Dido Elizabeth Belle

OT: Belle
DT: Dido Elizabeth Belle
Genre: Romantisches Drama
Cast: Gugu Mbatha-Raw, Tom Wilkinson, Emily Watson, Miranda Richardson, Penelope Wilton, Sam Reid
Regie: Amma Asante
Drehbuch: Misan Sagay
Musik: Rachel Portman
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 104 Minuten
FSK: ab 6 Jahren

Dido Elizabeth Belle (Gugu Mbatha-Raw), uneheliche Tochter einer afrikanischen Sklavin und eines Admirals der königlichen Marine, wuchs bei ihrem aristokratischen Großonkel Lord Mansfield (Tom Wilkinson) und dessen Gattin (Emily Watson) auf. Dank ihrer Abstammung genießt Dido zwar Adelsprivilegien, ist jedoch wegen ihrer Hautfarbe von gesellschaftlichen Leben der Upper Class ausgeschlossen. Als sie sich in den idealistischen jungen Anwalt und Gegner der Sklaverei John Davinier (Sam Reid) verliebt, ändert sich Didos Leben dramatisch…

Nur durch einen Zufall entdeckte ich diesen Film über einen Trailer auf YouTube – wobei dieser leider schon ein bisschen zu viel verrät! Dennoch war ich vom ersten Moment verzaubert und hatte hohe Erwartungen.

Wenn man bereits auf die Besetzung guckt, macht man schon große Augen: Tom Wilkinson ist ein hervorragender Schauspieler, der es immer wieder schafft, großen strengen Rollen eine warme, starke Aura zu geben. Besonders die Besetzung durch Miranda Richardson, die stets etwas zickig wirkt und der gutmütigen Penelope Wilton, die viele als Mrs Crawley aus Downton Abbey kennen, halte ich für mehr als passend! Die Schauspieler schmiegen sich hier so perfekt in ihre Rollen, alles wirkt so wunderschön gefühlsecht, ohne überspitzt zu sein.

Tatsächlich basiert die Geschichte auf wahren Ereignissen, was mich sehr beeindruckte, aber natürlich auch berührte. In einer Szene des Films werden die zwei Mädchen, die beide im Haus von Lord Mansfield aufwachsen, zusammen porträtiert und in der Tat existiert dieses Gemälde wirklich. In gewisser Weise ist „Dido Elizabeth Belle“ das Gegenstück zu „12 Years a Slave“ und zeigt mit viel Intelligenz und Scharfsinn das Leben und Emanzipation der halb-schwarzen jungen Dame. Außerdem wird die ganze Geschichte ebenfalls durch das historische Ereignis eines wichtigen Gerichtsprozesses zu dieser Zeit, welcher den Sklavenhandel und dessen Recht in Großbritannien revolutionieren sollte, politisch beleuchtet. Diese verschiedenen Ebenen, die beleuchtet werden, sind neben den tollen Schauspielern und de, wunderschönen Setting in alten Herrenhäusern und Gärten, das besondere an dem Film und machen dessen Qualität aus! Dennoch ist er natürlich durch den stark romantischen Fokus nur etwas für Zuschauer, die dieses Genre mögen.
Unglücklicherweise lässt das Cover den Film deutlich kitschiger wirken, als er ist, was wirklich schade ist, weil es vielleicht einige romantisch-historisch interessierte verscheucht.

Natürlich ist Rachel Portman, die Frau unter den großen Komponisten unserer Zeit, die stets für gefühlvolle, dramatische und romantische Musik sorgt, hier genau richtig. Der bezaubernde, warme Score unterstützt die Wirkung dieses doch relativ ruhigen, trotzdem ernsten und romantischen Films, sehr gut und lässt sich auch prima zu Hause nachhören.

THE VERDICT: Ich wurde nicht enttäuscht: ein schöner, warmherziger und dennoch ernster Film über die außergewöhnliche Geschichte der Dido Elizabeth Belle, der von einzigartiger Qualität ist und den ich dementsprechend nur empfehlen kann! 8,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

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6 Kommentare zu „Dido Elizabeth Belle

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