Niederländische Tage

Moin!

Meine Reise durch die Niederlande ging über Den Haag und ein paar kleine Ausflüge weiter – allerdings sollte sich das Wetter mit dem Eintreffen in Den Haag schlagartig verändern, aus leichten, sorglosen Tagen in Amsterdam entstand plötzlich ein wilder, tosender Sturm! Am nächsten Tag blies der Wind über das Meer, es schlug hohe Wellen, kam in der Stadt an und richtete recht großen Schaden an. Dennoch ließen wir uns dieses Spektakel der Natur nicht entgehen und so ging es an den Strand von Scheveningen bei Windstärke 10 und es war schier unfassbar diese Wucht der Natur zu erleben!
Anschließend ging es zum Mauritshuis, de wunderbaren Kunstmuseum, wo wir erneut Rembrandt bestaunen konnten, doch das Herzstück dieses zauberhaften alten Gebäudes mit samtigen floralen Tapeten ist natürlich Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrring“. Dieses Werk berührt mich jedes Mal aufs Neue, ich mag fast sagen, was für andere die Mona Lisa ist, ist für mich dieses Mädchen.
Am nächsten Tag war schließlich der Sturm abgeklungen, viel mehr noch: der Himmel färbte sich in ein sattes, klares, frisches Meerblau und erneut gingen wir nach Scheveningen, um diesmal aber die Weite des Strandes zu beobachten. Besonders bezaubernd sind die Sprookjesbeelden, Kunstwerke direkt am Ufer, die allerdings auch in einem Museum zu besichtigen sind. Irgendwie lustig, niedlich, aber auch definitiv zum Nachdenken anregend.

Wir verbrachten nicht den ganzen Tag am Strand – es war zwar sonnig, aber noch lange nicht warm – , sondern fuhren nach Vleuten (Nähe Utrecht), wo das wunderschöne Kasteel de Haar steht, welches einen eher an Dornröschen oder andere, verwunschene Märchen mit Rosenstauden und Burgen erinnert. Hier spielt erneut der Arichtekt Pierre Cuypers eine tragende Rolle, da dieser das Schloss Ende des 19. Jahrhunderts neu aufarbeitete, allerdings mit viele mittelalterlichen Elementen. Eine Führung lohnt sich definitiv – es erinnert manchmal auch ein wenig an Downton Abbey.
Ein weiterer Tag führte uns zu den Windmühlen des Freilichtmuseums der Zaanse Schans. Die Nachbildungen zeigen z.B. ein altes Albert Heijn (eine Supermarktkette, die in den Niederlanden praktisch an jeder Ecke zu finden ist), aber auch kleine süße Hütten und natürlich alte Windmühlen. So schön und liebevoll das allerdings klingt, fehlt dem Ganzen schlichtweg der verschlafene Charme, denn es war eher ein Mekka für Touristen, überall asiatische und arabische Besucher, die aufregt alles fotografierten, was ihnen vor die Linse kam. Es war voll und irgendwie war ich etwas enttäuscht. Die Windmühlen waren allerdings interessant – nur leider liegen sie Mitten in einem Industriegelände.

Das wahre Abenteuer war jedoch die Rückreise, denn der Sturm hatte wohl einiges angerichtet und so kam es, dass wir Ewigkeiten benötigten von Den Haag nach Amsterdam Centraal zu kommen – Berlin war dann gar nicht in Aussicht! Doch es war bereichernd, die Niederlande zu sehen. Es ist so ein charmantes Land, man spürt förmlich eine viel entspanntere Mentalität, die uns hektischen, gestressten Berlinern fehlt.

Love, Katha

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2 Kommentare zu „Niederländische Tage

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