Ondine

OT: Ondine
DT: Ondine – das Mädchen aus dem Meer
Genre: Romanze
Cast: Colin Farrell, Alicja Bachleda-Curus, Stephen Rea
Regie: Neil Jordan
Drehbuch: Neil Jordan
Musik: Kjartan Sveinsson
Erscheinungsjahr: 2009
Länge: ca. 111 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Dem irischen Fischer Syracuse geht eines Tages ein zauberhafter Fang ins Netz: Eine wunderschöne Frau, scheinbar ohne Vergangenheit, die bald seine Sinne und Gefühle beflügelt. Nicht nur Syracuse beginnt sich langsam Fragen über seinen geheimnisvollen Fang zu stellen, sondern auch seine Tochter ist der Wahrheit auf der Spur: Ist Ondine, das Mädchen aus dem Meer, tatsächlich eine Meerjungfrau? Eine geheimnisvolle Geschichte zwischen Krimi und Märchen beginnt sich zu entwickeln.

Der Film beginnt damit, dass Syracuse (Colin Farrell),genannt Circus angelehnt an siene Alkoholiker-Zeit, in seinem Kutter das Netz einrollen lässt und urplötzlich eine junge Frau in diesem liegt – und er bemerkt, dass sie wohl noch lebt. Er möchte ihr helfen, schlägt er Frau vor, sie in ein Krankenhaus zu bringen, doch sie wehrt panisch ab, denn sie möchte bloß nicht gesehen werden. Hier wird etwas offensichtlich, dass es irgendwo im Film eine Art „großes Geheimnis“ geben wird, aber das macht nur neugierig.
So kommt es, dass er sie in einem abgelegen Haus am Meer versteckt, in dem einst seiner Mutter wohnte.
Die Geschichte ist jedoch weniger kitschig, als der Trailer erwarten lässt (ist aber dennoch kitischig). Die Welt des kleinen irischen Dorfes hat etwas einsames, düsteres und trauriges, was besonders durch die etwas stark kontrastierte Bild verdeutlicht wird, dazu kommt eine ruhige Musik, die den Film angenehm unterstreicht. Man wird eher mit traurigen Tatsachen konfrontiert, z.B. der Nierenkrankheit seiner Tochter Annie, die regelmäßig zur Dialyse muss und im Rollstuhl sitzt. Um sie während der langen Wartezeit zu beschäftigen, erzählt er ihr die Geschichte von einer Frau, die einem Fischer ins Netz gegangen sei. Annie wird neugierig und fängt an, sich mit dem Selkie-Mythos zu beschäftigen.
Unterdessen lernen sich Syracuse und Ondine besser kennen – bis eines Tages ein fremder Mann im Dorf auftaucht und ihre Welt durcheinander bringt.

Ich hatte bisher nicht so großartige Erfahrung mit Colin Farrell (ich denke an gute drei Stunden Ödnis ist „Alexander“) , so dass dieser Film eher eine positive Überraschung war.

Was ich an dem Film zu bemängeln habe, ist eigentlich ein wenig der Aufbau der Liebesgeschichte: nun gut, sie begegnen sich, er rettet ihr Leben und irgendwie ist offensichtlich, dass die beiden sich verlieben müssen, aber anders als in anderen Filmen wird nicht deutlich, weshalb eigentlich. Ein Beispiel: Mr Rochester liebt Jane für ihren Scharfsinn, bei Gus und Hazel werden Gemeinsamkeiten deutlich, Lady Maud und Walter von Ulrich haben ähnliche Weltanschauungen usw. Aber hier in Ondine ist es etwas, als wären beide zur selben Zeit am selben Ort und ja. Dadurch verliert der sonst auch recht melancholische Film auf eine traurige Weise sein Hauptthema – etwas enttäuschend, da ich Neil Jordan eigentlich ganz gut finde.

THE VERDICT:
An sich ist es eine wirklich schöne Idee und auch die melancholisch-traurige Umsetzung mit dem irischen Setting ist gelungen, bloß empfinde ich die Liebesgeschichte als etwas flach und nicht ganz überzeugend, deshalb: 4,5 von 10 Sternen. Eigentlich Schade.

Love, Katha

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Ein Kommentar zu „Ondine

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