Die verlorene Zeit

OT: Die verlorene Zeit
Genre: Drama
Cast: Dagmar Manzel, Mateusz Damiecki, Alice Dwyer, Lech Mackiewicz
Regie: Anna Justice
Drehbuch: Pamela Katz
Musik: Christoph Kaiser, Julian Maas
Erscheinungsjahr: 2011
Länge: ca. 105 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Inspiriert von wahren Ereignissen, erzählt „Die verlorene Zeit“ von einer außergwöhnlichen Liebesgeschichte zweier zerrissener Schicksale, die ihren Anfang 1944 in Polen nimmt. Der junge Tomasz Limanowski (Mateuz Damiecki) rettet seiner Geliebten Hannah Silberstein (Alice Dwyer) mit einer riskanten Flucht aus einem deutschen KZ das Leben. Doch im Chaos der letzten Kriegstage werden sie gewaltsam voneinander getrennt und sind überzeugt, der andere sei ums Leben gekommen. Über dreißig Jahre später erfährt die inzwischen in New York gut situiert lebende Hannah ganz zufällig von einer Möglichkeit, dass Tomasz noch am Leben sein könnte. Verborgene Gefühle über diese lang verdrängte Liebe kommen zum Vorschein. Sie kontaktiert den internationalen Suchdienst vom Roten Kreuz und beginnt erneut nach Tomasz zu suchen [Klappentext].

Nur zufällig entdeckte ich diesen Film in der Bibliothek, das Cover wirkte nachdenklich und traurig, doch der Titel weckte Neugier in mir, doch als ich den Klappentext durchlas, wunderte ich mich: nicht noch so eine Geschichte! Eine Liebe wird auseinandergerissen, sie verlieren sich in den Wirren des Krieges, dazu noch das Thema Nationalsozialismus – manchmal hat man all diese Filme schon ganz schön satt.
Aber nachdem ich diesen Film gesehen hatte, muss ich sagen, dass es sich lohnt, diesen zu sehen. Zugegben, der Film ist ziemlich traurig und man wird sicherlich nicht mit einem glücklichen Gefühl hinausgehen, aber dazu ist er nicht gemacht. Vielmehr handelt es sich um ein bewegendes, stilles Drama und keine laute, aufschreiende Tragödie. Es gibt ganz kleine Lichtblicke, Wolkenlöcher in zutiefst grauen Zeiten.
Die Musik dazu besteht aus ruhigen Klavierstücken, untermalt von melancholischen Streichern und untermalen den Film sehr schön! Offengestanden lege ich viel Wert auf einen guten bzw passenden Soundtrack und hier wurde ich nicht enttäuscht. Zudem ist die Farbsättigung in „Die verlorene Zeit“ etwas niedrig, was die bedrückte Stimmung gut untermalt.
Zugegeben, die Idee einer solchen Story ist nicht die originellste, aber es gibt tatsächliche solche Schicksale, insofern kann ich in Anbetracht dieses Gesichtpunktes schlecht Kritik üben. Die Umsetzung jedoch halte ich mit einer recht guten, soliden schauspielerischen Leistung für durchaus gut.

THE VERDICT: Ein melancholischer und berührender Film über eine traurige, durch Krieg zerrissene Liebe mit guten Schauspielern und einem tollen Soundtrack. Es tut vielleicht etwas weh, ihn zu sehen, denn die Dinge und Geschehnisse werden sehr realistisch dargestellt, aber wer gerne mal einen nachdenklichen Abend verbringen möchte, dem kann ich „Die verlorene Zeit“ nur empfehlen. 7 von 10 Sternen.

Love, Katha

Quellen

Beitragsbild

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5 Kommentare zu „Die verlorene Zeit

      1. Naja, es ist die Zeit, die den beiden verloren gegangen ist. Aber ja, bei manchen Titeln kann man nur den Kopf schütteln, obwohl dies manchmal auch dem deutschen Verleih geschuldet ist, der dem FIlm einen neuen frischen und „coolen“ Namen gibt. Nur selten habe ich es erlebt, dass der deutsche Titel passender war.

      2. Das stimmt, die deutschen Titel sind meistens wirklich nicht toll. Meines Erachtens sollte man einfach das Original möglichst beibehalten oder gut übersetzen.

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