Das Konzert

DT: Das Konzert
OT: Le Concert
Genre: Komödie
Cast: Alexei Guskow, Mélanie Laurent, François Berléand, Miou-Miou
Regie: Radu Mihăileanu
Drehbuch: Radu MihăileanuMusik: Armand Amar
Erscheinungsjahr: 2009
Länge: ca. 122 Minuten
FSK: ab 0 Jahren

Andreï Filipov, ehemals Dirigent des berühmten Moskauer Bolschoi-Orchesters, arbeitet inzwischen nur noch als Putzman an seiner einstigen Wirkungsstätte. Eines Abends fällt ihm ein Fax der Einladung zu einem Konzert in Paris in die Hände. Andreï hat eine verrückte Idee: noch ein Mal mit der alten Besetzung aufreten und anstelle des jetztigen Ensembles in Paris zu spielen. Kurzerhand versammelt er die alte Musikertruppe. Eine turbulente Reise in den Westen beginnt… [Klappentext]

Mit irrwitzigem Humor, einer Prise augenzwinkernder Übertreibung und viel Pathos erzählt Radu Mihaileanu die Geschichte eines ehemalign Dirigenten, der durch einen Zufall gelenkt noch einmal alles gegeben will, um das Konzert zu Ende spielen zu können, welches 1980 druch die Kommunisten boykottieret wurde. Dabei wird das ganze durch Armand Amars geladenen, mit russisch-folkloren Melodien geprägten Soundtrack wunderbar unterstützt – und natürlich herrlichen Tschaikwosky-Elementen, den dieser schließlich bestimmt das Hauptthema. Trotz einiger traurigen, ja ziemlich nachdenklichen Sequenzen, spielt der Film mit der vielen Vorurteilen bzw. Stereotypen, die den Witz unterstützen und fast durchgehend für ein Feel-Good-Feeling sorgen: dem rasenden russischen Autofahrer, die saufenden Russen, die alte Melancholie zu längst vergangenden kommunisten Zeiten, Akzente und Sprachfehler – die stets für ein Schmunzeln sorgen.
Eine Szene fand ich dabei besonders prägend: Der leere Rote Platz in der morgendlichen Frühe (wie bitte bekommt man das hin?), auf welchem sich schießlich Filipovs altes, ziemlich bunt-zusammengewürfeltes Orchester zusammentrifft, um seine große, chaotische Reise zu beginnen. Untermalt von Chören, in wunderbares, rötliches Licht getaucht!
Hat man den Film auf DVD, so empfehle ich das ca. 30 Minütige Making Of, da es hervorragend erläutert, wie der Film gedreht wurde und tatsächlich Dinge zeigt, die einen interessieren und nicht auf das Grobe, was sich jeden von einem Set denken kann, auf 3 Minuten hinunterreduziert wird!

THE VERDICT: Ein urkomischer, doch bewegender und sehr musikalischer Film, der durch Score und Besetzung überzeugt. Obwohl sich ordentlich an Klischees bediehnt wird, sorgt gerade das für den Unterhaltungswert mit Facepalm-Momenten. Ich mag’s! 6,5 von 10 Sternen.

Love, Katha

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s