Anna Karenina

OT: Anna Karenina
DT: Anna Karenina
Genre: Kostümfilm, Literaturverfilmung, Drama, Romanze
Cast: Keira Knightley, Aaron Taylor-Johnson, Jude Law, Matthew MacFadyen, Alicia Vikander, Domhnall Gleeson
Regie: Joe Wright
Drehbuch: Tom Stoppard nach dem Roman von Lew Tolstoi
Musik: Dario Marianelli
Erscheinungsjahr: 2012
Länge: ca. 130 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Nach Lew Tolstois Roman „Anna Karenina“ aus 1877.

Die bezaubernd schöne Anna (Keira Knightley) führt an der Seite ihres Ehemanns Alexej (Jude Law) ein glanzvolles Leben in mitten des Adels von St. Petersburg. Alles scheint perfekt, bis sie dem faszinierenden Offizier Graf Vronskij (Aaron Taylor-Johnson) begegnet. Hin- und hergerissen zwischen dieser leidenschaftlichen Affäre und der Liebe zu ihrem Sohn entscheidet sie sich für ihren Geliebten. Doch als die elegante Gesellschaft ihr dies nicht verzeihen kann, trifft Anna eine bittere Entscheidung [Klappentext]

Eine weitere Literaturverfilmung eines weltbekannten Klassikers, mag man auf den ersten Blick denken, doch was Joe Wright aus Anna Karenina macht, ist etwas Neues und Mutiges, denn die einzelnen Szenen sind wie ein Theater inszeniert – nimmt man die bittersüßeTragik, hat diese Idee  schon symbolischen Charakter.
Ich denke allerdings auch, dass es ein bisschen verwirrend sein kann, den Film zu sehen, wenn man die Storyline nicht kennt und so konnte ich diese Umsetzung auch erst beim Zweitsehen wirklich „schätzen“. Es mag etwas gekünstelt wirken, wenn die Wände über die Bühe abtransportiert werden, sich Türen in ein neues Geschehen öffnen, doch nun, wo ich den Film schon gut 4 Mal aus verschiedensten Anlässen gesehen habe, glaube ich, mit jedem Mal ein neues Detail zu sehen, das mich verzaubert.
Die Kostüme sind wunderschön und sehr kreativ, genauso wie das gesamte Flair und Setting stimmt. Dario Marianellis Musik dazu hat etwas sehr spezielles, ein bisschen als würde man in einen Zirkus eingeführt werden, mit Walzerklängen und russischen Gesängen, was die vielen Bläser und Streicher untermalen, jeodch trifft aber er durch zarte Klaviertöne auch traurige Momente

Nun zu den Darstellern! Obgleich ich kein so großer Fan von Keira Knightley bin, muss ich mich als ziemlich begeistert aussprechen. Diese Kooperation zwischen Knightley und Wright funktioniert einfach, man denke an Abbitte oder Stolz & Vorurteil!
Die schauspielerische Leistung ist eigentlich im allgemeinen sehr überzeugend und großartig. Man sieht Jude Law zur Abwechslung mal nicht als attraktiven Mann und er behauptet sich überzeugend! Mir gefiel auch der Ire Domhnall Gleeson sehr, den ich bis dato gar nicht kannte, sowie Alicia Vikander, die mich bereits in A Royal Affair verzaubert hatte.
Neben der großen Liebesgeschichte spielen die beiden die „Nebenliebesgeschichte“ von Kostja Ljewin und Kitty Schtscherbazkaja, und obwohl es eine Nebenlinie ist, berührte mich diese sehr.
Besonders schön fand ich das thematisieren von verschiedenen Formen von Liebe (obwohl ich damit wahrscheinlich mehr die Geschichte, als den Film lobe): die Reine, die Leidenschaftliche, die Verbotene usw.

THE VERDICT: eine mutige, zauberhafte und wunderschöne Neuinszinierung eines Klassikers mit einer guten und schauspielerisch-überzeugenden Besetzung. Untermalt von einem tollen Soundtrack und wunderschönem Setting, bin ich sehr begeistert! Nur ab und an kann man der Geschichte nicht ganz folgen, da diese Theater-Geschuchte etwas verwirrend  und anstrengend ist. Doch kann ich mir nur wiederholen, dass er besser wird, je öfter man ihn sieht. Deshalb 8 von 10 Sternen.

Love, Katha

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5 Kommentare zu „Anna Karenina

  1. Ich kenne die ein oder andere Verfilmung des Stoffes und finde die Geschichte eher langweilig 😉 Aber genau diese Verfilmung kenne ich leider nicht und nach allem was du berichtest, scheint es die Beste zu sein! Hast du denn auch andre Verfilmungen gesehen?

    1. Oh ja, dann solltest du sie sehen!
      Ich hab bisher nur diese Verfilmung gesehen und auch nicht den Roman gelesen, dementsprechend kann ich auch nicht sagen, inwieweit sich Buch und Film unterscheiden 🙂

  2. Liebe Maret, ich finde es spannend, was für einen Zugang du zu dieser Verfilmung gefunden hast. Ich erinnere mich, wie Elin und ich sie auf DVD geschaut haben und am Ende nur sagten: „Äh?“. Die Optik mit den Theaterszenen fand ich auch originell, die emotionale Seite der Geschichte hat mich jedoch kaum erreicht. Vielleicht waren wir beim einmaligen Schauen auch zu überrascht ;-). Lieben Gruß und Dir noch ein Frohes Neues Jahr! Sarah

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