Temps des Cerises

Moin!

Es ist so wundervoll wie der Frühling hier in Berlin ausbricht, fast schon schade, dass nun langsam die zarten Blüten der Obstbäume zu Boden sinken, aber dennoch ist es eine Freude. Man nimmt grüne Bäume eigentlich nicht wirklich wahr, sie sind natürlich da, aber sonst? Ich tat das lange auch nicht, bis zum letzten Jahr, wo der Winter bis Anfang April andauerte, seitdem sehe ich die Natur anders – und es ist schön. Wenn ihr hinausgeht: seht euch diese prächtigen, blühenden Kastanien an! Es hat seinen Zauber:) Heute möchte ich den Roman „Das Lächeln der Frauen“ vorstellen.

Autor: Nicholas Barreau
Titel: Das Lächeln der Frauen
Genre: Liebesgeschichte
Sprache: Deutsch
Ersterscheinung: 2012
Verlag: Piper
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-492-27285-8
Länge: 336 Seiten

Die Restaurantbesitzerin Aurélie hat Liebeskummer: Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten Sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Natürlich möchte Aurélie den Autor kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erzählt der Lektor des französischen Verlags. Aber Aurélie gibt nicht auf…“

Ich war total angetan von dem Klappentext, der im Wesentlichen auch gut aufgebaut ist, was schon zu Anfang ein unheimlicher Pluspunkt ist, denn viele Klappentexte verraten entweder nichts, sondern sind nur Pressestimmen oder erzählen das halbe Buch.

Copyright©Piper Verlag
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Schon der Name Aurélie ist bezaubernd, die Geschichte, obgleich sie natürlich ziemlich offensichtlich ist, auch. Dennoch! Ich war verzaubert von Aurélie & André, dem Autor: denn der Roman ist in zwei Ich-Stimmen aufgeteilt, wodurch ein unheimlicher Wortwitz und peinliches Lachen vorprogrammiert sind. Ich habe mich bei diesem süßen, französischen Roman unheimlich amüsiert. Auch toll: am Ende des Buches gibt es ein paar erwähnte Rezepte aus Aurélies Restaurant „Temps des Cerises“. Es ist Paris, wie man es sich vorstellt, und sobald man den Roman beendet hat – ich habe ihn verschlungen – will man nach Paris! Es ist eine Menge Kitsch enthalten, aber es ist kein süßer, klebriger, fremdschäm-Kitsch á la Rosamunde Pilcher, sondern ein herzen-erwährmender, liebevoller Kitsch, das man staunt, dass ein Mann dergleichen schreiben kann, was mich zu meinem nächsten Punkt führt: Ich möchte natürlich nicht spoilern, d.h., wer das Buch lesen möchte, dem empfehle ich hier nicht weiterzulesen, aber eins ist doch wohl sehr ironisch: André, ein Verlagsmitarbeiter, publiziert unter einem anderen Namen in SEINEM Verlag einen Roman. Natürlich ist  verständlich, warum er das macht, doch googlet man Nicholas Barreau, so findet man keine französische Originalausgabe, welche ja angeblich von Svophie Scherrer übersetzt wurde… Alles in einem also eine süße, zarte Geschichte mit hervorragenden Wortwitz und Gewandtheit, leicht und gut leserlich geschrieben: Die perfekte (Sommer-)ferien Lektüre. 4/5 Sternen.

Love, Katha


das Zitat des Tages. „Die Stunde ist kostbar. Warte nicht auf eine spätere, gelegener Zeit“ – Katharina von Sienna

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2 Kommentare zu „Temps des Cerises

    1. Klar, gerne und werde ich auch machen:) Momentan stapeln sich bloß etliche Bücher auf meinem zu-lesen-Stapel, deshalb muss ich es nach hinten verschieben, aber ich schaue gerne rein:)

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