Ein Versprechen – Reise in die Vergangenheit

OT: A Promise
DT: Ein Versprechen – Reise in die Vergangenheit
Cast: Richard Madden, Alan Rickman, Rebecca Hall, Maggie Steed
Genre: Drama, Liebesfilm
Regie: Patrice Leconte
Drehbuch: Patrice Leconte
Musik: Gabriel Yared
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 6 Jahren

Vefilmung von Stefan Zweigs Erzählung „Reise in der Vergangenheit“

Wir befinden uns im Jahr 1912: der junge Ingenieur Friedrich Zeitz erhält eine Stelle bei dem Großunternhemer Karl Hoffmeister, ein alternder Mann mit keinem guten Gesundheitszustand. Bei einem Besuch auf dem Anwesen der Hoffmeisters lenrt Friedrich die deutlich jüngere, sehr schöne Frau, Charlotte, seines Arbeitgebers kennen und versucht sie zunächst so gut wie möglich zu meiden, weil ihn ihre Anziehungskraft durchaus beunruhigt. Kurz bevor der Erste Weltkrieg ausbricht, ist Friedrich gezwungen auf Grund der Krankheit Karl Hoffmeisters an seiner Stelle die Auslandsvertrung in Mexiko zu repärsentieren. Vor seiner Überfahrt, kochen schließlich die Gefühle von beiden über – doch durch den Krieg ist kein postalischer Verkehr mehr möglich, es bleibt nur ein Verprechen, dass sie sich zum Abschied gaben.

Mich dünkt, dass Rebecca Hall, wie sie schon in Parade’s End zeigte, wie geschaffen für diese Art von Rollen ist. Durch ihre recht außergewöhnliche Schönheit und einen unglaublichen Charme und dem bezabuernd Natürlichen, schafft man es im Film sich sogar in sie zu verlieben! Es ist, als schmelze sie perfekt mit den 1910ern zusammen. Und ihre hellen Gewänder machen sie zusätzlich zu einem optischen Traum.
Leider wirkte Richard Madden als Freidrich Zeitz auf mich wie ein kalter Fisch mit dem immergleichen Geischtsausdruck. Denn obwohl er natürlich mit sich sebst kämpft und versucht, seine Gefühle ihr gegenüber nicht zu offensichtlich werden zu lassen, wirkt er mit diesem kalten Blick unheimlich unsympathisch und nichtssagend.
Bei Allen Rickman merkt man, wie Stefan Zweig es in seinem Werk auf das Psycholgische angsetzt haben muss, denn zumeist spielt er nur den stillen, geheimisvollen Beobachter, bei den man sich fragt, ib er denn gar nichts ahnt, oder selbst die Finger im Spiel hat.

https://i0.wp.com/www.impawards.com/intl/misc/2014/posters/promise_ver2_xlg.jpgInteressant und wirklich gut gemacht, fand ich die Filmografie: Besonders in den Momenten, wo Freidrich Charlotte betrachtet, beispielsweise, als er die Treppe hinter ihr folgt, wachkelt die Kamera leicht, man erlebt den Augenblick mit seinem ransendem Herzen mit, welches ihr unbedingt näher sein zu will, als er darf. Oder es wird aus Friedrichs Augen gezeigt, wie er Charlottes Lachen still beobachet, oder gar den Schmuck an ihrem Hals neugierig beobachtet. Dadurch entsteht ein ganz eignes Knistern, welches ich in dieser so leisen Form selten gesehen habe.
Meist ist das Licht des Fimes recht duster gehalten, ähnlich wie der traurige Konfikt,in den die drei Figuren verwickelt sind, doch in den frohen Momenten, in denen er mit Charlotte allein ist, scheint es ein ganz natürliches leuchten zu geben – ähnlich wie auf dem Filmplakat.

Dazu kam noch ein sehr melancholischer, vor allem durch Streichermelodien geprägter Soundtrack, der die trübe, aber in ihrer geheimen tiefe leidenschfatliche Grundstimmmung wunderschön untermalt. Als träume man im Herzen von der Liebe, die so unerreichbar ist.

Was zunächst wirkt, wie eine sich über den ganzen Film hinwegziehende, langsam aufkeimene Liebesgeschichte, ist vielleicht für unsere modernen Augen fremd – denn genau durch dieses Entfalten wird der Film zu einer Retrospektive für alte, vergangene Werte. Anfangs mag diese Sichtweise auf eine Beziehung seltsam wirken, aber ich muss sagen, dass genau diese Tatsache den Film historishc betrachtet authentisch macht: Das Warten auf die Liebe, das Versprechen (wie der Filmtitel schon sagt) auf jemanden zu warten. Andereseits dünkt mich, dass Stefan Zwieg es nicht unbedingt auf die Liebe, sondern auch auf ein Portrait einer dieser Zeit vor dem Ersten Weltrkieg abgesehen hat, weshalb ein tiefere Einblick in Zeitzs Arbeit (auch in Mexiko) durchaus interessant gewesen wäre. Irgendwie hatte ich durchgehend das Gefühl, eine Komponente fehlt.

THE VERDICT: Ein ganz anderer Liebesfilm, der mit seiner stillen Art in eine vergangene Zeit zurückführt und mich auf den Roman sehr neugierig gemacht hat. 7,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

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