Sommer im Februar

OT: Summer in February
DT: Sommer im Februar
Genre: Romantisches Drama
Cast: Dominic Cooper, Emily Browning, Dan Stevens, Hattie Morahan, Nicholas Farrell
Regie: Christopher Menaul
Drehbuch: Jonathan Smith
Musik: Benjamin Wallfisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: ca. 100 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Litertaurverfilmung des gleichnamigen Romans von Jonathan Smith aus 1995.

Cornwall 1913. In der elitären Künstlerkolonie Lamorma verlieben sich der Maler Alfred Munnings und sein bester Freund Gilbert in dieselbe Frau, Florence Carter-Wood. Die aristokratische Schönheit liebt den adeligen Gilbert. Doch als der berühmte Munnings ihr einen Heiratsantrag macht, stimmt sie diesem zu. Die Situation droht zu eskalieren und die gefährliche Ménage-à-trois nimmt bedrohliche Züge an, als Florence schon in der Hochzeitsnacht versucht sich umzubringen. Zu spät muss sie erkennen, dass sie nicht nur die Herzen der beiden Männer gebrochen hat, sondern auch ihr eigenes.

Natürlich sticht einem schnell die Besetzung ins Auge: Dominic Cooper, der fast nirgends einen sehr sympathischen Menschen spielt, verkörpert auch hier in seiner Rolle des exzentrischen Malers Alfred Munnings nicht gerade den nettesten Menschen und tut dies mit Bravour. Besonders über Dan Stevens habe ich mich gewundert, da man ihn zuvor nur von Downton Abbey kannte, war ich neugierig ihn in einer anderen Rolle als Matthew Crawley zu sehen – allerdings fiel mir das wirklich schwer, weil das Thema vielleicht etwas anders ist, aber der Rollentyp und das Setting des beginnenden 20. Jahrhunderts doch sehr an die Serie erinnern. Auch Emily Browning in ihren tagisch-traurigen Rolle hätte mehr überzeugen können, sie wirkt verzweifelt ja, aber es fehlt etwas von Leidenschaft.

Obgleich der Titel und das Plakat vielleicht nett und romantisch erscheinen mögen, ist „Sommer im Februar“ noch mehr, auch wenn das Cornwall-Setting an so manchen Rosamunde Pilcher Film erinnern lässt, ist dieser Film durch seine Dramatik und tiefe Traurigkeit, einem tragischen Ernst und der Hin- und Hergerissenheit des jungen Herzens der Florence Carter-Wood ganz weit davon entfernt. Natürlich, man ahnt es früh, bahnt sich dieser Beziehungskonflikt dem unvermeidlichen zu.
Leider zieht sich die Geschichte eher hin, als dass man als Zuschauer vor Spannung fast schreien möchte, und so wird aus diesem wirklich schönen Drama manchmal eine etwas fade, langgezogene Tragik, die auf ihre Erlösung wartet. Diese ab und an langweiligen Szenen nehmen dem Film irgendwie seine Spannung und so plätschert die Geschichte eher von sich hin. Um es anders zu formulieren: Man hätte mehr daraus machen können!

Nichtsdestotrotz möchte ich die wunderschöne Klavier- udn Streichermusik von Benjamin Wallfisch loben. Sie sorgt für ein wunderbares Flair! Es ist auch toll, diesen Score dann und wann zum Entspannen oder einfach aus Lust zu toller Filmmusik zu hören!

THE VERDICT: Vielleicht habe ich zu viel erwartet, denn ich bin leider enttäuscht. Die Geschichte ist wunderschön, das Setting atemberaubend, traurig und mit einem wunderbaren Score unterstrichen, doch manchmal hilft selbst das nicht, wenn der Film sich so hinzieht. Schade! 6,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

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