The fault in our stars

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Autor: John Green
DT: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
OT: The Fault In Our Stars
Genre: romantisches Drama, Jugendroman
Sprache: Deutsch
Übersetzer: Sophie Zeitz
Ausgabe: Taschenbuch
Ersterscheinung: 2012
Verlag: Reihe Hanser, dtv
Preis: 9,95€
ISBN: 978-3423625838
Länge: 336 Seiten

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander – trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.“ [Lovleybooks.de]

Ich möchte mich als aller erstes bedanken, bei Charlie @ keinezeitfuerlangeweile, weil sie mich gezwungen hat John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ zu lesen.

Ich lese Klassiker, seit einem Jahr nur Klassiker und plötzlich schlage ich dieses Buch auf und es ist so voller Wärme und Liebe und dennoch Ernst und ich will behaupten, dass dieser Roman eines Tages ein Klassiker wird. Die Hauptfigur Hazel erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, ist dabei offen, witzig und ernst und sieht auf eine wundervolle Weise die kleinen Dinge. Sie begegnet Augustus bereits am Anfang es Romanes, wo er sie während einer Art Gruppentherapie unaufhörlich anstarrt. Es geht nicht in jedem Sinne nur um die wunderschöne, herzzerreißende Liebesgeschichte von Hazel und Gus, denn dieses Buch ist vieles, aber nicht kitschig, denn Krebs, den sie beide haben, kann kaum kitschig sein.

Es ist so schwierig, die richtigen Worte für diesen Roman zu finden, denn er trifft die richtigen Worte und schafft es, einen trotz der unglaublichen Tragik der unheilbaren Krankheit, die Hazel hat, einen zum Schmunzeln zu bringen.

„Wie heißt du?“, fragte er [Gus]
„Hazel.“
„Nein, dein ganzer Name.“
„Hm. Hazel Grace Lancaster.“ (S.20)

Und er sollte sie die ganze Zeit Hazel Grace nennen, was zugleich bürokratisch, aber auch süß klang. Gus ist nicht der perfekte Typ und Hazel schildert dies auch, aber er verzaubert einem trotzdem, denn sein Verhalten ist allzu menschlich: Gus möchte nicht vergessen werden. Als er Hazel davon das erste Mal berichtet, hält sie ihm de facto einen Kurzvortrag über ihre Meinung, der ihm die Sprache raubt. Das ist Hazel! Sie ist wortgewandt, spricht über den falschen Gebrauch von ‚buchstäblich‘, was mehr oder weniger der Running Gag des Buches ist. Und auch wenn man weiß, dass dieses Buch ein tragisches ist, schenkt es mit der Lebensfreude, die Hazel und Gus mittels ihrer Liebe aussprühen, Hoffnung. Am Schönsten finde, wie das Thema des Vergessenwerdens behandelt wird, weil wir Menschen alle Teil davon sind und ich mich persönlich auch davor fürchte.

Ein großer Pluspunkt sind ohne Zweifel die Charaktere, die alles andere als flach sind oder sich auf wenige Eigenschaften, die man im großen und ganze  mit den Adjektiven ‚gut‘ und ‚böse‘ beschreiben lassen, beschränken, was bei einigen Jugendbüchern der Fall ist. Wo wir schon beim nächsten Punkt sind: bei Amazon liegt die Altersempfehlung bei 12-15 Jahre. Dem Mindestalter kann ich zustimmen, aber eigentlich ist es lächerlich zu behaupten, dass mit 15 schluss ist, denn ich glaube, dass dieser Roman verschiedenste Altersklassen anspricht, allen voran, weil die Figuren sehr erwachsen sind.

Ich darf mich glücklich nennen, weil ich nicht krebskrank bin, aber noch glücklicher darf ich mich nennen, weil ich dieses Buch gelesen habe. Lev Großmann vom Time Magazine sagt folgendes: „So ehrlich und intensiv wie nichts sonst, was ich in letzter Zeit gelesen habe, weder in Jugendbüchern, noch in anderen.“

Danke, Charlie. Wer weiß, ob ich dieses Buch ohne dich gelesen hätte, wo ich so lange Jugendbücher (auch berechtigt) abgestempelt habe. Aber irgendwie hat es was von einem Klassiker, denn diese Geschichte ist zeitlos-einzigartig.

THE VERDICT: Ich glaube, dass ich hierbei den Gebrauch des Wortes „episch“ nicht misshandle, denn „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ kann ich nicht anders beschreiben. 9,5 von 10 Sternen – Prädikat Episch!

Love, Katha

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2 Kommentare zu „The fault in our stars

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