hänger“ in den ersten 150 Seiten hatte ich nicht. Aber vielleicht bin ich ja auch nur leichter zu beeindrucken 😉

  2. Also wenn du hier schon den Mittelteil langweilig findest, dann viel Spaß mit dem 5. Teil xD. Der ist ja der fetteste und in meinen Augen der langweiligste und anstrengendste.

    Die Charakterentwicklungen und dass es auch innerhalb des goldenen Trios Spannungen gibt, finde ich auch sehr authentisch.

    Schade, dass Moody in diesem Buch ja eigentlich kaum eine Rolle hat ;). Aber auch später ist er noch sehr cool.

    Ich hab ihn Jahre nicht mehr gelesen, aber der vierte war immer einer meiner Lieblingsteile. Und in gewisser Weise ist er auch ein Umschwung. Die Figuren werden erwachsener, die Geschichte düsterer und ernster.

    Viel Spaß mit den weiteren Teilen :).

    1. Liebe Charlie,

      du hast so fleißig und liebevoll auf meinem Blog kommentiert und ich hatte eine so stressige Woche, dass ich erst jetzt zum Beantworten deiner Kommentare komme. Sie sind immer wso schön ausführlich, da möchte ich mir Zeit nehmen, um sie zu beantworten!

      Ich finde, dass man sich an diesen Umschwung im vierten Teil gewöhnen muss, vor allem, dass die Zeit langsamer vergeht. Bei anderen Büchern stört mich das wenig bis gar nicht, nur im Vergleich zu seinen Vorgängern war es einfach ungewohnt!

      Auf Moody wollte ich nicht ausführlicher eingehen, weil der Plottwist am Ende einfach super ist, und ich das möglichen Noch-Lesern dieses Teils nicht verderben wollte. Aber da zeigt sich mal wieder, wie schwer es ist, eine Rezension über ein Buch zu schreiben, was gefühlt alle gelesen haben!
      Ich freue mich jedenfalls schon darauf, den fünften Band zu lesen (da hab ich ja auch schon die verschiedensten Meinungen dazu gehört…), weil ich diese Reihe einfach großartig finde. Gott, ich bin so froh, dass ich das jetzt auch lese. Was ich die Jahre verpasst habe…!

      Alles Liebe
      Katha

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