Inferno in Florenz

OT: Inferno
DT: Inferno
Cast: Tom Hanks, Felicity Jones, Omar Sy, Sidse Babett Knudsen, Ben Foster
Genre: Thriller
Regie: Ron Howard
Drehbuch: David Koepp
Musik: Hans Zimmer
Länge: 122 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Nach dem gleichnamigen Roman von Dan Brown.

Nachdem Robert Langdon bereits in The Da Vinci Code und Illuminati bewiesen hat, dass er mysteriöse, gefährliche und gerne kirchliche Aufgaben mit Bravour meistert, verschleppt es ihn diesmal nach Florenz.

Der Milliardär und Wissenschaftler Bertrand Zorbrist, der die These vertritt dass das größte Übel der Menschheit die Menschheit selbst sei, wird von Beamten verfolgt und schützt sich schließlich von einem Kirchturm in Florenz.
Währenddessen wacht Robert Langdon total verwirrt und ständig schreckliche Flashbacks erlebend, in einem Krankenhaus auf, wo die junge Ärztin Sierra Brooks ihn seine Lage zu erklären versucht, als plötzlich eine Polizistin das Krankenhaus betritt und beginnt, auf die Leute zu schießen – die beiden fliehen schnell zu Sierra. Unterdessen hört und sieht Langdon in seinen Flashbacks verzerrte Fratzen, dämonische Geräusche, eine Art Sinnbild der Hölle. Bei Sierra angekommen, versuchen die beiden herauszufinden, was überhaupt los ist und Langdon kehrt langsam zurück von seiner Verwirrtheit. Später entdeckt Langdon in seiner Tasche einen Behälter für biologische Stoffe und stellt fest, dass dieser mit seinem eignen Fingerabdruck gesichtet worden ist und einen Projektor enthält, welcher Botticellis Karte der Hölle zu Dantes Werk „Inferno“ zeigt. Doch etwas mit dem Bild ist anders… Und in verfolgt werden sie noch immer.

Filmflashbacks sind immer etwas schwierig zu bewerten, besonders in diesem Film. Hier ist es gut gemeint, aber leider nicht gut gemacht. Roberts Halluzinationen wirken eher gruselig-verstörend und tragen nur wenig zum Pudels Kern bei. Was hier spannend wirken soll, wirkt eher wie ein lästiger Nebeneffekt.

Nun war für mich die Besetzung eine absolute Freude, Felicity Jones, Tom Hanks, Omar Sy (bekannt aus u.a. „Ziemlich beste Freunde“) und Sidse Babett Knudsen (die ich in „Borgen“ zu schätzen gelernt habe), doch auch sie retten diesen eher gewöhnlichen Plot nicht, obwohl sie alle (in den richtigen Szenen auch emotional) überzeugend spielen. Zusätzlich wird durch ein ziemlich langes Hin- und her, wer denn nun wirklich der Bösewicht ist, der Spannungsbogen gesenkt. An dieser Stelle vorweg: Das kann der wirklich gut gemachte Plottwist nur in Teilen wettmachen.

Anders als die Vorgängerfilme, ist Inferno mehr auf Action und Rennen zwischen historischen Gebäuden ausgelegt, als einem kirchlichen Mysterium, was ich sehr schade finde. Das schöne an den Dan Brown Verfilmungen war gerade die Tatsache, dass man nach einem spannenden Film auch noch mit Wissen über Mysterien und Verschwörungen aus dem Kino gekommen ist, hier werden leider werke nicht mehr genau analysiert und auch Dantes Totenmaske, neben Botticellis Bild, das Einzige an historischem Gegenstand, das behandelt wird, kommt nur sehr kurz und oberflächlich.
Dadurch wirkt der Thriller fast schon gewöhnlich und mehr wie eine Schnitzeljagd durch die anmutige Szenerie von Florenz und Istanbul. Dennoch bin ich nun gespannt auf den Roman, weil ich wirklich gerne wissen würde, ob es Ron Howard oder auch tatsächlich Dan Brown ist, der an dieser Stelle an dem Markenzeichen der Reihe herumgepfutscht hat

Mir fiel es sehr schwer, zu einem guten Urteil zu kommen, da ich mich sehr auf den Film gefreut habe und nun doch enttäuscht wurde, weil meine Erwartungen ziemlich hoch waren. Ich würde auf keinen Fall sagen, dass der Film schlecht sei, für einen Thriller recht durchschnittlich, aber für einen Robert Langdon Thriller leider etwas zu gewöhnlich.
Wer den Film sehen will, möchte ich ans Herz legen den Trailer nicht anzusehen, weil er viel zu viel verrät.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, Tom Hanks als Robert Langdon ist in diesem Film ordentlich am Rennen – wohin, weiß man nur in Teilen – und weniger am Denken.

THE VERDICT: Spannend mit sehr guten Plottwist, einer tollen Besetzung und viel Action, aber leider ohne die typisch historischen, mysteriösen Interpretationen von Gemälden und Gegenständen. Er lädt zwar zum mitfiebern ein, kann aber an ein paar Stelle logisch nicht überzeugen. Schade! Allerdings bin ich gespannt auf den Roman. 6 von 10 Sternen

Love, Katha

Quellen
Beitragsbild

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