Kolumne: Der kranke Gymnasiast

Moin Leute!

Da ich es tatsächlich vollbracht habe, seit Anfang März krank zu sein, habe ich leider Blogtechnisch wenig geschafft, allerdings kann ich dafür umso mehr zum Thema krank sein sagen und was ich mir eingemummt in der Decke für Gedanken gemacht habe.

Mitnichten ist krank sein ein altersloses Problem, als Kind gröhlt man flennend über das schier unendliche Jucken der Windpocken oder hustet ohne Ende, so dass man im übrfüllten Wartezimmer im Winter eine Kinderarztpraxis wahrscheinlich vor lauter Chorgehuste noch kranker wird. Währenddessen streiten sich Mütter die Haare gegenseitig rausreißend, ob man sein Kind impfen sollte. Jaja, Krankheiten sind heikel.
Und kaum sitzt man im 2. Semester der Oberstufe wird es nicht besser. Gerade so werden die Hausaufgaben nach stundenlangem Prokrastinieren wahlweise auf YouTube, Messengern, mit Büchern, Zocken – oder jedem andren heiß geliebten Objekt, das sich besser macht, als eine Quelleninterpretion über die französische Ständegesellschaft – geschafft, da überfällt er einen. Der Krankheitserreger, der sich gerne des Nachts in den müden, bereits jetzt unausgeschlafenen Körper des Schülers festbohrt, um Morgens mit 39° C Fieber aufzustehen.

Erster Gedanke: Gott, geht es mir scheiße. So geh ich nirgends hin.
Zweiter: Weiterschlafen.
Dritter, der meistens kommt, wenn das Abklingen des Symptoms beginnt: Wie zur Hölle hole ich das ein?
Vierter (optional, falls Klausur): F***!!  Ich muss jetzt auch noch mit Schüttelfrost zum Arzt kriechen und ein Attest holen – also bezahlen, für die Entschuldigung als einziges Beweismittel, dass ich Fieber habe.

Die Bürokratie hinter einem Fieberschub oder einer Erkältung ist schier unglaublich. Geht man allerdings in die Schule, wie ich es eine Weile zu tun pflegte und WIRKLICH NICHT empfehlen kann, sitzt man im Delirium des Symptoms in seinem Deutschunterricht, weil man fürchtet, das nicht alles aufholen kann – und fällt doch fast vom Stuhl.
Noch grandioser wird es allerdings, wenn Menschen sich noch in ihrem Leiden versuchen zu übertrumpfen, man im Wartezimmer mit angeschwollener Nase hockt und der Nachbar einen verächtlichen Blickes mustert, als ob er sagen wolle: Na und? Also ich habe ja eine Lungenembolie.

Was ich nur sagen und empfehlen kann, da ich diese Nachholpanik schlichtweg verkörpere. Ich gehe nicht mehr mit Fieber zur Schule, ich habe ein paar wirklich wundervoll zuverlässige Freunde (denn die sind das einzig Wahre, womit man sich durchkämpfen kann) und ich lege mich hin und schlafe, trinke Tee und entspanne. Stress macht offensichtlich auch krank.

Bleibt bitte gesund und stressfrei!

Love, Katha

Advertisements

2 Kommentare zu „Kolumne: Der kranke Gymnasiast

    1. Oh, vielen lieben Dank! Es geht mir auch schon deutlich besser. Ich glaube, dass Schreiben hat mir auch gut getan 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s